Vier Fahrgäste sitzen im Spielzeugbus, zwei steigen ein. Stellt die Geschichte mit Figuren dar und zeichnet auf, was vor und nach dem Einsteigen zu sehen ist.
Eine Fahrt mit zwei Gruppen festhalten
In einem Spielzeugbus sitzen vier Fahrgäste. An einer Haltestelle steigen zwei weitere ein. Wenn niemand aussteigt, sind danach sechs Fahrgäste im Bus. Die Kinder können diese Geschichte mit Figuren darstellen und anschließend auf Papier festhalten.
Die Aufzeichnung soll drei Dinge unterscheiden: die vier Fahrgäste am Anfang, die zwei Einsteigenden und die sechs Fahrgäste nach dem Einsteigen. Eine Zeichnung, Zahlzeichen oder ein diktierter Satz kann dabei helfen. Ein einzelnes Bild mit sechs Figuren zeigt den Endzustand, erzählt aber nicht von selbst, welche zwei später eingestiegen sind.
Der Bus und seine Haltestelle sind ein Modell. Ein echter Fahrplan, ein Wohnort oder persönliche Angaben sind für die Aufgabe nicht erforderlich. Eine Figur steht in diesem Beispiel für einen Fahrgast; eine fahrende Person wird nicht mitgezählt.
Die Frage nach dem Endzustand ist nur eindeutig, wenn die Anfangsgruppe und die Veränderung bekannt sind. Hier steigen genau zwei ein und niemand steigt aus. Andere Ereignisse dürfen das Kind und die erwachsene Person später erfinden, müssen sie dann aber neu berücksichtigen.
Das Aufzeichnen kann beim Erzählen helfen: Ein Bild zeigt, was vor der Haltestelle galt, ein anderes den Zustand nach dem Einsteigen. Die Zeichnung ist eine Darstellung der Geschichte und kein Nachweis einer realen Fahrt.
Das Kind kann der Haltestelle einen erfundenen Namen geben, etwa „Park“. Die mathematische Frage benötigt keine Angabe über eine echte Buslinie. Ein neues Ziel ändert die Anzahl der Figuren nur, wenn die Geschichte ein Ein- oder Aussteigen hinzufügt.
Fragt vor jeder Aufzeichnung, welchen Zeitpunkt sie zeigen soll. Eine Szene mit wartenden Figuren und eine Szene nach ihrem Einsteigen können auf demselben Blatt stehen, dürfen aber nicht als gleichzeitig unabhängige Gruppen missverstanden werden.
Materialien und Vorbereitung
Nehmt sechs große, für das Kind geeignete Figuren oder Karten und ein Blatt Papier als Bus. Ein zweites Blatt kann die Haltestelle darstellen. Wer einen Spielzeugbus hat, kann ihn verwenden, sofern alle Figuren sichtbar und sicher platziert werden können.
Für die Aufzeichnung reichen Papier und Stift. Das Kind kann selbst zeichnen, zeigen, diktieren oder eine vertraute Kommunikationshilfe verwenden. Eine erwachsene Person schreibt auf Wunsch und liest die Notiz zur Bestätigung vor.
Legt fest, welcher Bereich den Bus darstellt. Figuren auf der Haltestelle gehören zunächst nicht zur Gruppe im Bus. Wenn eine Figur genau auf dem Rand steht, klärt ihre Position, bevor ihr zählt.
Wenn die Figuren im Spielzeugbus nicht sichtbar sind, stellt sie auf einen größeren Papierbereich, der den Innenraum darstellt. Vereinbart, dass jede dort liegende Figur einen Fahrgast im Bus bedeutet.
Wählt eine sichere Größe der Figuren für alle beteiligten Kinder. Kleine Gegenstände sind ungeeignet, wenn sie verschluckt werden könnten. Ein Erwachsener kann die Figuren auf Wunsch des Kindes bewegen.
Erster Schritt: Vier Fahrgäste im Bus
Stellt vier Figuren in den Busbereich und zwei an die Haltestelle. Fragt: „Wie viele Fahrgäste sind schon im Bus?“ Das Kind kann die vier Figuren einzeln zeigen oder eine erwachsene Person bitten, sie nach seiner Anweisung zu zählen.
Die zwei wartenden Figuren sind ebenfalls sichtbar, gehören aber noch nicht zur befragten Gruppe im Bus. Auf die Frage nach allen vorbereiteten Figuren wäre sechs eine passende Antwort. Die Frage nach den Fahrgästen im Bus hat zunächst die Antwort vier.
Haltet den Anfang bei Interesse fest: Zeichnet vier Punkte in ein Rechteck und zwei Punkte daneben. Einigt euch darauf, dass jeder Punkt eine Figur darstellt. Ohne diese Erklärung kann eine andere Person die Zeichnung unterschiedlich lesen.
Zählt die vier Busfiguren einzeln. Das Kind kann sie zeigen, während die erwachsene Person die Zahlwörter spricht, oder selbst zählen. Achtet darauf, dass jede Figur nur einmal einbezogen wird.
Danach zeigt auf die zwei Figuren an der Haltestelle. Sie sind Teil des gesamten Spiels, aber in dieser Szene noch nicht im Bus. Eine klare Grenze erleichtert die spätere Zeichnung.

Zweiter Schritt: Zwei steigen ein
Sagt: „An der Haltestelle steigen zwei weitere Fahrgäste ein“. Das Kind kann beide Figuren nacheinander in den Busbereich bewegen oder jemand anderen darum bitten. Die vier ursprünglichen Figuren bleiben im Bus.
Nach der Bewegung fragt ihr: „Wie viele Fahrgäste sind jetzt im Bus?“ Zählt alle sechs Figuren oder zählt von vier aus zwei weiter: fünf, sechs. Beide Wege sind für dieses Beispiel möglich.
Wenn versehentlich eine Figur aus dem Bus genommen wurde, hat sich die Geschichte geändert. Klärt die tatsächliche Bewegung und zählt den neuen Zustand, statt das vorbereitete Ergebnis sechs unabhängig vom Material zu behaupten.
Die erste wartende Figur wird in den Busbereich bewegt, dann die zweite. Das Kind kann nach jeder Bewegung zählen oder bis zum Ende warten. Wenn keine andere Figur bewegt wird, wachsen die vier auf fünf und danach auf sechs.
Beschreibt jede Hilfe: „Du hast gezeigt, welche Figur einsteigen soll; ich habe sie bewegt.“ Das Kind kann die Entscheidung treffen, auch wenn eine andere Person die Bewegung ausführt.
Dritter Schritt: Eine Vorher-Nachher-Zeichnung
Teilt ein Blatt in zwei Felder und beschriftet sie bei Bedarf mit „vorher“ und „nachher“. Im ersten Feld sind vier Figuren im Bus und zwei an der Haltestelle. Im zweiten Feld sind sechs im Bus, sofern beide eingestiegen sind.
Das Kind kann Kreise für Figuren zeichnen. Die erwachsene Person kann nachfragen, welcher Kreis was darstellt. Wenn die wartenden Figuren im zweiten Bild noch außerhalb stehen, stimmt das Bild nicht mit der beschriebenen Handlung überein oder zeigt einen anderen Zeitpunkt.
Eine zweite Zeichnung ist optional. Die Kinder können auch die Figuren erneut aufstellen und den Ablauf erzählen. Entscheidend ist eine nachvollziehbare Zuordnung von Anfang, Veränderung und Ergebnis.
Im Vorher-Feld könnten vier Kreise innerhalb des Busrechtecks und zwei daneben stehen. Im Nachher-Feld stehen alle sechs innerhalb. Fragt das Kind, ob diese Darstellung seiner Geschichte entspricht.
Eine Figur, die an beiden Zeitpunkten im Bus bleibt, erscheint auf beiden Bildern. Die zwei Felder sind nicht gleichzeitig getrennte Gruppen, sondern Darstellungen derselben Geschichte zu verschiedenen Zeiten.
Wenn das Kind die gleichen Figuren in beiden Feldern erkennen möchte, kann es ihnen vereinbarte Symbole geben. Solche Symbole sind eine Hilfe, keine Pflicht. Die Gesamtzahl nach dem Einsteigen lässt sich auch ohne persönliche Namen zählen.
Ein Pfeil zwischen den Feldern kann die zeitliche Reihenfolge zeigen. Er muss erklärt werden: Der Pfeil steht für den Übergang von der Anfangsszene zur späteren Szene und ist selbst kein Fahrgast.
Ein mögliches Gespräch
Erwachsene Person: „Vier Fahrgäste sind im Bus. Wie viele warten an der Haltestelle?“ Kind: „Zwei.“ Erwachsene Person: „Möchtest du sie einsteigen lassen?“ Das Kind bewegt beide Figuren.
Erwachsene Person: „Wie viele sind jetzt im Bus?“ Das Kind zählt sechs. Erwachsene Person: „Wollen wir zeichnen, wie es vorher und nachher aussah?“ Das Kind zeichnet oder diktiert, wenn es möchte.
Wenn das Kind „zwei“ antwortet, fragt die erwachsene Person, welche Gruppe gemeint ist. Zwei ist die Anzahl der Eingestiegenen; sechs ist die Anzahl aller Fahrgäste im Bus nach der beschriebenen Handlung.
Kind: „Ich sehe insgesamt sechs Figuren auf dem Tisch.“ Erwachsene Person: „Ja, vier sind im Bus und zwei warten. Nach dem Einsteigen sind alle sechs im Bus.“ Die Gesamtzahl der Spielfiguren hat sich durch die Bewegung nicht geändert.
Wenn die Frage nur nach den Fahrgästen im Bus gestellt wird, ändert sich dagegen die Antwort von vier auf sechs. Der Ort der betrachteten Gruppe ist entscheidend.
Erwachsene Person: “Wir haben vier Figuren gezeichnet. Wo sollen die beiden Wartenden im zweiten Bild stehen?” Kind: “Im Bus.” Die erwachsene Person fragt, ob das Kind die Figuren selbst zeichnen oder eine andere Person darum bitten möchte.
Danach vergleichen beide das Bild mit den sechs Spielfiguren. Wenn eine Figur fehlt, klären sie, ob sie vergessen wurde oder ob das Kind eine andere Szene darstellen wollte.
Die Rechnung 4 + 2 = 6
Wenn das Kind an Zahlzeichen interessiert ist, schreibt 4 + 2 = 6 neben die Zeichnung. Zeigt auf die vier Fahrgäste am Anfang, die zwei Einsteigenden und danach auf alle sechs im Bus.
Das Plus beschreibt in dieser Geschichte das Hinzukommen der zwei Fahrgäste. Das Gleichheitszeichen verbindet den Ausdruck mit seinem Wert. Die Geschichte liefert einen konkreten Zusammenhang für die Zeichen.
Das Kind muss die Rechnung nicht schreiben können, um die Gruppen mit Figuren zu untersuchen. Ein gesprochenes „vier und zwei sind sechs“ oder ein Zeigen auf die Gruppen kann genügen.
Das Kind kann zunächst die vier Figuren zählen und dann bei fünf und sechs weiterzählen, während die beiden Wartenden einsteigen. Es kann genauso alle sechs nach der Bewegung neu zählen.
Eine erwachsene Person sollte den verwendeten Weg beschreiben, statt nur das Ergebnis zu loben. Wenn sie beim Zählen unterstützt hat, gehört diese Information zu einer eventuellen Notiz.
Zeigt, dass sich 4 und 2 auf unterschiedliche Teilgruppen beziehen, während 6 die gesamte Gruppe im Bus nach dem Einsteigen beschreibt. Die Zahlen sollten nicht unter vertauschte Bilder geschrieben werden.
Wenn das Kind eine Zahlkarte auswählt, kann die erwachsene Person ihre Bedeutung vorlesen. Diese Unterstützung ist hilfreich, aber nicht dasselbe wie das selbstständige Schreiben oder Lesen aller Zeichen.
Häufiger Fehler: Anfang und Ergebnis verwechseln
Eine Zeichnung mit vier Punkten im Bus zeigt den Anfang, nicht den Zustand nach der Aufnahme von zwei weiteren Fahrgästen. Wenn beide Felder vier Punkte enthalten, fragt, ob die Einsteigenden bereits dargestellt wurden.
Vielleicht hat das Kind ein anderes Ereignis gemeint oder nur die ursprünglichen Figuren gezeichnet. Fragt nach seiner Absicht, bevor ihr das Bild verändert. Eine erwachsene Person ergänzt keine Punkte ohne Zustimmung des Kindes.
Wenn das Bild einen Zeitpunkt vor dem Einsteigen zeigt, ist es für diesen Zeitpunkt passend. Für die Frage nach dem Endzustand braucht ihr eine Darstellung oder Beschreibung nach der Handlung.
Eine Zeichnung mit vier Figuren im Bus und zwei außerhalb kann vor dem Einsteigen korrekt sein. Fragt, ob das Kind diesen Anfang oder das Ende darstellen wollte.
Wenn es das Ende zeichnen wollte, könnt ihr die Bewegung mit den Figuren erneut anschauen. Danach entscheidet das Kind, ob es sein Bild ändern oder ein weiteres Bild anfertigen möchte.
Häufiger Fehler: Fahrgäste zweimal zeichnen
In einer Vorher-Nachher-Zeichnung erscheinen dieselben vier ursprünglichen Fahrgäste in beiden Feldern. Die Felder zeigen zwei Zeitpunkte; man darf die Punkte nicht über beide Felder hinweg als zehn verschiedene Personen zusammenzählen.
Erklärt: „Dieses Bild zeigt vorher, dieses nachher.“ Im Nachher-Feld stehen die sechs Figuren im Bus. Die Wiederholung der ursprünglichen vier in einer zweiten Szene bedeutet nicht, dass vier neue Fahrgäste entstanden sind.
Wenn das Kind die Geschichte anders gezeichnet hat, fragt, welche Figuren dieselben Personen darstellen. Eine kurze Beschriftung kann die Zuordnung klären.
Das erste Bild enthält insgesamt sechs dargestellte Figuren, vier im Bus und zwei an der Haltestelle. Das zweite Bild enthält dieselben sechs im Bus. Zusammengezählte zwölf Bildpunkte wären nicht zwölf verschiedene Figuren in der Geschichte.
Eine Linie zwischen den Feldern oder die Wörter „vorher“ und „nachher“ können die zeitliche Beziehung klären. Das Kind kann die Erklärung auch mündlich oder durch Zeigen geben.
Nehmt eine konkrete Figur und zeigt sie im Vorher-Feld und im Nachher-Feld. Beide Zeichen können dieselbe Person zu verschiedenen Zeitpunkten darstellen. So wird deutlich, warum nicht alle Zeichen auf dem Blatt als neue Personen gezählt werden.
Falls das Kind im zweiten Feld absichtlich eine neue Figur zeichnet, ändert sich die Geschichte. Fragt nach, bevor ihr die Zahl als bloßen Zeichenfehler interpretiert.
Eine einfachere Geschichte
Beginnt mit einem Fahrgast im Bus und einem an der Haltestelle. Nach dem Einsteigen sind zwei im Bus. Ein einziges Vorher-Bild und ein gemeinsames Nachher-Bild reichen aus.
Wenn Zeichnen schwierig ist, zeigt die beiden Zustände nacheinander mit Figuren. Eine erwachsene Person kann auf Wunsch ein Bild erstellen oder die Geschichte mündlich zusammenfassen.
Die Zahlen 1 + 1 = 2 sind optional. Erst wenn das Kind weitermachen möchte, könnt ihr eine größere Anfangsgruppe wählen.
Ein großer Gegenstand im Bus und ein weiterer an der Haltestelle genügen für den ersten Durchgang. Zählt vor und nach dem Einsteigen und zeigt die Bereiche deutlich.
Die erwachsene Person kann eine Skizze vorbereiten, wenn das Kind sie nutzen möchte. Ein eigenes Bild ist keine Voraussetzung, um die Veränderung zu beobachten.
Ein zusätzlicher Schritt
Nach der Geschichte 4 + 2 = 6 kann das Kind überlegen: „Wenn ein Fahrgast aussteigt, wie viele bleiben?“ Bewegt eine Figur hinaus. Danach sind fünf im Bus.
Diese neue Handlung verändert das Ergebnis. Die ursprüngliche Antwort sechs war nach dem Einsteigen richtig; fünf beschreibt den späteren Zustand nach dem Aussteigen.
Zeichnet bei Interesse ein drittes Feld oder haltet den neuen Zustand mit Figuren fest. Wenn mehrere Veränderungen zu viel sind, bleibt bei der ersten Geschichte.
Eine andere Erweiterung ist eine unbekannte Einsteigezahl: Vier waren im Bus, danach sind sechs darin. Wie viele kamen dazu? Stellt die zwei zusätzlichen Figuren sichtbar an die Haltestelle und überprüft die Geschichte durch ihr Einsteigen.
Diese Frage ist anspruchsvoller als das Zählen aller sechs, weil die Veränderung gesucht wird. Das Kind darf die Figuren nutzen und muss nicht sofort eine Rechnung im Kopf formulieren.
Eine weitere Geschichte könnte mit drei Fahrgästen beginnen und drei Einsteigende hinzufügen. Auch dann sind nach dem Einsteigen sechs im Bus, sofern niemand aussteigt. Die Teilgruppen unterscheiden sich jedoch vom Beispiel vier und zwei.
Vergleicht die beiden Geschichten nacheinander. Gleiche Ergebnisse bedeuten nicht, dass die Anfangsmengen und Veränderungen gleich waren. Das Kind kann jede Geschichte mit denselben Figuren erneut legen.
Sitzplätze und Fahrgäste unterscheiden
Wenn der Modellbus sechs markierte Sitzplätze hat und alle sechs Fahrgäste sitzen, sind in diesem Modell keine Plätze frei. Bei acht Plätzen und sechs sitzenden Fahrgästen wären zwei Plätze frei.
Diese Aussagen setzen voraus, dass jede Figur einen Platz belegt und keine anderen Plätze oder Personen berücksichtigt werden. Eine Frage nach Fahrgästen ist nicht dieselbe wie eine Frage nach freien Plätzen.
Wenn das Modell keine Sitze zeigt, lässt sich die Zahl freier Plätze daraus nicht bestimmen. Für die Addition der Fahrgäste sind Sitzplätze nicht erforderlich.
Ein Bus mit sechs Plätzen, aber nur vier sitzenden Fahrgästen, hat in diesem einfachen Modell zwei freie Plätze. Wenn zwei weitere einsteigen und beide Plätze belegen, sind alle sechs besetzt.
Wenn das Kind eine andere Anordnung erfindet, etwa stehende Fahrgäste, lässt sich aus der Personenzahl allein nicht mehr die Zahl freier Sitzplätze bestimmen. Nennt die Modellannahmen ausdrücklich.
Wer wird mitgezählt?
Eine Figur kann eine fahrende Person darstellen. In dieser Geschichte zählen wir nur die sechs Fahrgäste. Wenn ihr alle Personen im Bus zählen möchtet und eine fahrende Person dazulegt, müsst ihr die Gruppe und die neue Gesamtzahl klar benennen.
Auch eine Spielfigur, die Gepäck darstellt, ist kein weiterer Fahrgast, sofern ihr sie so vereinbart habt. Die Zuordnung eines Gegenstands zu einer Person ist Teil des Modells.
Fragt das Kind, wen seine Zeichnung zeigt. Unterschiedliche Antworten können daraus entstehen, dass verschiedene Gruppen betrachtet werden.
Eine Person, die den Bus fährt, kann in einer Gesamtzahl aller Personen enthalten sein, aber die Frage „Wie viele Fahrgäste?“ wird in diesem Beispiel auf die sechs dargestellten Mitfahrenden bezogen.
Wenn das Kind den Fahrer als siebte Figur einzeichnet, fragt, welche Gruppe es zählt. Seine Zeichnung kann eine erweiterte Szene darstellen; die Zahlen müssen zur neuen Frage passen.
Zwei Kinder und eine gemeinsame Aufzeichnung
Ein Kind kann die vier Figuren im Bus aufstellen, das andere die zwei an der Haltestelle. Danach entscheiden beide, wer die Figuren bewegt und wer den Ablauf zeichnet. Die Rollen werden freiwillig vereinbart.
Wenn ein Kind die Zeichnung begonnen hat, fragt es vor Ergänzungen durch andere um Zustimmung. Alternativ können beide eigene Bilder erstellen und erklären, welche Szene sie zeigen.
Die Kinder können unterschiedliche Wege zum Ergebnis nutzen. Ein gemeinsamer Vergleich der Figuren ist hilfreicher als ein Wettbewerb um die schnellste Antwort.
Ein Kind könnte die Anfangsszene zeichnen und das andere die Szene nach dem Einsteigen. Beide prüfen, ob sie dieselben Figuren und dieselbe Handlung meinen.
Wenn sie unterschiedliche Ereignisse hinzufügen möchten, können sie zwei Geschichten erzählen. Die erwachsene Person sollte nicht stillschweigend eine Version als die einzige richtige auswählen.
Zugängliche Teilnahme
Das Kind kann mit Blick, Geste oder einer vertrauten Kommunikationshilfe auswählen, welche Figur einsteigt. Eine erwachsene Person bestätigt die Wahl und bewegt die Figur auf Wunsch.
Auch die Aufzeichnung kann diktiert, gezeigt oder gemeinsam erstellt werden. Eine eigene Handschrift oder gesprochene Antwort ist keine Voraussetzung für eine Beteiligung an der mathematischen Entscheidung.
Wählt große Figuren und ausreichend Abstand, wenn sie so besser zu sehen oder zu greifen sind. Fragt nach den Hilfen, die das Kind bereits kennt.
Legt die Karten oder Figuren so aus, dass sie unterscheidbar und erreichbar sind. Ein Kind kann auf eine Figur schauen oder ein Symbol wählen, während eine andere Person die Bewegung übernimmt.
Gebt genügend Zeit zur Bestätigung. Ein zufälliger Blick oder Kontakt muss nicht bedeuten, dass das Kind diese Figur gewählt hat. Verwendet den vertrauten Kommunikationsweg.
Ein Kind kann den Anfangs- oder Endzustand auf einer Karte auswählen, während eine erwachsene Person die Zahlen vorliest. Die gewählte Unterstützung sollte in der Beschreibung des Ergebnisses genannt werden.
Wenn es die Figuren weder greifen noch sehen kann, nutzt vertraute zugängliche Materialien und fragt, wie die Gruppe dargestellt werden soll. Die Aufgabe kann angepasst oder beendet werden, wenn keine passende Darstellung verfügbar ist.
Was eine Notiz aussagt
Eine konkrete Notiz könnte lauten: „Vier Figuren im Bus, zwei steigen ein; Kind zählt mit Unterstützung sechs.“ Sie nennt Ausgangsgruppe, Veränderung, Ergebnis und Hilfe.
Aus einer einzigen Geschichte folgt nicht, dass das Kind jede Additionsaufgabe ohne Unterstützung löst. Andere Zahlen, Darstellungen und Fragen können neue Anforderungen stellen.
Eine Notiz ist freiwillig. Die Figuren können weggeräumt und die Geschichte ohne Foto oder Veröffentlichung beendet werden.
Eine andere Notiz könnte festhalten: „Die erwachsene Person zeichnete die Felder nach der Anweisung des Kindes; das Kind zeigte vier und zwei Figuren.“ Sie beschreibt Beitrag und Unterstützung getrennt.
Ein Foto der fertigen Seite zeigt nicht automatisch, wer welche Entscheidung getroffen hat. Fragt die Beteiligten, bevor ihr eine Urheberschaft oder einen Lernweg daraus ableitet.
Die Notiz muss keine Namen, Fotos oder Angaben zum tatsächlichen Familienweg enthalten. Ein fiktiver Bus und die Zahlen reichen aus, um den Rechenweg zu beschreiben.
Vor dem Aufbewahren fragt die erwachsene Person, ob das Kind die Zeichnung behalten möchte. Ein abgeschlossener gemeinsamer Austausch benötigt keinen dauerhaften Nachweis.
Auf BrainHunters weiterüben
Wenn das Kind andere Mengen betrachten möchte, könnt ihr gemeinsam die Zahlenaktivitäten öffnen und die konkrete Aufgabenstellung prüfen.
Eine digitale Übung muss nicht denselben Bus oder dieselben Zahlen verwenden. Klärt jeweils, welche Gruppe am Anfang vorhanden ist und welche Veränderung dargestellt wird.
Eine Übung auf dem Bildschirm kann andere Zahlen oder Materialien verwenden. Lest die jeweilige Frage und klärt, ob nach Anfangsmenge, hinzugekommener Menge oder Ergebnis gefragt wird.
Die Busgeschichte ist auch ohne digitalen Anschluss vollständig. Das Kind kann sie später mit anderen Figuren neu erzählen, wenn es möchte.
Vor einer weiteren Aufgabe kann das Kind wählen, ob es die Figuren liegen lassen oder wegräumen möchte. Die Entscheidung über das Material ist unabhängig davon, ob die Addition bereits besprochen wurde.
Hilfreiche Antworten
Wie viele Fahrgäste sind nach dem Einsteigen im Bus?
Sechs, wenn vier bereits im Bus waren, zwei einsteigen und niemand aussteigt.
Muss das Kind die Rechnung schreiben?
Nein. Es kann die Gruppen mit Figuren, Worten oder einer Zeichnung darstellen.
Zählen die wartenden Figuren schon zu den Fahrgästen im Bus?
Nein. Erst nach dem vereinbarten Einsteigen gehören sie zu dieser Gruppe.


