Auf dem Tisch liegen ein Kreis, noch ein Kreis und ein Quadrat. Eine zweite Person legt dieselbe Dreiergruppe dahinter: Kreis, Kreis, Quadrat. Zusammen entsteht eine Reihe, in der sich die vereinbarte Einheit wiederholt. Zu zweit können Kinder und Erwachsene nicht nur das nächste Teil suchen, sondern auch erklären, was sie wiederholen möchten, und eine veränderte Stelle gemeinsam prüfen. Dafür genügen einfarbige Papierformen und eine klare Absprache über Anfang und Richtung.
Material und Rollen vorbereiten
Legen Sie gleichfarbige Papierkreise und Papierquadrate bereit. Für drei vollständige Dreiergruppen brauchen Sie sechs Kreise und drei Quadrate. Die Teile sollten groß genug sein, um sie gut zu sehen und sicher zu handhaben. Ein Papierstreifen kann später die jeweils untersuchte Gruppe markieren; ein eigener Lernraum oder ein gekauftes Spiel ist nicht nötig.
Einfarbige Formen helfen, den Blick zunächst auf den Unterschied zwischen Kreis und Quadrat zu richten. Wenn verschiedene Farben verwendet werden, vereinbaren Sie, ob nur die Form zählt oder ob auch die Farbe Teil der Regel sein soll. Ein roter und ein blauer Kreis sind als Form beide Kreise; ein Farbmuster wäre eine zusätzliche Fragestellung.
Eine Person übernimmt zunächst die Rolle, die erste Gruppe auszuwählen und zu legen. Die andere legt eine passende Gruppe dahinter oder zeigt, welche Form dorthin soll. Danach prüfen beide die Reihe und können tauschen. Die Rollen sind Angebote: Wer eine Form nicht selbst greifen möchte oder kann, darf einer anderen Person genaue Anweisungen geben.
Achten Sie auf geeignete Materialien und notwendige Aufsicht. Sehr kleine Teile sind für Kinder ungeeignet, die sie in den Mund nehmen könnten. Große Kartonformen oder Zeichnungen können das gleiche Muster darstellen. Eine kurze Runde mit zwei Gruppen reicht für den Einstieg; niemand muss eine bestimmte Zahl von Wiederholungen schaffen.
Die erste Dreiergruppe genau ansehen
Die erste Person legt von links nach rechts einen Kreis, einen zweiten Kreis und ein Quadrat. Sprechen Sie die Reihenfolge aus oder zeigen Sie der Reihe nach auf die Formen: „Kreis, Kreis, Quadrat“. Legen Sie den Papierstreifen so an, dass er genau diese drei Teile kennzeichnet, ohne sie zu verdecken.
Die beiden Kreise sind in Bezug auf die vereinbarte Formregel gleich; das Quadrat unterscheidet sich durch seine Form. Ein Quadrat hat vier gleich lange Seiten und vier rechte Winkel, während ein Kreis keine solchen Ecken hat. Für diese Runde reicht es, die vertrauten Papierformen unterscheiden zu können; eine ausführliche geometrische Definition ist kein Teilnahmehindernis.
Die vollständige Einheit umfasst alle drei Plätze. Wenn nur „Kreis, Quadrat“ markiert würde, fehlte der erste oder zweite Kreis der vereinbarten Dreiergruppe. Fragen Sie, wo die Markierung beginnt und endet. Das Kind kann zeigen, den Streifen verschieben oder beschreiben, welche Form zuerst und welche zuletzt liegt.
Damit links und rechts nicht vom Sitzplatz abhängen, können beide auf derselben Seite des Tisches sitzen oder einen Pfeil als Leserichtung vereinbaren. Wer gegenüber sitzt, sieht die Reihe aus einer anderen Perspektive. Ein erklärter Anfang und eine vereinbarte Richtung verhindern, dass ein unterschiedlicher Blickwinkel mit einer anderen Musterregel verwechselt wird.
Die zweite Gruppe gemeinsam anfügen
Die zweite Person legt hinter das Quadrat wieder einen Kreis, noch einen Kreis und ein Quadrat. Nun liegen sechs Formen in der Reihenfolge „Kreis, Kreis, Quadrat | Kreis, Kreis, Quadrat“. Der senkrechte Strich in dieser Schreibweise bezeichnet eine Gruppengrenze; auf dem Tisch kann ein kleiner Abstand oder ein Streifen dieselbe Hilfe geben.
Vergleichen Sie die erste und die zweite Dreiergruppe Platz für Platz: zuerst Kreis und Kreis, dann Kreis und Kreis, schließlich Quadrat und Quadrat. Jede Form der zweiten Gruppe entspricht an derselben Stelle einer Form der ersten. Der Abstand zwischen den Gruppen kann beim Sehen helfen, ist aber kein zusätzliches Formteil der Dreiergruppe.
Falls die zweite Person einen einfachen Wechsel aus Kreis und Quadrat legt, besprechen Sie den Unterschied an der betreffenden Stelle. Beide Reihen können nach einer Regel aufgebaut sein; für die heute vereinbarte Regel gehören jedoch zwei Kreise vor jedes Quadrat. Zeigen Sie auf die Vorlage, statt eine andere Folge pauschal als sinnlos zu bezeichnen.
Das Kind darf einen Hinweis erbitten, die Vorlage offen liegen lassen oder die Formen von einer vertrauten Person bewegen lassen. Ein erneuter Blick sagt etwas über die verwendete Unterstützung, nicht über den Wert des Ergebnisses. Wenn beide Gruppen liegen, ist diese Runde abgeschlossen; die dritte ist eine freiwillige Erweiterung.

Rollen tauschen und eine Abweichung prüfen
Wenn beide möchten, wählt nun die Person, die bisher ergänzt hat, drei Formen für eine weitere Gruppe. Die andere Person prüft mit dem Papierstreifen, ob die Reihenfolge zur Vereinbarung passt. Auch beim Prüfen darf die legende Person erklären, was sie beabsichtigt hat; eine Rolle ist keine Prüfungsinstanz über die andere.
Für ein bewusst verändertes Beispiel könnten in der dritten Gruppe „Kreis, Quadrat, Quadrat“ liegen. Vergleichen Sie diese Gruppe mit „Kreis, Kreis, Quadrat“: Der erste Platz stimmt überein, am zweiten steht ein Quadrat statt eines Kreises, der dritte Platz ist wieder ein Quadrat. Wenn beide die ursprüngliche Regel fortsetzen wollen, können sie die zweite Form austauschen.
Der Austausch ist nur dann eine Berichtigung, wenn die gemeinsame Absicht weiterhin „Kreis, Kreis, Quadrat“ lautet. Möchte das Kind ein neues Muster erfinden, fragen Sie nach seiner Regel. Ein anderes Muster ist nicht automatisch falsch; es beantwortet lediglich eine andere Aufgabe als die Fortsetzung der ursprünglichen Einheit.
Lassen Sie die Person, die die Gruppe gelegt hat, über die Änderung mitentscheiden. Sie kann die Stelle selbst zeigen, eine andere Form auswählen oder die Gruppe unverändert lassen und die neue Idee erklären. Zusammenarbeit bedeutet, Hinweise verständlich zu geben und Entscheidungen zu teilen, nicht stillschweigend fremde Formen auszutauschen.
Wie geht die Reihe weiter?
Nach zwei vollständigen Gruppen steht zuletzt ein Quadrat. Wenn die vereinbarte Einheit erneut von ihrem Anfang gelegt wird, folgt ein Kreis, danach ein weiterer Kreis und dann ein Quadrat. Das lässt sich prüfen, indem der markierte Dreierstreifen als Vorlage neben die neue Stelle gelegt wird.
Die Antwort hängt davon ab, an welcher Stelle die Reihe endet. Nach „Kreis, Kreis“ folgt bei dieser Regel ein Quadrat; nach „Kreis, Kreis, Quadrat, Kreis“ folgt zunächst der zweite Kreis. Fragen Sie deshalb nicht nur „Was kommt nach einem Kreis?“, sondern zeigen Sie die ganze bisherige Folge und die Position innerhalb der Einheit.
Ein Kind kann die nächste Form mit der Karte anzeigen, ohne die ganze Reihe laut zu benennen. Eine andere Person kann die Formen für das Kind legen und die Auswahl bestätigen lassen. Falls die sichtbare Vorlage abgedeckt wird, ist das zusätzlich eine Gedächtnisaufgabe; ein erneuter Blick darf jederzeit Teil der Lösung sein.
Wenn die Reihe versehentlich mit einem Quadrat ergänzt wurde, zeigen Sie den letzten vollständigen Block und vergleichen Sie den nächsten Platz. Sprechen Sie die Regel noch einmal gemeinsam. Ein einzelnes Teil lässt nicht erkennen, ob das Kind die Form verwechselt, die Position verloren oder eine andere Fortsetzung erfunden hat.
Eine kurze Reihe lässt mehrere Regeln zu
Aus einer endlichen Folge allein lässt sich nicht mit Sicherheit ablesen, welche Regel jemand im Kopf hatte. Auch nach zwei sichtbaren Gruppen könnte eine erfundene Geschichte eine spätere Änderung vorsehen. In dieser Aktivität ist „Kreis, Kreis, Quadrat wiederholen“ deshalb ausdrücklich vereinbart; mit dieser Zusatzinformation lässt sich die Fortsetzung prüfen.
Das unterscheidet das Spiel von einem Rätsel, bei dem nur eine Antwort behauptet wird, obwohl mehrere Regeln passen könnten. Ein Kind darf fragen, ob nach zwei Gruppen etwas anderes folgen darf. Die Antwort lautet: Bei unserer heutigen Vereinbarung beginnt wieder die Dreiergruppe; für ein eigenes Muster kann eine andere Regel gewählt werden.
Form und Farbe getrennt betrachten
Liegen alle Kreise und Quadrate in derselben Farbe vor, ist die Form das Merkmal, das für die vereinbarte Einheit variiert. Ein Kind kann auf die runden Ränder und die Ecken der Quadrate achten. Die exakte Größe der Teile muss nicht gleich sein, solange sie gut unterscheidbar bleiben und Größe nicht zur zusätzlichen Regel erklärt wurde.
Wenn die Papierkreise verschiedene Farben haben, besprechen Sie vor dem Legen: „Heute achten wir nur auf Kreis oder Quadrat.“ Dann können ein roter und ein blauer Kreis die beiden Kreisplätze einnehmen. Wer dagegen ein Farb-und-Form-Muster legen möchte, braucht eine genauere Angabe, etwa welcher der Kreise rot sein soll.
Nehmen wir eine Vorlage aus rotem Kreis, blauem Kreis und gelbem Quadrat. Eine Gruppe aus zwei roten Kreisen und einem gelben Quadrat erfüllt die reine Formregel, aber nicht die genaue Farbfolge der Vorlage. Beide Feststellungen können gleichzeitig zutreffen. Welche davon für das Spiel zählt, entscheiden die Beteiligten vor der Prüfung.
Wenn ein Kreis absichtlich sehr klein und das Quadrat sehr groß ist, kann die Größe die Aufmerksamkeit stärker anziehen als die Form. Wählen Sie für den Anfang ähnlich große Teile oder nehmen Sie die Größenunterschiede zum Anlass, die Regel zu klären. Eine unbeabsichtigte Zusatzinformation sollte nicht stillschweigend zum Kriterium werden.
Zwei Rollen mit echten Entscheidungen
Die vorlegende Person kann bestimmen, wo die Reihe beginnt und in welche Richtung sie gelesen wird. Die ergänzende Person entscheidet, welche Formen an die folgenden Plätze gehören. Beide dürfen die Vorlage ansehen und Rückfragen stellen. Die Entscheidung liegt nicht allein bei der Person, die die Teile vorbereitet hat.
Beim Rollenwechsel legt die frühere Ergänzungsperson eine neue Startgruppe, während die andere ergänzt. Wenn sie weiterhin dieselbe Regel verwenden möchten, markieren beide die drei Plätze und benennen sie. Ein Kind kann auch einen Erwachsenen bitten, ein bestimmtes Teil zu bewegen; der Erwachsene bestätigt, ob er die Anweisung richtig verstanden hat.
Eine Anweisung wie „Leg das Nächste dorthin“ kann unklar sein, wenn mehrere freie Plätze sichtbar sind. Eine konkrete Variante lautet: „Lege nach diesem Quadrat einen Kreis.“ Die zeigende Person kann auf das letzte Quadrat und den anschließenden freien Platz weisen. So wird ein Kommunikationsproblem nicht mit einem Problem beim Erkennen der Formen verwechselt.
Wenn zwei Kinder unterschiedliche Vorschläge machen, dürfen sie beide Möglichkeiten nebeneinander ausprobieren. Anschließend vergleichen sie jede mit der vereinbarten Vorlage. Sie müssen keinen Gewinner bestimmen; die Reihe selbst bietet eine überprüfbare Grundlage für die Frage, welche Fortsetzung zur aktuellen Regel passt.
Eine Lücke in der Mitte untersuchen
Legen Sie „Kreis, Kreis, Quadrat | Kreis, leerer Platz, Quadrat“ und lassen Sie den leeren Platz durch eine Karte oder einen Abstand deutlich erkennbar. Bei der vereinbarten Dreierregel gehört dort ein Kreis hin. Die erste Gruppe dient als Vergleich; beide können die jeweiligen Plätze mit dem Papierstreifen markieren.
Der leere Platz darf nicht wie ein absichtlich großer Abstand zwischen zwei Gruppen aussehen. Andernfalls weiß die ergänzende Person nicht, ob eine Form fehlt oder nur die Anordnung anders ist. Eine leere rechteckige Unterlage als Platzhalter kann die Frage sichtbar machen, ohne selbst als Quadrat der Reihe gezählt zu werden.
Wird ein Quadrat in die Lücke gelegt, vergleichen Sie die zweite Position der beiden Gruppen. Fragen Sie zunächst, welche Regel das Kind gerade verwendet. Wenn es dieselbe Dreiergruppe wiederholen möchte, lässt sich der Unterschied am zweiten Platz überprüfen; wenn es ein eigenes Muster bilden möchte, sollte diese Absicht zuerst gehört werden.
Nach der Ergänzung können Sie den Platzhalter entfernen und die sechs Formen erneut betrachten. Die Markierung zeigt, welcher Teil als Einheit gemeint ist. Eine weitere Lücke an anderer Stelle ist optional und sollte nicht automatisch folgen, wenn die Beteiligten diese Runde beenden möchten.
Was eine verschobene Gruppierung bedeutet
Betrachten Sie die fortlaufende Folge „Kreis, Kreis, Quadrat, Kreis, Kreis, Quadrat“. Beginnt man am ersten Kreis, ergeben sich die markierten Gruppen „Kreis, Kreis, Quadrat“ und „Kreis, Kreis, Quadrat“. Beginnt man beim zweiten Kreis und setzt die Folge entsprechend weiter voraus, liest man Dreiergruppen der Form „Kreis, Quadrat, Kreis“.
Der Startpunkt hat sich geändert, nicht die vereinbarte Folge der bereits gelegten Formen. Ein Streifen, der drei benachbarte Formen markiert, kann an verschiedenen Stellen liegen. Erst wenn beide denselben Anfang für die zu ergänzende Gruppe festlegen, können sie prüfen, ob diese Gruppe an genau jener Position zur Aufgabe passt.
Die Verschiebung ist kein Grund, im ersten Spiel mehrere Fachbegriffe einzuführen. Sie erklärt jedoch, warum eine Person bei der Frage „Welche drei Formen wiederholen sich?“ eine andere korrekte Dreierfolge nennen kann, wenn der Anfang nicht festgelegt wurde. Ein sichtbarer Pfeil und eine markierte erste Gruppe schaffen Klarheit.
Bei der konkreten Ausgangsreihe endet der zweite Block mit einem Quadrat. Soll die nächste vollständige Gruppe dort beginnen, folgt wieder Kreis, Kreis, Quadrat. Vergleichen Sie die Positionen mit der ursprünglichen Markierung, statt aus einem einzigen Teil auf die gesamte Fortsetzung zu schließen.
Eine Reihe aus Bewegungen oder Klängen
Das Strukturprinzip kann auch ohne Papierformen dargestellt werden: zweimal mit der Hand auf den Tisch tippen, einmal die Hand heben, dann diese drei Handlungen wiederholen. Vorher vereinbaren die Beteiligten, welche Bewegung einem Kreis und welche einem Quadrat entspricht. Die Zuordnung ist eine Abmachung, keine Eigenschaft der Formen.
Eine Person zeigt die drei Handlungen, die andere entscheidet, ob sie dieselbe Folge ausprobieren möchte. Beim Rollenwechsel kann das Kind eine alternative Bewegung vorschlagen. Für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit lassen sich erreichbare Gesten oder ein gemeinsames Zeigen verwenden; niemand muss eine bestimmte Bewegung ausführen, wenn sie unangenehm ist.
Auch leise Klänge können zwei gleichartige Ereignisse und ein anderes Ereignis markieren, etwa zweimal auf eine weiche Unterlage tippen und einmal ein Glöckchen betätigen, sofern die Geräusche für alle angenehm und wahrnehmbar sind. Die Lautstärke ist keine notwendige Bedingung. Wer Klänge nicht hören kann oder möchte, kann eine sichtbare oder taktile Alternative wählen.
Das Übertragen einer vereinbarten Folge auf ein anderes Medium ist eine zusätzliche Idee, keine Voraussetzung für das Papiermuster. Zeigen Sie, dass zwei Kreisplätze und ein Quadratplatz den drei vereinbarten Handlungen entsprechen. Vermeiden Sie die Behauptung, ein Kreis klinge von sich aus wie ein bestimmtes Geräusch.
Eine Reihe zeichnen oder mit Karten darstellen
Ein Erwachsener kann drei große Umrisse zeichnen und das Kind kann sie zeigen oder selbst ergänzen. Die gezeichnete Folge „Kreis, Kreis, Quadrat“ stellt dieselbe Reihenfolge dar wie die beweglichen Papierformen, wenn jede Zeichnung genau eine Form bezeichnet. Kleine Unterschiede in der Strichführung ändern diese Zuordnung nicht automatisch.
Bewegliche Teile erlauben, eine Position auszutauschen und direkt zu prüfen. Eine Zeichnung hält fest, was zu einem bestimmten Zeitpunkt gemeint war, ist aber weniger leicht zu verändern. Beide Darstellungen haben ihren Nutzen; die Wahl hängt davon ab, welche Handlung für die beteiligten Personen zugänglich und interessant ist.
Wenn ein gezeichnetes Quadrat rundliche Ecken hat, fragen Sie die zeichnende Person nach ihrer Absicht. Bei einem selbst gemachten Symbol kann diese Erklärung genügen. Für eine geometrische Prüfung eines tatsächlichen Quadrats wären zusätzliche Eigenschaften zu betrachten; sie sind nicht dasselbe wie das Erkennen eines vereinbarten Symbols im Muster.
Als Alternative zum Zeichnen kann das Kind die Folge diktieren: „Kreis, Kreis, Quadrat.“ Eine andere Person legt oder zeichnet nach dieser Anweisung und fragt anschließend, ob die Darstellung stimmt. Damit ist das Kind Urheber der Entscheidung, auch wenn es die Teile nicht selbst bewegt.
Wie viele Formen werden gebraucht?
Für eine Dreiergruppe benötigt man zwei Kreise und ein Quadrat. Zwei Gruppen brauchen vier Kreise und zwei Quadrate; drei Gruppen benötigen sechs Kreise und drei Quadrate. Diese Mengen beziehen sich auf die vorbereiteten Formen, nicht auf die Anzahl der Regeln oder der beteiligten Personen.
Die Teile können vor dem Spiel nach Form sortiert werden, damit genug Material bereitliegt. Eine Person zählt die Kreise, die andere die Quadrate, oder beide legen sie paarweise zu den vorgesehenen Plätzen. Wenn ein Teil fehlt, kann ein großer gezeichneter Kreis oder ein Ersatz aus geeignetem Material verwendet werden.
Nach zwei vollständigen Gruppen liegen insgesamt sechs Teile auf dem Tisch. Für den nächsten vollständigen Block kommen drei hinzu. Das Zählen ist eine mögliche Nebenfrage; das Kind muss die Gesamtzahl nicht bestimmen, um die Reihenfolge fortsetzen zu können.
Ein Abstand zwischen zwei Gruppen ist keine zusätzliche Form. Zählt jemand ihn mit, zeigen Sie gemeinsam auf jedes tatsächliche Papierstück und vereinbaren, was gezählt wird. Umgekehrt kann eine Platzhalterkarte in einer Lücke sichtbar sein, ohne als Kreis oder Quadrat der fertigen Folge zu gelten.
Zugänglichkeit und unterschiedliche Wahrnehmung
Große Formen mit gut erkennbarem Kontrast erleichtern vielen Personen das Sehen. Ein Kind mit Sehbeeinträchtigung kann die Formen gegebenenfalls durch sichere tastbare Konturen unterscheiden. Fragen Sie, ob Berührung angenehm ist, und geben Sie Zeit, die gesamte Form zu erkunden.
Wenn das Greifen schwerfällt, können die Teile auf einer rutschfesten Unterlage liegen. Das Kind zeigt mit Blick, Geste, Zeigestab oder einer vertrauten Kommunikationshilfe, welche Form an welchen Platz soll; ein Erwachsener führt die Bewegung nach dieser Anweisung aus. Anschließend kann das Kind bestätigen oder korrigieren.
Bei einer taktilen Reihe muss erkennbar sein, wo sie beginnt und in welche Richtung sie gelesen wird. Eine gut unterscheidbare Startmarke, die nicht selbst als Musterteil zählt, kann helfen. Teilen Sie Bewegungen der Formen vorher mit, damit die Person die veränderte Anordnung erneut erkunden kann.
Manche Kinder bevorzugen wenige Informationen gleichzeitig. Beginnen Sie dann nur mit der ersten Dreiergruppe und einer zusätzlichen Auswahl aus Kreis und Quadrat. Eine bildliche, sprachliche oder technische Unterstützung darf bleiben, solange sie nützlich ist; ihre sofortige Entfernung ist kein Ziel dieser Aktivität.
Eine Beobachtung festhalten, ohne zu etikettieren
Wer sich eine nächste Einladung merken möchte, kann die konkrete Situation kurz notieren: „Die Vorlage Kreis, Kreis, Quadrat lag sichtbar; das Kind zeigte nach dem Quadrat auf einen Kreis.“ Wenn ein Hinweis gegeben wurde oder eine andere Person die Teile bewegte, gehört auch diese Information zur Beschreibung.
Aus einer einzelnen Ergänzung lässt sich nicht ableiten, wie ein Kind alle Muster versteht oder später in der Schule abschneiden wird. Vielleicht war die Leserichtung unklar, die Form nicht gut sichtbar oder die Aufgabe uninteressant. Eine Beobachtung beschreibt, was unter bestimmten Bedingungen geschah.
Ein Foto der Reihe kann die Positionen dokumentieren, muss aber nicht zeigen, welche Regel vereinbart wurde oder wer eine Entscheidung getroffen hat. Eine kurze Beschriftung wie „Regel: Kreis, Kreis, Quadrat wiederholen“ ergänzt diese Information. Ein Foto des Kindes oder eine Veröffentlichung ist dafür nicht erforderlich.
Das Kind kann entscheiden, ob es seine Reihe einer vertrauten Person zeigen möchte. Es darf auch erklären, dass eine bewusst andere Gruppe eine neue Idee war. Eine Notiz soll die Absicht nicht nachträglich durch eine fremde Bewertung ersetzen.
Wann ist die gemeinsame Runde zu Ende?
Ein möglicher Endpunkt ist erreicht, wenn beide die zweite Dreiergruppe mit der ersten verglichen haben. Wer möchte, untersucht noch die absichtlich veränderte dritte Gruppe. Danach können die Formen weggeräumt oder für ein freies Bild verwendet werden; ein Übergang zu einer schwierigeren Reihe ist nicht vorgeschrieben.
Zum Abschluss kann jede Person eine Sache zeigen, die sie beigetragen hat: ein Bild ausgewählt, eine Gruppe ergänzt, eine Abweichung bemerkt oder einen Hinweis formuliert. Das lässt verschiedene Formen der Teilnahme sichtbar werden, ohne eine Leistungstabelle zu erstellen.
Wenn ein Kind nach dem ersten Kreis aufhören möchte, ist auch das eine Information über die Situation. Lassen Sie die Reihe stehen oder räumen Sie sie gemeinsam weg. Später lässt sich dieselbe Vorlage erneut ansehen, ohne dass die frühere Pause als Fehler behandelt werden muss.
Bei einer neuen Runde legen die Beteiligten Anfang, Richtung und Regel wieder fest. Sie können dieselbe Dreiergruppe wählen oder ein anderes Muster erfinden. Erst nach dieser Absprache ist klar, nach welchem Maßstab eine Fortsetzung gemeinsam geprüft wird.
Hilfreiche Antworten
Welche Einheit wird wiederholt?
In der vereinbarten Vorlage besteht die Einheit aus drei Formen: Kreis, Kreis, Quadrat. Danach beginnt dieselbe Dreiergruppe erneut.
Ist ein anderes gelegtes Muster falsch?
Es passt nicht zu dieser vereinbarten Fortsetzung, kann aber eine eigene Regel darstellen. Fragen Sie nach der Absicht und vergleichen Sie die konkreten Plätze.
Müssen beide Personen die Formen selbst bewegen?
Nein. Eine Person kann zeigen oder Anweisungen geben, während die andere die Teile bewegt. Rollenwechsel und Hilfen werden gemeinsam vereinbart.



