Ein Dreieck kann mit einer Ecke nach oben, unten oder zur Seite liegen. In dieser Aktivität drehen Kinder eine große Papierfigur und prüfen, welche Eigenschaften gleich bleiben. Gespräche über Seiten und Ecken, Vergleiche mit Quadrat und Kreis sowie konkrete Hilfen machen den Unterschied zwischen Lage und Form sichtbar. Das Kind darf zeigen, sprechen oder eine Hilfsperson anweisen.
Was beim Drehen gleich bleibt
Legen Sie ein großes Papierdreieck so auf den Tisch, dass eine Ecke nach oben zeigt. Drehen Sie es anschließend auf der Tischfläche, bis dieselbe Ecke zur Seite oder nach unten zeigt. Fragen Sie: „Was hat sich an der Lage verändert?“
Verfolgen Sie danach den Rand. Das Dreieck hat weiterhin drei gerade Seiten, die sich zu einer geschlossenen Figur verbinden, und drei Ecken. Durch das Drehen werden keine Seiten hinzugefügt oder entfernt. Das Kind kann zeigen, sprechen oder eine helfende Person anweisen.
Die Übung trainiert das Erkennen anhand der Formeigenschaften. Eine Figur muss nicht wie ein Dach stehen, um ein Dreieck zu sein. Ein Vergleich mit einem vertrauten Gegenstand darf helfen, ersetzt aber nicht den Blick auf den gesamten Rand.
Material vorbereiten
Sie benötigen ein großes Dreieck aus Papier oder Karton, einen Stift und eine freie, gut sichtbare Tischfläche. Eine erwachsene Person kann die Figur ausschneiden. Zusätzlich sind ein Quadrat und ein Kreis hilfreich, aber für die erste Runde nicht notwendig.
Setzen Sie einen kleinen Punkt nahe einer Ecke des Dreiecks. Dieser Punkt hilft, dieselbe Ecke beim Drehen wiederzufinden. Er ist keine zusätzliche Ecke und gehört nicht zu den Eigenschaften, die ein Dreieck ausmachen.
Wählen Sie Material, Größe und Kontrast passend zum Kind. Wenn es das Papier nicht selbst bewegen möchte oder kann, darf es die Bewegung mit einem Zeichen, Worten oder einem Kommunikationsgerät bestimmen. Eine Hilfsperson führt die Anweisung aus.
Eine Ecke nach unten drehen
Zeigen Sie die markierte Ecke, während sie nach oben weist. Verfolgen Sie von dort aus nacheinander die drei Seiten, bis Sie zur markierten Ecke zurückkommen. Berühren oder zeigen Sie jede Seite einmal und zählen Sie dabei „eins, zwei, drei“.
Drehen Sie das Papier ungefähr eine halbe Umdrehung auf dem Tisch. Die markierte Ecke liegt nun unten. Fragen Sie: „Wo ist der Punkt jetzt? Wie viele Seiten finden wir an derselben Figur?“ Zählen Sie den Rand erneut, ohne das Papier umzudrehen oder auszutauschen.
Sagt das Kind „Das ist jetzt kein Dreieck“, können Sie antworten: „Die markierte Ecke zeigt jetzt nach unten. Lass uns prüfen, ob die Figur noch drei gerade Seiten hat.“ Die tatsächliche Veränderung wird anerkannt und die Form anhand sichtbarer Merkmale überprüft.

Eine erste Runde in Schritten
Das Dreieck bleibt während der ganzen Runde sichtbar. Die erwachsene Person kann Bewegungen auf Wunsch des Kindes übernehmen.
- Markieren Sie eine Ecke des Papierdreiecks.
- Zeigen und zählen Sie die drei geraden Seiten.
- Drehen Sie die Figur auf dem Tisch und halten Sie dieselbe Seite oben.
- Suchen Sie die markierte Ecke in ihrer neuen Lage.
- Verfolgen Sie erneut die drei Seiten und besprechen Sie, was sich verändert hat.
- Vergleichen Sie auf Wunsch mit einem Quadrat oder probieren Sie eine andere Richtung.
Ein Gespräch über die Form
Erwachsene Person: „Hier ist der Punkt. Wohin zeigt diese Ecke?“ Kind: „Nach oben.“ Erwachsene Person: „Ich drehe das Papier. Wo ist die markierte Ecke jetzt?“ Kind: „Unten.“
Erwachsene Person: „Wir zählen den Rand noch einmal. Wie viele gerade Seiten hat die Figur?“ Das Kind zeigt drei Seiten oder nennt die Zahl drei. „Genau, dieselben drei Seiten bilden weiterhin ein Dreieck. Seine Lage hat sich geändert.“
Wenn das Kind die Figur mit einer Fahne oder einem Stück Kuchen vergleicht, können Sie das Bild aufgreifen. Fragen Sie danach, welche Teile des Randes gerade sind und wo sie zusammentreffen. Der Vergleich und die geometrische Untersuchung beantworten unterschiedliche Fragen.
Seiten und Ecken unterscheiden
Eine Seite ist eine gerade Strecke am Rand. Eine Ecke ist die Stelle, an der zwei Seiten zusammentreffen. Beginnen Sie an einer Ecke und fahren Sie eine Seite entlang bis zur nächsten Ecke. Dieser Weg zählt als eine Seite.
Für die Ecken machen Sie eine getrennte Runde: Halten Sie an jeder der drei Verbindungsstellen einmal an. Wenn das Kind Ecken und Seiten vermischt, können Sie zuerst nur den Weg um die Figur herum und danach nur die Haltepunkte zeigen.
Der Punkt nahe einer Ecke markiert den Start. Er zählt nicht als weitere Ecke. Eine dickere Randlinie oder ein größerer Ausschnitt kann helfen, wenn die Grenzen der Figur schwer zu erkennen sind.
Die markierte Ecke wiederfinden
Drehen Sie das Dreieck langsam und bitten Sie das Kind, den Punkt mit den Augen oder einem Zeigewerkzeug zu verfolgen. Wenn die Bewegung endet, fragen Sie: „Welche Ecke haben wir markiert?“ Das Kind darf auf sie zeigen oder den Ort beschreiben.
Zeigt es automatisch auf die Ecke, die nun oben ist, bringen Sie die Figur in die Ausgangslage zurück und verfolgen Sie den Punkt gemeinsam. Die obere Position und die Identität der markierten Ecke sind nicht dasselbe.
Bei Bedarf verwenden Sie eine größere Markierung oder eine andere zugängliche Darstellung. Die Markierung sollte nahe genug an der Ecke liegen, um zugeordnet werden zu können, aber den Rand nicht verdecken.

Mit einem Quadrat vergleichen
Legen Sie ein Quadrat neben das Dreieck. Drehen Sie das Quadrat so, dass eine Ecke nach oben zeigt. Obwohl diese Lage an manche Dreiecksbilder erinnern kann, besitzt das Quadrat weiterhin vier Seiten und vier Ecken.
Fragen Sie: „Welche Figur hat drei Seiten?“ Verfolgen Sie den Rand beider Figuren getrennt. Wählt das Kind das Quadrat wegen der oberen Ecke, erkennen Sie diese Beobachtung an und zählen Sie gemeinsam weiter: Eine einzelne Spitze entscheidet nicht über die Gesamtzahl der Seiten.
Verwenden Sie zunächst eine ähnliche Größe und Farbe, wenn dadurch der Vergleich klarer wird. Das Kind soll die Seiten untersuchen können, ohne dass zufällige Farbunterschiede die Wahl allein bestimmen.
Gerade und gebogene Ränder
Zeigen Sie neben dem Dreieck einen Kreis. Die Seiten des Dreiecks sind gerade; der Kreis hat einen gebogenen Rand ohne die drei Ecken des Dreiecks. Fahren Sie beide Umrisse mit einem Finger oder Zeiger nach.
Sagt das Kind „Der Kreis ist rund“, ist das eine passende Beschreibung. Sie können ergänzen: „Schauen wir, wie der Rand beim Dreieck verläuft.“ An jeder Dreiecksecke ändert sich die Richtung von einer geraden Seite zur nächsten.
Eine handgezeichnete Linie muss nicht vollkommen gleichmäßig sein. Wählen Sie deutliche Beispiele, damit eine kleine Unregelmäßigkeit nicht mit einer absichtlich gebogenen Kante verwechselt wird. Das Ziel ist ein nachvollziehbarer Vergleich, kein Test kleinster Zeichenfehler.
Geschlossen oder offen?
Zeichnen Sie ein geschlossenes Dreieck und daneben drei gerade Striche, bei denen eine deutliche Lücke bleibt. Fragen Sie: „Können wir dem Rand folgen und zum Anfang zurückkommen, ohne eine Lücke zu überqueren?“
Das Kind kann die Lücke zeigen. Wenn Sie sie schließen, prüfen Sie erneut, ob drei gerade Seiten eine geschlossene Figur bilden. Hier wurde eine Verbindung verändert; das ist etwas anderes als die fertige Figur auf dem Tisch zu drehen.
Ist die Öffnung zu klein, um sie gut zu erkennen, zeichnen Sie sie größer. Sie können auch große Papierstreifen verwenden, sofern diese für das Kind geeignet sind. Eine sichtbare Lücke macht die Frage überprüfbar.
Breite und schmale Dreiecke
Bereiten Sie ein breites, niedrig wirkendes und ein schmales, hoch wirkendes Dreieck vor. Beide sollen drei gerade Seiten und einen geschlossenen Rand haben. Fragen Sie nach einer Gemeinsamkeit, obwohl die Figuren unterschiedlich aussehen.
Ein Kind kann das breite Dreieck zunächst ablehnen, weil es anders aussieht als ein vertrautes Bild. Legen Sie beide nebeneinander und zählen Sie die Seiten jedes einzelnen. Die Seiten eines Dreiecks müssen nicht alle gleich lang sein.
Drehen Sie anschließend beide Figuren. Beschreibungen wie „hoch“ beziehen sich auf die gewählte Lage und können nach dem Drehen anders passen. Die Anzahl der Seiten bleibt bei jeder unveränderten Papierfigur bestehen.
Groß und klein
Zeigen Sie ein großes und ein kleineres Dreieck, die beide gut erkennbar sind. Verfolgen Sie zunächst das große, dann das kleinere. Beide haben drei Seiten, auch wenn sie unterschiedlich viel Platz einnehmen.
Wenn das kleinere Dreieck schwer zu sehen oder zu greifen ist, vergrößern Sie beide Beispiele. Das Kind muss keine winzigen Formen erkennen, um die Eigenschaft zu untersuchen. Eine Hilfsperson kann auf Anweisung zeigen oder das Papier bewegen.
Drehen Sie nur das große Dreieck und lassen Sie das andere als Referenz liegen. Vergleichen Sie die Seitenzahl erneut. Größe und Ausrichtung können verschieden sein, ohne dass sich dadurch die Anzahl der Seiten ändert.
Ein Dreieck in einer Zeichnung finden
Wählen Sie eine Abbildung mit einem klar abgegrenzten dreieckigen Dach oder Segel. Sagen Sie, welchen Umriss Sie betrachten. Das ganze Haus und sein Dach sind unterschiedliche Teile der Zeichnung; ihre äußeren Grenzen müssen nicht dieselbe Form haben.
Zeigen Sie die drei Seiten des ausgewählten Daches. Falls ein Rand von einem anderen Bildteil verdeckt ist, wählen Sie ein klareres Beispiel oder zeichnen Sie den Umriss separat. Eine verdeckte Linie sollte nicht als sichtbar ausgegeben werden.
Ein schräges Segel können Sie mit dem gedrehten Papierdreieck vergleichen. Fragen Sie nach dem geschlossenen Rand und den geraden Seiten, statt nur zu fragen, ob beide Bilder in dieselbe Richtung zeigen.
Nach einer Regel sortieren
Legen Sie drei unterschiedlich ausgerichtete Papierdreiecke, ein Quadrat und einen Kreis bereit. Erklären Sie die Regel: „In diese Gruppe kommen geschlossene Figuren mit drei geraden Seiten.“ Untersuchen Sie jede Figur einzeln, bevor sie abgelegt wird.
Landet ein nach unten zeigendes Dreieck bei den anderen Figuren, fragen Sie nach dem Grund. Verfolgen Sie anschließend gemeinsam seine Seiten. Das Kind kann seine Entscheidung nach der Prüfung ändern, muss aber nicht erraten, was die erwachsene Person heimlich vorhatte.
In einer anderen Runde können dieselben Formen nach Farbe oder Größe sortiert werden. Eine Figur darf dann in einer anderen Gruppe liegen. Nennen Sie die neue Regel ausdrücklich, bevor Sie die Auswahl besprechen.
Zwei Figuren und ihre Seiten
Zeichnen Sie zwei getrennte Dreiecke: eines mit einer Ecke oben und eines mit einer Ecke unten. Fragen Sie zuerst, wie viele Dreiecke zu sehen sind. Danach zeigen Sie auf eines und fragen, wie viele Seiten dieses einzelne Dreieck hat.
Zählt das Kind alle Seiten beider Figuren und antwortet „sechs“, kann das für die Summe der Seiten der beiden getrennten Dreiecke stimmen. Verdeutlichen Sie dann die andere Frage: „Wie viele Seiten gehören nur zu diesem Dreieck?“
Für die erste Übung sind getrennte Umrisse einfacher als überlappende Figuren. Bei gekreuzten Linien muss erst geklärt werden, welcher geschlossene Rand betrachtet wird. Diese zusätzliche Aufgabe können Sie später wählen.
Den Umriss nachzeichnen
Legen Sie das Papierdreieck auf ein Blatt und zeichnen Sie seinen Rand nach. Drehen Sie es anschließend und zeichnen Sie an einer freien Stelle einen zweiten Umriss. Das Kind kann die Position wählen und eine erwachsene Person beim Zeichnen anleiten.
Nehmen Sie die Papierfigur weg und vergleichen Sie beide Zeichnungen. Jede zeigt einen geschlossenen Rand mit drei geraden Seiten. Sie unterscheiden sich in der Lage auf dem Blatt. Anschließend kann die Papierfigur wieder passend auf einen Umriss gelegt werden.
Ein dicker Stift kann den Umriss etwas größer erscheinen lassen. Sprechen Sie über diesen Unterschied, wenn er auffällt. Es geht um den Vergleich der Form, nicht um eine technisch perfekte Passung.
Drehen und Wenden auseinanderhalten
Beim Drehen bewegt sich das Papier auf dem Tisch, während dieselbe Seite oben bleibt. Die markierte Ecke lässt sich während der Bewegung verfolgen. So können Sie leicht besprechen, wohin sie nach der Drehung zeigt.
Beim Wenden heben Sie die Figur an und legen die Rückseite nach oben. Auch dann bleibt ein dreiseitiger geschlossener Papierumriss ein Dreieck. Eine Markierung nur auf der Vorderseite ist danach jedoch möglicherweise nicht mehr zu sehen.
Beide Bewegungen dürfen später untersucht werden. Für die erste Runde vereinfacht es die Beobachtung, wenn der Punkt sichtbar bleibt. Das Kind kann die Bewegung vorführen, ohne den passenden Fachausdruck verwenden zu müssen.
Ein schräges Beispiel
Legen Sie das Dreieck so hin, dass keine Seite genau waagerecht erscheint. Fragen Sie, ob es trotzdem ein Dreieck sein kann. Verfolgen Sie die drei Seiten und finden Sie die drei Stellen, an denen sie zusammentreffen.
Wenn das Kind beim schrägen Rand den Überblick verliert, markieren Sie den Startpunkt und fahren Sie langsam entlang. Danach können Sie die Figur wieder in die vertraute Lage drehen und prüfen, dass es sich um dasselbe Stück Papier handelt.
Die Beschreibung „unten eine Grundlinie und oben eine Spitze“ passt zu manchen Lagen, aber nicht als allgemeine Erkennungsregel. Drei gerade Seiten, die einen geschlossenen Rand bilden, können auch schräg angeordnet sein.
Eine Richtung mit Gegenständen beschreiben
Stellen Sie ein Buch und eine leere Tasse an unterschiedliche Seiten des Tisches. Richten Sie die markierte Ecke zum Buch. Bitten Sie das Kind, die Ecke zur Tasse zu drehen oder eine Hilfsperson dorthin anzuweisen.
Sitzen Menschen einander gegenüber, können „rechts“ und „links“ aus verschiedenen Blickrichtungen gemeint sein. Ein gemeinsam sichtbarer Gegenstand bietet einen klaren Bezugspunkt. Wird die Tasse bewegt, benennen Sie ihre neue Lage, bevor Sie die Antwort beurteilen.
Nach dem Drehen können Sie nochmals die Seiten zählen. Die Richtung der markierten Ecke wird relativ zu den Gegenständen beschrieben; die drei Seiten gehören unabhängig davon zur Figur.
Ein leichter Einstieg
Verwenden Sie zunächst nur ein großes Dreieck. Zeigen Sie die drei Seiten in einer vertrauten Lage und drehen Sie die Figur anschließend langsam zur Seite. Das Kind kann die markierte Ecke verfolgen und danach einen oder mehrere Seiten zeigen.
Wenn das Greifen schwierig ist, bewegt eine erwachsene Person das Papier nach einer vereinbarten Auswahl. Das Kind kann auch nur mit dem Blick oder einem Kommunikationsgerät antworten. Fragen Sie vorher, wie eine Auswahl bestätigt werden soll.
Lassen Sie Quadrat, Kreis und zusätzliche Formen zunächst weg, falls sie ablenken. Eine verständliche Beobachtung an einer Figur kann ein guter Anfang sein.
Eine anspruchsvollere Aufgabe
Legen Sie drei Dreiecke mit unterschiedlichen Proportionen in verschiedene Richtungen. Ergänzen Sie ein Quadrat und eine geschlossene Form mit einem gebogenen Rand. Bitten Sie das Kind, alle geschlossenen Figuren mit drei geraden Seiten zu finden.
Prüfen Sie jede gewählte Figur anhand derselben Regel. Ein schmales Dreieck und ein breites Dreieck können beide dazugehören. Das Quadrat hat vier Seiten; die Form mit gebogenem Rand erfüllt die Bedingung „drei gerade Seiten“ nicht.
Als weiteren Schritt kann das Kind eine nicht passende Figur auswählen und den Grund zeigen. Verändern Sie nicht gleichzeitig die Regel, die Materialien und die Zahl der Beispiele. So bleibt erkennbar, welche Anforderung neu ist.
Drei Punkte verbinden
Setzen Sie drei Punkte auf ein Blatt, die nicht alle auf einer Geraden liegen. Verbinden Sie sie mit geraden Linien und kehren Sie zum ersten Punkt zurück. Das Kind kann zeichnen oder einer erwachsenen Person zeigen, welche Punkte verbunden werden sollen.
Verfolgen Sie den Rand und zählen Sie drei Seiten und drei Ecken. Drehen Sie das Blatt und wiederholen Sie die Beobachtung. Die Position auf dem Tisch ändert sich, die gezeichnete Verbindung bleibt bestehen.
Liegen alle drei Punkte auf einer Geraden, entsteht so keine geschlossene dreieckige Fläche. Setzen Sie einen Punkt außerhalb dieser Geraden und versuchen Sie es erneut. Hier wird die Konstruktion verändert, nicht nur ihre Ausrichtung.
Eine Übung zu zweit
Eine Person legt das Dreieck hin, eine andere beschreibt die Richtung der markierten Ecke. Danach zählen beide die Seiten. Die Rollen können wechseln; sie dürfen aber auch gemeinsam übernommen werden, wenn das für die Beteiligten besser passt.
Sind die Antworten unterschiedlich, zeigen Sie auf den Punkt und den vereinbarten Gegenstand. „Zeigt diese Ecke zum Buch oder zur Tasse?“ lässt sich an der aktuellen Lage prüfen. Ein Wettlauf oder eine Punktzahl ist für diese Zusammenarbeit nicht nötig.
Wer die Figur nicht selbst bewegen möchte, kann die Bewegung bestimmen. Die helfende Person bestätigt die Auswahl und setzt sie um, statt ungefragt eine Richtung festzulegen.
Wenn vier Seiten gezählt werden
Beobachten Sie, was das Kind bei jedem Zahlwort zeigt. Vielleicht wurde dieselbe Seite zweimal verfolgt, eine Ecke als Seite mitgezählt oder eine innere Dekorationslinie einbezogen. Diese Möglichkeiten erfordern unterschiedliche Hilfen.
Beginnen Sie an der markierten Ecke und bewegen Sie den Zeiger jeweils bis zur nächsten Ecke. Nach drei verschiedenen Seiten kommen Sie zum Anfang zurück. Eine Handbewegung für jede abgeschlossene Seite kann den Verlauf sichtbar machen.
Prüfen Sie auch das Material. Hat die Zeichnung tatsächlich vier gerade Randstücke, ist sie kein passendes Dreiecksbeispiel. Tauschen Sie sie gegen eine klare Figur aus, statt dem Kind eine fehlerhafte Vorlage als Dreieck zu erklären.
Zugängliche Antworten ermöglichen
Passen Sie Größe, Kontrast und Lage der Figur an die Person an. Ein klarer Rand auf einem ruhigen Hintergrund kann leichter zu verfolgen sein als eine kleine Form auf einem gemusterten Tisch. Fragen Sie, welche Darstellung gut funktioniert.
Antworten können aus Zeigen, Blickwahl, Worten oder einem Kommunikationsgerät bestehen. Eine Person darf auch anweisen, wie ein Helfer die Figur drehen soll. Sichern Sie ab, dass die gewählte Antwort verstanden wurde, bevor Sie sie prüfen.
Wenn eine tastbare Darstellung sinnvoll ist, wählen und prüfen Erwachsene geeignete Materialien. Berühren ist eine Möglichkeit, keine Pflicht. Für die Aufgabe zählt die nachvollziehbare Beobachtung, nicht eine bestimmte Bewegung.
Eine Beobachtung festhalten
Eine konkrete Notiz könnte lauten: „Nach einer Drehung zur Tasse zeigte das Kind an der großen Papierfigur drei Seiten; der Startpunkt war markiert.“ Ergänzen Sie, ob eine Person den Zeiger führte oder die erste Seite vormachte.
Eine solche Beobachtung beschreibt die Bedingungen einer Runde. Sie beweist nicht, dass jede Dreiecksform in jeder Größe und Umgebung erkannt wird. Ein späterer Versuch mit einem anderen Dreieck kann zeigen, ob dieselbe Strategie auch dort hilfreich ist.
Bei anhaltenden Fragen zu Wahrnehmung oder Entwicklung können Sie konkrete Beobachtungen mit einer geeigneten Fachperson besprechen. Das Spiel ist keine diagnostische Untersuchung.
Eine Vorhersage überprüfen
Legen Sie das Dreieck mit der markierten Ecke zum Buch. Fragen Sie: „Wohin könnte der Punkt nach einer halben Drehung zeigen?“ Das Kind kann eine Richtung angeben oder sagen, dass es noch nicht weiß. Drehen Sie danach die Figur sichtbar auf dem Tisch.
Vergleichen Sie die Vorhersage mit der tatsächlichen Lage. Wenn der Punkt anders liegt als erwartet, bringen Sie die Figur zurück und führen Sie die Bewegung noch einmal langsam aus. Der Vergleich bezieht sich auf die Richtung, nicht auf eine neue Anzahl von Seiten.
Zählen Sie anschließend den Rand. Unabhängig von der Vorhersage hat die unveränderte Papierfigur weiterhin drei gerade Seiten. Eine falsche Vorhersage ist eine Gelegenheit, die Bewegung erneut zu beobachten.
Welche Grenze wird untersucht?
Auf einem rechteckigen Blatt kann ein dreieckiges Bild liegen. Fragen Sie getrennt nach der Form des Blattes und nach dem gezeichneten Umriss. Zeigen Sie vor dem Zählen, welche Grenze gemeint ist.
Das Blatt kann vier Seiten haben, während die Zeichnung drei Seiten hat. Beide Antworten sind richtig, wenn sie sich auf die jeweils genannte Grenze beziehen. So wird eine mögliche Verwechslung durch genauere Fragen geklärt.
Auf BrainHunters weiterüben
Wenn das Kind weitere Beispiele sehen möchte, bietet Beispiele für Dreiecke suchen eine Fortsetzung mit sichtbaren Formen. Legen Sie jeweils fest, welcher geschlossene Rand untersucht wird, und zählen Sie die geraden Seiten.
Die Formenaktivitäten sind eine optionale digitale Ergänzung. Lesen oder hören Sie die konkrete Aufgabe gemeinsam und lassen Sie das Kind zeigen, welche Merkmale es an der gewählten Figur erkennt.
Bewahren Sie die Papierfigur auf, wenn sie erneut verwendet werden soll. Beim nächsten Mal kann das Kind selbst entscheiden, in welche Richtung die markierte Ecke zeigen soll.
Hilfreiche Antworten
Bleibt ein Dreieck mit einer Ecke nach unten ein Dreieck?
Ja. Wenn drei gerade Seiten einen geschlossenen Rand bilden, ändert eine Drehung diese Eigenschaft nicht.
Müssen alle Seiten gleich lang sein?
Nein. Auch unterschiedlich lange Seiten können ein Dreieck bilden.
Was hilft beim Unterscheiden von Seiten und Ecken?
Verfolgen Sie erst die drei Seiten und zeigen Sie in einer zweiten Runde die drei Verbindungsstellen.
Muss das Kind rechts und links kennen?
Nein. Die Richtung kann mit einem sichtbaren Buch oder einer Tasse beschrieben werden.
Kann eine Hilfsperson das Papier bewegen?
Ja. Das Kind kann die Richtung auf eine zugängliche Weise auswählen oder mitteilen.

