Vor dem Frühstück kann ein kurzes Spiel Platz haben — muss es aber nicht. Wenn der Morgen dafür ruhig genug ist und das Kind mitmachen möchte, legen Sie drei Bilder bereit: Apfel, Ananas und Banane. Gemeinsam hören Sie, welche Wörter mit demselben Laut beginnen. Der Ablauf unten ist als ungefähr fünfminütige Möglichkeit gedacht, nicht als Pflichtprogramm oder gemessene Zeitvorgabe. Ein hungriges Kind darf zuerst frühstücken; das Spiel kann später stattfinden oder ausfallen.

Ein kurzer Überblick für den Morgen

Das Ziel des Beispiels ist eng gefasst: Das Kind hört den Anfang gesprochener Wörter und vergleicht ihn. „Apfel“ und „Ananas“ beginnen in der hier verwendeten Aussprache mit einem A-Laut; „Banane“ beginnt anders. Das Kind muss die Wörter weder lesen noch schreiben.

Sie brauchen drei gut erkennbare Bilder oder selbst gezeichnete Symbole. Eine Karte mit einem Apfel dient als Beispiel; Ananas und Banane sind die beiden Wahlmöglichkeiten. Wenn eines dieser Wörter in Ihrer Familie nicht vertraut ist, nehmen Sie andere bekannte Beispiele und prüfen Sie deren Anfang vor dem Spiel.

Ein möglicher Ablauf besteht aus vier Schritten: Bilder benennen, die Frage stellen, die gewählte Antwort gemeinsam anhören und Material wegräumen. Je nach Interesse können Sie einen Schritt weglassen oder wiederholen. Die Zeitangabe beschreibt einen Rahmen für die Planung, keine gemessene Dauer und kein Ziel, das erreicht werden muss.

Frühstück, Trinken und ein pünktlicher Aufbruch haben Vorrang vor dem Spiel. Wenn der Vormittag bereits dicht gepackt ist, können die Karten liegen bleiben. Eine wiederkehrende Gelegenheit ist nur dann hilfreich, wenn sie zur Familie passt und das Kind beteiligt werden möchte.

Die Karten vorbereiten und Wörter klären

Schneiden Sie bei Bedarf drei größere Karten aus Papier und zeichnen Sie einen Apfel, eine Ananas und eine Banane. Sie können ebenso passende vorhandene Bilder verwenden. Die Karten müssen nicht schön sein; entscheidend ist, dass beide Spielenden wissen, welches Wort jeweils gemeint ist.

Legen Sie die Bilder nebeneinander und fragen Sie: „Was siehst du?“ Wenn das Kind „Obst“ sagt, ist das eine richtige Beschreibung der Gruppe. Erklären Sie anschließend, welche einzelnen Namen Sie für dieses Spiel verwenden: „Hier sagen wir Apfel, Ananas und Banane.“

Bei Bildern kann es mehrere passende Benennungen geben. Ein roter Apfel könnte zum Beispiel als „Frucht“ bezeichnet werden. Der Anfang von „Frucht“ klingt anders als der Anfang von „Apfel“. Vereinbaren Sie das Wort vor der Antwort, statt nachträglich eine unerwartete Benennung für falsch zu erklären.

Falls das Kind Ananas nicht kennt, betrachten Sie das Bild zunächst ohne Lautfrage. Sie können den Namen nennen und gemeinsam entscheiden, ob das Bild verständlich ist. Eine echte Frucht ist nicht nötig. Ebenso können Sie eine andere vertraute A-Karte vorbereiten, sofern der gesprochene Anfang zum Beispiel passt.

Bewahren Sie die drei Karten dort auf, wo sie am Morgen gut erreichbar sind. Ein Umschlag oder eine Schublade genügt. Wenn die Karten beim Frühstück stören, legen Sie sie auf einen anderen Platz; das Spiel muss nicht zwischen Geschirr und Lebensmitteln stattfinden.

Ein konkreter Ablauf in vier Schritten

Erstens: Zeigen Sie auf den Apfel und sprechen Sie das ganze Wort natürlich aus: „Apfel“. Benennen Sie anschließend Ananas und Banane und zeigen Sie dabei auf die jeweiligen Bilder. Das Kind darf die Wörter mitsprechen, muss es aber nicht.

Zweitens: Legen Sie den Apfel als Beispiel etwas abseits und fragen Sie: „Welches Wort fängt so an wie Apfel: Ananas oder Banane?“ Lassen Sie beide Wahlmöglichkeiten sichtbar. Das Kind kann auf eine Karte zeigen, sie ansehen oder seine gewohnte Kommunikationsform nutzen.

Drittens: Bestätigen Sie zunächst die getroffene Wahl. Bei der Ananas können Sie sagen: „Du hast Ananas gewählt. Hör mal: Apfel, Ananas. Beide fangen hier mit einem A-Laut an.“ Sprechen Sie die ganzen Wörter und weisen Sie auf den Anfang hin, ohne eine Antwort einzufordern.

Viertens: Das Kind entscheidet mit, ob es die Karten noch einmal verwenden oder wegräumen möchte. Ein kurzer gemeinsamer Abschluss kann lauten: „Heute haben wir Apfel und Ananas verglichen.“ Danach beginnt das Frühstück oder der nächste geplante Teil des Morgens.

Wenn Sie ungefähr fünf Minuten dafür vorgesehen haben, können Benennen und eine Frage bereits genügen. Manche Familien brauchen länger, andere kürzer. Verwenden Sie keine Stoppuhr als Leistungsmaß; die konkrete Dauer wurde für dieses Beispiel nicht gemessen.

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Kleine Schritte. Gute Gewohnheiten.

Wenn das Kind die Banane auswählt

Beginnen Sie mit einer Bestätigung der Auswahl: „Du zeigst auf die Banane.“ Fragen Sie bei Bedarf nach, ob Sie den Blick oder die Geste richtig verstanden haben. Vielleicht wollte das Kind die Banane auswählen, weil es sie gern isst oder das Bild besonders gut erkennt.

Sagen Sie dann, worauf sich Ihre Frage bezieht: „Wir hören auf den Anfang des Wortes. Ich sage noch einmal: Apfel, Banane. Und jetzt: Apfel, Ananas.“ Zeigen Sie währenddessen auf jedes Bild. So verbinden Sie die gehörten Wörter mit den Gegenständen, ohne die erste Antwort abzuwerten.

Das Kind kann anschließend eine andere Karte wählen, bei der Banane bleiben oder nicht antworten wollen. Sie können modellieren: „Ich höre bei Apfel und Ananas am Anfang einen A-Laut.“ Eine richtige Wiederholung ist keine Voraussetzung dafür, zum Frühstück überzugehen.

Wenn das Kind beide Wörter als Obst zusammenfasst, erkennen Sie diesen Zusammenhang an. „Apfel und Banane sind beide Obst“ beantwortet eine Frage nach der Bedeutung; die Frage nach dem Wortanfang ist eine andere. Dieselben Bilder können in zwei Spielen nach verschiedenen Regeln sortiert werden.

Gesprochener Laut und geschriebener Buchstabe

Im ersten Durchgang sprechen und hören Sie die Wörter. Der Anfangslaut ist Teil des gesprochenen Wortes; der Buchstabe A ist ein sichtbares Schriftzeichen. Ein Kind kann den Anfang vergleichen, ohne den Buchstaben benennen zu können.

Wenn das Kind nach Schrift fragt, schreiben Sie „Apfel“ und „Ananas“ auf zwei Zettel und zeigen Sie das A am Anfang. Sagen Sie: „Hier sehen wir den Buchstaben A. Vorhin haben wir am Anfang der gesprochenen Wörter einen A-Laut gehört.“ Lesen Sie die Wörter vollständig vor.

Die Schrift ist eine Erweiterung, keine Bedingung. Wenn sie vom Zuhören ablenkt, bleiben die Zettel zunächst weg. Manche Kinder nutzen umgekehrt Schrift als hilfreiche zusätzliche Information; benennen Sie dann, dass das Kind sowohl sichtbare Buchstaben als auch gesprochene Wörter vergleichen kann.

Wählen Sie bei neuen Beispielen den gesprochenen Wortanfang bewusst. Gleich aussehende Buchstaben führen nicht in jeder Sprache und bei jedem Wort automatisch zu genau demselben Laut. Für diese erste Spielidee genügen klar benannte, vertraute Wörter.

Den Platz am Morgen passend wählen

Ein möglicher Zeitpunkt liegt vor dem Decken des Tisches. Alternativ können die Karten neben dem Tisch verwendet werden, während ein Erwachsener das Frühstück vorbereitet, sofern das Kind dabei nicht auf Essen oder Hilfe warten muss. Es gibt keine allgemeingültige Reihenfolge für alle Familien.

Wenn das Kind gleich nach dem Aufstehen Hunger hat, essen Sie zuerst. Die Karten können danach oder zu einer ganz anderen Tageszeit hervorgeholt werden. Ein Spiel verliert seinen Sinn nicht dadurch, dass es nicht vor dem Frühstück stattfindet.

An einem Morgen mit Kita, Schule oder Arbeit hilft eine klare Entscheidung vorab: Ist überhaupt Zeit vorhanden? Wenn das Spiel den Aufbruch verzögern würde, lassen Sie es weg. Versprechen Sie keinen späteren Spieltermin, den Sie nicht sicher einhalten können.

Ein kurzer Satz kann den Übergang erleichtern: „Wir schauen ein Bild an, dann räumen wir es weg und frühstücken.“ Wenn das Kind mehr spielen möchte, klären Sie, ob dafür Zeit bleibt. Eine Grenze ist verständlicher, wenn sie vor dem letzten Durchgang gemeinsam benannt wird.

Wenn mehrere Kinder mitmachen

Zeigen Sie allen drei Bilder und vereinbaren Sie zuerst die Wörter. Ein Kind kann den Apfel zeigen, das andere zwischen den beiden Bildern wählen. Beim nächsten Durchgang können die Rollen wechseln, sofern beide mitspielen möchten.

Vermeiden Sie ein Wettrennen um die erste Antwort. Wer schneller spricht oder aufsteht, weiß nicht automatisch mehr über Wortanfänge. Sie können die Auswahl nacheinander anbieten oder beide Kinder gleichzeitig auf ihre eigene Karte zeigen lassen.

Wenn ein Kind schon Buchstaben kennt und das andere noch nicht, können beide unterschiedliche Aufgaben wählen. Das eine vergleicht die gesprochenen Wörter; das andere entdeckt anschließend das A auf den Zetteln. Die zweite Aufgabe ist eine Erweiterung, keine Rangliste der Kinder.

Möchte ein Kind nicht mitmachen, kann es zuschauen oder frühstücken. Zwingen Sie es nicht, als Publikum zu dienen. Für eine gemeinsame Runde ist wichtig, dass jede beteiligte Person eine erreichbare Antwortmöglichkeit und eine verständliche Frage erhält.

Eine leichtere und eine anspruchsvollere Variante

Für einen leichteren Einstieg zeigen Sie zunächst nur Apfel und Ananas und benennen beide Wörter. Sagen Sie selbst, was Sie am Anfang hören. Später können Sie die Banane als weitere Wahlmöglichkeit ergänzen. Die erste Demonstration und eine spätere selbstständige Wahl sind unterschiedliche Beobachtungen.

Wenn das Kind nicht selbst auf Karten zeigen kann, kann es mit Blick, einer Kommunikationstaste oder einem vereinbarten Zeichen antworten. Ein Erwachsener kann die Karten auf Wunsch bewegen und die Auswahl bestätigen. Das Halten eines Stifts ist für die Lautfrage nicht erforderlich.

Als nächsten Schritt kann das Kind selbst ein Bild als Beispiel auswählen und dem Erwachsenen eine Frage stellen. Der Erwachsene wiederholt die vereinbarten Namen und begründet seine Wahl. Das Kind kann zustimmen oder auf eine andere Karte hinweisen.

Eine weitere Variante verwendet nur gesprochene Wörter ohne Bilder. Das erhöht zugleich die Anforderungen an das Behalten der Wahlmöglichkeiten. Wenn die Antwort dann schwerer fällt, sagt das allein nicht, ob der Wortanfang oder das Erinnern an die Wörter das Hindernis war.

Was Sie nach dem Spiel festhalten können

Falls Sie etwas notieren möchten, beschreiben Sie die konkrete Situation: „Bei Apfel und den Wahlkarten Ananas und Banane zeigte das Kind nach erneutem Vorsprechen auf Ananas.“ Der Hinweis auf das erneute Vorsprechen gehört dazu; er beschreibt die Unterstützung.

Eine Notiz wie „kann alle Anlaute“ wäre aus einem einzigen Beispiel nicht ableitbar. Ebenso wenig bedeutet eine andere Antwort, dass das Kind das Hören von Wortanfängen grundsätzlich nicht versteht. Wortkenntnis, Frageform und die Zugänglichkeit der Karten beeinflussen die Situation.

Sie können die Karten an einem anderen Tag wieder anbieten und ein weiteres vertrautes Beispiel ergänzen. Fragen Sie zunächst, ob das Kind spielen möchte. Vergleichen Sie nur Beobachtungen, bei denen Frage und Unterstützung ähnlich waren; eine Notiz ist keine Bewertung der Person.

Ein Beispiel für einen geplanten Familienmorgen

Eine Familie legt den Umschlag mit den drei Bildern am Vorabend auf ein freies Regal. Am Morgen fragt die erwachsene Person: „Möchtest du vor dem Frühstück die Bilder anschauen?“ Das Kind sagt ja und nimmt den Umschlag selbst oder bittet um Hilfe.

Der Apfel wird als Beispiel hingelegt. Das Kind benennt die Banane sofort, kennt aber das Wort Ananas noch nicht. Die erwachsene Person zeigt darauf und sagt: „Das ist eine Ananas.“ Beide betrachten kurz das Bild. Ob das Spiel danach noch stattfinden soll, entscheiden sie gemeinsam.

Bei der Frage nach dem gleichen Anfang zeigt das Kind auf die Ananas. Die erwachsene Person wiederholt „Apfel, Ananas“ und benennt den gemeinsamen A-Laut. Dann stecken beide die Karten in den Umschlag. Erst danach beginnt in diesem erfundenen Beispiel das Frühstück.

An einem anderen Morgen sagt dasselbe Kind nein oder möchte sofort essen. Die Familie stellt die Karten zurück und frühstückt. Die Routine besteht hier auch darin, eine Einladung ablehnen zu können; es entsteht kein Rückstand, der am nächsten Tag nachgeholt werden muss.

Zwei weitere Lautpaare für andere Tage

Wenn die Apfelbilder vertraut geworden sind, können Sie eine neue Auswahl vorbereiten: Maus als Beispiel sowie Mond und Ball als mögliche Antworten. In den Wörtern „Maus“ und „Mond“ hören Sie am Anfang [m], bei „Ball“ einen anderen Anlaut. Benennen Sie alle drei Bilder vor der Frage.

Fragen Sie: „Welches Wort fängt an wie Maus: Mond oder Ball?“ Wiederholen Sie nach der Wahl die vollständigen Wörter. Das Kind muss den Laut nicht isoliert aussprechen; es kann den Mond zeigen oder eine andere vereinbarte Antwortform nutzen.

Für eine weitere Runde eignen sich Sonne als Beispiel sowie Socke und Maus als Auswahl. In der hier verwendeten deutschen Aussprache beginnen „Sonne“ und „Socke“ mit demselben stimmhaften S-Laut. Das geschriebene S allein ist nicht die Frage; es geht darum, wie die benannten Wörter gesprochen werden.

Tauschen Sie nicht jeden Morgen alle Karten aus. Vertraute Bilder können die Frage leichter verständlich machen; neue Bilder bringen zusätzlichen Wortschatz ins Spiel. Wenn ein neues Bild nicht erkannt wird, klären Sie zuerst den Namen, bevor Sie die Lautantwort besprechen.

Andere Aussprachen oder Dialekte können die Lautfrage verändern. Orientieren Sie sich an den Wörtern, die die beteiligten Personen tatsächlich sagen, und prüfen Sie das Beispiel gemeinsam. Das Ziel ist ein nachvollziehbares Hörspiel, keine Bewertung einer familiären Sprechweise.

Welche Frage stellen Sie gerade?

Mit denselben drei Obstbildern lassen sich mehrere sinnvolle Fragen stellen. „Welche Bilder zeigen Obst?“ betrifft die Bedeutung. „Welches Wort beginnt wie Apfel?“ betrifft den Wortanfang. „Welches Bild magst du?“ fragt nach einer persönlichen Vorliebe. Benennen Sie jeweils, welche Frage gerade gilt.

Ein Kind kann Apfel und Banane zusammenlegen, weil es beide schon gegessen hat. Das ist eine Verbindung aus eigener Erfahrung. Wenn Sie anschließend den Wortanfang vergleichen, erklären Sie die neue Regel ausdrücklich, anstatt die erste Verbindung als Fehler darzustellen.

Wenn Sie nach dem Anfangslaut fragen, genügt ein Beispielwort und eine kleine Auswahl. Fügen Sie nicht gleichzeitig die Aufgabe hinzu, die Wörter nach Länge zu ordnen oder Buchstaben zu schreiben. Zusätzliche Anforderungen können später ein eigenes Spiel bilden.

Wählen Sie eine offene Frage nur dann, wenn mehrere Antworten möglich sein sollen: „Was fällt dir an diesen Bildern auf?“ Für eine gezielte Auswahlfrage nennen Sie die Alternativen. Beide Formen sind wertvoll, beantworten aber unterschiedliche Fragen.

Die Routine gemeinsam verändern

Das Kind kann aussuchen, wo der Umschlag liegt, welches der vorbereiteten Bilder als Beispiel dient und ob die Karten auf dem Tisch oder auf einer freien Unterlage liegen. Solche Entscheidungen ändern nicht automatisch das Lautziel, geben dem Kind aber Einfluss auf den Ablauf.

Wenn das Kind lieber zuerst frühstücken möchte, fragen Sie, ob es danach noch spielen will. Ein „später vielleicht“ ist keine feste Zusage. Sie können den Umschlag sichtbar bereithalten, ohne das Kind nach dem Essen mehrfach daran zu erinnern.

Bei wechselnden Arbeitszeiten oder Betreuungswegen kann eine tägliche Uhrzeit unrealistisch sein. Vereinbaren Sie stattdessen einen möglichen Anker wie „nach dem Hände waschen, wenn noch Zeit ist“. Der Anker ist ein Vorschlag für Gelegenheit und nicht an eine Anwesenheitsserie gebunden.

Wenn eine andere Betreuungsperson das Spiel übernimmt, zeigen Sie ihr die drei vereinbarten Wörter und die eine Frage. Sie muss nicht dieselben Sätze verwenden. Wichtig ist, dass sie versteht, welches Bild Beispiel ist und welche Antwortmöglichkeiten das Kind hat.

Nach einigen Tagen können Sie gemeinsam entscheiden, ob die Karten interessant bleiben. Vielleicht möchte das Kind lieber eine Geschichte hören oder beim Tischdecken helfen. Eine Veränderung der Aktivität ist eine normale Anpassung und muss nicht mit zusätzlicher Übungszeit ausgeglichen werden.

Vorbereitung, die wirklich Arbeit spart

Für die erste Version reicht ein Blatt mit drei großen Zeichnungen. Sie müssen nichts ausschneiden: Zeigen Sie auf das Feld mit dem Apfel und lassen Sie das Kind auf Ananas oder Banane deuten. So gibt es keine losen Teile, die vor dem Frühstück eingesammelt werden müssen.

Wenn bewegliche Karten besser passen, schneiden Sie das Blatt vorher in drei Teile. Auf der Rückseite können Sie die Namen notieren, falls mehrere Erwachsene mitspielen. Die Wörter sollten die tatsächlich vereinbarten Bildnamen sein und keine versteckte Lösung für das Kind ersetzen.

Bei empfindlichen Oberflächen legen Sie die Karten neben Essen und Getränke statt darunter. Ein abwischbarer Umschlag kann die Karten schützen, ist aber nicht notwendig. Ist ein Bild beschädigt oder unklar geworden, zeichnen Sie es neu oder nehmen Sie eine erkennbare Alternative.

Die Vorbereitungszeit hängt davon ab, ob Bilder bereits vorhanden sind und wer sie herstellt. Planen Sie beim ersten Mal etwas mehr Spielraum ein, statt eine feste Minutenzahl zu versprechen. Spätere Durchgänge können mit denselben Karten beginnen.

Wenn Hören, Sehen oder Zeigen Unterstützung braucht

Wählen Sie für gesprochene Wörter einen Ort, an dem sich die Beteiligten gut verstehen können. Ein laufendes Gerät kann das Hören erschweren; wenn möglich, reduzieren Sie die Geräusche oder wählen Sie einen anderen Zeitpunkt. Fragen Sie, ob die Wörter angenehm und verständlich zu hören sind.

Bei Sehbedarf können größere, kontrastreiche Bilder und ausreichend Abstand zwischen den Karten helfen. Prüfen Sie gemeinsam, welche Darstellung erkannt wird. Die Antwort kann über ein vertrautes Kommunikationsmittel erfolgen; das Kind muss weder kleine Bilder greifen noch aufstehen.

Für ein Kind, dem eine reine Hörfrage nicht zugänglich ist, können vertraute Kommunikations- oder Schriftzeichen eine andere Form der Teilnahme ermöglichen. Benennen Sie dabei ehrlich, dass sichtbare Hinweise die Aufgabe verändern. Aus der Teilnahme an dieser Variante folgt keine Aussage über eine rein auditive Leistung.

Ein Erwachsener kann die Karten auf Zuruf oder auf eine andere vereinbarte Anweisung verschieben. Bevor er die Auswahl als Antwort festhält, bestätigt er sie: „Meinst du dieses Bild?“ So wird eine mögliche Fehlinterpretation von der Entscheidung des Kindes getrennt.

Häufige Schwierigkeiten konkret lösen

Das Kind nennt beide Wahlkarten, aber Sie wissen nicht, welche es auswählen möchte. Legen Sie sie mit genügend Abstand hin und fragen Sie nach einer eindeutigen Anzeige. Wenn das nicht gelingt, benennen Sie die Unsicherheit und verzichten Sie auf eine Wertung.

Die Banane wird gewählt, weil sie gelb ist und das Kind Gelb mag. Bestätigen Sie die Vorliebe. Anschließend können Sie fragen, ob das Kind noch einmal den Wortanfang hören möchte. Eine Farbwahl ist eine andere Antwort als die von Ihnen gestellte Lautfrage.

Der Apfel wird nur als „Obst“ benannt. Nehmen Sie die Beschreibung an und bieten Sie den Namen Apfel an. Erst wenn beide denselben Namen verwenden, ergibt die Frage nach seinem Anfang einen gemeinsamen Bezug.

Das Kind möchte nach einer Frage weiterspielen, während das Frühstück bereitsteht. Sagen Sie konkret, was noch möglich ist: „Wir können die Bilder jetzt wegräumen. Später schauen wir, ob wieder Zeit ist.“ Wenn tatsächlich noch ein Durchgang passt, vereinbaren Sie ihn ausdrücklich statt ihn unbemerkt zu verkürzen.

Wenn das Kind wiederholt sagt, dass es die Wörter nicht hören oder die Bilder nicht erkennen kann, überprüfen Sie zuerst die Bedingungen und nehmen Sie seine Rückmeldung ernst. Eine kurze Spielbeobachtung zu Hause ist keine Hör- oder Sehdiagnose.

Abschluss ohne Punkteliste

Ein Abschluss kann so schlicht sein wie „Du hast heute den Apfel gezeigt und die Ananas gewählt“. Das beschreibt eine konkrete Handlung. Verzichten Sie auf Schlussfolgerungen darüber, wie gut das Kind im Vergleich zu anderen Kindern ist.

Wenn die Banane gewählt wurde, können Sie ebenso festhalten, was tatsächlich geschah: „Wir haben Apfel und Banane gehört und danach auch Ananas angeschaut.“ Eine Notiz muss weder eine richtige Antwort erfinden noch jede Wahl als Erfolg oder Misserfolg etikettieren.

Für die nächste Einladung genügt eine praktische Beobachtung: Waren die Bilder erkennbar? War der Platz ruhig genug? Wollte das Kind vor oder nach dem Essen spielen? Diese Fragen helfen, den Ablauf an die Familie anzupassen, ohne eine tägliche Leistungspflicht aufzubauen.

Räumen Sie das Material gemeinsam oder selbst weg, je nachdem, was gerade passt. Die Karten müssen nicht auf dem Frühstückstisch bleiben. Falls die Familie eine andere Sprache oder mehrere Sprachen verwendet, kann sie für ein weiteres Spiel eigene vertraute Wörter auswählen und deren gesprochene Anfänge prüfen.

Mit BrainHunters weiterüben

Wenn auf BrainHunters eine passende Übung zu Buchstaben oder Lauten verfügbar ist, lesen Sie die angezeigte Aufgabenstellung. Prüfen Sie, ob nach einem Laut, einem Buchstaben oder einer anderen Eigenschaft gefragt wird. Diese Aufgaben können unterschiedliche Ziele haben.

Nach einer Bildschirmaufgabe können Sie zum Apfelbild zurückkehren und das Wort gemeinsam aussprechen, wenn das Kind möchte. Das Bild zu Hause und eine digitale Darstellung müssen nicht dieselbe Frage stellen. Wählen Sie die nächste Aktivität nach Interesse und dem tatsächlichen Inhalt der Übung.

WAS DU VIELLEICHT WISSEN MÖCHTEST

Hilfreiche Antworten

Muss die Übung jeden Morgen stattfinden?

Nein. Wählen Sie einen passenden Moment, und lassen Sie die Übung aus, wenn sie nicht zum Familienmorgen passt.

Muss das Kind den Buchstaben A schon kennen?

Nein. Zunächst geht es um die gesprochenen Wörter Apfel und Ananas. Den geschriebenen Buchstaben können Sie später freiwillig ergänzen.

Was ist, wenn nur ein Teil der Bilder bekannt ist?

Benennen und betrachten Sie die Bilder zuerst. Alternativ wählen Sie vertraute Wörter und prüfen vorab, wie sie beginnen.

Mach aus einer kleinen Idee ein Abenteuer.

Probiert gemeinsam eine kurze Aktivität aus und nehmt die Entdeckung mit in euren Alltag.

Forschen und Miteinander