Eine Spielfigur steht in einem großen Papierring, eine zweite daneben und eine dritte direkt auf dem Rand. Welche Figur ist innen, welche außen? Und was sagen wir über die Figur, die den Rand berührt? Mit dieser kleinen Anordnung können Kinder Lagewörter untersuchen, indem sie Gegenstände bewegen und ihre Position beschreiben. Entscheidend ist immer die Bezugsgrenze: Innen oder außen liegt eine Figur nicht für sich allein, sondern im Verhältnis zu einem bestimmten Ring, Blatt oder Behälter.
Was Sie für den ersten Aufbau brauchen
Legen Sie einen großen geschlossenen Ring aus Papier auf einen Tisch und stellen Sie drei gut unterscheidbare Spielfiguren bereit. Ein aus Papier ausgeschnittener Ring liegt flach auf dem Tisch und markiert einen Bereich auf der Tischoberfläche. Alternativ zeichnen Sie mit einem dicken Stift eine geschlossene Linie auf ein Blatt. Wählen Sie Figuren, die altersgerecht sind und sich gut greifen oder mit Unterstützung bewegen lassen.
Der Platz innerhalb des Rings sollte deutlich größer sein als die Standfläche einer Figur. Rund um den Ring braucht es ebenfalls genügend freien Platz. So lässt sich eine Figur klar innen und eine andere klar außen aufstellen, ohne dass ihre Füße den Papierstreifen berühren. Für den Anfang entfernen Sie zusätzliche Linien oder Unterlagen, die mit der gewählten Grenze verwechselt werden könnten.
Zeigen Sie auf den Ring und sagen Sie: „Wir schauen, wo die Figuren im Verhältnis zu diesem Ring stehen.“ Das Wort „diesem“ ist wichtig. Der Ring liegt vielleicht auf einem Tisch, und der Tisch steht in einem Zimmer. Eine Figur kann außerhalb des Rings und gleichzeitig auf dem Tisch oder im Zimmer sein. Die Aussage wird verständlich, wenn klar ist, welche Grenze gerade gemeint ist.
Wenn eine Figur schwer zu handhaben ist, kann das Kind zeigen, wohin eine erwachsene Person sie stellen soll. Auch eine flache Karte oder ein größerer Gegenstand eignet sich. Es geht zunächst darum, eine räumliche Beziehung zu erkennen und mitzuteilen, nicht um eine Prüfung der Feinmotorik. Manche Kinder antworten mit Worten, andere zeigen oder bewegen die Figur; beide Wege können den Gedanken sichtbar machen.
Eine Figur steht innen, eine andere außen
Stellen Sie die erste Figur vollständig in den vom Ring umschlossenen Bereich. Zwischen ihrer Standfläche und dem Ring bleibt gut sichtbar Platz. Die zweite Figur steht außerhalb des Rings und berührt ihn ebenfalls nicht. Fragen Sie: „Wo steht die rote Figur im Verhältnis zum Ring?“ Wenn das Kind „drin“ sagt oder auf den Innenbereich zeigt, können Sie die Beschreibung aufnehmen: „Ja, die Figur steht innerhalb des Rings.“
Richten Sie dieselbe Frage an die zweite Figur. „Die blaue Figur steht außerhalb des Rings“ beschreibt ihre Position. Ein Kind muss nicht sofort die längeren Wörter „innerhalb“ und „außerhalb“ verwenden. „Drinnen“ und „draußen“ sind im Gespräch ebenso verständlich, solange der Bezug klar bleibt. Sie können beide Ausdrücke anbieten, ohne eine bestimmte Form als einzige richtige Antwort zu verlangen.
Vertauschen Sie anschließend die beiden Figuren: Die erste steht nun außen, die zweite innen. Fragen Sie erneut nach ihrer Lage. Dabei ändert sich die Position, nicht die Identität der Figuren. Das Kind kann beobachten, dass „innen“ keine Eigenschaft der roten Figur ist. Dieselbe Figur kann je nach Standort innen oder außen stehen.
Lassen Sie das Kind selbst einen Platz wählen. Bitten Sie es zum Beispiel: „Stell eine Figur in den Ring und eine außerhalb davon auf.“ Danach können Sie beschreiben, was Sie sehen, und um Bestätigung bitten. Wenn die Figur auf dem Papierstreifen landet, ist das eine Gelegenheit, die Grenze genauer anzusehen. Für die allererste Unterscheidung dürfen Sie aber auch einen eindeutig freien Platz vorschlagen.
Was bedeutet „auf der Grenze“?
Stellen Sie die dritte Figur so auf den Papierring, dass ihre Standfläche den Streifen berührt oder teilweise darauf steht. Diese Lage unterscheidet sich von den beiden ersten Beispielen. Im alltäglichen Gespräch ist „auf dem Rand“ eine hilfreiche eigene Beschreibung. Sie müssen die Figur nicht ohne weitere Erklärung entweder innen oder außen zuordnen.
Ein Papierstreifen hat eine sichtbare Breite, eine gezeichnete Linie ebenfalls. Für das Spiel können Sie vereinbaren: Der Papierstreifen selbst ist der Rand; die freie Tischfläche, die er umschließt, nennen wir innen. Dann heißt es bei einer Figur auf dem Streifen „auf dem Rand“. Diese Abmachung macht die Aufgabe verständlich, auch wenn die mathematische Behandlung einer ideal dünnen Linie später genauer sein kann.
Bei einer Figur mit breiter Standfläche entstehen weitere Möglichkeiten: Ein Teil kann innen stehen und ein anderer auf dem Rand oder außen. Beschreiben Sie dann die tatsächliche Lage, statt eine künstlich eindeutige Antwort zu verlangen: „Ein Stück des Fußes ist innen, ein Stück liegt auf dem Rand.“ Soll nur die Position des Mittelpunktes beurteilt werden, müsste man diesen Bezug vorher ausdrücklich festlegen. Für den Einstieg ist die vollständig innen stehende Figur klarer.
Vergleichen Sie drei Fälle nebeneinander: deutlich innen, deutlich außen und auf dem Rand. Das Kind kann zeigen, welche Beschreibung zu welcher Figur passt. Erst wenn es Interesse daran hat, bewegen Sie die Randfigur ein kleines Stück in eine Richtung und fragen, was sich verändert. So wird die Grenzsituation zu einer eigenständigen Beobachtung statt zu einer Falle mit einer versteckten Lösung.

Eine Bewegung über den Ring verfolgen
Stellen Sie eine Figur zunächst außen auf. Lassen Sie sie langsam über den Papierstreifen in den Innenbereich gehen. Halten Sie an drei Stellen kurz inne: vor dem Rand, auf dem Rand und vollständig innerhalb des Rings. Beschreiben Sie die Bewegung gemeinsam: „Erst war die Figur außen, dann auf dem Rand, jetzt ist sie innen.“ Das Kind kann die Figur selbst bewegen oder die Stationen zeigen.
In umgekehrter Richtung führt der Weg von innen nach außen. Wichtig ist die zeitliche Reihenfolge. Eine Figur, die gerade auf der Grenze steht, befindet sich nicht schon vollständig am Ziel. Wenn ein Kind sagt „Sie geht raus“, kann es die ganze Bewegung meinen; fragen Sie bei Bedarf, wo sie in diesem Augenblick steht. Alltagssprache beschreibt oft sowohl eine Handlung als auch eine einzelne Position.
Fährt eine Figur über den Rand, bleibt der Ring selbst an seinem Platz. Verschieben Sie stattdessen den Ring um eine stehende Figur, ändert sich die Beziehung ebenfalls: Die Figur kann erst außerhalb und anschließend innerhalb des Rings stehen, obwohl sie selbst nicht gelaufen ist. Machen Sie diese beiden Fälle nacheinander sichtbar. So wird deutlich, dass die Lage von Figur und Bezug zusammen abhängt.
Erfinden Sie eine kurze Geschichte: Die Figur wartet außerhalb eines markierten Spielplatzes und geht dann hinein. Der Ring ist in dieser Geschichte eine Grenze auf dem Boden, kein echtes Gitter. Vermeiden Sie die Vorstellung, die Papierlinie verhindere körperlich den Durchgang. Die Figur kann über die Markierung bewegt werden; das Wort „hinein“ beschreibt hier den Wechsel der Position.
Warum die Grenze geschlossen sein muss
Legen Sie einen zweiten Papierstreifen zu einer Form mit gut sichtbarer Lücke. Fragen Sie: „Zeigt dieser Streifen für unser Spiel einen eindeutig vollständig umschlossenen Bereich?“ Vergleichen Sie ihn mit dem geschlossenen Ring. Bei der offenen Form lässt sich durch die Lücke von dem Bereich zwischen den beiden Enden nach draußen gelangen, ohne den Streifen zu überqueren. Der geschlossene Ring umgibt seine Innenfläche dagegen vollständig.
Schließen Sie die Lücke, indem Sie die Enden passend aneinanderlegen. Erst jetzt entsteht aus dem zuvor offenen Verlauf ein geschlossener Ring. Das Kind kann zeigen, wo vorher die Lücke war und welcher Bereich nun innen liegt. Öffnen und Schließen sind sichtbare Änderungen an der Grenze; sie ändern nicht automatisch die Anzahl oder Farbe der Spielfiguren.
Im Alltag kann man auch bei einem offenen Zaun oder einem U-förmigen Gebäude von „innen“ sprechen. Dort liefert die Situation zusätzliche Informationen: ein Tor, eine gedachte Begrenzung oder eine vertraute Nutzung. Für die Papieraufgabe vereinbaren wir genauer, dass ein einfacher geschlossener Ring den zu untersuchenden Bereich vollständig umgibt. Die Alltagssprache ist deshalb nicht falsch; sie verwendet oft mehr Kontext als unsere kleine geometrische Darstellung.
Wählen Sie für diesen Vergleich einfache Formen ohne Kreuzungen und ohne verschachtelte Linien. Ein Kreis, ein Oval oder ein einfaches Rechteck mit geschlossener Umrandung genügt. Kompliziertere Zeichnungen können mehrere Bereiche erzeugen und verlangen zusätzliche Absprachen. Eine ausführlichere Geschichte zur geschlossenen Grenze kann später einen weiteren Zugang bieten.
Verschiedene Formen, dieselbe Frage
Ersetzen Sie den runden Ring durch eine geschlossene rechteckige Linie. Stellen Sie eine Figur in den umschlossenen Bereich und eine außerhalb. Das Kind kann vergleichen, was gleich geblieben ist: Wieder gibt es eine benannte Grenze, einen Innenbereich und einen Außenbereich. Anders ist die Form des Randes. „Innen“ bedeutet nicht ausschließlich „in einem Kreis“.
Ein großes Oval bietet einen weiteren Vergleich. Wenn das Kind es möchte, kann es eine Figur zuerst in das Oval stellen und anschließend in ein Rechteck versetzen. Fragen Sie jeweils ausdrücklich, auf welche Form sich die Aussage bezieht. Liegen beide Formen weit auseinander, ist die Zuordnung leichter zu sehen. Erst später können sie sich überlappen oder ineinanderliegen.
Größe allein bestimmt die Lage nicht. Eine kleine Figur kann außen neben einem großen Ring stehen, und eine größere kann innen stehen, sofern genügend Platz vorhanden ist. Allerdings macht eine sehr große Figur, die gleichzeitig den Rand berührt, die Beschreibung komplizierter. Für einen klaren Anfang wählen Sie Figuren, die deutlich kleiner als der Innenbereich sind.
Drehen Sie eine rechteckige Umrandung auf dem Tisch. Eine Figur, die gemeinsam mit dem Blatt bewegt wird und innerhalb der Grenze bleibt, ist auch nach der Drehung innen. Links und rechts auf dem Tisch können sich dabei ändern. Lassen Sie das Kind beobachten, welche Beziehung gleich bleibt und welche Beschreibung vom Blickwinkel abhängt. So wird „innen“ von anderen Lagewörtern unterschieden, ohne sie alle gleichzeitig erklären zu müssen.
Zwei Grenzen: Innen wovon?
Legen Sie einen kleineren Ring vollständig in einen größeren. Stellen Sie eine Figur in den kleinen Ring. Sie steht dann innerhalb des kleinen und zugleich innerhalb des großen Rings. Platzieren Sie eine zweite Figur zwischen den beiden Ringen: Sie ist außerhalb des kleinen, aber innerhalb des großen Rings. Eine dritte Figur außerhalb beider Ringe ergänzt den Vergleich.
Fragen Sie zunächst nur nach einem Ring: „Wo steht diese Figur im Verhältnis zum kleinen Ring?“ Danach folgt dieselbe Frage zum großen. Vermeiden Sie zunächst die bloße Frage „Ist sie innen?“, denn bei der mittleren Figur sind je nach Bezug beide Antworten möglich. Das Kind kann auf den jeweiligen Ring zeigen, bevor es antwortet.
Sie können die Ringe durch unterschiedliche Formen oder gut unterscheidbare Farben kennzeichnen. Benennen Sie nicht ausschließlich die Farbe, wenn ein Kind diese schlecht unterscheiden kann; ein runder und ein rechteckiger Rand oder unterschiedliche tastbare Materialien bieten weitere Hinweise. Lassen Sie genügend Abstand zwischen den Grenzen, damit die Figur dazwischen deutlich Platz hat.
Wenn die Ringe sich überschneiden, entstehen Bereiche mit anderen Beziehungen: Eine Figur kann innerhalb beider, nur innerhalb des einen oder außerhalb beider stehen. Für diese Erweiterung müssen die Figuren und Linien klar sichtbar sein. Im ersten Spiel mit einem Ring brauchen Sie sie nicht. Der zusätzliche Aufbau ist nur dann hilfreich, wenn das Kind bereits Interesse daran zeigt, den Bezug zu wechseln.

Ein Blatt, eine Schachtel und ein Bild
Stellen Sie eine Figur auf ein Blatt Papier und eine zweite daneben auf den Tisch. Im Alltag kann man sagen, eine Figur stehe auf dem Blatt und die andere außerhalb der Blattfläche. Der Blattrand bildet dabei den Bezug. Anders als beim Papierring ist die Innenfläche selbst aus Papier. Besprechen Sie diese unterschiedliche Oberfläche, bevor Sie das Beispiel mit dem Ring vergleichen.
Bei einer Schachtel wird „drinnen“ meist räumlich verstanden: Die Figur befindet sich im Inneren des Behälters, nicht nur in einer umrandeten Fläche auf dem Tisch. Stellen Sie eine Figur in eine offene Schachtel und eine daneben. Fragen Sie, was sich beim Hineinlegen verändert hat. Nehmen Sie die Figur anschließend heraus. Das greifbare Beispiel kann das Wort verständlich machen, auch wenn es nicht genau dieselbe zweidimensionale Situation wie der flache Ring darstellt.
Eine Figur auf dem Deckel einer geschlossenen Schachtel ist nicht automatisch im Inneren der Schachtel. Sie steht auf dem Deckel, der zum Gegenstand gehört. Eine Figur unter der Schachtel wiederum befindet sich zwar möglicherweise unter deren Grundfläche, aber nicht deshalb im Behälter. Solche Beispiele helfen, verschiedene räumliche Beziehungen nicht unter einem einzigen Wort zusammenzufassen.
Auf einem Bild müssen die Figuren nicht wirklich bewegt werden. Zeichnen Sie eine geschlossene Linie und kleine Punkte innen, außen und auf dem Strich. Ein Punkt stellt eine Position dar; eine gezeichnete große Figur kann dagegen die Grenze teilweise überdecken. Beschreiben Sie, was die Zeichen bedeuten. Fragen Sie anschließend, ob eine der tatsächlichen Figuren genauso aufgestellt werden kann wie ein ausgewählter Punkt im Bild.
Die eigene Perspektive und die des Kindes
Sitzen zwei Personen gegenüber, kann eine Figur für die eine links und für die andere rechts liegen. Ihre Lage innerhalb eines flachen Rings ändert sich dadurch nicht, sofern beide denselben Ring betrachten. Das kann man prüfen, indem beide um den Tisch gehen und die Figur an ihrem Platz lassen. Fragen Sie nicht nur, welche Seite sie sehen, sondern auch, ob die Figur den Rand überquert hat.
Manchmal verdeckt der Rand oder eine andere Figur den Blick. Dann hilft es, näher heranzugehen, den Gegenstand vorsichtig anzuheben oder den Aufbau so zu drehen, dass alle die Grenze erkennen. Eine Antwort hängt von der verfügbaren Information ab. Wenn das Kind eine verdeckte Stelle nicht sehen kann, ist die Lage aus seiner Perspektive möglicherweise tatsächlich unklar.
Auch Sprache kann unterschiedlich präzise sein. „Da drin“ ist im gemeinsamen Zeigen oft ausreichend, während jemand am anderen Ende des Raums den Bezug nicht kennt. Fragen Sie: „Meinst du im kleinen oder im großen Ring?“ So erhält das Kind Gelegenheit, eine unvollständige Beschreibung zu ergänzen, ohne dass die erste Äußerung pauschal als falsch bewertet wird.
Für ein Ratespiel beschreibt eine Person eine Position, die andere stellt die Figur auf. „Stell den Bären außerhalb des großen Rings, aber auf das Blatt“ enthält bereits zwei Bezüge. Beginnen Sie einfacher und fügen Sie den zweiten nur hinzu, wenn beide wissen, welches Blatt und welcher Ring gemeint sind. Anschließend vergleichen sie Anweisung und tatsächlichen Aufbau.
Wenn eine Antwort überraschend ist
Zeigt das Kind auf die Außenfigur und nennt sie „drin“, fragen Sie zuerst, was es als Bezug gewählt hat. Vielleicht meint es „im Zimmer“ oder „auf dem Blatt“, während Sie nach dem Ring fragen. Zeigen Sie dann auf die gewählte Grenze und wiederholen Sie die Frage vollständig. Eine unterschiedliche Antwort kann aus unterschiedlichen Bezugspunkten entstehen.
Vielleicht ist die Figur auch nur scheinbar eindeutig platziert: Ein breiter Fuß berührt den Rand, oder ein Teil des Rings liegt unter der Figur. Rücken Sie die Figur in einen klar freien Bereich und fragen Sie erneut. Damit verändern Sie die Darstellung, nicht die Fähigkeit des Kindes. Bleibt die Antwort unterschiedlich, können Sie gemeinsam eine Figur von außen über die Grenze nach innen bewegen und den Weg beschreiben.
Manche Kinder verwenden „rein“ und „raus“ zunächst für Bewegungen, andere „drin“ und „draußen“ für Zustände. Beide Arten lassen sich miteinander verbinden: „Sie geht hinein und steht jetzt drinnen.“ Ein Kind muss nicht alle Formen gleichzeitig beherrschen. Hören Sie darauf, ob es eine Bewegung oder die aktuelle Position meint, bevor Sie korrigieren.
Vermeiden Sie mehrere Fragen hintereinander, während die Figur bewegt wird. Eine kurze Pause gibt Zeit zum Beobachten und Antworten. Falls das Kind nicht sprechen möchte, kann es eine passende Figur zeigen, einen Gegenstand verschieben oder zwei vorbereitete Positionskarten auswählen. Eine Antwort mit einer Bewegung kann ebenso aufschlussreich sein wie ein vollständiger Satz.
Beteiligung erleichtern
Eine rutschfeste Unterlage kann verhindern, dass der Ring beim Aufstellen verrutscht. Für Kinder, die Grenzen besser durch Berührung wahrnehmen, lässt sich ein ausreichend großer Ring aus geeignetem, erhabenem Material nutzen. Achten Sie darauf, dass sich die Figuren sicher bewegen lassen und dass kleine Teile zum Alter und zu den individuellen Bedürfnissen passen. Ein Erwachsener begleitet die Vorbereitung und wählt das Material entsprechend aus.
Wenn Sehen, Greifen oder Sprechen zusätzliche Unterstützung erfordert, vereinbaren Sie eine zugängliche Antwortform. Das Kind kann eine Stelle ertasten, auf eine große Positionskarte zeigen oder einer vertrauten Person sagen, wohin die Figur gehört. Auch ein Kommunikationsgerät kann „innen“, „außen“ oder „auf dem Rand“ anbieten. Entscheidend ist, dass das Kind die Unterscheidung selbst treffen und eine Frage wiederholen lassen kann.
Eine dicke tastbare Grenze hat ebenso wie ein breiter Papierstreifen eine eigene Fläche. Besprechen Sie, ob die Figur vollständig innerhalb dieser Fläche stehen soll oder auf dem Rand. Wenn die Form zu klein ist, sodass eine Figur zwangsläufig beides berührt, vergrößern Sie den Ring. Eine barrierearme Darstellung darf die Aufgabe verändern, sollte die gemeinte Beziehung aber weiterhin eindeutig zeigen.
In einer Gruppe können zwei Kinder gemeinsam handeln: Eines legt den Ring, das andere wählt eine Position; danach beschreiben beide, was entstanden ist. Rollen dürfen gewechselt werden, müssen es aber nicht. Geben Sie allen genügend Zeit, die Anordnung wahrzunehmen, bevor jemand anders antwortet. Wer beobachtet, kann eine genauso wertvolle Frage stellen wie die Person, die eine Figur bewegt.
Eine kurze Runde und ein guter Abschluss
Für eine erste Begegnung reichen zwei eindeutige Plätze. Legen Sie den Ring, stellen Sie eine Figur klar hinein und eine klar daneben. Fragen Sie nach beiden Lagen und lassen Sie das Kind eine Figur versetzen. Danach kann das Spiel zu Ende sein. Die Randfigur, eine Bewegung über die Grenze oder zwei verschachtelte Ringe sind Möglichkeiten für später, keine Pflichtschritte derselben Sitzung.
Notieren Sie bei Bedarf eine konkrete Beobachtung: „Nach dem Hinweis auf den großen Ring zeigte das Kind auf die Figur im umschlossenen Bereich.“ Eine andere Notiz könnte festhalten, dass das Kind eine Randberührung bemerkt und einen eindeutigeren Platz gewählt hat. Halten Sie auch die gegebene Hilfe fest. Aus einer einzelnen Antwort lässt sich kein umfassendes Urteil über räumliches Denken ableiten. Weitere Ideen zum Festhalten einer Beobachtung beziehen sich auf dieselbe Frage nach nachvollziehbaren Handlungen.
Beim nächsten Mal kann das Kind den Aufbau selbst erklären. Legen Sie den Ring und fragen Sie: „Welche Figur möchtest du innen aufstellen?“ Danach dürfen Sie die Rollen tauschen: Das Kind beschreibt, und Sie platzieren eine Figur. Liegen Beschreibung und Aufbau auseinander, prüfen Sie gemeinsam, ob beide denselben Ring meinen. Diese Rückfrage ist oft hilfreicher als ein schnelles „richtig“ oder „falsch“.
Zum Schluss können die Figuren in eine Schachtel zurückgestellt werden. Dabei lässt sich das Wort „in“ noch einmal in einem anderen Zusammenhang hören, ohne daraus eine weitere Aufgabe zu machen. Der flache Ring, die Blattfläche und der Behälter sind unterschiedliche Darstellungen. Gemeinsam ist ihnen, dass eine Lage erst mit einer benannten Umgebung verständlich wird.
Wenn der Ring nach dem Spiel aufgehoben wird, bleibt die Figur auf dem Tisch stehen, aber die zuvor vereinbarte Papiergrenze ist nicht mehr da. Fragen Sie, ob sich noch sagen lässt, wo die Figur im Verhältnis zu diesem Ring steht. Man kann sich seine frühere Lage merken oder ein Foto betrachten; die sichtbare Anordnung lässt sich jedoch erst nach dem erneuten Hinlegen prüfen. Dieser kleine Unterschied zwischen Erinnerung und gegenwärtiger Beobachtung ist eine freiwillige Erweiterung. Für den ersten Einstieg genügt es, Ring und Figur gleichzeitig vor sich zu haben.
Hilfreiche Antworten
Was bedeutet „innen“ beim Papierring?
Für dieses Spiel steht eine Figur innen, wenn ihre Standfläche vollständig im vom Ring umschlossenen Bereich liegt und den Rand nicht berührt.
Ist eine Figur auf dem Rand innen oder außen?
Für die erste Erkundung können Sie sie gesondert als „auf dem Rand“ beschreiben. Bei einer breiten Figur ist auch möglich, dass Teile ihrer Standfläche in verschiedenen Bereichen liegen.
Warum ist die Bezugsgrenze wichtig?
Eine Figur kann außerhalb eines kleinen Rings und gleichzeitig innerhalb eines größeren stehen. Nennen oder zeigen Sie deshalb, auf welchen Ring sich die Frage bezieht.
Wie kann ein Kind ohne eigenes Greifen teilnehmen?
Es kann eine Position zeigen oder eine vertraute Person anweisen, die Figur zu bewegen. Große Figuren, eine feste Unterlage und vertraute Kommunikationshilfen können die Teilnahme erleichtern.



