Ein Papierdreieck kann gedreht werden; zwei Zeichnungen können seine Lagen gleichzeitig zeigen. Dieser Vergleich erklärt, wann welche Darstellung hilfreich ist und wie Kinder die drei geraden Seiten gemeinsam untersuchen können.
Die Entscheidung hängt von der Aufgabe ab
Ein ausgeschnittenes Papierdreieck lässt sich bewegen und drehen. Eine Zeichnung hält eine oder mehrere Lagen auf einem Blatt fest und kann später nebeneinander betrachtet werden. Beide Darstellungen eignen sich, um einen geschlossenen Rand mit drei geraden Seiten zu untersuchen. Sie leisten jedoch nicht genau dasselbe: Die Zeichnung bewegt sich nicht unabhängig vom Blatt, und ein einzelnes Papierstück zeigt nicht gleichzeitig zwei verschiedene Lagen. Wählen Sie nach der Frage, die das Kind untersuchen möchte.
Für den Einstieg können Sie das Papierstück sichtbar drehen. Möchten Sie danach zwei Ausrichtungen gleichzeitig vergleichen, zeichnen Sie denselben Rand in beiden Lagen nach. Ein Kind muss weder schneiden noch zeichnen, um die Position zu wählen oder den Rand zu zeigen. Es kann auch nur eine Darstellung nutzen. Die folgenden Kriterien helfen bei der Entscheidung und ersetzen keinen Blick auf die konkreten Bedürfnisse Ihrer Familie.
Wenn das Kind selbst ausprobieren möchte, wie eine Ecke ihre Richtung ändert, ist das bewegliche Stück ein naheliegender Ausgangspunkt. Wenn es zwei Lagen später miteinander besprechen möchte, helfen zwei getrennte Umrisse. Ein Kind kann beide Möglichkeiten ablehnen oder eine andere Form wählen. Die Familie muss nicht zuerst die eine und dann zwingend die andere Methode durchführen. Entscheidend ist, welche konkrete Beobachtung heute möglich und gewünscht ist.
Ein Beispiel: Auf einem kleinen Tisch liegt bereits ein großes Papierdreieck. Die Familie dreht es einmal und folgt drei Seiten. Ein anderes Mal steht mehr Platz zur Verfügung und das Kind möchte die erste Lage neben der zweiten sehen. Dann wird die Figur zweimal nachgezeichnet. In beiden Fällen wird dieselbe Eigenschaft untersucht, aber das Material beantwortet unterschiedliche praktische Fragen.
Kriterium Vorbereitung
Für ein Papierdreieck zeichnet eine erwachsene Person drei gerade Strecken, die einen geschlossenen Rand bilden, und schneidet die Figur aus. Größe und Material werden so gewählt, dass das Kind den Rand erkennen oder geeignet erkunden kann. Eine Zeichnung benötigt ein Blatt und einen sichtbaren Stift; sie kann ohne Ausschneiden hergestellt werden. Ist bereits eine geeignete Figur oder Zeichnung vorhanden, entfällt der jeweilige Herstellungsschritt.
Vorbereitungszeit wurde nicht gemessen. Ein großes kontrastreiches Bild oder ein sicher befestigter tastbarer Rand kann zusätzliche Arbeit erfordern. Ebenso kann eine vorhandene Pappfigur schneller bereitliegen als ein leeres Blatt. Prüfen Sie, was tatsächlich zur Verfügung steht und welche Anpassungen nötig sind, statt eine allgemeine Zeitangabe zu erwarten.
Für ein klares Papierstück markiert die erwachsene Person drei Punkte, die nicht auf einer Geraden liegen, und verbindet sie zu einem geschlossenen Rand. Danach schneidet sie entlang der Linien. Das Kind kann den Rand beobachten, ohne eine Schere zu benutzen. Für eine Zeichnung kann dieselbe Figur als Vorlage dienen; alternativ zeichnet die erwachsene Person drei verbundene gerade Strecken direkt auf das Blatt.
Verwenden Sie eine Größe, die zum Arbeitsplatz und zum Kind passt. Ein kleines Symbol in einer dicht bebilderten Seite ist möglicherweise schwerer zu untersuchen als ein groß gezeichneter Umriss. Ein ausgeschnittenes Stück sollte nicht so groß sein, dass es sich auf der Fläche nicht drehen lässt. Die Wahl der Abmessungen betrifft beide Materialien und kann mehr ausmachen als ihre Reihenfolge in einer Liste.
Kriterium Bewegung
Das ausgeschnittene Dreieck kann auf einer stabilen Unterlage gedreht werden, ohne den Hintergrund mitzubewegen. Das Kind bewegt es selbst oder gibt einer erwachsenen Person die Richtung an. Die gleiche Figur bleibt während der Bewegung sichtbar. Dadurch lässt sich unmittelbar beobachten, dass eine Ecke ihre Richtung ändert, während der Rand drei Seiten behält.
Eine einzelne Zeichnung bleibt auf dem Blatt. Wird das ganze Blatt gedreht, bewegt sich auch dessen rechteckiger Rand, was die Betrachtung erschweren kann. Lassen Sie um den gezeichneten Umriss viel Platz und zeigen Sie ausdrücklich auf die untersuchte Linie. Wer zwei getrennte Karten mit Zeichnungen verwendet, kann diese bewegen; dann werden allerdings zwei Darstellungen verglichen, nicht automatisch dieselbe Figur vor und nach einer Drehung.
Beim Drehen bleibt dieselbe Papierseite oben. Wenn die Figur zusätzlich gewendet wird, erscheint ihre Rückseite; eine Farbe oder ein aufgemaltes Muster kann dann anders aussehen, während der äußere Rand dreieckig bleibt. Benennen Sie die Handlung, die tatsächlich stattgefunden hat. Für die erste Frage empfiehlt sich eine sichtbare Drehung auf der Unterlage, damit nicht mehrere Veränderungen gleichzeitig betrachtet werden müssen.
Eine Zeichnung auf einer einzelnen Karte kann als Ganzes gedreht werden. Dabei dreht sich die Karte mit ihrer eigenen rechteckigen Außenkante. Fragen Sie ausdrücklich nach dem gezeichneten Dreieck, nicht nach der Karte. Wenn das Kind die Ränder verwechselt, kann das ausgeschnittene Dreieck auf einem größeren ruhigen Hintergrund deutlicher sein. Beide Lösungen lassen sich ohne zusätzliche Anschaffung vorbereiten.

Kriterium Sichtbarkeit und Zugang
Ein großes Papierstück vor einem ruhigen Hintergrund kann klare Kanten bieten. Eine Zeichnung lässt sich ebenfalls groß und kontrastreich anfertigen. Prüfen Sie Beleuchtung, Abstand und die Position des Kindes. Wenn die haltende Hand eine Ecke verdeckt, ändern Sie den Griff oder verwenden Sie eine größere Vorlage. Eine gedruckte oder gezeichnete Linie sollte sich deutlich vom Hintergrund abheben.
Das Kind kann mit Blick, Geste, Sprache oder Kommunikationshilfe eine Seite auswählen. Eine erwachsene Person bewegt die Figur oder führt den Stift auf seine Anweisung. Für manche Kinder kann ein sicher befestigter tastbarer Rand hilfreich sein; andere bevorzugen eine klare Beschreibung oder eine vergrößerte Darstellung. Die erforderliche Unterstützung gehört zur Vorbereitung und sollte nicht entfernt werden, um eine bestimmte Antwort zu erzwingen.
Eine Person gegenüber am Tisch kann eine Richtung anders beschreiben als Sie: Was von einem Platz links liegt, liegt vom anderen rechts. Verwenden Sie einen gemeinsamen Bezug wie „zum Buch“ und zeigen Sie darauf. Das Kind kann den Bezug auch mit seinem Kommunikationsmittel auswählen. Warten Sie auf die Bestätigung, bevor Sie die Figur bewegen. Der Zugang zur Auswahl ist unabhängig davon wichtig, ob Papier oder Zeichnung verwendet wird.
Ein tastbarer Rand muss aus geeignetem Material bestehen und sicher befestigt sein. Nicht jedes Kind möchte oder kann taktil erkunden. Eine verbale Beschreibung oder eine größere visuelle Darstellung kann besser passen. Fragen Sie nach dem bevorzugten Zugang und berücksichtigen Sie vorhandene Hilfsmittel. Eine Anpassung verändert nicht, dass der untersuchte geschlossene Rand drei gerade Seiten hat.
Kriterium gleichzeitiger Vergleich
Ein einzelnes Papierdreieck zeigt jeweils nur die Lage, in der es gerade liegt. Vor und nach dem Drehen können Sie seine Seiten verfolgen, aber die erste Lage ist nicht mehr unmittelbar neben der zweiten sichtbar. Zeichnen Sie den Rand vor der Bewegung und danach an einer freien Stelle nach, lassen sich beide Spuren gleichzeitig betrachten. Sie sollten sich nicht überlagern.
Die beiden Umrisse zeigen, wo der Rand beim Nachzeichnen lag. Sie zeigen nicht automatisch, wie das Kind den Vorgang erlebt oder welche Worte es verwendet hat. Eine erwachsene Person kann eine freiwillige Bemerkung ergänzen, etwa „Die Ecke zeigte zum Buch“. Eine ungenaue Linie wird mit dem ausgeschnittenen Stück abgeglichen, statt die Zeichenfertigkeit zu bewerten.
Zwei identische ausgeschnittene Dreiecke könnten ebenfalls nebeneinander in unterschiedlichen Lagen liegen. Dabei sind es jedoch zwei Gegenstände. Wenn Sie zeigen möchten, dass die gleiche Figur gedreht wurde, lassen Sie das Kind die Bewegung eines Stücks beobachten oder zeichnen Sie dessen beide Lagen nach. Sagen Sie klar, welche Frage Sie untersuchen. Unterschiedliche Vorlagen können zusätzlich Größe oder Seitenlängen verändern.
Bei zwei Umrissen auf einem Blatt kann eine erwachsene Person den ersten Bereich mit „vorher“ und den zweiten mit „nachher“ kennzeichnen, sofern das hilfreich ist. Ein Kind muss diese Wörter nicht lesen, um die Seiten zu zeigen. Alternativ legen Sie die Papierfigur nacheinander auf beide Spuren. Die Beschriftung ist eine Gedächtnisstütze und sollte den Umriss nicht verdecken.
Kriterium Aufbewahrung und Wiederverwendung
Ein ausgeschnittenes Stück kann in einer Mappe aufbewahrt und bei einer späteren Gelegenheit erneut bewegt werden. Es kann sich jedoch knicken oder am Rand beschädigt werden. Prüfen Sie vor dem nächsten Gebrauch, ob die drei Seiten noch klar erkennbar sind. Eine Zeichnung lässt sich ebenfalls aufheben; sie kann aber durch Falten, Überzeichnen oder zu kleine Linien schwer lesbar werden.
Fragen Sie das Kind, ob es die Figur oder das Blatt behalten möchte. Für ein gemeinsames Bild kann ein Papierdreieck aufgelegt werden, ohne es festzukleben. Falls der Tisch für eine Mahlzeit gebraucht wird, helfen Sie beim sicheren Ablegen. Aufbewahrung ist eine Möglichkeit, keine Voraussetzung für die Beobachtung. Alte Verpackungen oder Papierbögen können als Material dienen, wenn sie geeignet sind.
Eine beschädigte Vorlage und eine ältere Zeichnung können sich unterscheiden, obwohl sie ursprünglich zusammengehörten. Erklären Sie, welches Stück beim Nachzeichnen verwendet wurde. Wenn Sie eine neue Vorlage ausschneiden, ist sie ein anderer Gegenstand; ihre Seiten können dennoch ebenfalls ein Dreieck bilden. Das Kind entscheidet mit, ob es die ältere Spur aufbewahren möchte.
Ein Beispiel mit dem Papierstück
Legen Sie das Dreieck mit einer Ecke zum oberen Tischrand. Verfolgen Sie eine Seite von einer Ecke zur nächsten und zählen Sie die drei geraden Strecken. Das Kind kann zeigen, wo begonnen wird, oder die erwachsene Person anweisen. Dann drehen Sie dasselbe Stück so, dass eine Ecke zum Buch zeigt. Fragen Sie: „Was hat sich verändert?“
Sagt das Kind „Die Ecke zeigt jetzt zum Buch“, bestätigen Sie die neue Richtung. Verfolgen Sie den Rand erneut: drei Seiten. Sagt es „Das ist kein Dreieck mehr“, zeigen Sie den sichtbaren Bewegungsweg und vergleichen Sie den Rand vor und nach der Drehung. Ein einzelner Umlauf kann genügen; weitere Fragen sind keine Pflicht.
Ein möglicher Dialog lautet: Erwachsene Person: „Welche Ecke soll zum Buch zeigen?“ Kind: zeigt auf eine Ecke und das Buch. Erwachsene Person: „Ich drehe das Stück dorthin. Ist das dein Wunsch?“ Nach der Bestätigung bewegt sie die Figur. Das Kind oder die erwachsene Person verfolgt drei Seiten. Wenn das Kind eine andere Lage meinte, wird sie gemeinsam korrigiert. Die Rückfrage behandelt die Auswahl als Entscheidung des Kindes.
Ist das Papierstück geknickt, kann eine Falte eine zusätzliche Linie erzeugen oder eine Ecke verbergen. Glätten Sie es vor dem Vergleich oder bereiten Sie ein anderes klares Stück vor und benennen Sie den Austausch. Eine beschädigte Vorlage erschwert die Frage, ob sich nur die Lage verändert hat. Das Kind sollte nicht raten müssen, welcher Teil des sichtbaren Randes durch die Falte verdeckt ist.
Ein Beispiel mit zwei gezeichneten Spuren
Legen Sie das Papierdreieck auf ein Blatt und zeichnen Sie den Rand nach. Das Kind kann die Position wählen und eine erwachsene Person Stift und Figur halten lassen. Drehen Sie das gleiche Stück und zeichnen Sie es an einer zweiten Stelle nach. Heben Sie die Figur ab und betrachten Sie die zwei geschlossenen Umrisse.
Fragen Sie: „Wohin zeigen die Ecken in jedem Bild? Wie viele gerade Seiten siehst du?“ Das Kind kann eine Richtung zeigen, die Seiten verfolgen oder nur eine Frage beantworten. Wenn der zweite Umriss eine Lücke aufweist, vergleichen Sie ihn mit dem Papierstück und zeichnen Sie gegebenenfalls neu. Die Aufgabe betrifft den Formrand, nicht eine perfekte Stiftführung.
Das Kind kann die erste Position wählen, ohne selbst zeichnen zu müssen. Eine erwachsene Person hält die Vorlage und führt den Stift entlang des Randes. Danach bestimmt das Kind die zweite Position. Wird das Blatt versehentlich bewegt, sagen Sie, was passiert ist, und legen es wieder stabil hin. Das Nachzeichnen soll die gewählten Lagen dokumentieren, nicht prüfen, wie ruhig eine Hand einen Stift führen kann.
Wenn die beiden Spuren dicht beieinanderliegen, kann das Kind eine Linie der ersten mit einer Linie der zweiten verbinden. Nutzen Sie größere Abstände oder zwei Blätter. Legen Sie die Vorlage nacheinander auf die jeweiligen Umrisse, um die Zuordnung sichtbar zu machen. Eine zusätzliche Farbe kann helfen, sofern sie für das Kind unterscheidbar ist; sie ist nicht die einzige mögliche Kennzeichnung.
Eine typische Verwechslung: Ecke oben
Ein Kind kann glauben, ein Dreieck müsse immer mit einer Ecke nach oben liegen. Das Papierstück eignet sich, um die Veränderung sichtbar zu machen: Drehen Sie es langsam und verfolgen Sie dabei denselben Rand. Die Zeichnung bietet anschließend zwei Bilder zum Vergleich. Bestätigen Sie, dass die Ausrichtung anders aussieht, und prüfen Sie getrennt davon die drei geraden Seiten.
Verwenden Sie keinen verdeckten Austausch der Figur als Überraschung. Das Kind soll wissen, ob dasselbe Stück gedreht oder eine neue Form hingelegt wurde. Wenn es heute nicht weiter vergleichen möchte, bewahren Sie die Vorlage auf oder beenden die Tätigkeit. Die nächste Einladung kann mit derselben vertrauten Lage beginnen.
Sagt das Kind „Die Spitze ist jetzt unten“, bestätigt das eine richtige Beobachtung zur Ausrichtung. Die Anschlussfrage nach den Seiten behandelt eine andere Eigenschaft. Ein Erwachsener kann sagen: „Ja, diese Ecke zeigt nach unten. Lass uns den Rand verfolgen.“ Vermeiden Sie, die Antwort über die Richtung als falsch abzutun. Die Begriffe „anders ausgerichtet“ und „gleiche Seitenzahl“ können gleichzeitig zutreffen.
Eine weitere Verwechslung: Ecken mitzählen
Beim Seitenzählen wird manchmal eine Ecke wie eine zusätzliche Seite behandelt. Beginnen Sie an einer Ecke und folgen Sie einer geraden Strecke bis zur nächsten. Dort treffen sich die Seiten; die Ecke selbst ist keine weitere Strecke. Wiederholen Sie den Weg für die übrigen Seiten. Das Kind kann den Startpunkt bestimmen und eine erwachsene Person die Zahlwörter sprechen lassen.
Eine gezeichnete Linie mit einem dicken Strich kann eine Ecke verdecken; ein großes Papierstück kann dann klarer sein. Umgekehrt kann ein ungleichmäßig ausgeschnittener Rand die Betrachtung erschweren. Wählen Sie die Darstellung, bei der das Kind die einzelnen Strecken gut unterscheiden kann. Größe und Kontrast sind praktische Kriterien, keine Rangordnung der Materialien.
Vergleich mit einem Quadrat
Legen Sie eine quadratische Karte neben das Dreieck. Beide haben gerade Seiten, aber das Quadrat hat vier und das Dreieck drei. Drehen Sie beide und zählen Sie erneut. Ein Quadrat, das auf einer Ecke zu stehen scheint, behält seine vier Seiten und rechten Winkel. Die Drehung allein macht daraus kein Dreieck.
Bei Zeichnungen können Sie je einen Umriss von Quadrat und Dreieck auf getrennte Bereiche setzen. Fragen Sie, welche Spur drei Seiten hat. Wenn das Kind zunächst nach Farbe oder Größe unterscheidet, bestätigen Sie diese Beobachtung und benennen die zusätzliche Frage nach den Seiten. Erforderliche visuelle oder taktile Hilfen bleiben verfügbar.
Verschiedene Dreiecke
Ein breites und ein schmales Dreieck können beide drei gerade Seiten haben. Legen Sie beide Papierstücke aus und lassen Sie das Kind eines auswählen. Sie müssen beim Übereinanderlegen nicht genau deckungsgleich sein. Verfolgen Sie die jeweiligen Ränder getrennt. Gleiche Formklasse bedeutet hier nicht identische Größe oder identische Seitenlängen.
Beim Zeichnen können Sie beide Figuren abbilden, sollten aber klar sagen, dass es sich um zwei unterschiedliche Vorlagen handelt. Bei den zwei Lagen eines einzelnen Stücks wird dagegen dieselbe Vorlage gedreht. Diese Unterscheidung verhindert, dass eine Größenänderung fälschlich der Drehung zugeschrieben wird. Für einen ersten Durchgang genügt eine Vorlage.
Eine Figur mit drei geraden Seiten und geschlossenem Rand muss nicht wie ein gleichseitiges Dreieck aussehen. Ein breiter und ein schmaler Ausschnitt können beide passende Beispiele sein. Das Kind darf zunächst Farbe, Größe oder eine vertraute Assoziation nennen. Eine erwachsene Person zeigt anschließend, welche geraden Strecken den Rand bilden. Werden die Beispiele zu klein oder zu ähnlich, wählen Sie klarere Vorlagen.
Einfacher beginnen
Zeigen Sie nur ein großes Papierdreieck. Das Kind wählt eine Ecke oder beobachtet, wie eine erwachsene Person den Rand verfolgt. Drehen Sie das Stück einmal und zeigen Sie drei Seiten erneut. Zeichnung und Quadrat bleiben weg. Ein Kind, das nicht greifen möchte oder kann, kann die Bewegung per Blick, Geste oder Kommunikationshilfe auswählen.
Wenn das Kind lieber selbst zeichnen möchte, können Sie den Umriss gemeinsam auf ein Blatt setzen, ohne eine zweite Lage zu verlangen. Ein einzelner klarer Rand ist ein Ausgangspunkt. Die zweite Spur ist eine mögliche Erweiterung, wenn das Kind zwei Lagen gleichzeitig sehen möchte.
Sinnvoll erweitern
Bitten Sie das Kind, eine Lage vorzuschlagen und danach zu erklären oder zu zeigen, wie sie sich von der ersten unterscheidet. Eine Markierung nahe einer Ecke kann das Wiederfinden unterstützen, darf aber nicht als zusätzliche Ecke gezählt werden. Ein Erwachsener kann die Worte des Kindes daneben notieren, wenn es das möchte.
Ein weiterer Vergleich nutzt eine Zeichnung mit einer deutlich sichtbaren Lücke neben einem geschlossenen Dreieck. Fragen Sie, bei welchem Rand die Linie ohne Unterbrechung zum Anfang zurückführt. Dieses Beispiel betrifft die Geschlossenheit und ist eine neue Frage. Verwenden Sie keine winzige unbeabsichtigte Lücke als versteckte Falle.
Sprache und gemeinsames Arbeiten
Ein Kind und eine erwachsene Person oder zwei Kinder können Aufgaben teilen: Eine Person wählt die Lage, die andere zeichnet oder zeigt den Rand. Danach können sie tauschen, wenn beide möchten. Vertraute Namen wie Lea und Can sind nur Beispiele und können ersetzt werden. Ein Kind muss nicht dauerhaft die Lehrperson des anderen sein; die erwachsene Person unterstützt beide.
In einer mehrsprachigen Familie kann das Kind die Figur in der vertrauten Sprache benennen oder eine Seite zeigen. Die erwachsene Person kann „Dreieck“ und „drei Seiten“ natürlich im deutschen Gespräch verwenden, ohne nach jeder Antwort eine Übersetzung zu verlangen. Eine Pause beim Sprechen ist nicht automatisch eine Schwierigkeit beim Erkennen des Randes.
Bei zwei Kindern kann eines die Vorlage positionieren und das andere einen Rand zeigen. Danach können sie tauschen, wenn beide das möchten. Falls beide gleichzeitig bewegen wollen, sind zwei getrennte Papierstücke eine Möglichkeit; erläutern Sie dann, dass zwei Gegenstände verwendet werden. Vergleichen Sie nicht, wer schneller eine Antwort gibt, und machen Sie das ältere Kind nicht automatisch zur kontrollierenden Lehrperson.
Abschluss und nächste Gelegenheit
Fragen Sie, ob das Kind die Zeichnung in einer Mappe behalten oder anders verwenden möchte. Wenn der Tisch für etwas anderes gebraucht wird, erklären Sie den Wechsel und helfen beim Aufräumen. Eine kurze Beobachtung wie „Du hast die zweite Lage gewählt und ich habe den Rand gezeichnet“ benennt die gemeinsame Arbeit. Ein abschließendes Aufsagen der Definition ist nicht nötig.
Falls Sie sich etwas merken möchten, notieren Sie eine konkrete Handlung statt einer allgemeinen Bewertung: „Die große Vorlage war gut sichtbar; die Linien auf dem kleinen Blatt überlagerten sich“. Das hilft bei der nächsten Vorbereitung, ist aber freiwillig und keine Diagnose. Das Kind kann ein anderes Material oder eine andere Aktivität wählen.
Wenn die Fläche früher als geplant für eine andere Tätigkeit gebraucht wird, erklären Sie den Wechsel und helfen Sie, Papier und Vorlage an einen vereinbarten Ort zu legen. Das Kind kann enttäuscht sein, weil eine Spur noch fehlt. Sagen Sie eine Fortsetzung nur zu, wenn Zeit und Platz dafür tatsächlich verfügbar sind. Es kann auch entscheiden, das Blatt später anders zu verwenden oder nicht weiterzumachen.
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Eine weitere Erkundung finden Sie bei Dreiecken in unterschiedlichen Ausrichtungen. Für eine mögliche digitale Fortsetzung öffnen Sie Formen und Gegenstände und wählen eine gut sichtbare Darstellung. Verfolgen Sie den Rand gemeinsam; bei einer unklaren Bildschirmansicht kann das große Papierstück helfen. Weder die Zeichnung noch der Vergleich setzen eine Bildschirmnutzung voraus.
Hilfreiche Antworten
Welche Darstellung ist immer besser?
Keine. Das Papierstück macht die Bewegung sichtbar; Zeichnungen eignen sich für den gleichzeitigen Vergleich zweier Lagen.
Muss das Kind selbst zeichnen oder schneiden?
Nein. Es kann die Lage wählen und eine erwachsene Person die Figur vorbereiten oder nachzeichnen lassen.
Ändert sich die Seitenzahl beim Drehen?
Nein. Das Dreieck behält seine drei geraden Seiten.


