In „Mama liest“ stehen zwei geschriebene Wörter mit einem Abstand dazwischen. In „Der Hund schläft“ sind es drei Wörter und zwei Abstände. Kinder können die Wörter zeigen, die Zwischenräume markieren und einer anderen Person erklären, was sie entdeckt haben. Eine einfache Aufzeichnung hält fest, welcher Satz betrachtet wurde und wie die Markierungen zu verstehen sind.

Die beiden Sätze vorbereiten

Schreiben Sie „Mama liest“ und „Der Hund schläft“ auf getrennte Papierstreifen. Verwenden Sie ausreichend große, gut unterscheidbare Buchstaben und lassen Sie zwischen den Wörtern sichtbaren Platz. Für den ersten Vergleich können die Streifen ohne Satzschlusszeichen bleiben; später lässt sich ein Punkt ergänzen und gesondert betrachten.

Lesen Sie beide Sätze vor oder stellen Sie sie auf eine Weise bereit, die für das Kind zugänglich ist. Das Kind muss die Wörter nicht selbst lesen können, um auf Abstände im Schriftbild aufmerksam zu werden. Umgekehrt ist das Erkennen eines Zwischenraums allein noch kein Nachweis, dass ein Satz verstanden oder selbstständig gelesen wird.

Im ersten Streifen besteht „Mama“ aus vier Buchstaben und „liest“ aus fünf. Zwischen den beiden geschriebenen Wörtern liegt ein Zwischenraum. Im zweiten Streifen stehen die Wörter „Der“, „Hund“ und „schläft“; zwischen dem ersten und zweiten sowie zwischen dem zweiten und dritten Wort ist jeweils ein Abstand sichtbar.

Die Beispiele sind Vorschläge. Ein Kind darf einen anderen kurzen Satz wählen, der für seine Familie passend ist. Schreiben Sie ihn gemeinsam auf und klären Sie, welche Wörter darauf stehen. Wenn der neue Satz zusätzliche Zeichen oder Wortverbindungen enthält, betrachten Sie diese nach ihrer tatsächlichen Schreibweise und übertragen Sie die einfache Regel nicht ungeprüft auf jede Zeichenfolge.

Was wird beobachtet?

Fahren Sie unter „Mama“ entlang, heben Sie den Finger im Zwischenraum kurz ab und zeigen Sie dann „liest“. Fragen Sie: „Wo endet das erste geschriebene Wort, und wo beginnt das zweite?“ Das Kind kann mit dem Finger zeigen, eine Karte unter den Streifen legen oder eine vertraute Kommunikationshilfe verwenden.

Ein Buchstabe ist nicht automatisch ein eigenes Wort. Die Buchstaben M, a, m und a bilden in diesem Beispiel zusammen das geschriebene Wort „Mama“. Ein Kind, das alle vier Zeichen einzeln zeigt, hat Buchstaben erkannt; für die Frage nach den Wörtern wird eine andere Einheit betrachtet. Beide Beobachtungen dürfen nebeneinanderstehen.

Der Abstand ist eine sichtbare Lücke zwischen den Wortformen. Er ist kein zusätzliches Wort. Beim zweiten Satz lassen sich drei Wortformen und zwei Zwischenräume zeigen. Die Frage „Wie viele Wörter?“ und die Frage „Wie viele Abstände zwischen diesen Wörtern?“ haben deshalb verschiedene Antworten.

Ein breiter Zwischenraum bleibt in diesem Beispiel ein Abstand zwischen denselben zwei Wörtern, auch wenn er mehr Platz einnimmt als ein anderer. Eine sehr kleine oder fehlende Lücke kann die Grenze dagegen schwer erkennbar machen. Für die erste Untersuchung sollten die Streifen so geschrieben sein, dass die Wortabstände deutlich von den Abständen zwischen Buchstaben zu unterscheiden sind.

Eine einfache Aufzeichnung anlegen

Nehmen Sie ein Blatt mit drei Bereichen. Oben steht der unveränderte Ausgangssatz „Mama liest“. Darunter kann das Kind den Zwischenraum mit einem Pfeil markieren oder einen kleinen Strich unter die Lücke setzen. Im dritten Bereich kann eine kurze Erklärung stehen: „Zwei Wörter; ein Abstand dazwischen.“ Eine erwachsene Person darf diese Erklärung nach den Worten des Kindes notieren.

Die Markierung soll auf die Lücke zeigen, nicht selbst ein drittes Wort darstellen. Wenn ein Pfeil direkt über einem Buchstaben endet, fragen Sie nach, was der Autor oder die Autorin gemeint hat. Vielleicht sollte die Pfeilspitze in den Zwischenraum zeigen oder eine Buchstabenform kennzeichnen. Eine Erklärung ist hilfreicher als eine vorschnelle Korrektur.

Wird der Satz abgeschrieben, vergleichen Sie die Kopie mit dem Ausgangsstreifen. Stehen die Buchstaben in derselben Reihenfolge und ist die Lücke sichtbar? Wenn das Kind noch nicht schreibt, kann es auf dem Original zeigen oder dem Erwachsenen diktieren, wo die Markierung hin soll. Die Aufzeichnung gehört trotzdem zu seiner Beobachtung, wenn die andere Person seinen Anweisungen folgt.

Fragen Sie vor dem Verändern oder Löschen einer Markierung. Vielleicht möchte das Kind sie ergänzen, eine zweite Kopie verwenden oder seine eigene Erklärung beibehalten. Ein Blatt darf auch unvollendet bleiben. Für die gemeinsame Entdeckung ist weder eine saubere Abschrift noch ein dauerhaftes Archiv erforderlich.

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Ein Wortstreifen wird getrennt und wieder zusammengesetzt

Eine erwachsene Person kann eine Kopie von „Mama liest“ im Zwischenraum zerschneiden, wenn die Beteiligten das möchten und das Vorgehen sicher ist. Es entstehen zwei Wortkarten. Der unveränderte Ausgangsstreifen bleibt daneben liegen, damit die ursprüngliche Reihenfolge und der Abstand weiterhin sichtbar sind.

Legen Sie die Karten wieder in der Reihenfolge „Mama“ und „liest“ nebeneinander. Zwischen ihnen bleibt Platz. Ein Kind kann die Karten selbst bewegen oder einer helfenden Person zeigen, wohin sie gehören. Anschließend vergleichen alle die Anordnung mit dem Ausgangsstreifen: Steht jedes Wort vollständig da und befindet sich die Lücke zwischen ihnen?

Wenn die beiden korrekt geschnittenen Karten ohne Abstand aneinandergelegt werden, entsteht die zusammenhängende Zeichenfolge „Mamaliest“. In dieser Darstellung ist die Wortgrenze nicht mehr durch eine Lücke erkennbar. Der Vergleich zeigt, welche Rolle der sichtbare Abstand im Ausgangsbeispiel spielt.

Beim Zerschneiden darf kein Buchstabe verloren gehen. Wird etwa das Ende von „Mama“ abgeschnitten, verändert sich mehr als der Abstand. Für einen fairen Vergleich bleiben die beiden Wortformen gleich; nur ihre Anordnung oder der Zwischenraum ändert sich. Falls das Schneiden unpraktisch ist, können die Wörter direkt auf zwei Karten geschrieben werden.

Bei „Der Hund schläft“ entstehen auf einer Kopie drei Wortkarten, wenn in beiden Zwischenräumen getrennt wird. Legen die Beteiligten sie in der ursprünglichen Reihenfolge zusammen, bleiben zwischen den drei Karten zwei sichtbare Abstände. Eine Person kann die Karten nach Anweisung halten, während die andere ihre Reihenfolge prüft.

Werden nur zwei der drei Karten hingelegt, fehlt eine Wortform. Die vorhandene Lücke allein zeigt nicht, welche Karte fehlt; dafür muss die Anordnung mit dem Ausgangsstreifen oder der vorgelesenen Vorlage verglichen werden. Erst wenn alle drei Karten in der vereinbarten Reihenfolge liegen, entspricht der rekonstruierte Streifen dem Beispiel.

Drei Wörter und zwei Abstände

Betrachten Sie nun „Der Hund schläft“. Zeigen Sie zuerst jedes vollständige Wort: „Der“, „Hund“, „schläft“. Danach zeigen Sie die Lücken zwischen den Wortformen. Für diesen Streifen lassen sich drei Wörter und zwei Abstände zwischen benachbarten Wörtern festhalten.

Eine mögliche Aufzeichnung enthält den Satz oben und darunter drei Klammern, je eine unter jedem Wort. Zwei Pfeile können auf die Zwischenräume zeigen. Beschriften Sie die Pfeile, wenn eine andere Person ohne Erklärung nicht erkennen könnte, was gemeint ist. Die Buchstaben innerhalb eines Wortes werden von einer gemeinsamen Klammer umfasst.

Vergleichen Sie die beiden Beispielsätze: Der eine hat zwei Wörter und einen Zwischenraum, der andere drei Wörter und zwei. Das ist eine Beobachtung an diesen konkreten einzeiligen Streifen ohne zusätzliche führende oder nachfolgende Leerzeichen. Sie ist keine Behauptung, dass jede beliebige Gestaltung auf einer Seite nur die hier gezählten Leerflächen enthält.

Ein Kind kann zunächst nur einen Satz untersuchen. Der zweite ist ein möglicher Vergleich für später. Es muss nicht beide abschreiben oder alle Markierungen selbst setzen. Entscheidend ist, dass bei der gewählten Frage klar bleibt, ob Wörter, Buchstaben oder Zwischenräume gezählt werden.

Ein Punkt ist kein zusätzliches Wort

Ergänzen Sie auf einer Kopie den Satzschluss: „Mama liest.“ Der Punkt steht direkt nach dem letzten Wort. In diesem Beispiel bleiben es zwei Wörter; der Punkt kennzeichnet das Satzende und wird nicht als drittes Wort gezählt. Der Wortabstand zwischen „Mama“ und „liest“ bleibt sichtbar.

Beim zweiten Satz kann ebenfalls ein Punkt hinzugefügt werden: „Der Hund schläft.“ Die drei geschriebenen Wörter bleiben dieselben. Wenn Kinder den Punkt zunächst als Teil der vollständigen Zeichenfolge zeigen, ist das eine nachvollziehbare Beobachtung. Für die Frage nach der Wortzahl erklären Sie, dass hier Buchstabenfolgen als Wörter und der Punkt als Satzzeichen betrachtet werden.

Die meisten deutschen Satzzeichen stehen ohne vorangehendes Leerzeichen unmittelbar am Wort. Eine allgemein zugängliche Einführung in ihre Funktionen bietet das [Leibniz-Institut für Deutsche Sprache](https://grammis.ids-mannheim.de/progr%40mm/6917). Für diese Übung genügt es, den Punkt am Satzende zu erkennen; nicht alle Interpunktionsregeln müssen zugleich behandelt werden.

Ein zusätzlicher Punkt mitten im Satzstreifen würde eine andere Schreibsituation erzeugen. Verändern Sie für einen Vergleich nach Möglichkeit nur eine Sache: erst die beiden Wörter mit Abstand, dann dieselben Wörter mit Satzschlusszeichen. So können die Beteiligten sehen, dass der Punkt etwas über das Satzende mitteilt und nicht den vorhandenen Wortabstand ersetzt.

Gesprochene und geschriebene Wörter unterscheiden

Beim Vorlesen von „Mama liest“ sind die beiden Wörter Teil eines gesprochenen Satzes. Sprechende machen zwischen Wörtern nicht immer eine deutlich hörbare Pause; Laute können eng miteinander verbunden sein. Die sichtbare Lücke auf dem Papier ist daher nicht einfach eine Abbildung einer festen Pause, die bei jedem Sprechen genau so vorhanden sein muss.

Lesen Sie den Satz in einem natürlichen Tempo und zeigen Sie anschließend die zwei geschriebenen Wortformen. Wer möchte, kann beim erneuten Vorlesen jeweils das gerade gemeinte Wort zeigen. Das Zeigen ist eine Hilfe, die mündliche Äußerung und den gedruckten Streifen aufeinander zu beziehen; es muss nicht im Takt einer künstlich verlängerten Pause erfolgen.

Ein Wort kann mehrere Silben enthalten. „Mama“ hat in der üblichen Aussprache zwei Silben, ist auf dem Streifen aber ein geschriebenes Wort. Silben, Buchstaben und Wörter sind unterschiedliche Einheiten. Wenn ein Kind zwei Silben zeigt, kann diese Beobachtung zutreffen, auch wenn die Frage nach den geschriebenen Wörtern eine andere Einteilung verlangt.

Umgekehrt kann ein Satz mehrere kurze Wörter enthalten. „Der Hund schläft“ hat drei geschriebene Wörter, auch wenn die Wörter verschieden lang sind. Eine lange Buchstabenfolge innerhalb eines Wortes enthält nicht automatisch mehr Wörter als eine kurze. Wortzahl und Buchstabenzahl beantworten unterschiedliche Fragen.

Was, wenn die Lücke fehlt oder zu breit ist?

Schreiben Sie auf einer Vergleichskopie „Mamaliest“ ohne Zwischenraum. Fragen Sie nicht einfach, ob die Zeichenfolge „falsch“ aussieht, sondern vergleichen Sie sie mit dem Ausgangsstreifen. Die Buchstaben stehen in derselben Reihenfolge; die sichtbare Lücke zwischen den beabsichtigten Wortformen fehlt. Wer die beiden Wörter kennt, kann den Abstand an der entsprechenden Stelle ergänzen.

Soll der Abstand wiederhergestellt werden, kann das Kind die Stelle zeigen oder einer anderen Person sagen, wo sie die Wortkarten auseinanderlegen soll. Eine mit Absicht zusammengefügte Kopie dient hier dem Vergleich. Sie ersetzt nicht den ursprünglichen Satz, der als Referenz liegen bleiben kann.

Ist der Abstand sehr breit, lassen sich unter Umständen mehrere Leerzeichen oder zusätzliche Flächen im Layout befinden. Für die einfache Beobachtung bleibt zwischen „Mama“ und „liest“ eine Wortgrenze; die Breite der Lücke macht daraus nicht mehrere zusätzliche Wörter. Wenn es um die genaue Anzahl eingegebener Leerzeichen geht, ist das eine andere technische Frage, die auf Papier oft nicht sicher zu beantworten ist.

Umgekehrt können große Abstände zwischen einzelnen Buchstaben eines dekorativ gesetzten Wortes den Eindruck mehrerer Wörter erzeugen. Wählen Sie deshalb für den Einstieg eine gut lesbare Schrift ohne auffällige Sperrung. Ein späterer Vergleich kann zeigen, dass das reine Ausmessen von Weißraum nicht jede orthografische Frage allein löst.

Zusammengesetzte Wörter und Bindestriche

Das deutsche Wort „Bilderbuch“ kann aus den Bestandteilen „Bilder“ und „Buch“ erklärt werden, wird in diesem Beispiel aber ohne Leerzeichen als ein Wort geschrieben. Dass sich sinntragende Teile erkennen lassen, bedeutet nicht, dass zwischen ihnen im Schriftbild ein Wortabstand stehen muss. Ein Bilderbuch kann also ein Gegenstand mit einem geschriebenen Namen sein, obwohl seine Bezeichnung mehrere Bestandteile hat.

Auch ein Wort mit Bindestrich lässt sich nicht wie eine einfache Folge nur nach sichtbaren Lücken zwischen Buchstaben beurteilen. Der Bindestrich verbindet oder gliedert bestimmte Schreibungen; wie eine konkrete Form geschrieben und gezählt wird, hängt von der Fragestellung ab. Für die erste Übung mit „Mama liest“ brauchen Sie solche Sonderfälle nicht vorwegzunehmen.

Wenn ein Kind eine Kombination wie „Bilder Buch“ schreibt, fragen Sie zunächst, was es sagen wollte. Mit einem Wörterbuch oder einem vertrauten gedruckten Beispiel können Sie gemeinsam nachsehen, wie das Wort „Bilderbuch“ geschrieben wird. Der Vergleich sollte die konkrete Schreibung klären und keine pauschale Regel behaupten, nach der alle bedeutungsvollen Wortteile immer getrennt oder immer zusammengeschrieben werden.

Das [Leibniz-Institut für Deutsche Sprache](https://grammis.ids-mannheim.de/vggf/2184?termini=both) beschreibt, dass der Wortbegriff auch durch die orthografische Praxis bestimmt wird. Für die vorliegenden Streifen sind die Wortformen klar gewählt; bei komplexeren Schreibungen darf man eine verlässliche Quelle heranziehen, statt allein aus der Größe einer Lücke zu schließen.

Ein gemeinsamer Blick auf unterschiedliche Antworten

Ein Kind zeigt bei „Mama liest“ auf M, a, m und a und sagt „vier“. Fragen Sie, was es gezählt hat. Wenn es die Buchstaben im ersten Wort meint, ist vier eine passende Antwort auf diese Frage. Zeigen Sie danach beide vollständigen Wortformen, falls das Kind auch die Wortzahl untersuchen möchte.

Ein anderes Kind zeigt den Abstand und nennt ihn das „dritte Wort“. Die Lücke ist tatsächlich ein sichtbarer Bestandteil des Schriftbilds, aber in diesem Beispiel kein geschriebenes Wort. Sie können zwei Wortkarten und den freien Platz dazwischen gegenüberstellen und gemeinsam benennen, welche Funktion jeder Teil hat.

Vielleicht liest ein Kind „Der Hund schläft“ als zwei Gruppen, weil es „Der Hund“ als zusammengehörigen Ausdruck auffasst. Inhaltlich bilden diese Wörter eine Einheit, auf dem Streifen sind es aber zwei getrennt geschriebene Wörter. Die Aufgabe sollte klar benennen, dass gerade die geschriebenen Wortformen gezählt werden, nicht die Anzahl der Satzglieder.

Wenn eine Markierung unklar ist, fragen Sie nach der Absicht: „Zeigt dieser Strich auf den Buchstaben oder auf den Platz danach?“ Die Antwort kann ein Gespräch über den Entwurf eröffnen. Wer nicht erklären möchte, muss das Blatt nicht überarbeiten; es darf für später liegen bleiben oder weggelegt werden.

Kann eine andere Person den Eintrag verstehen?

Legen Sie die Aufzeichnung einer Person vor, die beim Markieren nicht dabei war. Sie kann zeigen, wie viele Wörter sie auf dem Streifen erkennt und wohin die Pfeile ihrer Ansicht nach weisen. Danach erklärt das Kind, was es darstellen wollte. Diese Rückmeldung prüft die Verständlichkeit des Eintrags, nicht die Fähigkeiten der betrachtenden Person.

Wenn der Leser einen Pfeil als Hinweis auf den letzten Buchstaben statt auf die Lücke deutet, könnte der Pfeil verlängert oder beschriftet werden. Das Kind entscheidet mit, ob es die Zeichnung ändern oder seine Absicht mündlich erläutern möchte. Manchmal genügt es, beim Zeigen den Finger kurz in den Zwischenraum zu legen.

Eine weitere Möglichkeit ist, der zweiten Person zwei Wortkarten zu geben. Sie ordnet sie nach dem Eintrag an und überprüft anschließend mit dem Ausgangsstreifen, ob Reihenfolge und Abstand übereinstimmen. Dieser Schritt braucht nur dann durchgeführt zu werden, wenn das Kind seine Beobachtung teilen möchte. Ein privater Entwurf muss keinem Publikum vorgeführt werden.

Werden die Wörter auf der Karte vertauscht, ändert sich ihre Reihenfolge, auch wenn weiterhin zwei Wörter mit einem Abstand vorliegen. Das Kind kann entscheiden, ob es die neue Folge als eigene Anordnung besprechen oder zur Ausgangsversion zurückkehren möchte. Die Frage nach der Zahl der Wörter ist nicht identisch mit der Frage nach dem Wortlaut des ursprünglichen Satzes.

Einen zugänglichen Streifen gestalten

Wählen Sie eine Schriftgröße und einen Kontrast, die für die beteiligte Person passen. Ein ruhiger Hintergrund und genügend Platz zwischen den Beispielen können helfen, den jeweiligen Satz als Einheit zu erkennen. Wenn ein Kind lieber tastbare Wortkarten, eine Braille-Ausgabe oder eine vertraute digitale Darstellung nutzt, wählen Sie mit ihm und gegebenenfalls einer vertrauten Unterstützungsperson einen geeigneten Zugang.

Wer mit Blicken auswählt, benötigt klar unterscheidbare Zielbereiche und eine vereinbarte Bestätigung. Eine helfende Person kann nach Anweisung einen Pfeil setzen oder eine Karte verschieben. Bevor sie handelt, sollte sie klären, welche Stelle gemeint ist. Eine körperlich ausgeführte Markierung und die Entscheidung darüber können von verschiedenen Personen stammen.

Beim Vorlesen können Hörbedingungen wichtig sein. Sprechen Sie in einer Weise, die für die Person zugänglich ist, und reduzieren Sie bei Bedarf störende Geräusche. Ein sichtbarer Streifen allein ersetzt nicht für alle Beteiligten eine zugängliche Darbietung des gesprochenen Satzes. Ebenso muss nicht jedes Kind den Satz laut nachsprechen, um eine Lücke im Schriftbild zu zeigen.

Lassen Sie nach einer Frage Zeit. Wenn ein Gerät bedient oder eine Karte ertastet wird, kann eine schnelle Wiederholung des Erwachsenen die Auswahl unterbrechen. Ein Zeichen für „noch einmal“, „anders“ oder „fertig“ gehört zu einer zugänglichen Beteiligung. Auf Wunsch darf die Untersuchung vor dem Markieren enden.

Fragen Sie nach, ob die gewählte Darstellung für die beteiligte Person gut erkennbar und bequem zu verwenden ist.

Ein Zeilenumbruch ist nicht einfach eine Wortkarte

Manchmal steht ein Satz auf zwei Zeilen, weil er nicht auf eine passt. Das Wort am Ende der ersten und das Wort am Anfang der nächsten Zeile bleiben unterschiedliche Wörter, auch wenn auf dem Papier kein waagerechter Zwischenraum zwischen ihnen liegt. Das Layout und die Satzfolge müssen gemeinsam betrachtet werden.

Bei einer Worttrennung am Zeilenende kann ein einzelnes Wort auf zwei Zeilen verteilt sein und durch einen Trennstrich gekennzeichnet werden. Dann wäre es irreführend, jeden sichtbaren Wortteil als eigenes vollständiges Wort zu zählen. Für den Einstieg eignen sich deshalb kurze Beispiele auf einer Zeile ohne Worttrennung.

Soll später ein umgebrochener Text betrachtet werden, lesen Sie den Satz vollständig und zeigen Sie, wie die Teile zusammengehören. Die Regeln für die Trennung hängen von der jeweiligen Schreibung ab; ein kurzes Streifenexperiment ersetzt kein Nachschlagewerk. Für den konkreten Satz „Mama liest“ lässt sich diese zusätzliche Schwierigkeit vermeiden.

Auch ein digitales Textfeld kann Zeilen automatisch umbrechen. Wenn jemand die Schrift vergrößert, verändert sich möglicherweise die Anordnung, ohne dass Wörter hinzugefügt oder entfernt werden. Eine vergrößerte Darstellung kann für die Lesbarkeit nötig sein; besprechen Sie dann den Verlauf des Satzes über die Zeilen hinweg.

Die Beobachtung für später beschreiben

Eine brauchbare Notiz benennt die Ausgangssituation und die Hilfe: „Beim Streifen ‚Mama liest‘ zeigte das Kind auf die Lücke; der Satz wurde zuvor vorgelesen.“ Oder: „Die zwei Wortkarten wurden nach seiner Anweisung mit Abstand hingelegt.“ Solche Sätze beschreiben eine konkrete Handlung, statt aus einem Moment eine umfassende Aussage über Lesekompetenz abzuleiten.

Wenn ein anderes Kind denselben Streifen ohne Vorlesen betrachtet, sind die Bedingungen nicht identisch. Ein Vergleich der Antworten allein würde die unterschiedliche Unterstützung ausblenden. Für die nächste gemeinsame Aktivität kann es hilfreicher sein zu wissen, welche Darstellung zugänglich war und welche Frage das Kind interessant fand.

Namen oder Fotos sind für eine solche Notiz nicht erforderlich. Die Familie kann den Streifen aufheben, für eine Erklärung verwenden oder entsorgen. Wenn das Kind seine Zeichnung nicht zeigen möchte, sollte das respektiert werden. Ein Unterrichtsprodukt entsteht nicht automatisch aus jeder gemeinsamen Beobachtung.

Wenn später eine andere Schrift oder eine andere Sprache betrachtet wird, kann der Eintrag als Erinnerung an diese beiden deutschen Beispiele dienen. Er ist kein Beleg dafür, dass alle Schriftsysteme Wortgrenzen auf dieselbe Weise darstellen. Für einen neuen Text lohnt sich eine eigene Betrachtung.

Ein ruhiger Abschluss

Zum Schluss können Sie zum unveränderten Streifen zurückkehren: „Mama liest“ enthält in dieser Schreibweise zwei Wörter, und der Abstand liegt zwischen ihnen. Auf Wunsch zeigt das Kind die Stelle noch einmal oder erklärt den Pfeil. Es darf ebenso direkt aufhören und etwas anderes tun.

Für einen weiteren Einstieg gibt es die Aktivität zu Wortabständen. Wer zwei Darstellungsweisen vergleichen möchte, kann später Wortkarten und Zeichnungen betrachten. Beide Fortsetzungen sind freiwillig; ein verständlicher Eintrag zu einem Satz kann bereits ein abgeschlossener gemeinsamer Schritt sein.

WAS DU VIELLEICHT WISSEN MÖCHTEST

Hilfreiche Antworten

Wie viele Wörter und Abstände stehen in „Mama liest“?

Der Streifen enthält zwei Wörter und einen Abstand zwischen ihnen.

Ist der Punkt in „Mama liest.“ ein drittes Wort?

Nein. Er ist ein Satzschlusszeichen; die beiden Wörter bleiben Mama und liest.

Sind Silben und geschriebene Wörter dasselbe?

Nein. „Mama“ ist ein geschriebenes Wort und hat in der üblichen Aussprache zwei Silben.

Muss das Kind den Satz selbst schreiben?

Nein. Es kann zeigen, diktieren, Karten auswählen oder eine vertraute Kommunikationshilfe verwenden.

Sind Wortgrenzen immer als waagerechte Lücken sichtbar?

Nicht in jedem Layout. Bei einem Zeilenumbruch können benachbarte Wörter auf verschiedenen Zeilen stehen; bei einer Worttrennung wird ein Wort über zwei Zeilen verteilt.

Mach aus einer kleinen Idee ein Abenteuer.

Probiert gemeinsam eine kurze Aktivität aus und nehmt die Entdeckung mit in euren Alltag.

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