Vier Steine können eine längere Reihe bilden als fünf dicht liegende Steine. Vergleicht gemeinsam, welche Gruppe mehr Gegenstände enthält und welche nur mehr Platz einnimmt.
Die Frage: Wo liegen mehr?
Vier große Spielsteine liegen mit weitem Abstand in einer Reihe. Daneben liegen fünf gleichartige Steine dicht beieinander. Obwohl die Viererreihe länger aussieht, enthält die andere Gruppe mehr Steine.
Das Kind kann beide Gruppen zählen oder die Steine paarweise zuordnen. Beim Paaren bleibt in der Fünfergruppe ein Stein ohne Partner. Das zeigt den Unterschied, ohne die Länge der Reihen als Maß für die Anzahl zu verwenden.
Die Anordnung ist ein Beispiel, keine Prüfung der Intelligenz. Entscheidend ist, welche Gegenstände zu jeder Gruppe gehören und dass beim Vergleichen keine hinzugefügt oder entfernt werden.
Was ihr braucht
Nehmt neun sichere, gut unterscheidbare Gegenstände, zum Beispiel große Spielsteine oder Holzklötze. Für die erste Anordnung sind gleich große Gegenstände hilfreich. Legt vier in eine Gruppe und fünf in die andere.
Verwendet eine ebene Fläche mit Platz zwischen den Gruppen. Die Gegenstände müssen für das Kind erreichbar und sichtbar sein. Kleine Teile sind ungeeignet, wenn ein Kind sie in den Mund nehmen könnte.
Ihr könnt stattdessen neun große Punkte auf Papier zeichnen. Wenn das Kind die Punkte verschieben soll, nutzt einzelne Karten. Das Kind kann auch zeigen und eine erwachsene Person um das Umlegen bitten.
Die beiden Gruppen sichtbar machen
Legt vier Steine in einer Reihe mit großen Abständen aus. Platziert fünf Steine nahe beieinander in einer zweiten Reihe. Zwischen den Reihen sollte genug Raum sein, damit klar bleibt, welche Steine zusammengehören.
Fragt zunächst: „Was fällt dir an den beiden Reihen auf?“ Das Kind könnte sagen, eine Reihe sei länger und die andere dichter. Beides beschreibt die Anordnung, ohne schon die Anzahl zu bestimmen.
Erklärt dann die Mengenfrage: „In welcher Gruppe liegen mehr Steine?“ Falls das Kind eine andere Gruppengrenze sieht, vereinbart sie vor dem Vergleichen.

Methode 1: Jede Gruppe zählen
Zählt die weit auseinanderliegenden Steine: eins, zwei, drei, vier. Zählt anschließend die dicht liegenden Steine: eins, zwei, drei, vier, fünf. Zeigt auf jeden Gegenstand einmal.
Vergleicht die Ergebnisse: Fünf ist mehr als vier, daher hat die dichte Gruppe einen Stein mehr. Die längere räumliche Ausdehnung der Viererreihe ändert die Anzahl nicht.
Wenn ein Stein zweimal gezählt wird, könnt ihr die gezählten Gegenstände an eine vereinbarte Stelle schieben oder sie in einer klaren Reihenfolge zeigen. Fragt das Kind, welche Unterstützung es möchte.
Methode 2: Paare bilden
Nehmt je einen Stein aus der ersten und einen aus der zweiten Gruppe und legt sie als Paar nebeneinander. Wiederholt das, bis jeder der vier Steine aus der ersten Gruppe einen Partner hat.
In der zweiten Gruppe bleibt ein Stein übrig. Unter der Voraussetzung, dass jeder Stein höchstens einmal gepaart wurde, zeigt das: Die Fünfergruppe hat einen Gegenstand mehr.
Beim Umlegen dürft ihr die Gruppen nicht vermischen. Ein Blatt oder zwei markierte Bereiche können helfen, die Herkunft der Gegenstände sichtbar zu halten.
Ein mögliches Gespräch
Erwachsene Person: „Diese Reihe sieht länger aus. Welche Gruppe hat mehr Steine?“ Kind: „Die lange.“ Erwachsene Person: „Wollen wir zählen oder Paare bilden, um es zu prüfen?“
Gemeinsam zählen sie vier in der langen Reihe und fünf in der dichten. Erwachsene Person: „Die lange Reihe hat vier Steine, die dichte fünf. Welche Zahl ist größer?“ Das Kind zeigt auf die Fünfergruppe.
Das Kind könnte auch weiter die Länge meinen. Dann sagt die erwachsene Person: „Ja, die erste Reihe ist länger. Bei der Anzahl ist die zweite größer.“ Die beiden Aussagen beantworten unterschiedliche Fragen.
Häufiger Denkfehler: Länge und Anzahl verwechseln
Eine weit auseinandergezogene Reihe kann mehr Platz einnehmen, obwohl sie weniger Gegenstände enthält. Wenn das Kind die lange Reihe wählt, fragt, ob es die Länge oder die Anzahl vergleicht.
Legt die vier Steine näher zusammen, ohne einen hinzuzufügen oder wegzunehmen. Die Reihe wird kürzer, enthält aber weiterhin vier Steine. Das Kind kann erneut zählen.
Eine Aussage wie „Diese Reihe ist länger“ ist nicht falsch, wenn sie sich auf die räumliche Ausdehnung bezieht. Für „Wo sind mehr Steine?“ muss die Anzahl verglichen werden.

Was sich beim Verschieben ändert
Schiebt die vier Steine eng zusammen. Fragt, was anders aussieht: Der Abstand zwischen den Steinen ist kleiner und die Reihe kürzer. Anschließend zählt ihr erneut vier.
Breitet dieselben vier Steine wieder aus. Die Anzahl bleibt vier, solange kein Stein hinzugefügt oder entfernt wird. Das Kind kann den Vorgang selbst steuern oder eine erwachsene Person darum bitten.
Fällt ein Stein vom Tisch oder wird ein weiterer hineingelegt, hat sich die Bedingung geändert. Dann muss die neue Gruppe tatsächlich erneut bestimmt werden.
Was sich beim Hinzufügen ändert
Beginnt mit vier Steinen und legt einen zusätzlichen Stein dazu. Nun enthält die Gruppe fünf. Anders als beim bloßen Verschieben wurde ein Gegenstand hinzugefügt.
Vergleicht diesen Vorgang mit dem Auseinanderziehen derselben vier Steine. Eine Veränderung betrifft die Anzahl, die andere die Abstände. Lasst das Kind zeigen, welcher Vorgang stattgefunden hat.
Wenn das Kind möchte, könnt ihr die Veränderung mit 4 + 1 = 5 beschreiben. Ein Zahlenzeichen ist nicht notwendig, um die Handlung zu beobachten.
Eine einfachere Variante
Vergleicht zwei Steine mit drei Steinen. Legt die Zweiergruppe etwas weiter auseinander und die Dreiergruppe dichter. Beide Gruppen sollten gut überblickbar sein.
Das Kind kann zählen oder zwei Paare bilden; ein Stein bleibt in der Dreiergruppe übrig. Eine erwachsene Person kann die Steine nach den Anweisungen des Kindes bewegen.
Wenn die veränderten Abstände zunächst ablenken, beginnt mit zwei gleichmäßig angeordneten Gruppen. Die räumliche Veränderung kann später dazukommen.
Eine zusätzliche Herausforderung
Legt fünf Steine in eine weite Reihe und sechs dicht daneben. Fragt vor dem Zählen nach einer Vermutung, aber macht deutlich, dass eine Vermutung noch geprüft werden kann.
Das Kind wählt Zählen oder Paaren. Nach der Prüfung könnt ihr fragen, um wie viele Gegenstände sich die Gruppen unterscheiden. Bei fünf und sechs ist es einer.
Vergrößert die Zahlen nur, wenn die Gegenstände sicher und übersichtlich bleiben. Eine größere Zahl ist nicht nötig, um den Unterschied zwischen Abstand und Anzahl zu verstehen.
Gleiche Anzahl, andere Abstände
Legt vier Steine weit auseinander und weitere vier dicht zusammen. Eine Reihe ist länger, aber beide Gruppen enthalten vier Gegenstände.
Das Kind kann jedem Stein der einen Gruppe genau einen aus der anderen zuordnen. Wenn alle acht Steine paarweise verwendet wurden und keiner übrig bleibt, sind die beiden Gruppen in diesem Beispiel gleich groß.
Fragt getrennt: „Welche Reihe ist länger?“ und „In welcher Gruppe liegen mehr Steine?“ Die erste Frage kann eine Reihe auswählen; auf die zweite lautet die Antwort: In keiner, beide haben gleich viele.
Eine Gruppe mit null Steinen
Legt drei Steine in einen markierten Bereich und lasst einen zweiten Bereich leer. Wenn beide Bereiche vollständig sichtbar sind, enthält der zweite null Steine und der erste drei.
Ein verdeckter Bereich ist etwas anderes. Wenn ihr seinen Inhalt nicht sehen könnt, ist die Anzahl zunächst unbekannt und nicht automatisch null.
Das Beispiel mit null braucht keine bestimmte Reihenlänge. Es klärt, welche Gegenstände zur betrachteten Gruppe gehören.
Wenn die Steine unterschiedlich groß sind
Drei große Blöcke können mehr Platz einnehmen als vier kleine. Fragt ausdrücklich, ob ihr die Anzahl der Blöcke oder ihre Größe beziehungsweise den belegten Raum vergleicht.
Für die Anzahl zählt jeder Block einmal. Die Gruppe mit vier kleinen Blöcken enthält mehr Gegenstände als die mit drei großen, auch wenn die großen mehr Fläche einnehmen könnten.
Vergleicht die belegte Fläche nicht allein nach Augenmaß, wenn sie unklar ist. Größe und Anzahl sind unterschiedliche Eigenschaften und können gesondert untersucht werden.
Zählen mit einer erwachsenen Person
Das Kind kann auf jeden Stein zeigen, während die erwachsene Person die Zahlwörter spricht. Oder das Kind nennt die Zahlen und die erwachsene Person markiert auf Wunsch die Gegenstände.
Klärt vorab, wer den nächsten Stein zeigt, damit nicht versehentlich ein Gegenstand übersprungen oder doppelt gezählt wird. Eine eindeutige Zählrichtung kann helfen.
Beschreibt die Unterstützung ehrlich: „Wir haben gemeinsam gezählt.“ Daraus folgt nicht, dass das Kind die Gruppe ohne Unterstützung auf dieselbe Weise zählen würde.
Vergleichen ohne gesprochene Antwort
Das Kind kann die Gruppe mit mehr Gegenständen durch Blick, Geste, Berührung oder ein vertrautes Kommunikationsgerät auswählen. Legt die Gruppen so, dass beide erreichbar beziehungsweise sichtbar sind.
Eine erwachsene Person fragt nach, ob sie die Auswahl richtig verstanden hat, und wartet auf Bestätigung. Ein zufälliger Blick muss nicht als endgültige Entscheidung gelten.
Auch das Paaren kann das Kind anleiten, während jemand anderes die Steine bewegt. Die mathematische Entscheidung und die körperliche Bewegung können auf verschiedene Personen verteilt sein.
Zwei Kinder und zwei Methoden
Ein Kind möchte vielleicht zählen, das andere Paare bilden. Beide können dieselben Gruppen untersuchen, sofern sie sich auf die Materialien und die Reihenfolge einigen.
Nach dem Zählen liegen die Gruppen möglicherweise anders. Für die zweite Methode könnt ihr die ursprünglichen Mengen erneut herstellen und überprüfen, dass es vier und fünf Steine sind.
Vergleicht die Ergebnisse, nicht die Geschwindigkeit. Unterschiedliche Wege können zeigen, dass die Fünfergruppe einen Gegenstand mehr hat.
Eine Geschichte zu den Steinen
Vier Steine können in einer erfundenen Geschichte vier Fahrgäste sein, fünf weitere Steine fünf Fahrgäste in einer anderen Gruppe. Das Kind kann Namen oder Ziele erfinden, sofern jede Figur eindeutig zugeordnet bleibt.
Die Geschichte ändert nicht die Anzahl der Steine. Kommt eine neue Figur hinzu oder geht eine weg, beschreibt dieses Ereignis und prüft die Mengen erneut.
Für die mathematische Frage sind echte Fahrpläne oder persönliche Angaben nicht notwendig. Die Darstellung kann vollständig erfunden sein.
Beobachtungen festhalten
Eine kurze Notiz könnte lauten: „Vier Steine lagen weit auseinander, fünf eng. Das Kind bildete mit Unterstützung vier Paare und sah einen übrigen Stein.“ Sie nennt die Anordnung und die Hilfe.
Aus einem Beispiel lässt sich nicht ableiten, wie das Kind jede Mengenaufgabe löst. Andere Anzahlen, Materialien oder Fragen können unterschiedliche Anforderungen stellen.
Eine Notiz oder ein Foto ist optional. Ihr könnt die Steine nach dem Gespräch einfach wegräumen.
Zwei Fragen vor dem Vergleich
Zeigt auf die beiden Reihen und fragt zuerst: „Welche Reihe nimmt von links nach rechts mehr Platz ein?“ Das Kind kann auf die weit auseinandergelegten vier Steine zeigen.
Danach stellt die andere Frage: „In welcher Gruppe liegen mehr Steine?“ Jetzt zählt die Anzahl. Das Ergebnis kann anders ausfallen als bei der Frage nach der räumlichen Länge.
Wenn die Begriffe „länger“ und „mehr“ vermischt werden, zeigt jeweils auf die Eigenschaft, die ihr meint. Eine klare Frage ist Teil der Aufgabe.
Vier Steine einzeln verfolgen
Legt die vier Steine so, dass jeder gut zu sehen ist. Zeigt beim Zählen auf den ersten, zweiten, dritten und vierten. Die erwachsene Person kann sprechen oder das Kind kann die Zahlwörter selbst nennen.
Wenn ein Stein bereits gezeigt wurde, könnt ihr eine Hand oder eine separate Markierung neben ihn legen. Die Markierung soll den Stein nicht verdecken oder wie ein weiterer Spielstein wirken.
Nach dem Zählen bleibt die Gruppe unverändert. Fragt, ob das Kind die Zahl vier zeigen, sagen oder auf einer Karte auswählen möchte.
Fünf dicht liegende Steine zählen
Die fünf Steine liegen nah beieinander, sollten sich aber nicht überdecken. Zeigt jeden einmal und zählt bis fünf. Wenn die Gegenstände zu dicht liegen, könnt ihr sie mit Zustimmung des Kindes etwas auseinanderziehen.
Das Auseinanderziehen verändert die Anzahl nicht, solange alle fünf bleiben und kein neuer Stein hinzukommt. Wiederholt den Vergleich erst, wenn die neue Anordnung klar ist.
Das Kind kann die gezählten Steine an eine Seite des Gruppenbereichs schieben. Achtet darauf, sie nicht mit den vier Steinen der anderen Gruppe zu vermischen.
Ein Paar nach dem anderen
Beginnt mit einem Stein aus der Vierergruppe und einem aus der Fünfergruppe. Legt sie nebeneinander und sagt: „Diese beiden bilden ein Paar.“ Wiederholt den Schritt mit noch nicht verwendeten Steinen.
Nach vier Paaren sind alle vier Steine der ersten Gruppe verwendet. In der zweiten Gruppe bleibt ein Stein ohne Partner. Zeigt ihn, bevor ihr die Gruppen wieder zurücklegt.
Paaren funktioniert nur zuverlässig, wenn kein Stein zweimal verwendet wird. Eine erkennbare Ablage für fertige Paare hilft, die Zuordnung nachzuvollziehen.
Wenn die Gruppen vertauscht werden
Legt die fünf Steine weit auseinander und die vier eng zusammen. Jetzt kann die längere Reihe auch die größere Anzahl enthalten. Das bestätigt nicht, dass Länge allein immer die Anzahl verrät.
Vergleicht diese Anordnung mit dem ersten Beispiel, in dem vier Steine die längere Reihe bildeten. In beiden Fällen lässt sich die Anzahl durch Zählen oder Paaren prüfen.
Das Kind kann die Reihen selbst umlegen. Vergewissert euch danach, dass eine Gruppe weiterhin vier und die andere fünf Gegenstände enthält.
Eine Anordnung mit Kurven
Legt vier Steine in einer geschwungenen Reihe und fünf dicht in einer geraden Reihe. Fragt nach der Anzahl, nicht nach der Form des Weges. Zählen und paarweise Zuordnung bleiben mögliche Prüfungen.
Eine Kurve kann länger aussehen, obwohl sie nicht mehr Steine enthält. Wenn ihr tatsächlich die Weglänge vergleichen möchtet, braucht ihr eine andere Frage und gegebenenfalls ein geeignetes Messverfahren.
Ein Stein muss klar einer Gruppe angehören. Bei einer unübersichtlichen Kurve könnt ihr die Gruppen auf getrennte Unterlagen legen.
Gruppen untereinander legen
Ordnet vier Steine in einer oberen Reihe und fünf in einer unteren Reihe an. Stellt jeweils einen oberen und einen unteren Stein untereinander. Der fünfte untere Stein bleibt ohne Gegenstück.
Diese Darstellung macht die Paarung sichtbar. Sie funktioniert am klarsten, wenn die Paare eindeutig zu erkennen sind und alle Gegenstände der jeweiligen Gruppe zugeordnet bleiben.
Das Kind kann die Ausrichtung wählen oder eine erwachsene Person anweisen. Eine zunächst ungenaue Ausrichtung ist ein Anlass, gemeinsam zu prüfen, nicht das Kind zu tadeln.
Menge und belegte Fläche
Eine Gruppe aus fünf kleinen Steinen kann weniger Fläche bedecken als eine Gruppe aus vier großen. Für die Frage nach der Anzahl zählt jeder Stein einmal, unabhängig von seiner Größe.
Für die Frage, welche Gruppe mehr Fläche bedeckt, reicht die Anzahl nicht. Man müsste die tatsächlich bedeckten Flächen unter passenden Bedingungen vergleichen.
Verwendet für den ersten Mengenvergleich gleich große Gegenstände. Unterschiedliche Größen könnt ihr später als eigene Untersuchung einführen.
Was passiert beim Entfernen?
Beginnt mit fünf dicht liegenden Steinen und nehmt einen weg. In dieser Gruppe bleiben vier. Vergleicht sie mit der Vierergruppe: Beide haben jetzt gleich viele, auch wenn ihre Reihen unterschiedlich lang sind.
Der entfernte Stein kann außerhalb der Gruppen sichtbar bleiben. Für die Mengenfrage zählt er nicht zur verbleibenden Gruppe. Sagt, welche Gruppe gerade betrachtet wird.
Stellt den Stein zurück, wenn ihr zum ursprünglichen Beispiel mit vier und fünf zurückkehren möchtet. Jede Änderung der Gegenstände muss im Ergebnis berücksichtigt werden.
Ein Beispiel mit Karten
Legt vier Karten mit je einem Punkt weit auseinander und fünf Karten mit je einem Punkt eng zusammen. Wenn jede Karte genau einen Punkt trägt, entspricht die Anzahl der Karten der Anzahl der Punkte.
Beim Paaren könnt ihr jeweils eine Karte aus jeder Gruppe zuordnen. In der Fünfergruppe bleibt eine Karte übrig. Legt sie nicht auf eine andere Karte, wo sie verdeckt wäre.
Karten mit mehreren Punkten verändern die Aufgabe. Dann sind Zahl der Karten und Zahl der Punkte unterschiedliche Mengen, die gesondert gezählt werden müssen.
Gezeichnete Punkte vergleichen
Zeichnet vier große Punkte mit viel Abstand und fünf kleinere Punkte dicht daneben. Fragt, in welcher Gruppe mehr Punkte zu sehen sind. Der Durchmesser und die Abstände bestimmen nicht die Anzahl.
Das Kind kann jeden Punkt beim Zählen mit einem kleinen Strich markieren. Achtet darauf, dass die Markierung nicht wie ein weiterer Punkt aussieht.
Wenn Punkte überlappen oder nicht klar zu erkennen sind, zeichnet ein neues Beispiel. Eine unklare Darstellung erschwert die Prüfung unabhängig vom Verständnis des Kindes.
Wenn das Kind zuerst schätzt
Fragt nur dann nach einer Vermutung, wenn das Kind diese Aufgabe mag. Es kann auf die längere Reihe zeigen und erklären, was ihm aufgefallen ist. Eine Vermutung ist vor der Überprüfung offen.
Wählt danach gemeinsam eine Prüfmethode: Zählen oder Paaren. Das Ergebnis kann die Vermutung bestätigen oder verändern. Beschreibt den Vergleich, ohne aus der ersten Antwort eine Eigenschaft des Kindes abzuleiten.
Wer keine Vermutung abgeben möchte, kann direkt zählen. Ein Rateschritt ist für die Untersuchung nicht erforderlich.
Die Frage nach dem Unterschied
Nachdem die Gruppen gezählt wurden, könnt ihr fragen: „Wie viele Steine mehr liegen in der Fünfergruppe?“ Beim Paaren bleibt genau ein Stein ohne Partner.
Dies unterscheidet sich von der Frage „Wie viele Steine liegen dort insgesamt?“ Die Antworten eins und fünf beziehen sich auf verschiedene Fragen.
Wenn die Differenz noch nicht interessiert, genügt die Feststellung „fünf ist mehr als vier“. Eine genaue Differenz ist ein möglicher nächster Schritt.
Zwei Wege miteinander vergleichen
Beim Zählen erhaltet ihr die Zahlen vier und fünf und vergleicht sie. Beim Paaren ordnet ihr jedem Stein der Vierergruppe einen aus der anderen Gruppe zu und betrachtet den Rest.
Beide Wege können zum selben Schluss führen. Das Kind darf sagen oder zeigen, welcher Weg ihm verständlicher erscheint. Eine Methode muss nicht aufgegeben werden, nur weil eine andere kürzer wirkt.
Wenn die Ergebnisse nicht übereinstimmen, prüft, ob dieselben Gegenstände verwendet und die Gruppen während des Umlegens unverändert gelassen wurden.
Wenn ein Gegenstand verdeckt ist
Liegt ein Tuch über einem Teil der Gruppe, könnt ihr die verdeckten Steine nicht allein durch Anschauen zählen. Fragt, ob das Tuch entfernt werden darf, oder bezeichnet die Anzahl als unbekannt.
Ein sichtbarer Stein neben dem Tuch bedeutet nicht, dass die ganze Gruppe nur einen Stein enthält. Die Frage muss klären, ob nur sichtbare oder alle Steine gemeint sind.
Für das erste Beispiel lasst alle Gegenstände sichtbar. Eine verdeckte Gruppe ist eine zusätzliche Herausforderung und benötigt eigene Absprachen.
Wenn ein Stein herunterfällt
Fällt während des Umlegens ein Stein vom Tisch, stoppt den Vergleich und holt ihn sicher zurück. Prüft, zu welcher Gruppe er gehörte, bevor ihr weiterzählt.
Wenn sich die Zuordnung nicht mehr erkennen lässt, stellt die Gruppen mit vier und fünf Steinen neu her. Eine unklare Ausgangsmenge macht das Ergebnis schwer überprüfbar.
Das Ereignis ist kein Beweis, dass das Kind nicht zählen kann. Es zeigt, dass das Material oder der Platz angepasst werden könnte.
Die Gruppen mit Unterlagen markieren
Legt jede Gruppe auf ein eigenes Blatt oder in einen deutlich sichtbaren Bereich. Das erleichtert es, beim Zählen oder Paaren die ursprüngliche Zugehörigkeit der Steine zu behalten.
Wenn die Blätter unterschiedliche Größen haben, macht klar, dass ihre Fläche nicht die Anzahl der Steine bestimmt. Ihr vergleicht die Gegenstände auf den Blättern.
Bei Bedarf können die Unterlagen mit Formen oder Symbolen gekennzeichnet werden. Fragt das Kind, welche Markierungen es gut unterscheiden kann.
Eine zweite Begegnung
An einem anderen Tag könnt ihr dieselben Mengen mit anderen Gegenständen darstellen, etwa vier großen Papierquadraten und fünf weiteren. Nennt die Gruppen und die Frage erneut.
Das Kind muss sich nicht erinnern, was beim letzten Mal richtig war. Es kann die aktuelle Anordnung zählen oder Paare bilden. Beide Verfahren prüfen die neue Situation.
Ein anderes Material kann neue Schwierigkeiten verursachen, etwa verdeckte Karten oder ähnliche Markierungen. Passt die Darstellung an, statt aus einer Antwort eine allgemeine Bewertung abzuleiten.
Die Gruppe mit weniger finden
Wenn vier und fünf Steine gezählt wurden, könnt ihr die Frage umdrehen: „In welcher Gruppe liegen weniger?“ Die Vierergruppe enthält weniger Steine als die Fünfergruppe.
Beim Paaren hat jeder der vier Steine einen Partner; in der Fünfergruppe bleibt einer übrig. Zeigt auf beide Gruppen, damit „mehr“ und „weniger“ auf dieselben Mengen bezogen werden.
Fragt nicht gleichzeitig nach Länge und weniger Steinen, ohne die Eigenschaft zu nennen. Die Viererreihe kann länger aussehen und trotzdem weniger Gegenstände enthalten.
Gleich viele trotz anderer Formen
Legt vier runde und vier quadratische Karten aus. Wenn jede Karte als ein Gegenstand gezählt wird, haben beide Gruppen gleich viele Karten, obwohl die Formen unterschiedlich sind.
Ordnet jedem Kreis ein Quadrat zu. Wenn keines übrig bleibt und alle genau einmal verwendet wurden, zeigt die Paarung die gleiche Anzahl in diesem Beispiel.
Die Karten sind nach Form verschieden und nach Anzahl gleich. Mehrere Eigenschaften können gleichzeitig beschrieben werden, ohne einander zu widersprechen.
Ein Zeichen für die Anzahl
Nach dem Zählen könnt ihr eine Karte mit 4 neben die Vierergruppe und eine mit 5 neben die Fünfergruppe legen. Sprecht dazu die Zahlwörter, falls das Kind diese Form nutzen möchte.
Die Zahlkarte bezeichnet die Anzahl der Gegenstände in der jeweiligen Gruppe. Sie ist nicht selbst ein weiterer Spielstein und wird beim erneuten Zählen nicht mitgezählt.
Wenn Zahlzeichen noch nicht hilfreich sind, bleiben die Gegenstände und die Paarung als Darstellung erhalten. Schriftliche Zahlen sind für die erste Untersuchung optional.
Das Ergebnis gemeinsam beschreiben
Nach der Prüfung kann das Kind sagen: „Vier liegen weit auseinander, fünf liegen dicht. Fünf sind mehr.“ Es kann dieselbe Aussage auch durch Zeigen oder mit einer Kommunikationshilfe ausdrücken.
Eine erwachsene Person kann ergänzen: „Die Viererreihe nimmt mehr Platz ein, aber sie hat weniger Steine.“ Prüft, ob diese Aussage zur aktuellen Anordnung passt.
Wenn ihr die Reihen inzwischen verändert habt, beschreibt den neuen Zustand statt die alte Beschreibung ungeprüft zu wiederholen.
Auf BrainHunters weiterüben
Wenn das Kind weitere Mengen betrachten möchte, könnt ihr gemeinsam die Zahlenaktivitäten ansehen. Prüft, welche Gegenstände und Aufgaben die gewählte Aktivität tatsächlich verwendet.
Die digitale Darstellung kann andere Abstände oder Regeln haben. Vergleicht dort ebenfalls die gefragte Anzahl und nicht bloß die Länge einer sichtbaren Reihe.
Hilfreiche Antworten
Hat die längere Reihe immer mehr Gegenstände?
Nein. Große Abstände können eine Reihe mit weniger Gegenständen länger aussehen lassen.
Wie lassen sich die Mengen prüfen?
Zählt jede Gruppe oder ordnet die Gegenstände paarweise zu und achtet darauf, ob einer übrig bleibt.
Ändert Verschieben die Anzahl?
Nein, solange kein Gegenstand hinzugefügt oder entfernt wird.


