Eine Person sagt „Haus“, die andere probiert „Maus“. Die Wörter klingen am Ende ähnlich und reimen sich. Ein Bild kann helfen, das gemeinte Wort zu finden; der Reim bezieht sich jedoch auf die ausgesprochenen Wörter, nicht auf die Ähnlichkeit der Bilder. In diesem Spiel teilen sich die Beteiligten Vorschläge und Entscheidungen. Sie können Rollen wechseln, Unterstützung nutzen oder jederzeit aufhören.
Zuerst die Wörter vereinbaren
Wählen Sie für eine erste Runde die deutschen Wörter „Haus“ und „Maus“. Die erwachsene Person spricht sie vor, wenn das Kind das möchte. Anschließend können beide auf den ähnlichen Klang am Ende achten. Eine Antwort darf gesprochen, gezeigt oder über ein vertrautes Kommunikationsmittel gegeben werden; Wiederholen mit eigener Stimme ist keine Voraussetzung.
Bilder eines Hauses und einer Maus können als Erinnerung dienen. Fragen Sie vor dem Vergleich, welche Namen die Teilnehmenden verwenden möchten. Ein Bild könnte auch „Gebäude“ heißen; dann vergleichen Sie ein anderes Wort. Für das Beispiel „Haus — Maus“ muss klar sein, dass genau diese beiden Formen gemeint sind.
Ein Bild ist keine Tonaufnahme. Es zeigt eine Darstellung und kann ein vereinbartes Wort auslösen oder erinnern. Wer das Bild betrachtet, kennt nicht automatisch den Klang, den eine andere Person damit verbindet. Eine Beschriftung oder die Erklärung der beteiligten Person macht die Zuordnung deutlicher.
Wenn das Kind lieber ohne Karten spielt, genügen die beiden Wörter. Bei mehrsprachigen Familien können dieselben Bilder in einer anderen Sprache andere Namen erhalten; ob diese Wörter sich reimen, muss für die tatsächlich gewählten Formen gesondert betrachtet werden. Keine Sprache oder Aussprache einer Familie wird als minderwertig behandelt.
Ein Reimpaar und ein Gegenbeispiel
Vergleichen Sie „Haus — Maus“ mit „Haus — Hut“. Die ersten beiden Wörter reimen sich in der üblichen Aussprache. „Haus“ und „Hut“ beginnen zwar beide mit einem H-Laut, klingen am Ende aber nicht gleich; diese Paarung ist für das gewählte Beispiel kein Reim. Ein ähnlicher Wortanfang beantwortet eine andere Frage als ein ähnliches Wortende.
Eine Person kann die Wörter vorschlagen, die andere entscheidet, ob sie sie noch einmal hören oder auf eine Karte zeigen möchte. Anschließend wird bei Interesse gewechselt. Ein Rollenwechsel ist keine Pflicht und soll nicht dazu führen, dass eine Person immer nur Aufgaben stellt und die andere antworten muss.
Wer „Haus“ und „Hut“ zusammenlegt, könnte den gemeinsamen Anfang gehört oder die Bilder nach einem anderen Kriterium gewählt haben. Fragen Sie: „Was war für dich ähnlich?“ Danach können Sie erklären, dass in dieser Runde die Enden verglichen werden. Eine Beobachtung zum Anfang muss nicht als sinnlos abgewertet werden.
Ein zweites Reimpaar lautet „Hut — Mut“. Hier ist „Mut“ eine Eigenschaft und kein Gegenstand wie ein Hut. Ähnliche Bedeutung ist nicht notwendig, damit sich Wörter reimen. Umgekehrt können zwei verwandte Dinge unterschiedliche Wortenden haben. Die Wahl des Vergleichs bestimmt, welche Eigenschaft gerade interessiert.
Die Aufgaben gemeinsam gestalten
Eine Person wählt ein Wort oder ein Bild, die andere schlägt ein Vergleichswort vor. Vor dem Sprechen oder Bewegen einer Karte kann gefragt werden: „Passt es für dich, wenn ich jetzt wähle?“ Beide sollen die Möglichkeit haben, eine Änderung oder eine Pause vorzuschlagen. Bei Kindern unterstützt ein Erwachsener den Ablauf, ohne jede Entscheidung zu übernehmen.
Ein kurzer Ablauf kann so aussehen: Das Kind zeigt auf „Haus“, der Erwachsene sagt „Maus“, beide hören oder beschreiben den Vergleich, und anschließend entscheidet das Kind, ob eine weitere Runde gewünscht ist. Wenn der Erwachsene die Karte nach Anweisung bewegt, kann das Kind weiterhin die Wahl treffen. Das sichtbare Bewegen und das Entscheiden sind unterschiedliche Rollen.
Wer nicht weiß, welches Wort passt, darf um Wiederholung oder einen Hinweis bitten. Beispielsweise kann der Erwachsene zwei tatsächlich vereinbarte Wörter nennen und fragen, welches Ende ähnlich klingt. Auch „Ich weiß es nicht“ ist eine zulässige Antwort. Der Hinweis soll helfen, nicht als Beweis dafür dienen, dass später alles ohne Unterstützung funktionieren muss.
Wenn zwei Kinder spielen, können beide eigene Vorschläge machen oder ein anderes Spiel wählen. Niemand muss eine Karte abgeben, ein Wort nachsprechen oder eine Rolle übernehmen, die unangenehm ist. Der Erwachsene achtet darauf, dass Wartezeit, Lautstärke und Materialien für alle Beteiligten passen.

Klang, Bedeutung und Schrift auseinanderhalten
„Haus“ und „Maus“ stehen für unterschiedliche Dinge. Ihre Beziehung im Reimspiel ist der ähnliche Klang am Ende. Ein Haus und eine Wohnung können inhaltlich zusammengehören, ohne dass sich die Wörter deshalb reimen müssen. Ein Kind, das Bilder nach Bedeutung sortiert, verfolgt eine andere, ebenfalls sinnvolle Frage.
Gleiche Endbuchstaben sind keine vollständige Garantie für einen Reim. Entscheidend ist die Aussprache der gewählten Wörter, einschließlich der betonten Endung bei längeren Wörtern. Geschriebene Formen können helfen, Wörter festzuhalten, aber sie ersetzen die Klangfrage nicht automatisch. Bei Unsicherheit können Erwachsene ein geeignetes sprachliches Nachschlagewerk nutzen.
Ein Reim und ein Rhythmus sind ebenfalls nicht dasselbe. Man kann einen Satz klatschen, ohne dass seine Wörter sich reimen; man kann ein Reimpaar sagen, ohne dazu zu klatschen. Wenn Bewegung Freude macht und zugänglich ist, darf sie begleiten. Wer nicht klatschen möchte oder kann, benötigt keine Ersatzbewegung als Teilnahmebedingung.
Die Familiennamen oder persönlichen Daten der Kinder sind für diese Beispiele nicht erforderlich. Falls ein Kind seinen Namen einbringen möchte, wird seine gewählte Aussprache respektiert. Ein Fantasiewort darf als solches gekennzeichnet und im Klangspiel ausprobiert werden, ohne es als belegtes Wörterbuchwort auszugeben.
Eine gemeinsame Runde Schritt für Schritt
Die erwachsene Person legt zwei Karten bereit und liest die vereinbarten Namen „Haus“ und „Maus“ vor. Das Kind kann zunächst zeigen, welches Bild es betrachten möchte. Anschließend sagt die erwachsene Person beide Wörter in normaler Aussprache. Auf Wunsch werden sie wiederholt, ohne dass die Lautstärke unangenehm erhöht wird.
Nun wird die Frage gestellt: „Klingen diese Wörter am Ende ähnlich?“ Das Kind kann „ja“ sagen, ein vereinbartes Zeichen wählen, um Wiederholung bitten oder nicht antworten. Der Erwachsene wartet und bestätigt die Bedeutung eines Signals, wenn sie unklar ist. Eine Karte auf dem Tisch ist ein Angebot, keine Verpflichtung zur Auswahl.
Wenn beide die Paarung besprechen möchten, kann der Erwachsene seine eigene Beobachtung nennen: „Ich höre bei Haus und Maus ein ähnliches Ende.“ Danach wird geprüft, ob dieselben Wörter gemeint waren. Wenn das Kind das Hausbild „Gebäude“ genannt hat, muss zunächst entschieden werden, welche Wortform untersucht werden soll.
Die Runde kann mit dem Zurücklegen der Karten enden. Ein zweites Paar, ein Foto oder eine schriftliche Notiz ist nicht erforderlich. Falls eine Notiz gewünscht ist, beschreibt sie die tatsächliche Teilnahme: etwa „Der Erwachsene sagte Haus und Maus; das Kind zeigte auf die Mauskarte.“ Daraus folgt nicht automatisch, dass das Kind die Wörter selbst gelesen hat.
Ein eigenes Wort vorschlagen
Nach dem ersten Beispiel kann das Kind ein Wort auswählen, zu dem gemeinsam ein Vergleich gesucht wird. Entscheidet es sich für „Hut“, kann der Erwachsene „Mut“ anbieten. Die Wörter klingen in der üblichen Aussprache am Ende ähnlich. Das Kind darf einen anderen Vorschlag machen oder die Runde abbrechen, ohne einen neuen Reim liefern zu müssen.
Ein Vorschlag kann auch ein Fantasiewort sein. Wenn das Kind ein erfundenes Wort nennt, kann der Erwachsene fragen, wie es ausgesprochen werden soll, und es als erfunden kennzeichnen. Danach lässt sich der Klang der vereinbarten Form vergleichen. Ein lustiges Klangspiel muss nicht behaupten, dass das Wort einen üblichen Wörterbucheintrag hat.
Manchmal ist sich der Erwachsene bei einem vorgeschlagenen Paar nicht sicher. Statt eine Antwort zu erfinden, kann er sagen: „Ich möchte noch einmal hören“ oder „Das prüfe ich in einer geeigneten Quelle“. Bei längeren Wörtern spielen Betonung und Aussprache eine Rolle. Eine Pause schützt die Genauigkeit und zeigt, dass auch Erwachsene Fragen offenlassen dürfen.
Wenn ein Wort eine persönliche Geschichte oder den Namen einer Person betrifft, bestimmt die betreffende Person, ob sie es im Spiel verwenden möchte. Der Name muss nicht laut vor einer Gruppe wiederholt oder aufbewahrt werden. Für die Beispiele in diesem Artikel reichen Haus, Maus, Hut und Mut aus.
Gleicher Anfang, anderes Ende
„Haus“ und „Hut“ sind nützlich, weil ihr Anfang ähnlich klingt, die Wortenden aber verschieden sind. Man kann die beiden Wörter zuerst als Beispiel für einen ähnlichen Anfang betrachten und danach ausdrücklich die Frage wechseln: „Reimen sich die Enden?“ Eine richtige Beobachtung zum Anfang bleibt richtig, auch wenn sie die Reimfrage noch nicht beantwortet.
„Hut“ und „Mut“ haben verschiedene Anfänge und ein ähnlich klingendes Ende. Dieser Kontrast zeigt, dass Reimen nicht bedeutet, die gesamten Wörter müssten identisch klingen. Die Beteiligten können beide Paare abwechselnd hören und benennen, welche Eigenschaft sie jeweils vergleichen.
Wenn ein Kind die Bilder von Haus und Hut nebeneinanderlegt, fragen Sie nach dem Grund. Vielleicht sieht es auf beiden Karten denselben Anfangsbuchstaben, erkennt ähnliche Anfangslaute oder sortiert nach der Farbe der Bilder. Jeder dieser Gründe betrifft eine andere Eigenschaft. Erst nach der Klärung kann die Reimfrage sinnvoll erneut gestellt werden.
Bei Unsicherheit hilft es, die vollständigen Wörter noch einmal klar und in einem angenehmen Tempo zu sagen. Ein Erwachsener sollte sie nicht so verändern, dass ein gewünschter Gleichklang künstlich entsteht. Entscheidend sind die tatsächlich verwendeten Formen und die für die sprechenden Personen zugängliche Aussprache.
Ein Reim ist nicht dasselbe wie eine Silbenzahl
„Haus“ und „Maus“ sind in diesem Beispiel einsilbige Wörter und reimen sich. Daraus folgt nicht, dass alle einsilbigen Wörter sich reimen. „Haus“ und „Hut“ haben ebenfalls je eine Silbe, aber keine gleichen Reimenden. Die Anzahl der Silben und der Klang am Wortende beantworten verschiedene Fragen.
Beim Silbenzählen könnte man für jedes Wort eine Markierung legen. Eine Markierung für „Haus“ und eine für „Hut“ würde zeigen, dass beide in diesem Beispiel einsilbig sind. Sie würde nicht zeigen, dass die Enden gleich klingen. Die Bedeutung der Markierung muss vor dem Spiel vereinbart werden.
Auch das Klatschen einer Silbe ist nur eine mögliche Begleitbewegung. Wer nicht klatscht oder nicht klatschen kann, kann an einer anderen zugänglichen Aufgabe teilnehmen. Eine Bewegung ist nicht selbst der Reim und ihre Ausführung sollte nicht mit der Fähigkeit gleichgesetzt werden, Wortklänge zu vergleichen.
Wenn das Kind beide Fragen interessant findet, können zwei getrennte Felder auf dem Blatt helfen: „Silben“ und „Reim“. Bei einer ersten Begegnung genügt aber ein Reimpaar. Zusätzliche Begriffe sollten eine echte Frage beantworten und nicht allein die Menge des Materials vergrößern.
Ein kurzer selbst erfundener Satz
Ein Erwachsener kann einen eigenen einfachen Satz vorschlagen: „Die Maus sitzt vor dem Haus.“ Die Wörter Maus und Haus stehen in diesem Satz an unterschiedlichen Stellen. Sie reimen sich trotzdem als Wörter; ein Satz muss keine festgelegte Liedmelodie haben, um ein Reimpaar zu enthalten.
Das Kind kann die Geschichte verändern: Vielleicht besucht die Maus ein Haus oder sieht es nur auf einem Bild. Die Handlung ist erfunden. Sie sagt nichts darüber aus, wie sich echte Mäuse in einer bestimmten Umgebung verhalten. Für das Reimspiel werden weiterhin die tatsächlich gesprochenen Wortformen verglichen.
Bei „Hut — Mut“ können die Beteiligten einen zweiten eigenen Satz finden, wenn das Kind möchte. „Mut“ bezeichnet keine Person und keinen Gegenstand; das ist für den Klangvergleich kein Hindernis. Der Erwachsene kann die Bedeutung im Gespräch erklären, ohne aus der erfundenen Szene eine Bewertung des Kindes abzuleiten.
Wer keinen Satz erfinden möchte, bleibt bei zwei Wörtern. Eine Zeichnung oder ein Satz ist eine zusätzliche Darstellung und keine Voraussetzung dafür, ein Paar zu untersuchen. Beim Festhalten auf Papier darf das Kind entscheiden, ob der Erwachsene mitschreibt und ob der Zettel aufbewahrt wird.
Bilder können mehr als einen Namen haben
Eine Zeichnung mit Dach und Tür kann jemand „Haus“, eine andere Person „Gebäude“ nennen. Das Bild selbst legt nicht eindeutig fest, welches gesprochene Wort gewählt wird. Für die Paarung mit „Maus“ können die Beteiligten vereinbaren, dass in dieser Runde „Haus“ gemeint ist. Möchte das Kind „Gebäude“ verwenden, wird der Klang dieses anderen Wortes untersucht.
Ein Bild einer kleinen Maus kann „Maus“, „Tier“ oder ein erfundener Personenname genannt werden. Diese Namen erfüllen unterschiedliche kommunikative Zwecke. Der Erwachsene sollte das Kind nicht stillschweigend auf eine andere Bezeichnung festlegen, nur weil die gewünschte Reimantwort sonst nicht entsteht.
Bei Bildkarten ist es hilfreich, die vereinbarten Namen vor der Auswahl gemeinsam zu wiederholen oder zugänglich zu beschreiben. Ein schriftliches Etikett kann Erwachsenen beim Erinnern helfen, setzt aber nicht voraus, dass das Kind es selbst liest. Ein Gegenstand oder eine Figur kann ebenso Anlass für das vereinbarte Wort sein.
Wenn ein Bild undeutlich ist, tauschen Sie es auf Wunsch aus oder verzichten Sie darauf. Die Schwierigkeit, ein Objekt auf einer kleinen Karte zu erkennen, ist eine andere Aufgabe als das Vergleichen von Wortenden. Die Gestaltung des Materials sollte diese beiden Anforderungen nicht unnötig vermischen.
Aus zwei Wörtern eine freiwillige Partneraufgabe machen
Eine Person kann zwei Wörter vorschlagen, die andere wählt, ob sie sie vergleichen möchte. Danach fasst die erste Person ihre eigene Wahrnehmung zusammen. Diese Struktur unterscheidet Vorschlagen, Zuhören und Entscheiden. Alle drei Rollen tragen zum Gespräch bei und können auf Wunsch wechseln.
Bei zwei Kindern kann ein Erwachsener helfen, Sprechpausen und die Verfügbarkeit von Karten zu organisieren. Ein Kind muss nicht zum Vorsagen vor einer Gruppe gedrängt werden. Wenn eines mit einem Kommunikationsgerät antwortet, wird die nötige Auswahlzeit eingeplant; der andere Partner darf warten oder eine geeignete Aufgabe übernehmen.
Ein gemeinsames Ergebnis könnte eine Karte mit „Haus“ neben einer Karte mit „Maus“ sein. Vor der Ablage wird noch einmal benannt, was die Anordnung bedeuten soll: „Diese Wörter haben wir als Reimpaar verglichen.“ Ohne diese Erklärung könnte die Nähe der Karten auch eine andere Beziehung darstellen.
Wenn die Beteiligten uneinig bleiben, können beide Antworten stehen bleiben oder die Wörter zu einem späteren Zeitpunkt erneut betrachtet werden. Das Spiel muss nicht mit einem erzwungenen Konsens enden. Auch der Beschluss, eine Frage offenzulassen, kann ein respektvoller Abschluss sein.
Eine kurze Notiz ohne Leistungsurteil
Eine mögliche Notiz lautet: „Der Erwachsene sagte Haus und Maus; das Kind zeigte nach einer Wiederholung auf die Mauskarte.“ Sie beschreibt den Ablauf und den Hinweis. „Das Kind kann alle Reime“ wäre aus dieser einen Beobachtung nicht ableitbar. Welche Information die Familie behalten möchte, bleibt ihre Entscheidung.
Falls eine Person zunächst „Hut“ wählte und später „Maus“, kann die Notiz beide Momente unterscheiden, sofern sie überhaupt benötigt wird. Vielleicht änderte sich die Frage oder es gab einen Hinweis. Eine spätere Auswahl sollte nicht rückwirkend als ursprüngliche Antwort ausgegeben werden.
Eine Karte mit zwei geschriebenen Wörtern zeigt nicht, ob jemand sie gehört, selbst gelesen oder von einer anderen Person vorgelesen bekommen hat. Der Kontext der Aktivität und die verfügbaren Hilfen müssen separat beschrieben werden. Die Schriftkarte ist eine Repräsentation des Materials, kein vollständiges Protokoll.
Wenn die Familie die Karte weitergeben möchte, kann sie Namen, Fotos und Tonaufnahmen weglassen. Eine Beschreibung mit allgemeinen Rollen genügt für viele Gespräche. Das Kind soll, soweit möglich, an der Entscheidung beteiligt werden, ob eine eigene Zeichnung oder Aufnahme gezeigt wird.
Ein weiteres Reimpaar und eine klare Grenze
Wer ein weiteres Beispiel sucht, kann „Baum“ und „Raum“ vergleichen: In der üblichen Aussprache klingen die Enden ähnlich. Ein Baum und ein Raum sind inhaltlich unterschiedliche Dinge. Das Paar eignet sich deshalb, um den Unterschied zwischen Klangbeziehung und Bedeutung erneut an einer neuen Wortwahl zu besprechen.
Wählen die Teilnehmenden stattdessen ein zusammengesetztes oder mehrsilbiges Wort, reicht der letzte geschriebene Buchstabe nicht als alleinige Prüfung. Die betonte Wortendung und die tatsächliche Aussprache sind zu berücksichtigen. Wenn die Familie unsicher ist, darf die Frage offenbleiben oder mithilfe einer geeigneten Quelle geprüft werden.
Ein regionaler Akzent oder eine andere Familiensprache ist kein Fehler, der im Spiel korrigiert werden muss. Es kann vorkommen, dass ein Vergleich anders gehört oder erklärt wird. Hilfreich ist, die verwendeten Formen und den Kontext zu benennen, statt aus einer Antwort eine Bewertung der Person abzuleiten.
Zum Schluss entscheiden beide Partner, ob sie ein Paar behalten, eine Geschichte erfinden oder die Karten wegräumen. Niemand muss alle Beispiele des Artikels bearbeiten. Eine freiwillige, gut verständliche Runde kann bereits das Ziel erfüllen, gemeinsam auf eine konkrete Klangbeziehung aufmerksam zu werden.
Eine kleine Reimkette nach gemeinsamer Absprache
Wer nach Haus und Maus weitersuchen möchte, kann „Laus“ ergänzen. In der üblichen Aussprache reimen sich Haus, Maus und Laus. Die drei Wörter bezeichnen unterschiedliche Dinge; die gemeinsame Gruppe entsteht hier durch ihren Klang, nicht dadurch, dass die Gegenstände dieselbe Funktion haben. Ein Bild von einer Laus ist für das Spiel nicht notwendig.
Die Beteiligten können die Wörter nacheinander nennen oder vorbereitete Karten auswählen. Bevor eine neue Karte in die Gruppe kommt, sagen sie, welches Wort sie darstellt. Wenn das Kind ein anderes Wort mit dem Bild verbindet, wird dieses andere Wort gesondert betrachtet. Eine Karte darf auch beiseitegelegt werden, wenn niemand sie verwenden möchte.
Zum Vergleich könnte „Hut“ neben die drei Wörter gelegt werden. Die Teilnehmenden können die Frage stellen, ob das Ende von Hut zum Ende von Haus, Maus und Laus passt. Im vereinbarten Beispiel gehört Hut nicht zu dieser Reimgruppe; es kann stattdessen mit Mut verglichen werden. Die Zugehörigkeit hängt vom gewählten Kriterium ab und bewertet weder den Gegenstand noch das Wort.
Eine Reimkette kann klein bleiben. Drei Beispiele reichen aus, um eine gemeinsame Klangbeziehung zu besprechen; es muss keine vollständige Liste aller möglichen Wörter entstehen. Wenn ein neu vorgeschlagenes Wort unbekannt oder seine Aussprache unklar ist, kann es als offene Frage notiert und später geprüft werden.
Hat eine Person die Wörter vorgeschlagen und die andere eine Karte bewegt, kann eine knappe Notiz beide Beiträge nennen. Sie sollte nicht behaupten, dass jede Person alle Wörter selbst ausgesprochen hat. Eine Darstellung ist dann besonders nützlich, wenn sie zeigt, was tatsächlich vereinbart und mit welcher Unterstützung gemacht wurde.
Zum Abschluss können die Karten gemischt, aufgehoben oder weggeräumt werden. Wenn das Kind später eine Karte wiederfindet, klären die Beteiligten erneut, welches Wort sie verwenden. Eine frühere Zuordnung kann daran erinnern, bindet aber niemanden daran, dieselbe Aktivität noch einmal zu spielen.
Bei einer Bildreihe kann ein Strich zwischen Haus und Maus das vereinbarte Paar kennzeichnen. Eine andere Person sollte erfahren, dass der Strich für den Reimvergleich steht und nicht etwa eine Straße zwischen den abgebildeten Orten darstellt. Wenn der Autor eine andere Bedeutung gemeint hat, wird diese Erklärung übernommen; die Markierung spricht nicht für sich selbst.
Wird die Zeichnung später verändert, können neue Verbindungen entstehen. Die ursprüngliche Zuordnung lässt sich bei Bedarf auf einer separaten Kopie festhalten. Entscheidend ist, welchen Zustand die Beteiligten gerade besprechen.
Zugang und Abschluss
Reime nach Gehör zu vergleichen setzt Zugang zu den betreffenden Sprachlauten voraus. Bei einem gehörlosen oder schwerhörigen Kind stimmen Familie und vertraute Fachpersonen eine geeignete Aktivität ab. Schrift, Gebärden, Bilder oder taktile Hilfen können unterschiedliche Informationen vermitteln; sie sind nicht automatisch identisch mit einer Hörerfahrung. Eine andere zugängliche Frage kann ausdrücklich als solche benannt werden.
Eine Karte kann über eine Auswahl, eine Blickrichtung oder ein Kommunikationsgerät gewählt werden. Geben Sie genügend Zeit und Möglichkeiten für „noch einmal“, „anders“, „Hilfe“ und „fertig“. Wenn eine Reaktion nicht eindeutig ist, fragen Sie nach, statt ihr eine bestimmte Antwort zuzuschreiben.
Zum Schluss können die Teilnehmenden ein Paar nennen, zeigen oder die Karten einfach wegräumen. Eine einmalige Reaktion ist keine Diagnose der Sprach- oder Hörentwicklung. Für weitere Ideen besuchen Sie ähnliche Wortenden oder Buchstaben und Wörter. Der [Bildungsserver Berlin-Brandenburg](https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fileadmin/bbb/unterricht/fachbriefe_berlin/sprachfoerderung/Fachbrief_Sprachfoerderung_DaZ_20.pdf) nennt „Haus — Maus“ ebenfalls als Reimbeispiel.
Hilfreiche Antworten
Reimen sich Haus und Maus?
Ja. In der üblichen deutschen Aussprache klingen die betonten Enden ähnlich.
Reimen sich Haus und Hut, weil beide mit H beginnen?
Nein. Der ähnliche Anfang ist eine andere Eigenschaft; die Wortenden dieser beiden Beispiele reimen sich nicht.
Muss das Kind selbst sprechen oder klatschen?
Nein. Es kann auf Wunsch zeigen, auswählen, ein Kommunikationsmittel nutzen oder eine andere zugängliche Aktivität wählen.


