Ein Kind hört die Wörter „Mappe“ und „Tasse“ und zeigt auf die Mappe, als nach /m/ am Wortanfang gefragt wird. Eine kurze Notiz kann festhalten, welche Wörter verwendet wurden, welche Hilfe gegeben wurde und wie das Kind antwortete. Daraus entsteht keine Diagnose oder allgemeine Bewertung. Die Aufzeichnung hilft vielmehr, die nächste Gesprächssituation verständlich vorzubereiten. Diese Anleitung zeigt eine konkrete Hörübung, mehrere mögliche Antworten und Beispiele für Notizen, die Beobachtung und Interpretation auseinanderhalten.
Was wird beobachtet?
Das sprachliche Ziel ist, den ersten Laut eines vertrauten gesprochenen Wortes wahrzunehmen. „Mappe“ beginnt mit /m/, „Tasse“ mit /t/. Die Schrägstriche bezeichnen in diesem Text Laute; sie müssen dem Kind nicht erklärt werden.
Die Aufzeichnung beschreibt eine bestimmte Handlung unter bestimmten Bedingungen: Welche Wörter wurden gesprochen? Waren die Bilder sichtbar? Hat die erwachsene Person den Laut vorgemacht? Hat das Kind gesprochen, gezeigt oder ein Kommunikationsmittel verwendet? Diese Angaben helfen, die Antwort später einzuordnen.
Ein einzelner richtiger oder anderer Vorschlag zeigt nicht die gesamten sprachlichen Fähigkeiten eines Kindes. Die Übung ist kein Hörtest und keine Diagnose. Sie ist eine Grundlage für ein weiteres gemeinsames Gespräch über Wortanfänge.
Material für eine erste Runde
Nehmen Sie eine erkennbare Mappe oder ein Bild davon und eine leere Tasse oder ein Tassenbild. Ein Blatt und ein Stift reichen für die Notiz. Als mögliches drittes Wort können Sie ein Mausbild bereithalten: „Mappe“ und „Maus“ beginnen mit /m/.
Legen Sie zunächst nur zwei Bilder mit genügend Abstand aus. Ein Kind kann sie durch Blick, Geste oder ein vertrautes Kommunikationsgerät auswählen. Wenn eine erwachsene Person das Material bewegt, sollte sie die Auswahl vorher bestätigen.
Die Gegenstände müssen sicher und passend für das Kind sein. Die Tasse kann durch ein großes Bild ersetzt werden. Ein Foto des Kindes oder eine Tonaufnahme sind für diese Beobachtung nicht erforderlich.
Wörter vor der Lautfrage vereinbaren
Zeigen Sie auf die Mappe und fragen Sie, wie das Kind den Gegenstand nennt. Sagt es „Ordner“, kann das eine sinnvolle Bezeichnung sein. Vereinbaren Sie für die Runde „Mappe“ oder untersuchen Sie den Anfang des tatsächlich gewählten Wortes.
Eine Tasse kann auch „Becher“ genannt werden. Diese Wörter beginnen mit unterschiedlichen Lauten. Eine Notiz sollte deshalb das verwendete Wort enthalten, nicht nur das Bild oder den Gegenstand beschreiben.
Sprechen Sie die vereinbarten Wörter „Mappe“ und „Tasse“ und zeigen Sie auf die jeweiligen Bilder. Das Kind kann die Bezeichnung bestätigen, auch ohne sie selbst auszusprechen. Erst danach folgt die Frage nach dem Anfang.

Eine offene Hörübung
Zeigen Sie auf die Mappe: „Mappe. Ich höre /m/ am Anfang.“ Zeigen Sie auf die Tasse: „Tasse. Ich höre /t/ am Anfang.“ Sprechen Sie die Wörter natürlich und machen Sie den jeweiligen Anfang kurz hörbar.
Fragen Sie: „Welches Wort beginnt mit /m/?“ Das Kind kann auf die Mappe zeigen, „Mappe“ sagen oder ein Symbol auswählen. Wiederholen Sie die konkrete Verbindung: „Mappe beginnt mit /m/.“
Zeigt das Kind auf die Tasse, vergleichen Sie die Wörter erneut. „Tasse beginnt mit /t/, Mappe mit /m/.“ Bieten Sie eine weitere Wahl an, wenn das Kind möchte. Auch ein gemeinsam gezeigtes Beispiel kann die Runde abschließen.
Eine einfache Beobachtungsnotiz
Schreiben Sie unmittelbar nach der Runde: „Mappe und Tasse waren sichtbar. Erwachsene Person sprach beide Wörter und /m/ vor. Kind zeigte bei der Frage nach /m/ auf die Mappe.“ Diese Notiz beschreibt Wörter, Hilfe und Antwort.
Wenn das Kind zunächst auf die Tasse zeigte und nach einem erneuten Vergleich die Mappe wählte, halten Sie beide Schritte fest. Beispiel: „Zuerst Tasse gezeigt; nach erneutem Vorsprechen Mappe gewählt.“ Die Änderung gehört zum Ablauf.
Vermeiden Sie eine pauschale Formulierung wie „kennt alle Anlaute“. Aus einer Auswahl zwischen zwei vertrauten Wörtern folgt das nicht. Eine konkrete Beschreibung zeigt, was tatsächlich beobachtet wurde.
Ein Beispielgespräch
Erwachsene Person: „Was ist auf diesem Bild?“ Kind: „Mappe.“ Erwachsene Person: „Und hier?“ Kind: „Tasse.“ Erwachsene Person: „Mappe beginnt mit /m/. Welches der beiden Wörter hörst du am Anfang mit /m/?“ Kind zeigt auf die Mappe.
Nach der Runde schreibt die erwachsene Person auf, dass die Bilder sichtbar waren und /m/ zuvor modelliert wurde. Das Kind kann entscheiden, ob es ein eigenes Bild dazu malen möchte. Ein Zeichnen ist für die Notiz nicht erforderlich.
Wenn das Kind „Becher“ statt „Tasse“ sagt, wird diese Benennung zuerst besprochen. Entscheiden sich beide für „Becher“, gehört dieses Wort in die Notiz. Die erwachsene Person sollte das verwendete Wort nicht nachträglich stillschweigend austauschen.
Beobachtung und Deutung trennen
„Das Kind zeigte auf die Tasse“ beschreibt eine sichtbare Handlung. „Das Kind hat nicht zugehört“ wäre eine Deutung, für die die einzelne Auswahl nicht ausreicht. Vielleicht war das Wort unbekannt, das Bild undeutlich oder die Frage anders verstanden.
Schreiben Sie die beobachtete Auswahl und gegebenenfalls eine offene Frage: „War die Bezeichnung Tasse bekannt?“ Bei einer späteren Gelegenheit können Sie die Bilder vor der Lautfrage erneut benennen.
Auch „hat den Laut sicher verstanden“ ist stärker als eine einzelne Antwort belegt. Eine präzise Notiz lautet etwa: „Nach vorgemachtem /m/ Mappe aus zwei sichtbaren Bildern gewählt“.

Welche Hilfe war verfügbar?
Eine erwachsene Person kann beide Wörter wiederholen, den Anfang betonen, ein Bild zeigen oder die passende Karte vormachen. Jede Hilfe verändert die Bedingungen. Halten Sie fest, welche davon in der konkreten Runde genutzt wurde.
Beispiel: „Wörter einmal wiederholt; Kind wählte anschließend Mappe.“ Ein anderer Eintrag könnte lauten: „Erwachsene Person zeigte Mappe und sagte /m/; Kind zeigte danach ebenfalls darauf.“ Beide Beobachtungen sind sinnvoll, aber nicht identisch.
Unterstützung muss nicht möglichst schnell entfernt werden. Wenn sie dem Kind Zugang zur Aufgabe gibt, kann sie bei einer nächsten Runde erhalten bleiben. Die Notiz macht diese Entscheidung nachvollziehbar.
Eine Antwort ohne gesprochene Wörter
Ein Kind kann die Mappe mit dem Blick auswählen oder auf ein Symbol tippen. Die erwachsene Person bestätigt: „Meinst du die Mappe?“ Nach der Bestätigung wird die Auswahl in der Notiz beschrieben.
Liegen die Bilder zu dicht, kann der Blick schwer zuzuordnen sein. Vergrößern Sie den Abstand oder nutzen Sie die gewohnte Anordnung des Kommunikationsmittels. Eine mehrdeutige Geste sollte nicht als eindeutige Antwort notiert werden.
Blickkontakt zur erwachsenen Person ist nicht erforderlich. Entscheidend ist, dass die Wörter zugänglich sind und das Kind seine Auswahl auf verständliche Weise mitteilen kann.
Wenn die Auswahl unerwartet ist
Zeigt das Kind auf die Tasse, fragen Sie zunächst, welches Wort es verwendet. Vielleicht hat es den Gegenstand anders benannt. Danach sprechen Sie die vereinbarten Wörter erneut und vergleichen ihre Anfänge.
Bleibt die Auswahl Tasse bei der Frage nach /m/, können Sie /m/ bei „Mappe“ und /t/ bei „Tasse“ vormachen. Notieren Sie die ursprüngliche Antwort und die Hilfe. Eine zweite Auswahl ist nur nötig, wenn das Kind weiterprobieren möchte.
Ein unerwarteter Vorschlag kann auch auf eine andere Sortierregel zurückgehen, etwa gleiche Farbe. Fragen Sie „Was hast du verglichen?“ und hören Sie die Erklärung an, bevor Sie die Lautfrage wiederholen.
Ein zweites Wort mit /m/
Fügen Sie ein Mausbild hinzu und benennen Sie es gemeinsam. „Mappe“ und „Maus“ beginnen beide mit /m/. Fragen Sie, welches Bild zu Mappe passt, wenn Sie nach demselben Wortanfang suchen.
Das Kind kann Maus zeigen. Halten Sie fest, ob die Wörter zuvor vorgesprochen wurden und ob das dritte Bild eine bekannte Bezeichnung hatte. Ein neues Wort erhöht die Anforderungen an Benennung und Auswahl.
Wenn Maus und Mappe zunächst nach Farbe oder Bedeutung gruppiert werden, akzeptieren Sie diese Beobachtung und stellen die Klangfrage getrennt. Ein Gegenstand kann je nach Kriterium zu unterschiedlichen Gruppen gehören.
Eine kurze Notiz mit einer Zeichnung
Das Kind kann die Mappe malen und einen Punkt auf das Bild setzen, das es gewählt hat. Die erwachsene Person schreibt daneben „Mappe, /m/“ und notiert die angebotene Hilfe.
Eine Zeichnung muss kein perfektes Abbild sein. Fragen Sie das Kind, was sie zeigt, und verwenden Sie seine bestätigte Benennung. Für die Lautbeobachtung zählt das Wort, das tatsächlich gesprochen oder ausgewählt wurde.
Wenn das Kind nicht zeichnen möchte, genügt eine schriftliche Notiz des Erwachsenen. Das Aufzeichnen soll die Erinnerung an die Situation unterstützen, nicht eine neue Pflichtaufgabe schaffen.
Die nächste Gelegenheit vorbereiten
Nehmen Sie beim nächsten Mal dieselben zwei Bilder und vereinbaren Sie ihre Namen erneut. Sie können dieselbe Frage stellen und dieselbe Unterstützung anbieten. So sind die Bedingungen leichter zu vergleichen.
Wenn Sie ein neues Wort hinzufügen, notieren Sie die Änderung. Eine Antwort mit drei Auswahlmöglichkeiten ist nicht unter denselben Bedingungen entstanden wie eine Antwort mit zwei Bildern. Das Ergebnis sollte entsprechend beschrieben werden.
Das Kind kann auch nur zuhören oder eine andere Aktivität wählen. Eine nächste Runde muss nicht an einem bestimmten Tag stattfinden.
Wortanfang und Buchstabenname
Bei „Mappe“ hören wir am Anfang /m/. Der Name des Buchstabens M und dieser Laut sind nicht identisch. Wenn das Kind den Buchstaben nennt, können Sie die Verbindung erklären, ohne die Hörfrage in eine Leseprüfung umzuwandeln.
Bei „Tasse“ ist /t/ ein kurzer Laut. Der Buchstabenname „Te“ enthält einen Vokal und sollte nicht als unveränderter Anfangslaut des Wortes dargestellt werden.
Notieren Sie bei Bedarf getrennt: „Kind zeigte die M-Karte“ und „Kind wählte Mappe nach der Frage zu /m/“. Beide Antworten können interessant sein, betreffen aber unterschiedliche Aufgaben.
Die Aufzeichnung zugänglich gestalten
Die Notiz kann vom Erwachsenen geschrieben, vom Kind diktiert oder gemeinsam gezeichnet werden. Eine Bildkarte mit dem gewählten Gegenstand kann anstelle einer langen Beschreibung dienen. Datum und verwendetes Wort helfen bei der späteren Zuordnung.
Wenn ein Kind ein Gerät verwendet, warten Sie auf seine Auswahl und bestätigen Sie die Interpretation. Schreiben Sie nur auf, was tatsächlich mitgeteilt oder beobachtet wurde.
Bewahren Sie die Notiz privat auf, wenn sie persönliche Informationen enthält. Eine Weitergabe oder Aufnahme ist für das Spiel nicht nötig. Die Familie entscheidet, welche Angaben sie überhaupt festhalten möchte.
Drei Angaben für eine brauchbare Notiz
Erstens nennen Sie die Wörter: „Mappe“ und „Tasse“. Zweitens beschreiben Sie die Bedingung: Beide Bilder waren sichtbar, und die erwachsene Person sagte den Laut /m/ vor. Drittens halten Sie die Antwort fest: Das Kind zeigte auf die Mappe.
Die drei Angaben können in einem einzigen Satz stehen. Sie müssen keine lange Tabelle führen. Ohne die Bedingung „vorgesprochen“ könnte eine spätere Leserin fälschlich annehmen, das Kind habe den Laut ohne Modell ermittelt.
Wenn keine Antwort kam, schreiben Sie dies sachlich: „Kind hörte zu und wählte keine Karte“. Stille ist nicht automatisch eine falsche Auswahl. Eine nächste Runde kann andere Materialien oder einen anderen Zeitpunkt verwenden.
Ein anderer Name verändert die Aufgabe
Ein Kind nennt das Mappenbild „Ordner“. Die erwachsene Person kann fragen, ob für diese Runde das Wort „Mappe“ verwendet werden soll. Wenn das Kind zustimmt, wird der Anfang von „Mappe“ mit /m/ verglichen.
Bleiben beide beim Wort „Ordner“, wird dessen tatsächlicher Anfang untersucht. Die Notiz sollte „Ordner“ nennen. Ein Eintrag „Mappe falsch gewählt“ würde nicht wiedergeben, welches Wort das Kind gehört und benutzt hat.
Diese Präzision gilt auch bei „Tasse“ und „Becher“. Ein Bild kann mehrere passende Namen zulassen. Der Anlaut gehört zum gesprochenen Wort, nicht unabhängig davon zum Gegenstand.
Erst die Bilder erkennen, dann die Laute
Zeigen Sie Mappe und Tasse und bitten Sie das Kind zunächst, die Mappe zu zeigen. Wenn die Auswahl nicht klar ist, besprechen Sie das Bild und seine Bezeichnung. Die Lautfrage folgt erst, wenn beide dasselbe Wort verwenden.
Danach sprechen Sie „Mappe“ und „Tasse“ und fragen nach /m/. Notieren Sie, ob das Kind die Bilder bereits vor der Lautfrage eindeutig zuordnen konnte. So wird eine Schwierigkeit beim Bildnamen nicht mit einer Schwierigkeit beim Lautvergleich verwechselt.
Ist ein Bild zu klein oder undeutlich, ersetzen Sie es oder verwenden Sie den sicheren realen Gegenstand. Eine Verbesserung des Materials ist eine Änderung der Bedingungen und kann in der Notiz stehen.
Ein erstes und ein korrigiertes Ergebnis
Das Kind zeigt bei /m/ zunächst auf die Tasse. Die erwachsene Person spricht „Mappe, Tasse“ erneut und zeigt die jeweiligen Bilder. Danach wählt das Kind die Mappe. Halten Sie beide Auswahlen und das erneute Vorsprechen fest.
Eine Notiz könnte lauten: „Zuerst Tasse gezeigt; nach Wiederholung beider Wörter Mappe gezeigt.“ Sie behauptet weder, dass die erste Wahl unbegründet war, noch dass die zweite ohne Unterstützung erfolgte.
Wenn das Kind nicht erneut wählen möchte, reicht die erste Beobachtung mit der angebotenen Erklärung. Eine Korrektur ist keine Voraussetzung dafür, das Gespräch zu beenden.
Eine offene Frage statt einer Diagnose
Nach einer unerwarteten Auswahl können Sie notieren: „War die Frage verständlich?“ oder „War das Bild bekannt?“ Eine solche Frage ist als offene Überlegung erkennbar und wird nicht als Tatsache über das Kind ausgegeben.
Bei der nächsten Gelegenheit lässt sich eine dieser Bedingungen prüfen, etwa durch ein größeres Bild. Behalten Sie die Wörter möglichst gleich und notieren Sie die neue Darstellung. Eine einzige Änderung macht den Vergleich verständlicher.
Wenn eine Familie weitergehende Fragen zum Hören oder zur Sprachentwicklung hat, kann sie Beobachtungen mit einer geeigneten Fachperson besprechen. Das häusliche Spiel ersetzt keine Untersuchung.
Eine Auswahl mit Blick oder Geste
Legen Sie zwei große Bilder mit genügend Abstand aus. Das Kind kann die Mappe ansehen oder auf sie zeigen. Wenn die Auswahl nicht eindeutig ist, fragt die erwachsene Person: „Meinst du dieses Bild?“ und wartet auf Bestätigung.
Eine Notiz könnte lauten: „Nach Bestätigungsfrage Blick auf Mappe als Auswahl verstanden.“ Sie macht die zusätzliche Klärung sichtbar. Ohne Bestätigung sollte ein unklarer Blick nicht als sichere Antwort festgehalten werden.
Blickkontakt zum Gesicht des Erwachsenen ist nicht erforderlich. Für die Aufgabe zählt, ob das Kind Zugang zu den Wörtern und eine verständliche Möglichkeit zur Auswahl hat.
Unterstützung durch ein Kommunikationsgerät
Wenn das Kind ein Gerät nutzt, stellen Sie die vertrauten Symbole für die gewählten Wörter bereit. Sprechen Sie die Wörter bei Bedarf vor und geben Sie Zeit für die Auswahl. Fragen Sie, ob die erwachsene Person die Auswahl laut wiederholen soll.
Ein konkreter Eintrag: „Mappe über bekanntes Symbol ausgewählt; Erwachsene sprach die Auswahl vor; Kind bestätigte.“ Die Nutzung des Geräts ist eine Antwortform und keine Fehlerquelle an sich.
Wenn ein gewünschtes Symbol fehlt, kann das Kind Hilfe beim Finden oder eine andere Darstellung benötigen. Notieren Sie diese Bedingung, bevor Sie aus einer fehlenden Auswahl etwas über das Lautverstehen ableiten.
Ein eigenes Wort des Kindes
Das Kind schlägt zu „Mappe“ das Wort „Milch“ vor. Die erwachsene Person wiederholt beide Wörter und hört /m/ am Anfang. Notieren Sie: „Kind nannte Milch; gemeinsamer Vergleich mit Mappe“.
Wenn das Kind „Buch“ nennt, sprechen Sie „Mappe, Buch“ und hören /m/ und /b/. Die Notiz kann den Vorschlag und die anschließende Gegenüberstellung enthalten, ohne den Vorschlag nur als falsch zu etikettieren.
Bei unklarer Aussprache klären Sie zuerst, welches Wort gemeint ist. Ein Bild oder ein vertrautes Symbol kann helfen. Erst danach ist eine Aussage über den verglichenen Anfang möglich.
Zwei ähnliche Gegenstände
Eine Tasse und ein Becher können beide zum Trinken dienen. Wenn das Kind sie nach Funktion zusammenlegt, halten Sie diese Beobachtung fest. Für die Anlautfrage sprechen Sie die konkreten Wörter und vergleichen ihre Anfänge.
Eine Notiz kann unterscheiden: „Tasse und Becher nach Gebrauch gruppiert; danach Mappe und Maus nach /m/ verglichen“. So werden zwei verschiedene Regeln nicht miteinander verwechselt.
Das Kind kann eine eigene Sortierung behalten. Die Lautübung fragt nach einer zusätzlichen Beziehung zwischen Wörtern und muss die erste Gruppierung nicht ersetzen.
Wörter mit ähnlicher Schrift
Bei neuen Beispielen reicht der erste geschriebene Buchstabe nicht immer aus, um denselben Anfangslaut festzustellen. In der üblichen standarddeutschen Aussprache beginnen „Socke“ und „Suppe“ mit stimmhaftem /z/. Regionale Aussprache kann abweichen.
Für eine kurze Notiz schreiben Sie die tatsächlich verwendeten Wörter und, wenn bekannt, den gehörten Laut. Ein vertrautes Paar wie Mappe und Maus bietet für /m/ einen klaren Einstieg.
Ist die erwachsene Person bei einer neuen Aussprache unsicher, kann sie dies als offene Frage notieren und später prüfen. Eine unsichere Zuordnung sollte nicht als festes Ergebnis des Kindes dokumentiert werden.
Eine Wiederholung mit gleicher Hilfe
An einem anderen Tag legen Sie wieder Mappe und Tasse offen aus, benennen beide und sprechen /m/ vor. Das Kind erhält dieselbe Frage. Notieren Sie die Antwort und den Zeitpunkt.
Wenn die Auswahl anders ausfällt, beschreiben Sie die Beobachtung ohne vorschnellen Schluss. Die Umgebung, Aufmerksamkeit oder Benennung kann sich dennoch verändert haben. Fragen Sie bei Bedarf nach dem verwendeten Wort.
Gleiche Wörter und ähnliche Unterstützung erleichtern den Vergleich, garantieren aber keine identischen Bedingungen. Die Notiz zeigt eine einzelne Situation und keine dauerhafte Eigenschaft des Kindes.
Eine Wiederholung mit neuer Hilfe
Vielleicht war das Tassenbild beim ersten Mal schwer zu erkennen. Beim nächsten Mal verwenden Sie eine echte leere Tasse und dasselbe Mappenbild. Schreiben Sie die Änderung auf, bevor Sie die Antwort vergleichen.
Ein anderer Fall ist eine neue Antwortform: Das Kind zeigt jetzt auf ein großes Symbol statt auf die kleine Karte. Auch dies kann den Zugang verbessern. Die Beobachtung sollte die neue Bedingung nennen.
Verändern Sie möglichst nicht gleichzeitig Wörter, Anzahl der Bilder und Frageform, wenn Sie verstehen möchten, welche Unterstützung geholfen hat. Eine Veränderung kann bewusst erprobt und beschrieben werden.
Das Kind bestimmt den Umfang
Fragen Sie, ob das Kind eine weitere Karte anschauen oder die Runde beenden möchte. Es kann eine neue Mauskarte wählen oder beim bekannten Paar bleiben. Eine Beobachtung ist auch nach einem einzigen Vergleich vollständig.
Wenn das Kind seine Auswahl nicht in einer Notiz sehen möchte, kann die Familie auf persönliche Aufzeichnungen verzichten. Für die Vorbereitung reicht oft, sich das verwendete Wort und die hilfreiche Darstellung zu merken.
Die erwachsene Person entscheidet nicht allein, dass eine Aufnahme oder ein Foto nötig sei. Diese Übung lässt sich mit einer knappen schriftlichen Beschreibung oder ganz ohne dauerhafte Speicherung durchführen.
Eine Notiz für eine neue Person erklären
Wenn die Familie eine Beobachtung mit einer betreuenden Person teilen möchte, kann sie die Bedingungen dazusagen: „Die Bilder waren sichtbar, und /m/ wurde vorgemacht.“ Die empfangende Person sollte wissen, dass es sich um eine einzelne häusliche Spielsituation handelt.
Ein Satz wie „kennt /m/“ lässt offen, welche Wörter, Hilfen und Antwortformen verwendet wurden. Ein konkreter Ablauf ist nützlicher, um gegebenenfalls eine ähnliche Frage vorzubereiten.
Die Weitergabe ist keine Voraussetzung für das Spiel. Persönliche Angaben sollten nur im gewünschten Rahmen festgehalten und geteilt werden.
Die Runde gemeinsam abschließen
Zeigen Sie die gewählte Karte und wiederholen Sie das vereinbarte Wort: „Mappe beginnt mit /m/.“ Das Kind kann zeigen oder zuhören. Danach legen Sie die Materialien weg, wenn es fertig ist.
Schreiben Sie eine knappe Notiz erst nach der Interaktion oder mit Zustimmung des Kindes währenddessen. Das Gespräch sollte nicht durch fortlaufendes Bewerten unterbrochen werden.
Für das nächste Mal können dieselben Bilder bereitliegen. Vor der neuen Frage werden die Namen wieder gemeinsam festgelegt; das Kind muss sich nicht an jede Einzelheit der früheren Runde erinnern.
Eine Rückfrage zur Notiz
Lesen Sie dem Kind die kurze Beschreibung vor, sofern es daran teilnehmen möchte: „Du hast auf die Mappe gezeigt, nachdem ich beide Wörter gesagt habe.“ Das Kind kann bestätigen oder korrigieren, was gemeint war.
Wenn die Auswahl anders verstanden wurde, ändern Sie die Notiz entsprechend oder markieren Sie die Unklarheit. Eine Aufzeichnung ist nur hilfreich, wenn sie die tatsächliche Situation möglichst genau wiedergibt.
Bei Bedarf können Sie für die nächste Runde größere Bilder oder eine andere Antwortform vorbereiten. Halten Sie diese geplante Änderung getrennt von dem fest, was bereits beobachtet wurde.
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Für den Einstieg ohne Aufzeichnung nutzen Sie die Anlautspiele mit Gegenständen aus dem Haushalt. Dort können Sie zuerst vertraute Wörter und Bilder vergleichen.
Wenn das Kind einen gehörten Laut mit einem geschriebenen Zeichen verbinden möchte, besuchen Sie gemeinsam den Bereich Buchstaben. Das Erkennen aller Buchstaben ist keine Voraussetzung für die Hörübung.
Hilfreiche Antworten
Ist eine richtige Auswahl eine Diagnose?
Nein. Sie beschreibt eine einzelne Antwort unter bestimmten Bedingungen und ersetzt keine fachliche Untersuchung.
Was gehört in eine hilfreiche Notiz?
Die verwendeten Wörter, die verfügbare Hilfe und die beobachtete Antwortform.
Muss das Kind sprechen oder zeichnen?
Nein. Es kann zeigen, blicken oder ein vertrautes Kommunikationsmittel verwenden; ein Erwachsener kann die Notiz schreiben.
Was tun bei einer anderen Bildbenennung?
Verwenden oder vereinbaren Sie das konkrete Wort und notieren Sie diese Benennung vor dem Lautvergleich.


