Ein Haus steht links von einer Katze, ein Baum rechts von ihr — jedenfalls aus der Sicht der Personen, die gemeinsam an einer Seite des Tisches sitzen. Mit drei Karten lässt sich diese Anordnung bewegen und überprüfen. Eine Zeichnung kann sie festhalten, muss aber ihre Blickrichtung deutlich machen. In diesem Beispiel vergleichen wir beides und schauen, was geschieht, wenn eine Person auf die gegenüberliegende Tischseite wechselt.

Was verglichen wird

Das Beispiel verwendet drei Karten: ein Haus, eine Katze und einen Baum. Für zwei Personen an derselben Tischseite liegt das Haus links, die Katze in der Mitte und der Baum rechts. Die Frage lautet zunächst: „Was liegt links von der Katze?“ Aus dieser gemeinsamen Sicht ist es das Haus.

Die reale Kartenreihe lässt sich verschieben und aus verschiedenen Positionen betrachten. Eine Zeichnung auf Papier kann die Anordnung aus einer vereinbarten Blickrichtung festhalten. Sie bewegt die Karten nicht automatisch und zeigt ohne weitere Markierung nicht unbedingt, von welcher Seite betrachtet wurde.

Links und rechts sind hier räumliche Beziehungen aus einem genannten Blickwinkel. Die Aufgabe fragt zunächst nicht nach der linken Pfote der Katze oder nach ihrer eigenen Blickrichtung. Diese Fragen erfordern einen anderen Bezug und werden später getrennt behandelt.

Das Kind kann zeigen, sprechen, eine Karte auswählen oder eine vertraute Kommunikationshilfe nutzen. Eine helfende Person darf die Karte nach bestätigter Anweisung bewegen. Die Antwort hängt nicht davon ab, ob das Kind das Material selbst greifen kann.

Bereiten Sie drei ausreichend große Karten mit Haus, Katze und Baum vor. Zeichnungen reichen aus, sofern beide Beteiligten die Motive erkennen und gleich benennen. Ein zusätzliches Blatt und ein Stift dienen für die spätere Zeichnung.

Setzen oder stellen Sie sich zunächst an dieselbe lange Tischseite. Legen Sie die Karten in einer Reihe ab, sodass beide sie aus dieser Position sehen. Aus dieser gemeinsamen Sicht kommt das Haus links, die Katze in die Mitte und der Baum rechts.

Zeigen Sie auf jede Karte und sagen Sie: „Haus, Katze, Baum.“ Fragen Sie, ob das Kind dieselben Wörter verwendet. Wenn es den Baum anders benennt, können Sie sich auf eine Bezeichnung einigen; die räumliche Frage bleibt dann nachvollziehbar.

Legen Sie bei Bedarf eine gut sichtbare Markierung an die gemeinsame Tischseite. Sie bedeutet „Von hier aus betrachten wir die Reihe“. Die Markierung ist kein viertes Motiv in der Reihe und wird nicht als Objekt links oder rechts der Katze gezählt.

Die Anordnung mit Karten prüfen

Fragen Sie: „Was liegt links von der Katze, wenn wir beide von hier schauen?“ Das Kind kann auf das Haus zeigen oder es benennen. Bestätigen Sie bei einer Geste zunächst, welche Karte gemeint ist.

Fragen Sie danach: „Was liegt rechts von der Katze?“ In der Ausgangsanordnung ist es der Baum. Die Antwort „Katze“ auf die Frage nach dem linken Objekt kann auf ein Missverständnis des Bezugspunktes hinweisen; zeigen Sie zuerst, welche Karte die Mitte bildet.

Prüfen Sie die Antwort durch gemeinsames Zeigen: Von der Katze aus liegt das Haus auf der linken Seite der Reihe, der Baum auf der rechten. Die Karten müssen dafür nicht berührt oder verschoben werden.

Wenn Haus und Baum vertauscht werden, sagen Sie das ausdrücklich. Die Katze bleibt in der Mitte, aber aus derselben Sicht liegt nun der Baum links und das Haus rechts. Die neue Antwort gehört zur neuen Anordnung, nicht zur alten.

Legen Sie die Karten wieder als Haus, Katze und Baum aus gemeinsamer Sicht. Zeichnen Sie auf einem Blatt links ein Haus, in der Mitte eine Katze und rechts einen Baum. Das Kind kann die Stelle für jedes Motiv wählen oder eine erwachsene Person nach seinen Anweisungen zeichnen lassen.

Markieren Sie den unteren Rand des Blattes als Betrachtungsseite, wenn das den Beteiligten hilft. Legen Sie das Blatt so vor sich, dass beide von dort aus schauen. Benennen Sie die Markierung: Sie kennzeichnet die vereinbarte Ausrichtung der Zeichnung.

Vergleichen Sie Karte und Bild Motiv für Motiv. Das gezeichnete Haus soll aus der vereinbarten Sicht links der gezeichneten Katze liegen; der gezeichnete Baum rechts. Die Größe oder Farbe der Bilder muss nicht exakt mit den Karten übereinstimmen.

Verschieben Sie danach nur die echte Baumkarte. Auf dem Papier bleibt der Baum zunächst am alten Ort. Die Zeichnung dokumentiert den vorherigen Zustand und muss verändert oder neu angefertigt werden, wenn sie die neue Kartenreihe zeigen soll.

Was Karten und Zeichnung jeweils leisten

Die Karten sind beweglich. Ein Kind kann eine Karte auswählen und ihre Position ändern oder eine andere Person dazu anleiten. So lässt sich unmittelbar prüfen, welche räumliche Aussage nach der Änderung zutrifft.

Die Zeichnung bewahrt eine bestimmte Anordnung, auch wenn die Karten später weggeräumt werden. Ohne Datums- oder Zustandsangabe kann jedoch unklar sein, ob sie die aktuelle Reihe oder eine frühere Anordnung zeigt.

Eine Zeichnung, die gedreht wird, kann bei der betrachtenden Person eine andere Links-rechts-Beschreibung auslösen. Markieren Sie daher die Betrachtungsseite und stellen Sie sicher, dass beide Personen von der vereinbarten Seite auf das Blatt schauen.

Das Bild zeigt die abgebildete Katze, aber nicht zwingend deren eigene Blickrichtung. Für die Frage „Was liegt links von der Katze aus ihrer Sicht?“ müsste geklärt werden, wohin die Katze blickt. Diese Perspektive ist eine zusätzliche Vereinbarung.

Lassen Sie die Karten unverändert liegen: Haus, Katze und Baum aus Sicht der ursprünglichen Tischseite. Nun wechselt eine erwachsene Person auf die gegenüberliegende lange Seite und schaut auf dieselbe Reihe. Das Kind bleibt an seinem Platz, wenn es möchte.

Von der gegenüberliegenden Seite aus erscheint die Reihenfolge entlang der eigenen Links-rechts-Achse umgekehrt: Der Baum liegt dort links von der Katze und das Haus rechts. Die Karten wurden nicht vertauscht; geändert hat sich der Standort der betrachtenden Person.

Die beiden Aussagen „Haus links“ und „Haus rechts“ widersprechen einander nicht, wenn jeweils die eigene Blickrichtung genannt wird. Zeigen Sie von jedem Platz aus die entsprechende Seite und sagen Sie dazu, wer gerade schaut.

Wenn die Personen nicht genau gegenüber oder die Karten schräg liegen, kann die Beschreibung schwieriger werden. Richten Sie die Reihe für das Beispiel eindeutig aus oder zeigen Sie gemeinsam auf die Seite. Eine unklare Anordnung muss nicht durch Raten gelöst werden.

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Antworten gemeinsam klären

Das Kind sagt „Baum links“, während beide an der ursprünglichen Seite sitzen. Fragen Sie zuerst, ob es tatsächlich den Baum meint und welchen Blickwinkel es verwendet. Vielleicht wurde zuvor eine Karte verschoben oder das Blatt gedreht.

Ist die Ausgangsreihe unverändert, zeigen Sie die Katze als Bezugspunkt und vergleichen Sie die beiden Seiten aus der gemeinsamen Position. Das Kind kann seine Antwort ändern oder weiter erklären. Eine körperliche Bewegung zur anderen Tischseite ist nicht erforderlich.

Eine Person auf der Gegenseite sagt ebenfalls „Baum links“. Aus ihrer Sicht kann das korrekt sein. Nennen Sie den Standort, bevor Sie eine Antwort beurteilen: „Von Bens Seite liegt der Baum links; von Milas Seite liegt er rechts.“

Wenn das Kind auf das Haus zeigt, aber „Baum“ sagt, prüfen Sie die vereinbarten Namen. Ein Benennungsproblem und eine räumliche Zuordnung sind unterschiedliche Fragen. Sie können die Motive erneut benennen und die Lage danach noch einmal betrachten.

Für einen leichteren Einstieg verwenden Sie nur zwei Karten und eine einzige gemeinsame Sicht. Benennen Sie erst beide Motive und fragen Sie beispielsweise, welches links auf der Reihe liegt. Die Katze als Bezugspunkt kann später hinzugefügt werden.

Für den nächsten Schritt lassen Sie das Kind die Ausgangsreihe selbst anordnen oder eine helfende Person anweisen. Vergleichen Sie danach mit der Zeichnung. Jede Verschiebung wird ausdrücklich benannt, damit klar ist, welche Anordnung gerade gilt.

Eine weitere Variante verwendet zwei Zeichnungen: eine aus jeder Tischseite. Markieren Sie die Betrachtungsseite und prüfen Sie, ob die Reihenfolgen aus den jeweiligen Blickwinkeln korrekt wiedergegeben sind. Das ist eine zusätzliche Perspektivaufgabe.

Wenn eine Person nicht auf die andere Tischseite wechseln kann oder möchte, kann die Perspektive mit einer zweiten Karte am gegenüberliegenden Rand besprochen werden. Eine andere Person beschreibt, was sie von dort sieht; das Kind entscheidet, wie es antworten möchte.

Ein vollständiger gemeinsamer Durchgang

Mila und Ben sitzen nebeneinander an einer Tischseite. Sie legen aus ihrer Sicht das Haus links, die Katze in die Mitte und den Baum rechts. Eine erwachsene Person fragt, ob beide die Bilder erkennen und diese Namen verwenden möchten.

Mila zeigt auf das Haus. Ben fragt: „Liegt es links von der Katze?“ Beide betrachten die Reihe vom selben Platz aus. In der vereinbarten Ausgangsanordnung lautet die Antwort ja; das Haus ist links, der Baum rechts der Katze.

Ben zeichnet dieselbe Reihe auf ein Blatt. Mila zeigt, wo das Haus hin soll, und bestätigt anschließend die Position der Katze. Ein Strich am unteren Blattrand bezeichnet die Seite, von der aus beide die Zeichnung betrachten wollen.

Nun verschiebt Mila das Haus nach rechts neben den Baum. Sie sagt vorher, dass sie die Hauskarte bewegt. Die ursprüngliche Zeichnung bleibt unverändert und zeigt weiterhin die Ausgangslage. Ben kann eine zweite Zeichnung für die neue Lage anfertigen.

Am Schluss vergleichen die beiden Bilder und die Kartenreihe: Welches Bild zeigt den Zustand vor dem Verschieben, welches den Zustand danach? Wenn sie das Material wegräumen möchten, muss keine weitere Runde folgen.

In der Ausgangslage ist die Katze die mittlere Karte. Die Frage „Was liegt links von der Katze?“ benennt damit sowohl einen Bezugspunkt als auch eine Richtung aus der vereinbarten Sicht. Das Haus ist die gesuchte Karte.

Die Frage „Was liegt links in der Reihe?“ kann ebenfalls das Haus als Antwort haben, stellt aber den linken Rand der Reihe in den Vordergrund. Bei anderen Anordnungen lohnt es sich, genau zu sagen, welche Beziehung gemeint ist.

Wird die Katze an den linken Rand verschoben, liegt aus derselben Sicht keine der beiden anderen Karten links von ihr. Haus und Baum können beide rechts liegen. Prüfen Sie die tatsächliche Lage, statt die alte Antwort beizubehalten.

Wenn zwei Karten direkt übereinanderliegen, ist „links von“ für diese beiden Motive nicht eindeutig aus der sichtbaren Anordnung abzulesen. Legen Sie sie mit Abstand aus oder besprechen Sie ausdrücklich, welchen Teil der Überdeckung Sie betrachten.

Ein Bezugspunkt kann ein Gegenstand oder eine Person sein. Die Frage nach links von der Katze aus unserer Sicht ist jedoch nicht automatisch die Frage nach der linken Seite der Katze selbst. Für letztere muss ihre Orientierung feststehen.

Eine Darstellung für jede Tischseite

Erstellen Sie ein erstes Blatt aus Sicht von Mila: links Haus, Mitte Katze, rechts Baum. Kennzeichnen Sie die Seite, an der Mila sitzt. Die Karten auf dem Tisch bleiben für dieses Beispiel unverändert.

Ben sitzt genau gegenüber und fertigt ein zweites Blatt aus seiner eigenen Sicht an. Für ihn liegt der Baum links, die Katze in der Mitte und das Haus rechts. Er markiert seine Betrachtungsseite auf dem zweiten Blatt.

Legen Sie beide Blätter so vor die jeweiligen Personen, wie sie beim Zeichnen ausgerichtet waren. Die umgekehrten Reihenfolgen können dieselbe reale Anordnung zeigen, weil sie von gegenüberliegenden Seiten beschrieben wird.

Wenn ein Blatt gedreht oder zur anderen Person geschoben wird, sagen Sie, was sich geändert hat. Die Markierung hilft zu erkennen, wie das Bild ursprünglich gelesen werden sollte. Prüfen Sie die Antwort nicht allein anhand der Position des Papiers nach dem Verschieben.

Sind die beiden Personen seitlich versetzt statt genau gegenüber, können die Eindrücke anders ausfallen. Für die einfache Umkehr im Beispiel wählen Sie eine gerade Reihe und zwei gegenüberliegende Plätze. Bei anderen Positionen betrachten Sie die konkrete Anordnung neu.

Legen Sie die Zeichnung mit dem markierten Rand zu beiden Betrachtenden. Aus dieser Orientierung zeigt sie Haus links, Katze in der Mitte und Baum rechts. Drehen Sie nun das gesamte Blatt um eine halbe Umdrehung auf dem Tisch.

Vom unveränderten Platz aus erscheint die seitliche Reihenfolge auf dem gedrehten Blatt vertauscht. Die Motive stehen außerdem auf dem Kopf. Die Zeichnung selbst wurde gedreht; die realen Karten auf dem Tisch müssen sich dabei nicht bewegen.

Fragen Sie: „Was haben wir gedreht: das Blatt oder die Karten?“ Vergleichen Sie anschließend mit der Markierung am Blattrand. Eine Aussage über das gedrehte Bild ist nicht automatisch eine Aussage über die unveränderte Kartenreihe.

Wenn Sie das Bild wieder in die Ausgangslage drehen, kann erneut Haus links und Baum rechts zu sehen sein. Die beteiligte Person kann das Drehen selbst ausführen oder eine helfende Person anweisen. Bestätigen Sie die gewünschte Bewegung vor dem Handeln.

Eine Kartenreihe verändern, ein Bild bewahren

Beginnen Sie wieder mit Haus, Katze und Baum aus gemeinsamer Sicht. Legen Sie das gezeichnete Ausgangsbild daneben. Nun vertauschen Sie Haus und Baum und sagen: „Wir bewegen zwei Karten; das Blatt bleibt liegen.“

In der neuen Kartenreihe liegt der Baum links und das Haus rechts von der Katze. Auf dem unveränderten Blatt zeigt das ursprüngliche Bild weiter Haus links und Baum rechts. Beide Beschreibungen sind korrekt für den jeweiligen Zustand.

Erstellen Sie eine zweite Zeichnung oder kennzeichnen Sie die Bilder mit „vorher“ und „nachher“. Ein Kind, das noch nicht liest, kann die Bedeutungen der Markierungen vorher mitbestimmen. Die Beschriftung sollte nicht erst bei der Beurteilung einer Antwort eingeführt werden.

Wenn nur das Haus neben den Baum verschoben wird, achten Sie auf die genaue Reihenfolge der drei Karten. „Haus rechts vom Baum“ und „Haus rechts von der Katze“ sind verschiedene Beziehungen. Beide können zutreffen, müssen aber einzeln geprüft werden.

Ein Kind kann seine linke Hand zeigen, während es auf die Karten blickt. Das ist eine mögliche körperliche Orientierungshilfe, aber nicht die einzige. Ein anderes Kind kann die linke Seite auf dem Blatt oder mit einer vertrauten Markierung anzeigen.

Wenn eine erwachsene Person gegenüber sitzt und ihre eigene linke Hand hebt, liegt diese aus Sicht des Kindes auf der anderen Seite. Eine Demonstration aus derselben Blickrichtung kann den Bezug vereinfachen; erklären Sie vor dem Wechsel, wessen Seite genannt wird.

Ein farbiges Band an einer Hand kann für manche Personen ein hilfreiches Zeichen sein, für andere unangenehm oder schwer zu erkennen. Fragen Sie nach einer passenden Unterstützung. Das Band definiert nicht allgemein die linke Seite aller Personen im Raum.

Vermeiden Sie, eine körperliche Bewegung vorzuschreiben, die jemand nicht ausführen möchte oder kann. Die räumliche Beziehung kann auch durch Blick, Sprache, Auswahl einer Karte oder eine vertraute Kommunikationshilfe gezeigt werden.

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Kleine Schritte. Gute Gewohnheiten.

Die Blickrichtung der gezeichneten Katze

Die Kartenfrage bezieht sich auf die Sicht der Personen am Tisch. Bei einer neuen Frage nach der Sicht der Katze brauchen wir zusätzlich eine eindeutige Orientierung der Figur. Zeichnen Sie zum Beispiel einen Pfeil, der zeigt, wohin sie blickt.

Zeigt der Pfeil von den Betrachtenden weg und stehen Haus und Baum auf der gewohnten Reihe, stimmen die seitlichen Richtungen der Katze in diesem vereinfachten Modell mit denen der Betrachtenden überein. Das Haus liegt dann auf ihrer linken Seite.

Zeigt der Pfeil stattdessen zu den Betrachtenden, ist die Figur umgekehrt ausgerichtet. In diesem Modell liegt aus Sicht der Katze der Baum links und das Haus rechts. Verändern Sie nur die vereinbarte Blickrichtung; die Kartenpositionen bleiben dabei gleich.

Ein Bild einer Katze ohne klar erkennbaren Blickpfeil kann verschiedene Deutungen zulassen. Fragen Sie den Zeichner oder die Zeichnerin, welche Richtung gemeint ist, bevor Sie eine Antwort beurteilen. Diese Zusatzaufgabe muss nicht Teil der ersten Kartenrunde sein.

Das Kind zeigt auf die Hauskarte, sagt aber „Baum“. Prüfen Sie zuerst die vereinbarten Bildnamen. Wenn das Motiv schwer erkennbar ist, wählen Sie andere Karten. Eine Verwechslung der Wörter ist nicht automatisch eine Verwechslung der räumlichen Richtung.

Das Kind sagt „links“, zeigt aber nach rechts. Fragen Sie, welche Antwort es ausdrücken wollte, und bieten Sie eine vertraute Form der Bestätigung an. Eine einmalige Abweichung kann viele Gründe haben; sie erklärt sich nicht durch eine allgemeine Aussage über das Kind.

Die Zeichnung zeigt die alte Anordnung, während die Karten bereits vertauscht sind. Fragen Sie nach dem Zeitpunkt: „Meinst du das Blatt von vorher oder die Karten jetzt?“ Beide Darstellungen können innerhalb ihres jeweiligen Zustands richtig sein.

Ein Erwachsener zeigt von der gegenüberliegenden Seite aus nach links und erwartet dieselbe Bewegung vom Kind. Halten Sie inne und benennen Sie die Perspektive. Ein Platzwechsel kann die räumliche Beschreibung ändern, ohne dass eine der Personen falsch schaut.

Zwei Personen können Rollen tauschen

Im ersten Durchgang ordnet Mila die drei Karten an, Ben beschreibt sie. Danach kann Ben eine neue Anordnung wählen und Mila die Zeichnung überprüfen. Beide müssen den Rollenwechsel wollen; Beobachten oder Pausieren bleibt möglich.

Wer eine Karte nicht selbst bewegen kann, darf ihre Position mit Blick, Sprache, Geste oder einem Kommunikationsgerät auswählen. Eine helfende Person wiederholt die Anweisung und wartet auf Bestätigung, bevor sie Haus oder Baum verschiebt.

Wenn beide dieselbe Karte bewegen möchten, vereinbaren sie eine Reihenfolge oder verwenden zwei eigene Kartenreihen. Eine gezeichnete Reihenfolge kann helfen, ersetzt aber nicht ihre Zustimmung. Persönliche Gegenstände werden nur mit Einverständnis ihrer besitzenden Person verwendet.

Eine erwachsene Person kann nachfragen: „Welche Karte soll links von der Katze liegen?“ Sie sollte nicht ohne Rückmeldung entscheiden, welche Seite das Kind gemeint hat. Ein bestätigter Bezugspunkt macht die gemeinsame Aufgabe verständlicher.

Für den Einstieg reichen Haus und Baum an einer gemeinsamen Tischseite. Fragen Sie, welches Motiv links und welches rechts in der Reihe liegt. Eine mittlere Bezugskarte oder ein Platzwechsel ist dafür noch nicht erforderlich.

Mit drei Karten kommt die Beziehung zur Katze hinzu. Das Kind kann das Haus links und den Baum rechts von dieser Karte zeigen. Wenn die Anordnung verändert wird, benennen Sie die Bewegung, bevor Sie dieselbe Frage erneut stellen.

Als weitere Herausforderung fertigen zwei Personen aus gegenüberliegenden Blickrichtungen je eine Zeichnung an. Das setzt voraus, dass Standort und Ausrichtung verstanden oder zugänglich dargestellt werden. Eine Zeichnung aus Sicht der Katze ist noch einmal eine andere Aufgabe.

Bei jedem Schritt können Sie zu zwei Karten und einer gemeinsamen Sicht zurückkehren. Das ist eine andere Aufgabenstellung, kein Beweis für ein Defizit. Notieren Sie, welche Unterstützung und welcher Blickwinkel tatsächlich verwendet wurden.

Eine konkrete Beobachtung notieren

Eine hilfreiche Notiz könnte lauten: „Aus gemeinsamer Sicht zeigte das Kind bei der Frage links von der Katze auf das Haus; die erwachsene Person benannte die Karten vorher.“ Die Frage und die gegebene Unterstützung sind damit erkennbar.

Wenn eine helfende Person die Karte bewegt hat, können Sie festhalten: „Das Kind zeigte die Zielposition, der Erwachsene verschob die Karte nach Bestätigung.“ So wird die Entscheidung des Kindes nicht mit der physischen Bewegung verwechselt.

Ein späteres Ergebnis aus der gegenüberliegenden Sicht ist nur mit seinem Standort verständlich. Schreiben Sie dazu, wer wo saß und welche Reihe zu sehen war. Ohne diese Angaben können zwei richtige, aber unterschiedlich bezogene Aussagen wie ein Widerspruch wirken.

Die Notiz ist kein Test aller räumlichen Fähigkeiten. Sie hält eine Handlung unter bestimmten Bedingungen fest und kann helfen, die nächste Aufgabe gemeinsam auszuwählen. Eine allgemeine Bewertung der Person folgt daraus nicht.

Mit BrainHunters weitermachen

Falls auf BrainHunters eine Aufgabe zur räumlichen Orientierung verfügbar ist, lesen Sie die tatsächliche Anweisung und betrachten Sie die dargestellte Blickrichtung. Ein Bild auf dem Bildschirm und eine Kartenreihe auf dem Tisch können unterschiedliche Bezugspunkte verwenden.

Anschließend kann das Kind zur eigenen Zeichnung zurückkehren und die vereinbarte Betrachtungsseite zeigen. Ob es weitere Aufgaben machen möchte, entscheidet es mit. Eine richtige Antwort in einer Anordnung belegt nicht automatisch jede mögliche Perspektive.

WAS DU VIELLEICHT WISSEN MÖCHTEST

Hilfreiche Antworten

Bleiben links und rechts für alle Personen gleich?

Nicht unbedingt. Bei einer Anordnung auf dem Tisch können zwei gegenüberstehende Personen dieselben Objekte aus ihrer jeweiligen Sicht vertauscht als links und rechts beschreiben.

Muss das Kind die Karten selbst bewegen?

Nein. Es kann eine Anweisung geben oder eine Position mit einem vertrauten Kommunikationsmittel anzeigen; eine andere Person bewegt die Karten nach Bestätigung.

Ist eine Zeichnung automatisch aus jeder Richtung eindeutig?

Nein. Vereinbaren Sie, wie die Seite ausgerichtet und von welcher Seite sie betrachtet wird.

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