Ein Bär und ein Hase stehen auf dem Tisch. Zwei Kinder sitzen nebeneinander und schauen von derselben Seite auf die Tiere. Aus ihrer gemeinsamen Sicht steht der Bär links vom Hasen. Ein Kind kann die Anordnung vorbereiten, das andere sie beschreiben oder verändern. Beim anschließenden Prüfen geht es nicht um Schnelligkeit, sondern um eine klare Frage: Links oder rechts wovon und aus welcher Blickrichtung?

Die gemeinsame Sicht vereinbaren

Legen Sie zwei gut unterscheidbare Spieltiere bereit, zum Beispiel einen Bären und einen Hasen. Ein drittes Tier kann später hinzukommen. Wählen Sie für alle anwesenden Kinder geeignete, ausreichend große Materialien und eine stabile Fläche. Ein Erwachsener begleitet die Vorbereitung und sorgt dafür, dass keine ungeeigneten Kleinteile verwendet werden.

Die Kinder sitzen oder stehen nebeneinander an derselben Tischseite und schauen in dieselbe Richtung auf die Tiere. Stellen Sie den Bären aus dieser Sicht links neben den Hasen. Sagen Sie: „Wir schauen von hier. Der Bär steht links vom Hasen.“ Der Hase steht entsprechend rechts vom Bären. Die zweite Aussage hat einen anderen Bezugspunkt, beschreibt aber dieselbe Anordnung.

Ein Papierpfeil auf dem Tisch kann zeigen, in welche Richtung die Kinder schauen. Er ist eine Erinnerung an die vereinbarte Blickrichtung und kein weiteres Tier. Die Pfeilspitze zeigt von den Kindern zu den Figuren. Erklären Sie seine Bedeutung vor dem Spiel; andernfalls könnte ein Kind annehmen, der Pfeil zeige, wohin eines der Tiere bewegt werden soll.

Die Tiere müssen nicht selbst in dieselbe Richtung schauen wie die Kinder. In diesem ersten Beispiel beziehen sich „links“ und „rechts“ ausdrücklich auf die gemeinsame Sicht der Betrachtenden. Wenn später von der linken Seite des Hasen gesprochen wird, ist das ein anderer Bezug und muss gesondert geklärt werden. Ein Tier blickt möglicherweise den Kindern entgegen.

Zwei Rollen mit eigenen Entscheidungen

Ein Kind kann den Bären und den Hasen aufstellen. Das andere beschreibt, was es sieht, oder zeigt auf die Figur links vom Hasen. Danach vergleichen beide die Beschreibung mit der tatsächlichen Anordnung. Wer aufstellt, entscheidet zunächst über die Plätze; wer beschreibt, wählt seine Ausdrucksweise und kann nachfragen. Beide tragen zur gemeinsamen Aufgabe bei.

Für eine nächste Runde können die Kinder die Rollen tauschen, wenn sie das möchten. Das zweite Kind stellt die Tiere auf, das erste beschreibt. Ein Wechsel ist ein Angebot und kein Wettkampf. Wenn ein Kind dieselbe Rolle behalten möchte, kann es innerhalb dieser Rolle andere Entscheidungen treffen; zugleich sollte das andere Kind Gelegenheit haben, selbst etwas vorzuschlagen.

Falls ein Kind eine Figur nicht selbst greifen kann, kann es den Platz mit Blick, Geste, Wort oder einem vertrauten Kommunikationsmittel anzeigen. Ein Erwachsener oder das andere Kind bewegt die Figur nach dieser Anweisung. Bei Unsicherheit wird nachgefragt: „Meinst du diesen Platz?“ Unterstützung beim Bewegen soll die Entscheidung des Kindes sichtbar machen, nicht ersetzen.

Beginnen Sie mit einer Handlung pro Runde. Zwei Tiere aufzustellen und ihre Position zu beschreiben kann bereits genügen. Ein drittes Tier, eine Umstellung und ein Perspektivwechsel sind mögliche Erweiterungen, müssen aber nicht gleichzeitig erfolgen. So bleibt erkennbar, welche Information für die Kinder gerade wichtig ist.

Bär und Hase vergleichen

Wenn der Bär links vom Hasen steht, können die Kinder ihre Finger auf beide Figuren legen oder zeigen: zuerst auf den Hasen als Bezugspunkt, dann auf den Bären. Der Satz beantwortet die Frage, wo der Bär im Verhältnis zum Hasen steht. Er sagt nicht, dass der Bär insgesamt auf der linken Hälfte des Tisches stehen muss; beide Tiere können zum Beispiel rechts von der Tischmitte stehen.

Die umgekehrte Beschreibung lautet aus derselben Sicht: „Der Hase steht rechts vom Bären.“ Sie bezeichnet dieselbe Beziehung mit vertauschten Rollen. Legen Sie beide Sätze nebeneinander und lassen Sie die Figuren stehen. Ein Kind kann nachprüfen, ob sich die Tiere tatsächlich bewegt haben: Das haben sie nicht, nur der Bezugspunkt im Satz hat gewechselt.

Wenn beide Figuren übereinanderstehen oder genau hintereinander liegen, ist „links“ und „rechts“ für diese Anordnung möglicherweise nicht eindeutig. Stellen Sie sie für den Anfang deutlich nebeneinander. Ein kleiner Abstand hilft zu erkennen, welche Figur betrachtet wird. Nähe und Richtung sind unterschiedliche Informationen: „links vom Hasen“ sagt nicht allein, wie weit entfernt der Bär steht.

Ein Kind könnte auf den Hasen zeigen, weil es die Frage „Was steht links?“ anders verstanden hat. Wiederholen Sie die vollständige Frage: „Welches Tier steht links vom Hasen, wenn wir von hier schauen?“ Lassen Sie Zeit zum Nachsehen. Eine einzelne Antwort zeigt noch nicht, ob das Wort, der Bezugspunkt oder die Blickrichtung unklar war.

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Tiere tauschen, Plätze behalten

Nun bleiben die Kinder an ihren Plätzen. Sie tauschen nur die Positionen der Tiere: Der Hase steht aus gemeinsamer Sicht links, der Bär rechts. Fragen Sie zuerst, was bewegt wurde und was unverändert blieb. Der Tisch, die Plätze und die Blickrichtung sind gleich geblieben; die Tiere haben ihre Position getauscht.

Jetzt gilt: „Der Hase steht links vom Bären“ und „Der Bär steht rechts vom Hasen.“ Beide Aussagen lassen sich durch Zeigen überprüfen. Vergleichen Sie sie mit dem Ausgangsbild. Dass sich die Beschreibung geändert hat, liegt hier an der veränderten Anordnung, nicht an einem heimlichen Wechsel der Sicht.

Wenn ein Kind einen anderen Tausch vorschlägt, kann es diesen zeigen. Mit einem dritten Tier wird deutlicher, dass „links“ eine Beziehung und kein fester Platzname ist: Der Bär könnte links vom Hasen, aber rechts vom Hund stehen. Benennen Sie die beiden Bezugstiere ausdrücklich. Ohne sie ist die verkürzte Aussage „Der Bär ist links“ möglicherweise mehrdeutig.

Ein Erwachsener kann die Kinder bitten, gemeinsam eine Anweisung zu formulieren: „Stell den Hund rechts neben den Hasen, aus unserer Blickrichtung.“ Vor dem Bewegen zeigt ein Kind den Hasen, das andere einen möglichen Platz. Der Erwachsene führt aus, was vereinbart wurde, und fragt bei Unklarheit nach. So wird überprüfbar, ob die Anweisung die notwendige Information enthält.

Was ändert sich auf der anderen Tischseite?

Wenn die Kinder möchten und der Weg sicher sowie zugänglich ist, können sie gemeinsam auf die gegenüberliegende Tischseite wechseln. Die Tiere bleiben an ihren Plätzen. Ein Erwachsener achtet darauf, dass niemand über Gegenstände stolpert. Wer seinen Platz nicht wechseln kann oder möchte, kann die neue Sicht mit einer zweiten Figur, einem Foto oder einer Beschreibung erkunden; diese Darstellungen ersetzen die eigene körperliche Erfahrung nicht vollständig.

Nach einem Wechsel auf die gegenüberliegende Seite und einer Drehung zum Tisch blicken die Kinder aus der entgegengesetzten Richtung auf dieselbe nebeneinanderliegende Anordnung. Was zuvor aus ihrer Sicht links war, erscheint nun rechts. Der Bär hat sich dabei nicht bewegt. Entscheidend ist, dass die Blickrichtung tatsächlich umgekehrt wurde; ein bloßer Platzwechsel irgendwo am Tisch garantiert nicht automatisch diese einfache Umkehrung.

Kehren Sie, wenn möglich, zur ersten Tischseite zurück. Der Papierpfeil kann erneut in die aktuelle Blickrichtung gelegt werden. Vergleichen Sie die Aussagen: „Von hier steht der Bär links vom Hasen“ und „Von gegenüber steht er rechts vom Hasen.“ Beide können zur gleichen unveränderten Anordnung passen. Die Ergänzung „von hier“ oder eine andere klare Ortsangabe gehört deshalb zur Beschreibung.

Ein Kind muss diese Umkehrung nicht sofort gedanklich ohne Handlung vollziehen. Sich tatsächlich umzusehen, eine Figur zu verschieben oder eine zweite Darstellung zu vergleichen sind legitime Wege. Wenn der Perspektivwechsel heute verwirrend oder unangenehm ist, bleiben Sie beim gemeinsamen Blick von einer Seite. Das ursprüngliche Ziel lässt sich dort bereits untersuchen.

Drei Tiere und zwei Bezugspunkte

Stellen Sie aus gemeinsamer Sicht zunächst den Hund links, den Bären in die Mitte und den Hasen rechts. Fragen Sie: „Wo steht der Bär im Verhältnis zum Hund?“ Er steht rechts vom Hund. Anschließend fragen Sie: „Wo steht der Bär im Verhältnis zum Hasen?“ Jetzt lautet die Antwort links vom Hasen. Der Bär hat seinen Platz nicht gewechselt; nur die Vergleichsfigur ist eine andere.

Kinder können diese Beziehungen mit zwei kurzen Sätzen, durch Zeigen oder mit Papierstreifen darstellen. Auf einem Streifen steht oder liegt das Symbol des Hundes neben dem des Bären, auf einem anderen das des Bären neben dem des Hasen. Wenn die gesamte Reihe auf einer Karte gezeichnet wird, ist es hilfreich, Beginn und Blickrichtung kenntlich zu machen.

Lassen Sie ein Kind ein Tier wählen und das andere den Bezugspunkt bestimmen. Vor der Antwort zeigen beide auf die ausgewählten Figuren. So bleibt nachvollziehbar, ob über den Bären im Verhältnis zum Hund oder zum Hasen gesprochen wird. Wenn ein Kind beide Beziehungen zugleich beschreiben möchte, kann es das tun; nötig ist es für die erste Runde nicht.

Eine Mittelfigur ist nicht einfach „links“ oder „rechts“, ohne dass ein Vergleich genannt wird. Sie kann links von einer Figur und rechts von einer anderen liegen. Diese Beobachtung zeigt, warum eine genaue räumliche Beschreibung zwei Bestandteile braucht: den betrachteten Gegenstand und den Bezug, zu dem seine Lage angegeben wird.

Wenn der Hase durch ein anderes Tier ersetzt wird, bleibt zunächst der Bär an seinem Platz. Die Kinder können fragen, welche Beziehung sich dadurch verändert und welche gleich bleibt. Ein Wechsel des Gegenstands ist ein neuer Aufbau; bevor sie ihn mit dem ersten vergleichen, sollten sie wissen, welche Figur welchen Namen trägt.

Ein Kind kann eine Aufgabe formulieren, die mehrere Lösungen zulässt: „Stell den Bären irgendwo links vom Hasen.“ Ob er direkt daneben oder weiter entfernt steht, ist dann offen. Soll er unmittelbar neben dem Hasen stehen, gehört diese zusätzliche Bedingung in die Anweisung. Das verhindert, dass eine zulässige Lösung nachträglich als Fehler bezeichnet wird.

Beim Aufräumen können die Tiere wieder in ihre Kiste gesetzt werden. Ein weiterer Richtungsauftrag ist dafür nicht erforderlich. Wenn ein Kind noch eine Anordnung zeigen möchte, bleibt Platz für seine Idee; andernfalls kann das Spiel mit der zuletzt gemeinsam verstandenen Szene enden.

Die Kinder können ihre Darstellung nach der Überprüfung behalten, verändern oder wegräumen. Ihre Entscheidung gehört ebenso zum gemeinsamen Spiel.

Zwei Perspektiven ohne Rätselzwang

Bereiten Sie die Tiere so vor, dass von einer Tischseite aus der Bär links vom Hasen steht. Lassen Sie eine Person auf dieser Seite und eine zweite, wenn es praktisch und sicher ist, gegenüber Platz nehmen. Beide schauen zum Tisch. Jede Person zeigt zunächst mit der eigenen Hand auf den Platz, den sie links vom Hasen meint. Die Figuren bleiben während dieser Beobachtung stehen.

Von den entgegengesetzten Blickrichtungen aus können die Personen dieselbe Anordnung unterschiedlich beschreiben. Die Aussage des einen wird nicht dadurch falsch, dass die andere Person ein anderes Wort benutzt. Wenn beide Seiten und die Blickrichtung bekannt sind, lässt sich die Verschiedenheit erklären. Eine erwachsene Person kann die Standorte benennen, statt einem Kind einfach zu sagen, es müsse die Sicht des anderen übernehmen.

Ein Papierpfeil für jede Person kann die jeweiligen Blickrichtungen festhalten. Verwenden Sie unterscheidbare Pfeile und erklären Sie, wem welcher zugeordnet ist. Werden beide Pfeile gleichzeitig auf den Tisch gelegt, dürfen sie die Figuren nicht verdecken. Anschließend kann ein Kind entscheiden, welchen Blick es mit einem Satz beschreiben möchte.

Wer nicht auf die andere Seite wechseln kann, muss die Aufgabe nicht durch eine schnelle Vorstellung im Kopf lösen. Eine zweite Person kann ihre Position beschreiben oder eine Ansicht so darstellen, dass Anfang und Blickrichtung klar sind. Solche Hilfen bieten Informationen über die andere Perspektive; wie gut sie passen, wird mit dem Kind gemeinsam überprüft.

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Die Sicht des Spieltiers ist eine andere Frage

Stellen Sie den Hasen so auf, dass er von den Kindern weg schaut. Die Kinder können vereinbaren, zuerst ihre eigene linke und rechte Seite zu verwenden. Danach fragen sie, wenn sie möchten: „Wo wäre die linke Seite des Hasen?“ Dafür muss erkennbar sein, wohin das Tier blickt und welche Seite seines Körpers gemeint ist. Eine symmetrische Figur ohne erkennbare Vorderseite kann diese Frage unnötig erschweren.

Drehen Sie den Hasen zu den Kindern. Seine linke Körperseite liegt nun aus Sicht der Kinder auf der anderen Seite als zuvor, während die gemeinsame Blickrichtung der Kinder unverändert bleibt. Dabei wurde das Tier gedreht, nicht der Standort der Kinder. Zeigen Sie diese Bewegung langsam und benennen Sie, welche Sicht gerade verwendet wird.

Eine Anweisung wie „Stell den Bären links vom Hasen“ kann im Alltag unterschiedlich verstanden werden, wenn nicht klar ist, ob die Betrachtenden oder der Hase den Bezug bilden. Für das erste Spiel verwenden wir die gemeinsame Sicht der Kinder. Bei einer Aufgabe aus Sicht der Figur sollte dies ausdrücklich gesagt und durch die Ausrichtung des Tieres überprüfbar gemacht werden.

Vermeiden Sie es, die linke Seite einer unbekannten Figur nur nach einem Detail ihrer Kleidung zu bestimmen, wenn dieses Detail nicht eindeutig ist. Falls Vorder- und Rückseite schwer zu unterscheiden sind, kann die Figur einen abnehmbaren Pfeil in Blickrichtung erhalten. Der Pfeil braucht eine vorher vereinbarte Bedeutung. Wenn dennoch Unsicherheit bleibt, ist „Wir wissen es mit dieser Figur noch nicht sicher“ eine passende Antwort.

Eine Anweisung geben und prüfen

Das erste Kind stellt den Hasen auf und sagt zum zweiten: „Stell den Bären links neben den Hasen.“ Beide betrachten die Szene von derselben Seite. Das zweite Kind kann zeigen, wo es den Bären hinstellen möchte, bevor es ihn bewegt. Das erste Kind prüft, ob die Anweisung verständlich war, und darf sie bei Bedarf präzisieren.

Wenn die Figur anders steht als erwartet, fragen Sie zunächst nach dem Bezugspunkt. Vielleicht hat das Kind links von einem anderen Tier gewählt oder die Anweisung aus der Sicht des Hasen verstanden. Die beiden können den Pfeil für die gemeinsame Blickrichtung erneut ansehen. Eine missverständliche Anweisung ist nicht automatisch ein Beleg dafür, dass ein Kind links und rechts grundsätzlich nicht versteht.

Eine hilfreiche Ergänzung könnte lauten: „Der Hase bleibt stehen. Stell den Bären von unserem Platz aus links daneben.“ Danach wird die Handlung erneut ausprobiert. Der Zusatz „neben“ verlangt Nähe; „links von“ allein kann auch eine weiter entfernte Position beschreiben. Wenn die Entfernung wichtig ist, sollte sie ebenfalls vereinbart werden.

Nach der Handlung kann das aufstellende Kind beschreiben, was es getan hat: „Ich habe den Bären links vom Hasen aufgestellt.“ Das andere Kind zeigt, ob es dieselbe Anordnung gemeint hat. Wenn nicht, können beide entscheiden, ob sie den Bären bewegen oder die Beschreibung ändern möchten. Das Ziel ist ein gemeinsames Verständnis, nicht das Nachsprechen eines perfekten Satzes.

Eine Zeichnung als gemeinsame Erinnerung

Die Kinder können die Tiere als einfache Symbole auf ein Blatt zeichnen: etwa einen Kreis für den Bären und ein Dreieck für den Hasen. Eine kleine Legende erklärt die Zuordnung. Ein Pfeil kann die vereinbarte Blickrichtung markieren. Das Blatt ist eine Darstellung der Tischszene, kein Beweis dafür, was zu einem anderen Zeitpunkt tatsächlich auf dem Tisch steht.

Zeigen Sie die Zeichnung nach Absprache einer dritten Person und fragen Sie, was sie erkennt. Wenn die Blickrichtung fehlt, kann sie die Lage möglicherweise anders lesen als die Kinder. Ein zusätzlicher Pfeil oder der Satz „Wir schauen von unten auf das Blatt“ macht die Vereinbarung deutlicher. Die Kinder entscheiden, ob sie die Darstellung ergänzen möchten.

Eine Draufsicht auf die Tischplatte und eine Ansicht von der Seite zeigen unterschiedliche Informationen. In einer Draufsicht kann ein Symbol einen Platz markieren, ohne die Blickrichtung des Tieres erkennbar zu machen. Wenn diese Richtung für die Aufgabe wichtig ist, ergänzen Sie einen zweiten Pfeil an der Figur und erklären Sie, welcher Pfeil zu den Kindern und welcher zum Tier gehört.

Die Zeichnung darf privat bleiben oder nach dem Spiel weggelegt werden. Namen und Gesichter sind für die räumliche Beziehung nicht nötig. Eine kurze Notiz wie „Aus unserer Sicht: Bär links vom Hasen“ genügt oft, um später dieselbe Anordnung wiederherzustellen. Wenn sich die Kinder nicht mehr sicher an die ursprüngliche Szene erinnern, können sie das vermerken, statt eine Einzelheit zu erfinden.

Wenn zwei Antworten unterschiedlich ausfallen

Zuerst lohnt sich die Frage, ob beide Personen auf denselben Gegenstand Bezug nehmen. „Links vom Hasen“ und „links vom Hund“ können für den Bären zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Lassen Sie jedes Kind das Bezugstier zeigen. So kann ein Unterschied in der Fragestellung sichtbar werden, bevor die Lage selbst bewertet wird.

Danach prüfen Sie, ob beide tatsächlich in dieselbe Richtung schauen. Sitzen Kinder an benachbarten, aber nicht parallelen Tischseiten, können ihre Beschreibungen schwieriger zu vergleichen sein. Für einen klaren Einstieg setzen oder positionieren sie sich, soweit möglich, nebeneinander. Eine abgesprochene Pfeilrichtung kann zusätzlich helfen, wenn die eigenen Plätze nicht verändert werden können.

Vielleicht sind die Figuren genau hintereinander statt nebeneinander aufgestellt. Dann lässt sich die Frage nach links und rechts auf dem Tisch nicht so einfach beantworten wie geplant. Bitten Sie die Kinder, eine deutliche Anordnung zu wählen, oder besprechen Sie „vor“ und „hinter“ als neue Frage. Ein unklarer Aufbau ist keine Schuld eines Kindes.

Auch die Wörter können vertauscht werden, obwohl das Kind die Anordnung zeigen kann. Ein Erwachsener kann anbieten: „Zeig mir den Platz, den du meinst.“ Danach wird die vereinbarte Bezeichnung gemeinsam betrachtet. Das Zeigen ersetzt nicht in jeder Situation die sprachliche Aufgabe, kann aber Informationen darüber geben, welche Unterstützung gerade sinnvoll ist.

Alltag und Grenzen des Beispiels

Im Bilderbuch können zwei Figuren nebeneinander stehen. Vor der Beschreibung klären Sie, ob „links im Bild“ aus Sicht der betrachtenden Person gemeint ist oder die linke Körperseite einer Figur. Eine Figur, die den Betrachtenden entgegenblickt, hat eine andere Körperausrichtung. Das Bild allein liefert die gewünschte Bezugsvorschrift nicht immer mit.

Beim Tischdecken kann ein Kind zeigen, wo ein Becher im Verhältnis zu einem Teller steht. Je nachdem, von welcher Tischseite jemand schaut, kann dieselbe Anordnung anders beschrieben werden. Für eine praktische Anweisung hilft es, den gemeinsamen Standort oder einen festen Bezug wie „auf dieser Seite des Tellers“ mit einer Geste zu ergänzen.

Draußen sind Wege, Verkehr und Sicherheitsregeln wichtiger als ein Richtungsspiel. Eine erwachsene Person wählt einen geschützten Ort und gibt notwendige Sicherheitsanweisungen. Die Tischübung ersetzt keine Entscheidung im Straßenverkehr. Wenn die Umgebung unruhig ist, kann die Richtung mit Figuren zu Hause ohne Zeitdruck untersucht werden.

Kinder können im Alltag unterschiedliche Wörter oder Sprachen für Richtungen verwenden. Nutzen Sie die Ausdrücke, die für die Beteiligten verständlich sind, und zeigen Sie den vereinbarten Bezug. Ein Kind muss nicht in einer bestimmten Sprache antworten, um seine räumliche Beobachtung mitzuteilen. Bei einer mehrsprachigen Zeichnung können beide Begriffe ergänzt werden, wenn die Familie das hilfreich findet.

Ein guter Abschluss

Zum Schluss können die Kinder ihre Lieblingsanordnung zeigen: „Von unserem Platz aus steht der Bär links vom Hasen.“ Wenn eines lieber nur auf die Figuren zeigt, ist auch das eine mögliche Beteiligung. Fragen Sie, ob sie noch eine Runde tauschen oder die Tiere wegräumen möchten. Eine korrekte mündliche Wiederholung ist keine Bedingung für das Ende.

Eine Beobachtungsnotiz könnte lauten: „Nach dem Hinweis auf den gemeinsamen Pfeil stellte das Kind den Bären links neben den Hasen.“ Sie nennt Handlung und Unterstützung. Aus dieser einen Szene lässt sich keine allgemeine Aussage über das räumliche Denken des Kindes ableiten. Die Notiz kann helfen, beim nächsten Mal denselben Bezugspunkt wiederherzustellen.

Für einen ersten gemeinsamen Blick gibt es die Anregung links und rechts aus derselben Blickrichtung. Wer die Szene festhalten möchte, kann eine Beobachtung aufzeichnen. Beide Beiträge sind Wahlmöglichkeiten; die Kinder müssen keine feste Reihenfolge absolvieren.

WAS DU VIELLEICHT WISSEN MÖCHTEST

Hilfreiche Antworten

Warum sollen die Kinder zunächst von derselben Seite schauen?

Eine gemeinsame Blickrichtung macht die erste Beschreibung vergleichbar. Später können sie untersuchen, wie sich die Aussage bei einem Blick von gegenüber verändert.

Wenn der Bär links vom Hasen steht, wo steht der Hase?

Aus derselben Blickrichtung steht der Hase rechts vom Bären. Die Anordnung bleibt gleich, nur der Bezugspunkt der Beschreibung wechselt.

Ist die linke Seite des Hasen immer unsere linke Seite?

Nein. Sie hängt davon ab, wohin der Hase blickt. Deshalb muss geklärt werden, ob die Beschreibung die gemeinsame Sicht der Kinder oder die Körperseite der Figur verwendet.

Müssen die Kinder selbst Figuren bewegen?

Nein. Sie können einen Platz zeigen oder eine vertraute Person anleiten. Die Hilfe beim Bewegen kann die eigene Entscheidung unterstützen.

Mach aus einer kleinen Idee ein Abenteuer.

Probiert gemeinsam eine kurze Aktivität aus und nehmt die Entdeckung mit in euren Alltag.

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