Ein Bär und ein Hase warten nebeneinander auf einen Spielzug. Zwei Menschen sitzen auf derselben Seite des Tisches und schauen in dieselbe Richtung. Aus dieser gemeinsamen Sicht steht der Bär links vom Hasen. In der Geschichte dürfen die Figuren ihre Plätze tauschen. Wer genau hinschaut, kann danach erzählen, was sich verändert hat — und was nicht.

Eine Geschichte mit einem gemeinsamen Blick

Für den Einstieg genügen zwei deutlich unterscheidbare Spielfiguren, etwa ein Bär und ein Hase. Ein drittes Tier kann später dazukommen. Setzen Sie sich neben das Kind, sodass beide von derselben Tischseite auf die Figuren blicken. Die gleiche Blickrichtung macht es zunächst leichter, dieselben räumlichen Wörter für die Anordnung zu verwenden.

Stellen Sie den Bären aus dieser Sicht links und den Hasen rechts daneben. Erzählen Sie: „Die beiden warten auf den Zug. Der Bär steht links vom Hasen.“ Zeigen Sie nacheinander auf die Figuren. Der Satz beschreibt die Position des Bären im Verhältnis zum Hasen; er behauptet nicht, dass der Bär die linke Seite seines eigenen Körpers zeigt.

Lassen Sie das Kind entscheiden, wie die Geschichte weitergeht. Vielleicht soll der Hase dem Bären etwas erzählen oder ein weiteres Tier am Bahnhof ankommen. Die Figuren müssen sich nicht bewegen, bevor beide ihre Ausgangsposition gesehen haben. Wer nicht mit Gegenständen spielen möchte, kann die Anordnung auf einem großen Blatt betrachten oder sie von einer vertrauten Person beschreiben lassen.

Ein Papierpfeil kann die gemeinsame Blickrichtung markieren: Er liegt vor den Beteiligten und zeigt von ihnen aus auf die Szene. Er bedeutet nicht automatisch „links“ oder „rechts“ und bewegt keine Figur. Er erinnert daran, von welcher Seite die Szene gerade betrachtet wird. Wenn der Pfeil mehr Verwirrung als Klarheit schafft, kann er weggelassen und der gemeinsame Sitzplatz benannt werden.

Der Spielzug kann auf einem Blatt mit zwei markierten Halteplätzen stehen. Bevor die Tiere einsteigen, bleibt die Frage auf ihre Positionen vor dem Zug beschränkt. Sind sie später im Zug, muss erneut geklärt werden, welche Sitzplätze und welche Blickrichtung gemeint sind. So kann die Geschichte wachsen, ohne dass eine neue Szene stillschweigend dieselben Angaben übernimmt.

Die Ausgangsszene genau betrachten

Bevor eine Figur umgestellt wird, zeigen Sie auf den Hasen und fragen: „Wo steht der Bär im Vergleich zum Hasen?“ Das Kind kann auf den Bären zeigen, „links“ sagen oder auf andere vertraute Weise antworten. Falls die Worte noch neu sind, kann der Erwachsene zunächst selbst beschreiben und dabei auf die richtige Seite zeigen.

Dieselbe Anordnung lässt sich auch umgekehrt beschreiben: Der Hase steht rechts vom Bären. Beide Sätze passen zur gemeinsamen Ansicht. Sie nennen aber unterschiedliche Bezugspunkte. Im ersten Satz wird die Position des Bären in Bezug auf den Hasen beschrieben; im zweiten die des Hasen in Bezug auf den Bären. Zeigen Sie jeweils beide Figuren, statt nur das Richtungswort zu betonen.

Eine Frage wie „Was ist links?“ ist ohne weiteren Bezug mehrdeutig: Gemeint sein könnten links auf dem Tisch, links vom Hasen oder die linke Körperseite einer Figur. In dieser Geschichte lautet die genauere Frage „Welches Tier steht links vom Hasen, wenn wir von hier aus schauen?“ Für ein erstes Gespräch kann auch die kürzere Form genügen, wenn die Szene und der Bezugspunkt für alle klar sind.

Wenn der Bär vor oder hinter dem Hasen steht, ist die Lage möglicherweise nicht als einfaches Nebeneinander erkennbar. Richten Sie die Figuren für den Einstieg ungefähr in einer Reihe aus. Erst später können Sie weitere Richtungen hinzufügen und unterscheiden: Der Vogel steht vor dem Hasen, der Bär links vom Hasen. Ein einzelnes Wort muss nicht sämtliche räumlichen Beziehungen beschreiben.

Wenn die Figuren sich äußerlich ähneln, können die Beteiligten Namen oder andere gut unterscheidbare Merkmale vereinbaren. Ein Schal für den Hasen oder ein kleiner Sockel unter dem Bären kann helfen, sofern das Material geeignet ist. Fragen Sie das Kind, welche Unterscheidung es nutzen möchte. Eine korrekte Links-rechts-Aussage setzt voraus, dass klar ist, welche Figur jeweils gemeint ist.

Die Tiere tauschen die Plätze

In der nächsten Szene möchte der Hase näher am Fenster warten. Das Kind darf beide Figuren vertauschen oder eine erwachsene Person darum bitten. Nach dem Tausch, bei unverändertem Sitzplatz und Blick, steht der Hase links vom Bären und der Bär rechts vom Hasen. Erzählen Sie nicht nur „jetzt andersherum“, sondern benennen Sie die neue Beziehung.

Vergleichen Sie den Anfang und das Ende: Zuerst war der Bär links vom Hasen; danach ist er rechts vom Hasen. Der Hase hat entsprechend die andere Position. Die Tiere selbst und die gemeinsame Blickrichtung sind gleich geblieben. Das Kind kann die Veränderung zeigen, ohne die Sätze auswendig zu wiederholen.

Wenn nur der Hase bewegt wurde und der Bär stehen blieb, schauen Sie nach, wo der Hase nun tatsächlich steht. Ein Tausch bedeutet, dass beide die ursprünglichen Plätze des jeweils anderen einnehmen; ein einzelner Schritt muss nicht dasselbe Ergebnis haben. Beschreiben Sie die sichtbare Endposition, statt einen vollständigen Tausch anzunehmen, der nicht stattgefunden hat.

Möchte das Kind die Tiere nicht tauschen, kann es einen eigenen nächsten Schritt erfinden. Die erwachsene Person fragt vor dem Bewegen: „Soll der Bär an seinem Platz bleiben?“ Auch bei einer anderen Geschichte lässt sich später eine konkrete Position beschreiben. Die Wahl des Kindes macht den Ablauf zu einer gemeinsamen Erzählung und nicht zu einer Folge verdeckter Testfragen.

Nach dem Platztausch können die Figuren probeweise an ihre ursprünglichen Plätze zurückkehren. Die frühere Aussage gilt wieder, sofern auch die Betrachtenden ihre Position beibehalten haben. Ein Foto oder eine Skizze der Ausgangslage kann beim Vergleichen helfen, ist aber nicht erforderlich. Das Wiederherstellen soll die Anordnung sichtbar machen, nicht die Erinnerung des Kindes prüfen.

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Eine dritte Figur kommt hinzu

Nun kann ein Vogel eintreffen. In einer möglichen Anordnung stehen aus gemeinsamer Sicht Bär, Hase und Vogel nebeneinander, in dieser Reihenfolge von links nach rechts. Der Bär steht links vom Hasen, der Vogel rechts vom Hasen. Gleichzeitig steht der Hase rechts vom Bären und links vom Vogel. Jede Aussage bezieht sich auf zwei benannte Figuren.

Der Hase steht in diesem Beispiel zwischen Bär und Vogel. „Zwischen“ beschreibt eine andere Beziehung als „links“ oder „rechts“. Wenn alle drei annähernd in einer Reihe stehen, ist die Bedeutung leicht zu zeigen. Steht der Vogel weit vor den anderen, kann „zwischen“ missverständlich werden; richten Sie die Szene dann neu aus oder beschreiben Sie die zusätzliche Richtung.

Fragen Sie zunächst nur nach einer Beziehung: „Wer steht rechts vom Hasen?“ Das Kind kann auf den Vogel zeigen. Danach darf es dem Erwachsenen eine eigene Frage stellen oder eine Figur bewegen. Mehrere schnelle Fragen hintereinander können dazu führen, dass die Bezugsperson oder das Bezugsobjekt wechselt, bevor die vorherige Antwort geklärt ist.

Wenn der Vogel zwischen Bär und Hase gesetzt wird, prüfen Sie die neue Reihenfolge tatsächlich am Tisch. Vielleicht lautet sie nun Bär, Vogel, Hase. Dann ist der Vogel rechts vom Bären und links vom Hasen. Solche konkreten Sätze sind hilfreicher als eine allgemeine Behauptung, jede Figur habe immer nur eine feste linke oder rechte Position.

Das Kind kann auch bestimmen, dass der Vogel außerhalb der beiden anderen Tiere steht. Wenn die Reihenfolge Hase, Bär, Vogel lautet, ist der Bär zwischen Hase und Vogel. Er steht zugleich rechts vom Hasen und links vom Vogel. Der Vergleich mit der ersten Dreiergruppe zeigt, dass eine Figur je nach Bezugspunkt mehrere zutreffende Beschreibungen haben kann.

Ein Platzwechsel der Betrachtenden

Die Ausgangsgeschichte setzt voraus, dass beide Personen auf derselben Seite sitzen. Was passiert, wenn eine Person auf die gegenüberliegende Tischseite wechselt und die Figuren stehen bleiben? Für die gegenüberstehende Person kann die Anordnung seitenverkehrt erscheinen: Was aus der ersten Blickrichtung links liegt, liegt aus der entgegengesetzten Blickrichtung rechts.

Führen Sie diesen Perspektivwechsel nur durch, wenn das Kind daran interessiert ist und der Ortswechsel zugänglich und sicher möglich ist. Benennen Sie zuerst den eigenen Platz: „Von meinem Sitz aus steht der Bär links vom Hasen.“ Nach dem Wechsel kann die Person ergänzen: „Von hier aus sehe ich den Bären rechts.“ Die Figuren wurden nicht vertauscht; verändert hat sich der Betrachtungsstandpunkt.

Zwei Menschen, die einander gegenübersitzen, können daher unterschiedliche Antworten geben, ohne dass eine Person zwingend unaufmerksam ist. Bevor eine Antwort korrigiert wird, klären Sie, von welcher Seite die Szene beschrieben wurde. Wer eine Anweisung gibt, kann sagen: „Aus deiner Sicht“ oder „von der Seite des Fensters aus“. Noch eindeutiger kann es sein, gemeinsam auf dieselbe Seite zu wechseln.

Der Perspektivwechsel ist ein Zusatz, keine Voraussetzung für das erste Spiel. Für manche Kinder ist es sinnvoll, zunächst bei einer gemeinsamen Blickrichtung zu bleiben. Die erwachsene Person sollte den Sitzplatz nicht unbemerkt wechseln und danach dieselben Wörter erwarten. Wenn sich etwas an der Anordnung oder am Blick ändert, benennen Sie die Änderung, bevor Sie die nächste Frage stellen.

Wenn ein körperlicher Platzwechsel nicht möglich ist, kann eine zweite Figur auf der gegenüberliegenden Seite als gedachte Betrachtende dienen. Ihre Blickrichtung muss ausdrücklich markiert und besprochen werden. Das ist eine Darstellung eines anderen Standpunkts, nicht dieselbe Erfahrung wie das eigene Umsetzen. Die Beteiligten können gemeinsam entscheiden, ob dieses Modell für sie hilfreich ist.

Eigene Körperseiten und Seiten im Bild

Die Aussage „Der Bär steht links vom Hasen“ beschreibt die Lage der Figuren aus dem vereinbarten Blick. Die Aussage „die linke Pfote des Hasen“ bezieht sich dagegen auf den Körper des Hasen. Schaut der Hase den Betrachtenden entgegen, kann seine eigene linke Seite auf der anderen Bildseite liegen als deren linke Seite. Das sind verschiedene Bezugssysteme.

Für die erste Geschichte müssen die Tiere keine ausgeprägten Pfoten oder eine Vorderseite haben. Konzentrieren Sie sich auf ihre Plätze auf dem Tisch. Fragt das Kind später nach der linken Pfote einer Figur, zeigen Sie, in welche Richtung die Figur schaut, und erklären Sie, dass nun ihre Körperseite gemeint ist. Mischen Sie diese neue Frage nicht unbemerkt mit der Platzbeschreibung.

Auch die linke Hand des Kindes und „links auf dem Papier“ sind nicht immer durch dieselbe Zeigebewegung erklärt, etwa wenn das Blatt gedreht wird. Eine gemeinsame Ausgangslage und ein Hinweis auf die Blattoberkante helfen bei Zeichnungen. Das Kind muss seine Hände nicht als Merkhilfe verwenden, wenn eine andere Orientierung zugänglicher oder angenehmer ist.

Manche Kinder nutzen nicht dieselben körperlichen oder visuellen Bezugspunkte wie ihre Spielpartner. Fragen Sie, welche Orientierung vertraut ist, und bieten Sie gegebenenfalls eine große Unterlage, taktile Markierungen oder eine verbale Beschreibung an. Vermeiden Sie, aus einer bestimmten Handbewegung auf das Verständnis der räumlichen Beziehung zu schließen.

Ein Fahrzeug oder ein Tier kann eine eigene Vorderseite haben, auch wenn es auf dem Tisch seitlich ausgerichtet ist. Deshalb bedeutet „links vom Hasen auf dem Tisch“ nicht automatisch „auf der linken Seite des Hasenkörpers“. Bei einer mehrdeutigen Anweisung zeigen Sie auf den gemeinten Bezug oder formulieren Sie sie neu. Für das erste Spiel bleiben die Tiere am besten einfach nebeneinander.

Vom Tisch zur Zeichnung

Das Kind kann die Szene auf ein Blatt übertragen oder einer erwachsenen Person sagen, was sie zeichnen soll. Ein Kreis mit der Beschriftung „Bär“ links und ein zweiter mit „Hase“ rechts genügen, wenn beide die Zeichen verstanden haben. Der Zeichenstil muss den Tieren nicht ähnlich sehen; entscheidend ist, dass der Bezug zwischen Symbol und Figur geklärt ist.

Vergleichen Sie Zeichnung und Tisch von derselben Seite: Welches Zeichen steht links, welches Tier liegt an der entsprechenden Stelle? Drehen Sie das Papier während des Vergleichs nicht unbemerkt. Auf einem gedrehten Blatt kann dieselbe Zeichnung aus Sicht der Betrachtenden anders angeordnet erscheinen. Eine Markierung für oben oder ein gezeichneter Pfeil hilft, die vereinbarte Ausrichtung zu erhalten.

Eine Zeichnung hält eine Anordnung fest, während die Figuren am Tisch weiterbewegt werden können. Wenn der Hase nach dem Zeichnen umgestellt wird, entspricht die alte Zeichnung nicht mehr der neuen Szene. Sie ist nicht falsch; sie zeigt den früheren Zustand. Beschriften Sie die Bilder bei Bedarf mit „vorher“ und „nachher“ oder beschreiben Sie den Zeitpunkt mündlich.

Der Pfeil auf der Zeichnung muss erklärt werden. Ein Pfeil kann die Blickrichtung anzeigen oder den Weg einer Figur zwischen zwei Orten darstellen. Ohne Legende ist nicht eindeutig, welche Funktion er hat. Für eine einfache Platzbeschreibung können Namen und die sichtbare Reihenfolge ausreichen. Zusätzliche Zeichen sind nur sinnvoll, wenn sie die Verständigung erleichtern.

Eine Skizze kann auch aus zwei Spalten bestehen: Auf dem ersten Blatt steht der Bär links, auf dem zweiten der Hase. Beschriften Sie beide Zustände, bevor die Figuren erneut bewegt werden. Wer später nur das Endbild sieht, kann den Weg dorthin nicht sicher rekonstruieren. Ein Bewegungspfeil oder ein kurzer diktierter Satz ergänzt diese Information, wenn sie gebraucht wird.

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Was tun, wenn Antworten unterschiedlich sind?

Zeigt das Kind auf den Hasen, obwohl nach dem Tier links vom Hasen gefragt wurde, prüfen Sie zuerst, ob die Frage verständlich war und beide dieselbe Figur als Hasen erkennen. Vielleicht wurde nach „links vom Bären“ gefragt oder der Erwachsene hat sich unbemerkt umgesetzt. Stellen Sie den Bezug her und zeigen Sie die Anordnung erneut.

Eine Antwort wie „Der Bär ist da“ kann eine korrekte Zeigegeste begleiten, auch wenn das Richtungswort fehlt. Die erwachsene Person kann ergänzen: „Du zeigst auf den Bären. Von hier steht er links vom Hasen.“ Verlangen Sie nicht, dass das Kind die Formulierung wiederholt, bevor seine Antwort anerkannt wird. Nachfragen und zeigen können gemeinsam Bedeutung aufbauen.

Wenn zwei Personen gegenüberstehen und verschiedene Seiten benennen, kann der Ortswechsel die Erklärung sein. Lassen Sie beide ihren Blickplatz zeigen und vergleichen Sie die Szene erneut. Falls sie nebeneinandersitzen und trotzdem uneinig sind, prüfen Sie, ob eine Figur bewegt oder ein Blatt gedreht wurde. Das Material liefert konkrete Anhaltspunkte; ein pauschales Urteil über die Aufmerksamkeit des Kindes ist nicht nötig.

Ein einzelnes Zögern sagt nichts Zuverlässiges über die gesamte räumliche Entwicklung aus. Sprache, Blickwinkel, Bewegung, Vertrautheit der Figuren und Müdigkeit können die Situation beeinflussen. Wenn die Familie anhaltende Fragen hat, kann sie konkrete Beispiele und vorhandene Unterstützung mit einer geeigneten Fachperson besprechen. Im Spiel selbst kann eine Pause oder ein kleinerer Aufbau genügen.

Wird eine Figur beim Zeigen versehentlich verschoben, kann die ursprüngliche Frage nicht mehr ohne Weiteres anhand der neuen Szene beantwortet werden. Stellen Sie die vereinbarte Ausgangslage wieder her oder beschreiben Sie, dass jetzt eine neue Anordnung vorliegt. Wenn niemand mehr weiß, wie es vorher aussah, darf die Frage offenbleiben; eine Vermutung muss nicht als Beobachtung ausgegeben werden.

Andere Zugänge und gemeinsame Entscheidungen

Eine Person kann die Figuren ertasten, auf eine groß dargestellte Szene zeigen oder über ein Kommunikationsgerät mitteilen, wohin eine Figur bewegt werden soll. Stellen Sie die gewohnten Möglichkeiten für „links“, „rechts“, „anders“, „Hilfe“ und „fertig“ bereit, wenn sie zum System des Kindes passen. Geben Sie Zeit für eine Antwort und die Möglichkeit, eine Handlung zu korrigieren.

Bei einer taktilen Anordnung kann eine stabile Unterlage mit zwei deutlich unterscheidbaren Figuren helfen. Bevor eine helfende Person eine Hand führt oder eine Figur bewegt, fragt sie nach Einverständnis und beschreibt die Aktion. Welche Markierungen gut unterscheidbar sind und ob sie überhaupt benötigt werden, wird mit dem Kind und vertrauten Begleitpersonen geklärt.

Wenn das Kind den Erwachsenen bittet, den Vogel rechts vom Hasen aufzustellen, kann dieser vor dem Loslassen bestätigen: „Meinst du diesen Platz von deinem Sitz aus?“ Diese Nachfrage ist besonders wichtig, wenn die Beteiligten nicht nebeneinandersitzen. Unterstützung soll dem Kind erlauben, die Szene zu gestalten, statt seine Auswahl durch eine Vermutung des Erwachsenen zu ersetzen.

Ein Kind darf die Geschichte abbrechen, Rollen nicht tauschen oder nur zuschauen. Bewegung an einen anderen Platz, Blickkontakt oder eine gesprochene Antwort sind keine Pflicht. Passen Sie Aufbau und Dauer an die Beteiligten an. Eine räumliche Idee kann auf verschiedenen Wegen sichtbar werden; die körperliche Ausführung ist nur ein möglicher Teil der Tätigkeit.

Bei einer Kommunikationstafel kann das Kind zunächst die Figur und anschließend den gewünschten Platz auswählen. Die helfende Person wiederholt die Kombination, bevor sie handelt: „Den Bären links vom Hasen?“ Wenn das Kind etwas anderes meint, kann es korrigieren. Diese Bestätigung ist besonders nützlich, wenn die Auswahl mehr Zeit braucht oder mehrere Figuren dicht nebeneinander stehen.

Räumliche Wörter im Alltag

Auf dem Tisch kann ein Becher links vom Teller stehen, wenn beide Personen von derselben Seite schauen. Wer den Platz wechselt, beschreibt dieselbe Anordnung möglicherweise anders. Bevor jemand umstellt, hilft eine gemeinsame Bezugnahme: „Der Becher neben dem Teller auf meiner linken Seite.“ Persönliche Gegenstände sollten nur mit Einverständnis bewegt werden.

Auf einem Bild im Buch kann eine Katze links vom Baum gezeichnet sein. Halten Sie das Buch so, dass beide die Seite in derselben Ausrichtung sehen, und benennen Sie Katze und Baum. Wird das Buch gedreht oder sitzt eine Person gegenüber, klären Sie den Blick erneut. Eine Seite umzublättern oder ein anderes Bild zu wählen ist jederzeit möglich.

Bei Wegen im öffentlichen Raum reichen solche Tischspiele nicht als Sicherheitsanweisung. Eine erwachsene Begleitperson bleibt für sichere Entscheidungen und verständliche Orientierung verantwortlich. Wenn links und rechts im Alltag verwendet werden, können zusätzliche eindeutige Hinweise helfen, etwa auf eine sichtbare Tür zu zeigen. Die passende Unterstützung hängt von Ort und Person ab.

Ein Gegenstand kann gleichzeitig links von einem und rechts von einem anderen stehen. Liegen drei Bücher in der Reihenfolge Rot, Blau, Gelb vor Ihnen, befindet sich das blaue Buch rechts vom roten und links vom gelben. Welche Beziehung gemeint ist, hängt vom genannten Bezugspunkt ab. Die Farben dienen hier nur zur Unterscheidung; Titel oder Formen funktionieren ebenso.

Bevor Sie Alltagsgegenstände als Beispiel verwenden, überlegen Sie, ob ihre Position für andere Menschen wichtig ist. Ein Glas mit heißem Getränk oder ein benötigtes Hilfsmittel ist kein geeignetes Spielobjekt. Sichere, frei verfügbare Gegenstände oder Papierkarten genügen. Die räumliche Beziehung wird nicht dadurch aussagekräftiger, dass ein echtes Hindernis oder Risiko hinzukommt.

Die Geschichte abschließen

Am Ende können die Tiere im Spielzug sitzen bleiben oder zu einem anderen Ort reisen. Fragen Sie, ob das Kind die letzte Anordnung zeigen oder beschreiben möchte. Ein möglicher Rückblick lautet: „Wir saßen nebeneinander; zuerst stand der Bär links vom Hasen, nach dem Tausch rechts.“ Das Kind muss diesen Satz nicht nachsprechen.

Eine private Notiz kann eine konkrete Beobachtung und die verfügbare Unterstützung festhalten: „Zeigte den Vogel rechts vom Hasen, nachdem beide Figuren benannt wurden.“ Daraus folgt nicht, dass das Kind jede Perspektive oder jede räumliche Aufgabe gleich bearbeiten wird. Wenn keine Notiz benötigt wird, können Figuren und Zeichnung einfach weggeräumt werden.

Für eine weitere Begegnung kann das Kind selbst zwei Gegenstände auswählen und dem Erwachsenen eine Frage stellen. Beide legen zuerst fest, von wo geschaut und welcher Gegenstand als Bezug verwendet wird. Wenn das Kind eine andere Geschichte erzählen möchte, darf das Richtungswort in den Hintergrund treten. Nicht jedes Spiel braucht eine räumliche Aufgabe.

Eine zusätzliche Einführung bietet Links und rechts aus derselben Blickrichtung. Die Geschichte zeigt vor allem eine überprüfbare Beziehung: Zwei Figuren haben aus einem bestimmten Blickwinkel eine Reihenfolge. Ändern sich ihre Plätze oder der Standpunkt der Betrachtenden, wird die neue Situation gemeinsam beschrieben, statt eine alte Antwort unverändert zu übernehmen.

Wer die Zeichnung behalten möchte, kann die gemeinsame Blickrichtung und die Namen der Figuren daneben notieren. Eine solche Notiz dient dazu, die Szene später zu verstehen, nicht die Antwortgeschwindigkeit zu bewerten. Bei einer neuen Begegnung können andere Figuren oder andere Plätze gewählt werden. Wichtig ist, dass die neue Anordnung vor der Frage gemeinsam festgestellt wird.

WAS DU VIELLEICHT WISSEN MÖCHTEST

Hilfreiche Antworten

Warum können zwei Personen links und rechts unterschiedlich benennen?

Sitzen sie einander gegenüber, betrachten sie dieselbe Anordnung aus entgegengesetzten Richtungen. Der Blickpunkt sollte deshalb ausdrücklich vereinbart werden.

Muss das Kind zuerst seine linke und rechte Hand benennen?

Nein. Die Geschichte kann mit Figuren und einer gemeinsam gewählten Blickrichtung beginnen. Eigene Körperseiten sind eine andere, später mögliche Frage.

Ist die Zeichnung falsch, wenn die Figuren später umgestellt werden?

Nein. Sie kann den früheren Zustand zeigen. Eine Beschriftung wie „vorher“ hilft, die Zeitpunkte zu unterscheiden.

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