Der kleine Hase erwartet zwei Gäste und möchte für jeden eine Serviette bereitlegen. Zusammen mit dem Kind könnt ihr die Geschichte spielen, die Servietten einzeln zählen und prüfen, ob an jedem Platz eine liegt. Dabei begleitet ein Zahlwort jeweils einen Gegenstand: „eins, zwei, drei“. Die Geschichte funktioniert mit sicheren Gegenständen, Bildern oder vertrauten Symbolen. Das Kind darf Figuren und Handlung verändern, Unterstützung wählen oder nach einer Szene aufhören.

Das mathematische Ziel

Beim Zählen bekommt jeder Gegenstand genau ein Zahlwort. Die erste Serviette wird mit „eins“ gezeigt oder verschoben, die zweite mit „zwei“, die dritte mit „drei“. Wenn jede einmal gezählt wurde, bezeichnet das letzte Zahlwort die Anzahl der ganzen Gruppe.

Das Kind kann zeigen, verschieben, mit dem Blick auswählen, Zahlwörter sprechen oder ein Kommunikationsgerät nutzen. Eine erwachsene Person kann nach seiner Anweisung bewegen und zählen. Geschriebene Ziffern sind nicht erforderlich.

Das Verteilen einer Serviette pro Platz ist eine verwandte Aufgabe: Dabei werden zwei Gruppen einander zugeordnet. Benennt beide Fragen getrennt: „Hat jeder Platz eine Serviette?“ und „Wie viele Servietten sind es insgesamt?“

Material für die Geschichte

Wählt drei Figuren, die das Kind kennt oder erfindet: einen Hasen und zwei Gäste, Tiere, Fahrzeuge oder Bilder. Drei große Servietten oder Papierstücke stehen für die Dinge auf dem Tisch. Ein Blatt Papier kann den Tisch darstellen.

Legt die Figuren mit etwas Abstand an eine Seite des Blattes. Die Servietten liegen zunächst getrennt daneben. Ein freier Bereich zeigt später, welche Gegenstände bereits gezählt wurden. Wählt Materialien, die für das Kind sicher und erreichbar sind.

Echte Lebensmittel sind nicht nötig. Wenn die Familie andere Gegenstände als Servietten verwendet, können drei große Löffelbilder, Papierteller oder andere vertraute Dinge eingesetzt werden. Die Geschichte soll zum Alltag der Beteiligten passen.

Szene 1: Der Hase lädt ein

Die erwachsene Person sagt: „Der Hase erwartet zwei Gäste. Möchtest du mit ihm den Tisch vorbereiten?“ Das Kind kann zustimmen, andere Figuren auswählen oder die Geschichte verändern. Die Einladung ist keine Pflicht.

Stellt die drei Figuren an sichtbare Plätze. Benennt sie gemeinsam. Vielleicht möchte das Kind dem Hasen einen Namen geben oder ein Fahrzeug als Gast einsetzen. Entscheidend ist, dass klar bleibt, welche drei Plätze zur Geschichte gehören.

Zeigt auf die Servietten: „Hier liegen die Servietten für unseren Tisch.“ Das Kind kann sie betrachten oder eine auswählen. Erst danach bietet ihr an, die Gegenstände zu zählen.

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Kleine Schritte. Gute Gewohnheiten.

Szene 2: Jede Serviette einmal zählen

Schiebt die erste Serviette in den freien Bereich und sagt „eins“. Fragt, welche als Nächstes gewählt werden soll. Bei der zweiten Bewegung sagt ihr „zwei“, bei der dritten „drei“. Wartet bei jedem Zahlwort auf den zugehörigen Gegenstand.

Das Kind kann selbst verschieben, zeigen oder die Zahlwörter sprechen. Wenn eine erwachsene Person auf Wunsch des Kindes bewegt, kann sie die Auswahl vor dem Verschieben bestätigen: „Diese Serviette?“ Die Entscheidung bleibt beim Kind.

Zeigt am Ende auf alle drei: „Zusammen sind es drei Servietten.“ Eine Frage nach der Gesamtzahl ist möglich, aber nicht verpflichtend. Die Geschichte kann auch ohne gesprochene Antwort weitergehen.

Szene 3: Für jeden Platz eine Serviette

Fragt: „Möchtest du vor jede Figur eine Serviette legen?“ Das Kind wählt einen Platz und eine Serviette. Die erwachsene Person kann beim Verschieben helfen oder die Gegenstände nach Anweisung bewegen.

Wenn die drei Servietten verteilt sind, zeigt auf die Paare: „Hase und Serviette; erster Gast und Serviette; zweiter Gast und Serviette.“ Danach könnt ihr die Servietten noch einmal zählen. Das Paaren und das Zählen beantworten unterschiedliche Fragen.

Liegen zwei Servietten vor einer Figur und keine vor einer anderen, fragt, wie das Kind sie verteilen möchte. Vielleicht hat es eine andere Geschichte im Sinn. Wenn die Vereinbarung weiterhin „eine pro Platz“ lautet, könnt ihr gemeinsam einen freien Platz suchen.

Ein mögliches Gespräch

Erwachsene Person: „Ich schiebe eine Serviette: eins. Welche nehmen wir als Nächstes?“ Kind: zeigt auf eine. Erwachsene Person: „Diese?“ Kind: bestätigt. Erwachsene Person: „Zwei.“ Das Kind schiebt die letzte Serviette selbst. Erwachsene Person: „Drei. Wir haben drei Servietten.“

Das Kind kann auf „Wie viele insgesamt?“ mit „drei“ antworten, ein Symbol wählen oder erneut zählen. Die erwachsene Person kann bei Bedarf auf die ganze Gruppe zeigen und das Ergebnis wiederholen.

Sagt das Kind „zwei“, bietet einen gemeinsamen Zählweg an: „Eins, zwei, drei.“ Dann kann es entscheiden, ob es weiter mit den Figuren spielen möchte. Die Frage muss nicht bis zur erwarteten Antwort wiederholt werden.

Wenn ein Gegenstand zweimal gezeigt wird

Dicht nebeneinanderliegende Servietten sind schwerer zu unterscheiden. Schiebt die bereits gezählte Serviette in einen eigenen Bereich. So bleibt sichtbar, welche Gegenstände noch nicht ausgewählt wurden.

Zeigt das Kind erneut auf eine verschobene Serviette, sagt: „Diese liegt schon bei den gezählten; hier sind noch andere.“ Es kann eine weitere wählen oder aufhören. Das Verschieben durch eine erwachsene Person ist Unterstützung und darf als solche benannt werden.

Bei Bildern könnt ihr neben jedem gezählten Bild eine kleine Markierung machen. Sie sollte die übrigen Bilder nicht verdecken. Wenn Markieren unbequem ist, vergrößert die Abstände oder verwendet bewegliche Karten.

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Wenn Zahlen und Bewegungen nicht zusammenfallen

Das Kind sagt vielleicht „eins, zwei, drei“, während nur eine Serviette bewegt wird. Oder mehrere Servietten werden bewegt, bevor ein zweites Zahlwort kommt. Beobachtet die Abfolge, ohne sofort eine Ursache zu behaupten.

Nehmt zunächst zwei Servietten. Eine Bewegung begleitet „eins“, die nächste „zwei“. Die erwachsene Person kann ein Beispiel vormachen und das Kind fragen, ob es den zweiten Gegenstand wählen möchte.

Ist das Greifen schwierig, können die Gegenstände liegen bleiben. Das Kind zeigt mit dem Blick oder einem Hilfsmittel, während die erwachsene Person nach Bestätigung zählt. Eine Pause oder das Ende der Geschichte ist jederzeit möglich.

Ein vierter Gast kommt dazu

Wenn das Kind fortfahren möchte, kann ein vierter Gast erscheinen. Die erwachsene Person fragt: „Was braucht der neue Gast?“ Das Kind kann eine weitere Serviette auswählen oder eine andere Handlung vorschlagen.

Wird eine Serviette ergänzt, könnt ihr alle vier einzeln zählen: „eins, zwei, drei, vier“. Sagt vorher, ob die ganze Gruppe neu gezählt wird. Die Aufgabe verlangt kein schriftliches Rechnen.

Vielleicht möchte das Kind den vierten Gast nicht aufnehmen. Respektiert die Geschichte und bleibt bei drei Figuren oder wählt ein anderes Ende. Eine größere Zahl ist eine freiwillige Erweiterung.

Ein Gast hat noch keine Serviette

Legt für drei Figuren nur zwei Servietten bereit. Beim Paaren bleibt ein Platz ohne Serviette. Fragt: „Was könnten wir tun?“ Das Kind kann eine dritte Serviette suchen, ein Bild zeichnen oder die Geschichte anders fortsetzen.

Wenn eine Serviette ergänzt wurde, zählt die ganze Gruppe und zeigt auf jeden Gegenstand. Das Kind kann die Auswahl treffen, während eine erwachsene Person bewegt oder spricht. Beschreibt, welche Hilfe tatsächlich gegeben wurde.

Diese Knappheit gehört zur Spielgeschichte. Im echten Alltag erhalten Kinder benötigte Gegenstände und Essen unabhängig davon, ob sie eine Zählaufgabe lösen möchten.

Mit Bildern statt Gegenständen

Drei große Rechtecke können Servietten darstellen. Fragt das Kind zuerst, was es in den Zeichnungen erkennt. Wenn es „Papier“ sagt, ist das eine passende Beschreibung; ihr könnt gemeinsam vereinbaren, dass die Bilder im Spiel Servietten sind.

Zeigt auf jedes Bild und nennt ein Zahlwort. Eine kleine Markierung daneben kann den Zählweg festhalten. Wenn die Bilder auf einzelnen Karten sind, lassen sie sich ebenso in einen Bereich für gezählte Karten verschieben.

Ein Bild und ein Gegenstand bieten unterschiedliche Möglichkeiten. Das Kind muss nicht beweisen, dass es beide Formate gleich verwendet. Wählt, was sichtbar, verständlich und zugänglich ist.

Unterstützung und verschiedene Antworten

Ein Kind kann mit dem Blick wählen. Legt die Möglichkeiten weit genug auseinander und fragt bei Unsicherheit: „Meinst du diese?“ Wartet die vertraute Bestätigung ab. Bleibt die Auswahl mehrdeutig, nehmt sie nicht als sicher an.

Ein Kommunikationsgerät kann Wörter wie „eins“, „noch“, „Hilfe“ oder „fertig“ anbieten. Nutzt den bekannten Wortschatz und gebt Zeit zum Auswählen. Drückt eine Taste nicht für das Kind und beschreibt sie anschließend nicht als seine Antwort.

Wenn das Kind eine körperliche Unterstützung benötigt, verwendet den vereinbarten, gewohnten Weg. Eine andere Person kann eine Serviette nach seiner Richtung bewegen. Die Person, die auswählt, und die Person, die bewegt, können verschieden sein.

Einfacher und schwieriger gestalten

Für einen einfachen Anfang genügen zwei Figuren und zwei Servietten. Die erwachsene Person zeigt einen Schritt mit „eins“, das Kind kann den zweiten wählen. Zuschauen ist ebenfalls möglich.

Für eine Erweiterung wählt das Kind drei Servietten aus einer größeren Gruppe. Dabei muss es entscheiden, wann die gewünschte Anzahl erreicht ist. Diese zusätzliche Aufgabe ist nur sinnvoll, wenn das Kind sie ausprobieren möchte.

Eine weitere Variante legt die Servietten ungeordnet mit Abstand hin. Das Kind bestimmt einen Startpunkt und verschiebt jede gezählte Serviette. Wenn eine Reihe übersichtlicher ist, kehrt dazu zurück.

Eine Notiz für später

Eine kurze Notiz könnte lauten: „Drei Servietten lagen getrennt. Das Kind wählte sie mit Blick; die erwachsene Person verschob und sagte die Zahlen.“ Das beschreibt Material, Unterstützung und Beteiligung.

Wenn zuerst ein Beispiel gezeigt oder die Frage wiederholt wurde, ergänzt dies. „Hat gut gezählt“ sagt weniger über die Bedingungen aus. Eine Aufnahme oder ein Foto ist für die Notiz nicht nötig.

Eine Spielrunde ist keine Diagnose und sagt nicht alles über mathematische Fähigkeiten. Die Notiz hilft höchstens, beim nächsten Mal passende Materialien und Unterstützung bereitzulegen.

Vorhang auf: Den Spieltisch gestalten

Legt ein großes Blatt als Tisch auf eine feste Unterlage. Das Kind kann entscheiden, wo der Hase und die beiden Gäste sitzen. Lasst vor jeder Figur genug Platz für eine Serviette. Wenn das Kind die Figuren nicht selbst bewegen möchte, zeigt es die Plätze und eine andere Person verschiebt sie nach Bestätigung.

Fragt, wie die Gäste heißen oder was sie darstellen. Ein Kind kann einen Bären und ein Auto wählen; ein anderes erfindet Fantasiefiguren. Es muss keine bestimmte Familienform oder Alltagssituation nachspielen. Die Figuren sind Teil seiner Geschichte.

Legt die drei Servietten so hin, dass jede einzeln erkennbar ist. Kleine Stoffstücke oder große Papierkarten können sie ersetzen. Wenn das Material leicht verrutscht, hilft eine Unterlage. Fragt das Kind, welche Anordnung für es gut zu sehen und zu erreichen ist.

Eine erste Szene mit nur einem Gast

Beginnt auf Wunsch mit dem Hasen und einer Serviette. Die erwachsene Person legt sie vor den Hasen und sagt „eins“. Das Kind kann die Figur verschieben, die Serviette zeigen oder einfach beobachten. Mehrere Fragen hintereinander sind nicht nötig.

Der Hase könnte sagen: „Hier liegt eine Serviette für mich.“ Wenn das Kind eine andere Bezeichnung benutzt, übernehmt sie. Ein Papiertuch kann im Spiel ebenso als Decke oder Unterlage dienen, solange beide Beteiligten wissen, was gezählt wird.

Das Kind kann nach diesem einen Schritt aufhören oder einen Gast hinzuholen. Eine einzelne Zuordnung ist ein vollständiges Beispiel; sie muss nicht sofort zu einer Reihe mit drei Gegenständen erweitert werden.

Zweite Szene: Zwei Gäste kommen an

Das Kind wählt zwei weitere Figuren und setzt sie an den Tisch. Die erwachsene Person sagt: „Jetzt sind drei Figuren am Tisch: Hase, erster Gast und zweiter Gast.“ Das Kind kann die Figuren selbst benennen oder durch Symbole auswählen.

Legt drei Servietten daneben und fragt, ob ihr sie zählen möchtet. Das Kind bestimmt, welche zuerst verschoben wird. Die erwachsene Person sagt bei jedem gewählten Gegenstand ein Zahlwort oder überlässt dem Kind die Zahlwörter, wenn es das möchte.

Nach „eins, zwei, drei“ zeigt ihr auf alle drei Servietten. Die Geschichte braucht keinen Test, bevor die Figuren ihre Plätze bekommen. Wenn das Kind direkt verteilen möchte, lässt sich das Zählen beim Verteilen begleiten.

Dritte Szene: Der Tisch wird gedeckt

Das Kind legt eine Serviette vor den Hasen. Die erwachsene Person kann „eins“ sagen. Die nächste kommt vor einen Gast: „zwei“. Die letzte liegt vor der dritten Figur: „drei“. Wer die Bewegung ausführt, richtet sich nach dem Wunsch und den Möglichkeiten des Kindes.

Danach geht ihr die Plätze einzeln durch. „Vor dem Hasen liegt eine; vor dem ersten Gast liegt eine; vor dem zweiten Gast liegt eine.“ Diese Überprüfung zeigt die Paare. Die Gesamtzahl könnt ihr anschließend mit einem erneuten Zählweg bestimmen.

Das Kind darf einen anderen Ablauf wählen: Vielleicht legt es zwei Servietten vor den Hasen, weil dieser eine für einen späteren Gast aufbewahrt. Fragt nach seiner Idee. Wenn ihr weiterhin die Aufgabe „eine pro Platz“ spielen wollt, vereinbart dies erneut.

Ein Beispiel mit Blickauswahl

Drei Servietten liegen deutlich getrennt. Das Kind blickt zur linken Serviette. Die erwachsene Person fragt: „Meinst du diese?“ Nach der vertrauten Bestätigung verschiebt sie die Serviette und sagt „eins“. Das Kind wählt den nächsten Gegenstand auf dieselbe Weise.

Wenn der Blick zwischen zwei Servietten liegt, kann die erwachsene Person sie weiter auseinanderlegen und erneut fragen. Ohne bestätigte Auswahl wird nicht geraten. Das Kind kann stattdessen ein Zeichen verwenden oder die Geschichte beenden.

Eine passende Beschreibung lautet: „Das Kind wählte die Servietten mit bestätigtem Blick; die erwachsene Person verschob sie und sprach die Zahlwörter.“ Sie macht sichtbar, wer gewählt und wer bewegt hat.

Ein Beispiel mit Kommunikationsgerät

Bereitet vertraute Wörter oder Symbole wie „eins“, „noch“, „Hilfe“ und „fertig“ vor. Das Kind kann einen Gegenstand zeigen und anschließend ein Zahlwort wählen oder die erwachsene Person um das Sprechen bitten. Gebt Zeit für die Bedienung.

Wenn das Kind „Hilfe“ wählt, fragt, welche Handlung gemeint ist: „Soll ich die Serviette näherlegen oder verschieben?“ Das Kind kann eine Möglichkeit bestätigen oder eine andere zeigen. Die erwachsene Person führt die vereinbarte Aktion aus.

Ein Tastendruck durch die erwachsene Person ist eine Demonstration, keine Antwort des Kindes. Beschreibt ihn entsprechend, wenn ihr euch den Ablauf notiert. Das Kind darf seine Antwortform während der Geschichte wechseln.

Eine andere Zählrichtung wählen

Die Servietten müssen nicht von links nach rechts gezählt werden. Das Kind kann die mittlere zuerst wählen und sie in den Bereich der gezählten Gegenstände schieben. Bei jeder weiteren Wahl folgt das nächste Zahlwort.

Wichtig ist, dass jede Serviette einmal gewählt wird. Der getrennte Bereich hilft, den Weg zu erkennen. Wenn die Anordnung unübersichtlich wird, legt die Gegenstände weiter auseinander oder vereinbart eine sichtbare Markierung.

Die erwachsene Person sollte die Reihenfolge nicht ohne Erklärung ändern, während das Kind zählt. Wenn ein Gegenstand verschoben werden muss, beschreibt die Änderung und fragt, ob das Kind weiterzählen oder neu beginnen möchte.

Eine unerwartete Antwort auf die Gesamtzahl

Nach „eins, zwei, drei“ fragt die erwachsene Person: „Wie viele Servietten sind es insgesamt?“ Das Kind sagt „eins“. Zunächst könnt ihr auf die ganze Gruppe zeigen und die Frage präzisieren: „Ich meine alle Servietten zusammen.“

Wenn das Kind noch einmal zählen möchte, lasst es jeden Gegenstand erneut wählen. Danach sagt die erwachsene Person: „Eins, zwei, drei; zusammen drei.“ Das wiederholte Zählen kann eine Strategie sein und muss nicht unterbunden werden.

Vielleicht beantwortete das Kind eine andere Frage und zeigte nur die Serviette vor dem Hasen. In diesem Fall ist eine Serviette für diesen Platz zutreffend. Klärt, ob ihr einen Platz oder die gesamte Gruppe betrachtet.

Die Geschichte mit Tellern fortsetzen

Nach den Servietten wünschen sich die Figuren Teller. Legt drei große Tellerbilder bereit und fragt, ob das Kind sie verteilen möchte. Beim Verschieben eines Tellerbildes sagt ihr jeweils ein Zahlwort.

Danach könnt ihr prüfen, ob vor jeder Figur ein Tellerbild liegt. Wenn das Kind die Teller und Servietten gemeinsam zählen möchte, benennt die neue Gruppe deutlich. Die Frage „Wie viele Teller?“ bezieht sich nur auf die Tellerbilder.

Falls das Kind lieber mit den Figuren spricht, statt weiter zu zählen, folgt seiner Idee. Die zweite Materialgruppe ist eine Erweiterung und keine Pflicht für das Ende der Geschichte.

Drei aus einer größeren Gruppe wählen

Legt vier große Servietten bereit und vereinbart: „Für die drei Figuren möchten wir drei auswählen.“ Das Kind wählt eine Serviette nach der anderen; jede wird beim Zahlwort in den freien Bereich gelegt.

Nach der dritten Auswahl zeigt ihr auf die gewählte Gruppe und sagt „drei“. Eine Serviette bleibt zunächst liegen. Diese Aufgabe ist anspruchsvoller als das Zählen einer bereits vorbereiteten Dreiergruppe, weil das Kind auch entscheiden muss, wann die Auswahl endet.

Wählt das Kind vier Servietten, fragt nach seinem Plan. Vielleicht ist ein weiterer Gast vorgesehen. Ihr könnt gemeinsam erneut die Bedingung „drei für drei Plätze“ vereinbaren oder die Geschichte mit vier Figuren fortsetzen.

Zwei Kinder und zwei Aufgaben

Ein Kind kann den nächsten Gegenstand auswählen, das andere ihn nach Bestätigung verschieben. Beide sollten diesen Rollen zustimmen. Die Zahlwörter können von einem Kind, gemeinsam oder von der erwachsenen Person gesprochen werden.

Danach können die Kinder die Rollen wechseln, behalten oder neue Rollen wählen. Ein Kind mit Gerät oder Blickauswahl kann die Reihenfolge bestimmen, ohne die Serviette selbst zu greifen. Unterschiedliche Beteiligung ist kein Wettbewerb.

Wenn beide denselben Gegenstand bewegen möchten, besprecht einen konkreten Wechsel oder bietet zwei separate Sätze an. Die Geschichte muss nicht gegen den Willen der Beteiligten gemeinsam fortgesetzt werden.

Den Spielstand festhalten

Ein kurzer Satz kann helfen, die Materialien für ein anderes Treffen vorzubereiten: „Drei große Servietten; Kind wählte durch Zeigen; Erwachsene verschob und sagte die Zahlen.“ Das beschreibt die Situation ohne Bewertung.

Wurde zuerst ein Beispiel gezeigt, ergänzt dies. Wenn eine Auswahl unbestätigt blieb, schreibt „Auswahl unklar“ statt eine Vermutung einzutragen. Eine unvollständige, zutreffende Notiz ist hilfreicher als erfundene Einzelheiten.

Fotos, Tonaufnahmen und persönliche Angaben sind für diese Übung nicht erforderlich. Die Familie entscheidet, ob und wie lange sie eine solche Notiz aufbewahrt.

Die Handlung an den Alltag anpassen

Nicht jede Familie deckt für einen Imbiss einen Tisch mit Servietten. Vielleicht werden Bücher für drei Figuren verteilt oder Papier für ein gemeinsames Malspiel bereitgelegt. Wählt eine Szene, die das Kind kennt oder erfinden möchte.

Auch Namen und Sprachen können die Beteiligten bestimmen. Ein mehrsprachiges Kind kann die Zahlwörter in einer vertrauten Sprache verwenden, während eine andere Person die Gegenstände zeigt. Entscheidend ist die Zuordnung eines Wortes zu jedem Element.

Die Geschichte muss kein bestimmtes Fest, Essen oder Familienmodell darstellen. Fragt das Kind nach seinen Ideen und verwendet zugängliche Materialien. Ein vertrauter Gegenstand ist oft hilfreicher als ein angenommenes kulturelles Muster.

Das Ende der Geschichte wählen

Wenn die Plätze vorbereitet sind, können die Figuren ein imaginäres Getränk bekommen, ein Buch ansehen oder den Tisch wieder abräumen. Das Kind entscheidet, ob es bei der Zählgeschichte bleiben oder zu einer anderen Spielidee wechseln möchte.

Eine kurze Zusammenfassung kann lauten: „Wir haben drei Servietten gezählt und vor drei Plätze gelegt.“ Wenn das Kind keine Zusammenfassung hören möchte, räumt die Materialien gemeinsam oder später weg.

Bei einem weiteren Treffen könnt ihr dieselben Figuren oder neue Gegenstände wählen. Fragt erneut nach den Namen und dem gewünschten Unterstützungsweg. Die vorherige Antwort verpflichtet das Kind nicht zu derselben Rolle.

Ein weiterer kleiner Spielzug

Der Hase möchte seine Serviette neben den Teller legen. Das Kind kann zeigen, wo sie liegen soll, und eine erwachsene Person bewegt sie auf Wunsch. Danach fragt der Hase die Gäste, ob ihre Plätze auch vorbereitet sind. Jeder Gast kann eine eigene Antwort bekommen.

Wenn das Kind die drei Plätze erneut prüfen möchte, zeigt ihr auf jedes Paar aus Figur und Serviette. Für die Gesamtzahl werden die Servietten getrennt gezählt: eins, zwei, drei. Eine Frage nach den Plätzen und eine Frage nach der Anzahl sind nicht identisch.

Soll die Geschichte an dieser Stelle enden, können die Figuren am Tisch bleiben oder gemeinsam weggeräumt werden. Ein weiterer Zähldurchgang ist keine Voraussetzung für den Abschluss.

Bei BrainHunters weitermachen

Weitere Ideen mit vertrauten Dingen findet ihr im Beitrag Gegenstände beim Vorbereiten eines kleinen Imbisses zählen. Vereinbart zuerst, welche Gegenstände zur Gruppe gehören.

Wenn das Kind weitere Mengen erkunden möchte, könnt ihr den Zahlenbereich ansehen. Für die Hasengeschichte sind geschriebene Ziffern nicht nötig.

WAS DU VIELLEICHT WISSEN MÖCHTEST

Hilfreiche Antworten

Müssen echte Lebensmittel verwendet werden?

Nein. Servietten, Papier oder Bilder genügen.

Muss das Kind die Zahlwörter sprechen?

Nein. Es kann auswählen oder zeigen, während eine andere Person die Wörter spricht.

Was hilft gegen doppeltes Zählen?

Bereits gezählte Gegenstände getrennt ablegen oder Bilder neben der Auswahl markieren.

Darf die Geschichte verändert werden?

Ja. Figuren, Materialien und Handlung können zum Kind und zur Familie passen.

Mach aus einer kleinen Idee ein Abenteuer.

Probiert gemeinsam eine kurze Aktivität aus und nehmt die Entdeckung mit in euren Alltag.

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