Mila malt für ihr Spiel ein Feld mit zwei Reihen und je fünf Plätzen. Sie legt sieben große Papierkreise darauf: fünf in die obere Reihe und zwei in die untere. Drei Plätze bleiben frei. Ihr Freund Ben fragt, wie viele Plätze insgesamt auf dem Blatt sind und was passieren würde, wenn ein weiterer Kreis dazukäme. Die Geschichte macht Mengen sichtbar, ohne vorzuschreiben, wie ein Kind antworten oder die Kreise anordnen muss.

Die Geschichte: Ein Platz für jeden Kreis

Mila und Ben gestalten ein Blatt für ihr Fantasiespiel. Das Blatt hat zwei Reihen mit jeweils fünf deutlich abgegrenzten Feldern. Mila nennt es ihren kleinen Ausstellungsplatz: Auf jedes Feld darf höchstens ein großer Papierkreis gelegt werden. Die Kreise stehen für Bilder, die sie gemeinsam auswählen; sie müssen nicht für echte Personen oder Tiere stehen.

Zuerst legt Mila fünf Kreise auf die fünf Felder der oberen Reihe. Danach kommen zwei Kreise in die untere Reihe. Ben zählt die belegten Felder: eins, zwei, drei, vier, fünf und dann sechs, sieben. Oben liegen fünf Kreise und unten zwei. Zusammen sind es sieben Kreise, sofern auf jedem belegten Feld genau ein Kreis liegt.

Ben zeigt auf die restlichen Felder der unteren Reihe. Drei davon sind leer. Mila fasst zusammen: „Auf unserem Blatt sind sieben Plätze belegt und drei frei.“ Die beiden Informationen beziehen sich auf dieselben zehn Felder. Zusammen ergeben die belegten und die freien Plätze alle Felder des vorbereiteten Zehnerfelds.

Die Kinder können entscheiden, ob sie die Kreise verschieben, weitere hinzufügen oder das Spiel beenden möchten. In der Geschichte fragt Ben vor einer Änderung. Ein Erwachsener kann das Modell vorbereiten und begleiten; das Spiel verlangt nicht, dass ein Kind die Gestaltung eines anderen ohne dessen Zustimmung verändert.

Ein sicheres und verständliches Feld vorbereiten

Zeichnen Sie zwei Reihen mit je fünf ausreichend großen Feldern oder verwenden Sie eine gut erkennbare Vorlage. Jedes Feld soll vom nächsten unterscheidbar sein. Bereiten Sie große, für das Alter und die Situation geeignete Papierkreise oder andere sichere Gegenstände vor. Kleine verschluckbare Plättchen sind nicht nötig; ein Erwachsener beurteilt die Materialien und bleibt bei Bedarf in der Nähe.

Vor dem Legen wird vereinbart, dass jedes Feld höchstens einen Kreis erhält. Diese Regel macht es möglich, die Zahl der belegten Felder direkt mit der Zahl der aufgelegten Kreise gleichzusetzen. Liegen zwei Kreise auf einem Feld, sind es zwar zwei Kreise, aber nur ein belegtes Feld. Das ist eine andere Anordnung und muss entsprechend beschrieben werden.

Das Kind kann selbst legen, auf ein Feld zeigen oder eine erwachsene Person anweisen, einen Kreis zu verschieben. Eine rutschfeste Unterlage oder große kontrastreiche Formen können hilfreich sein. Welche Darstellung zugänglich ist, wird mit dem Kind und gegebenenfalls seiner Familie abgestimmt; Anfassen ist keine Voraussetzung für die Teilnahme.

Falls das Feld gedreht wird, bleiben die zehn Plätze erhalten, auch wenn die zuvor obere Reihe nun anders liegt. Für die Geschichte ist hilfreich, eine Orientierung gemeinsam festzulegen und beim Beschreiben beizubehalten. Wer von „oben“ spricht, sollte zeigen, welche Reihe gemeint ist, insbesondere wenn die Beteiligten einander gegenübersitzen.

Fünf und zwei sind in dieser Anordnung sieben

Die fünf besetzten Felder der ersten Reihe bilden eine sichtbare Gruppe. In der zweiten Reihe liegen zwei weitere Kreise. Wer die Zahlwörter verwenden möchte, kann sagen: „Fünf und zwei sind sieben.“ Die Schreibweise 5 + 2 = 7 hält dieselbe Zerlegung fest; sie ist eine mögliche Ergänzung und keine Bedingung dafür, die Kreise gemeinsam zu betrachten.

Zählen ist ein zuverlässiger Weg, wenn die Menge noch nicht auf einen Blick erkennbar ist. Man kann jeden Kreis einmal zeigen oder eine erwachsene Person darum bitten. Wer die obere Reihe bereits als fünf erkennt, kann mit sechs und sieben bei den zwei weiteren Kreisen weiterzählen. Beide Vorgehensweisen verdienen Zeit und Unterstützung.

Das Zählen beginnt bei den vorhandenen Kreisen und nicht bei der Zahl eines einzelnen Feldes, sofern die Felder selbst nicht nummeriert sind. Wird ein Kreis beim Zeigen ausgelassen oder zweimal berührt, können die Beteiligten die Anordnung erneut prüfen. Eine vorübergehende Zählabweichung sagt nicht allein, wie viel ein Kind über Zahlen weiß.

Ein Zehnerfeld kann sieben Kreise auch anders zeigen, etwa vier in einer Reihe und drei in der anderen. Dann bleibt die Gesamtzahl sieben, wenn kein Kreis hinzugefügt oder entfernt wurde. Die Zerlegung 4 + 3 ist in dieser Anordnung sichtbar; die Zerlegung 5 + 2 war an die erste Anordnung gebunden.

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Drei freie Plätze: eine zweite Frage

Nachdem die Beteiligten die sieben Kreise betrachtet haben, können sie die leeren Felder zählen. In Milas Anordnung sind es drei. Die Frage „Wie viele Kreise liegen auf dem Feld?“ und die Frage „Wie viele Plätze sind frei?“ haben unterschiedliche Bezugsgrößen. Bei zehn Feldern und höchstens einem Kreis pro Feld gehören hier sieben zu den belegten und drei zu den freien.

Die Gleichung 7 + 3 = 10 beschreibt, wie viele belegte und freie Felder zusammen vorhanden sind. Man kann auch sagen: „Von zehn Feldern sind sieben belegt; drei bleiben frei.“ Eine Familie muss dafür kein Rechenzeichen verwenden. Die leeren Felder können gezeigt, gezählt oder auf Wunsch von einer erwachsenen Person beschrieben werden.

Leere Felder sind keine fehlenden Kreise, die unbedingt ergänzt werden müssen. Für das Spiel können sie bewusst leer bleiben. „Drei Plätze frei“ ist eine Beobachtung über die gewählte Anordnung, keine Aufforderung, das Blatt zu füllen. Wenn Mila weitere Kreise möchte, entscheiden die Beteiligten gemeinsam, wie sie fortfahren.

Wenn das Blatt versehentlich nur neun Felder hat, gilt die Aussage über drei freie Plätze bei sieben belegten Feldern nicht: Dann wären bei höchstens einem Kreis pro Feld zwei Plätze frei. Zählen Sie zuerst die Gesamtzahl der Felder, bevor Sie eine Ergänzung zur Zehn behaupten. Das Modell und seine Voraussetzung gehören zusammen.

Ein Kreis kommt hinzu, einer wird entfernt

Ben fragt: „Darf ich einen Kreis auf einen freien Platz legen?“ Mila stimmt zu. Nach dem Hinzufügen sind acht Felder belegt und zwei frei. Sie können die neue Anzahl zählen oder von sieben aus einen weiteren Kreis ergänzen. In der Notiz beschreibt 7 + 1 = 8 die Veränderung der belegten Felder; gleichzeitig sinkt die Zahl der freien Felder von drei auf zwei.

Anschließend nimmt Mila einen Kreis vom Feld, nachdem beide die Änderung vereinbart haben. Von den acht belegten Feldern bleiben sieben belegt; wieder sind drei frei. Der Kreis verschwindet nicht unbedingt: Er kann neben dem Blatt liegen. Die Zahl der Kreise auf dem Feld und die Zahl aller Kreise auf dem Tisch beantworten verschiedene Fragen.

Falls ein Kreis von einem belegten Feld auf ein freies Feld verschoben wird, ohne das Blatt zu verlassen, bleibt die Anzahl der Kreise auf dem Zehnerfeld gleich. Welches Feld frei ist, ändert sich. Ein Bild vorher und nachher kann diese Veränderung der Anordnung zeigen, auch wenn in beiden Bildern sieben Felder belegt sind.

Wer eine Bewegung dokumentieren möchte, kann zwei kleine Felder zeichnen und mit „vorher“ und „nachher“ beschriften. Die Zeichnung zeigt nicht von selbst, ob ein Kreis verschoben oder ein anderer entfernt und ersetzt wurde. Wenn dieser Unterschied für die Geschichte wichtig ist, ergänzt eine kurze Notiz die Darstellung.

Die Geschichte geht weiter: Welche Plätze bleiben frei?

Mila verschiebt einen der beiden unteren Kreise auf ein anderes freies Feld derselben Reihe. Ben möchte wissen, ob immer noch sieben Plätze belegt sind. Die beiden zählen die Kreise erneut und finden fünf oben und zwei unten. Die Anordnung der unteren Kreise hat sich geändert, aber es kam kein Kreis hinzu und keiner wurde entfernt.

Anschließend schlägt Ben vor, einen Kreis aus der oberen in die untere Reihe zu legen. Mila stimmt zu. Jetzt sind oben vier Felder belegt und unten drei. Gemeinsam zählen sie wieder sieben Kreise. Die Aufteilung zwischen den Reihen ist anders als am Anfang, während die Gesamtzahl gleich bleibt. Ben beschreibt beides: „Vorher fünf und zwei, jetzt vier und drei.“

Mila fragt, ob Ben aus dem ersten Bild erkennen könnte, wohin der Kreis verschoben wurde. Er sieht darin nur die ursprünglichen Positionen; erst ein zweites Bild oder eine Beschreibung zeigt den späteren Zustand. Auf zwei Zeichnungen können die Kinder die unterschiedlichen Anordnungen nebeneinanderlegen und trotzdem dieselbe Gesamtzahl nennen.

Die Geschichte muss nicht genau so weitergehen. Ein Kind könnte lieber Kreise nach Farbe ordnen, eine andere Figur erfinden oder aufhören. Wenn sich dabei die Fragestellung ändert, benennen Sie sie neu. Das Zehnerfeld ist eine Unterstützung für die gewählte Frage und kein Drehbuch, das alle Beteiligten abarbeiten müssen.

Gleiche Menge, unterschiedliche Anordnung

Legen Sie sieben Kreise zunächst als fünf oben und zwei unten. Zeichnen oder fotografieren müssen Sie diese Anordnung nicht; auf Wunsch kann eine zweite Vorlage danebenliegen. Auf ihr lassen sich vier Kreise oben und drei unten platzieren. Zählen Sie beide Mengen getrennt und vergleichen Sie: Jede Vorlage zeigt sieben belegte Felder, obwohl die Kreise anders verteilt sind.

Die Anordnungen zeigen verschiedene Zerlegungen derselben Zahl: 5 + 2 und 4 + 3 ergeben jeweils 7. Wer diese Schreibweise noch nicht verwendet, kann die Gruppen zeigen oder sagen „vier hier und drei dort“. Das Pluszeichen ist eine zusätzliche Darstellung der Beziehung, nicht die einzige Möglichkeit, sie zu verstehen.

Bei beiden Bildern bleiben drei von zehn Feldern frei, sofern jeweils höchstens ein Kreis auf einem Feld liegt. Die leeren Felder können an anderen Stellen sein. „Drei frei“ beschreibt die Anzahl, nicht ihre genaue Lage. Wer die Positionen vergleichen will, braucht eine andere Frage, etwa „Welche Felder sind auf beiden Bildern leer?“

Wenn die Beteiligten zwei verschiedene Mengen sehen, prüfen Sie, ob eine Vorlage tatsächlich sieben und die andere vielleicht sechs oder acht Kreise enthält. Unterschiedliche Anordnung allein erklärt keinen Unterschied in der gezählten Menge. Gemeinsam nachzuzählen ist eine Überprüfung des Materials und keine Bewertung der Person, die die Kreise gelegt hat.

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Zählen, bündeln und weiterzählen

Ein Kind kann alle sieben Kreise einzeln zählen. Dazu zeigt es oder eine unterstützende Person der Reihe nach auf jeden Kreis und ordnet ihm ein Zahlwort zu. Welche Reihenfolge gewählt wird, ist grundsätzlich offen, solange jeder Kreis genau einmal gezählt wird. Ein vereinbarter Startpunkt kann helfen, nicht den Überblick zu verlieren.

Ein anderes Kind erkennt die volle Fünferreihe als Gruppe und zählt von fünf aus weiter: „sechs, sieben“. Diese Vorgehensweise setzt voraus, dass die obere Reihe tatsächlich fünf Kreise enthält. Verdeckt ein großer Gegenstand ein Feld oder liegen zwei Kreise übereinander, sollte die Gruppe zunächst geklärt werden, bevor die Fünf als Ausgangspunkt verwendet wird.

Jemand kann auch zwei und fünf als Gruppen ansehen und insgesamt sieben nennen. Es gibt keinen Grund, eine Methode abzuwerten, nur weil sie sich von der des Erwachsenen unterscheidet. Fragen Sie bei Interesse: „Wie hast du es gesehen?“ Wer nicht erklären möchte, kann die Kreise zeigen oder die Antwort stehen lassen.

Die Fähigkeit, eine kleine Menge auf einen Blick zu erkennen, lässt sich aus einem einzelnen Versuch nicht zuverlässig beurteilen. Anordnung, Sichtbarkeit, Sprache, Vertrautheit und Unterstützung beeinflussen, wie eine Person teilnimmt. Das gemeinsame Nachzählen liefert eine überprüfbare Antwort für diese konkrete Anordnung.

Was wird gezählt: Kreise oder belegte Felder?

Liegen sieben Kreise auf sieben verschiedenen Feldern, stimmen die beiden Anzahlen überein: sieben Kreise und sieben belegte Felder. Diese Übereinstimmung folgt aus der vereinbarten Regel „höchstens ein Kreis je Feld“. Sie ist kein allgemeines Gesetz über beliebige Anordnungen von Gegenständen.

Zum Vergleich kann ein Erwachsener auf einer separaten Vorlage nach gemeinsamer Zustimmung zwei Kreise auf dasselbe Feld legen und alle übrigen Felder leer lassen. Dann liegen zwei Kreise auf der Vorlage, aber nur ein Feld ist belegt. Diese Anordnung verletzt die Regel der ursprünglichen Geschichte und dient nur dazu, die zwei Fragen zu unterscheiden.

Entsprechend ist ein teilweise verdecktes Feld nicht automatisch leer. Wenn ein Kreis über eine Grenze ragt, vereinbaren die Beteiligten, welchem Feld er zugeordnet ist, oder legen ihn so, dass die Zuordnung eindeutig wird. Erst danach lässt sich zuverlässig sagen, wie viele Felder belegt und wie viele frei sind.

Ein Feld ohne Kreis bleibt ein Feld; eine leere Stelle ist keine zusätzliche Figur. Bei zehn Feldern und sieben eindeutig belegten Feldern sind drei unbesetzt. Wird jedoch eine andere Vorlage mit mehr oder weniger Feldern benutzt, müssen die freien Plätze für diese Vorlage neu gezählt werden.

Von sieben zu acht, neun und zehn

Wenn die Beteiligten auf die sieben belegten Felder einen weiteren Kreis in ein freies Feld legen, werden acht Felder belegt und zwei bleiben frei. Ein weiterer vereinbarter Kreis führt zu neun belegten und einem freien Feld. Erst ein dritter zusätzlicher Kreis belegt das zehnte Feld. Die Folge beschreibt konkrete Handlungen, nicht eine Pflicht, alle freien Plätze zu füllen.

Die einzelnen Zustände können als 7 + 1 = 8, 8 + 1 = 9 und 9 + 1 = 10 notiert werden. Man kann auch die Ergänzung von sieben bis zehn als drei zusätzliche Kreise beschreiben. Jede Schreibweise bezieht sich auf einen festgelegten Ausgangszustand und eine bestimmte Handlung. Wer nur die Ausgangs- und Endbilder betrachtet, sieht nicht automatisch die Reihenfolge des Hinzufügens.

Das Kind kann sich entscheiden, nach acht aufzuhören. Dann bleiben bei unverändert zehn Feldern zwei frei. Der Erwachsene sollte nicht behaupten, die Vorlage sei „unfertig“, weil sie nicht voll ist. Die freien Plätze sind ein Teil der Information, die das Modell zu diesem Zeitpunkt zeigt.

Wer einen der Kreise entfernt, verändert die Anzahl auf dem Feld, nicht zwangsläufig die Zahl aller Kreise im Raum. Legen Sie entfernte Kreise an einen vereinbarten Ort und benennen Sie die Gruppe, die gerade gezählt wird. Das macht es leichter, eine Frage nach belegten Feldern von einer Frage nach allen verfügbaren Kreisen zu unterscheiden.

Null und zehn im selben Modell

Zu Beginn kann das Zehnerfeld leer sein: null belegte und zehn freie Felder. „Null belegt“ sagt nichts darüber, ob neben dem Blatt Kreise liegen oder ob sich andere Dinge auf dem Tisch befinden. Gezählt werden die belegten Felder auf dieser Vorlage. Eine passende Frage nennt die Gruppe und das Merkmal.

Wenn alle zehn Felder mit je einem Kreis belegt sind, sind zehn Felder belegt und null frei. Das bedeutet nicht, dass keine Kreise vorhanden sind; es sind keine freien Felder vorhanden. Die beiden Aussagen „null freie Felder“ und „zehn Kreise auf dem Feld“ können also gleichzeitig richtig sein.

Ein leerer äußerer Tischbereich gehört nicht zum Zehnerfeld, wenn nur die eingezeichneten zehn Plätze gezählt werden. Liegt dort ein weiterer Kreis, hat er keinen Platz auf dem vollen Feld, solange die Regel „höchstens einer pro Feld“ gilt. Für elf Kreise auf einem Zehnerfeld und außerhalb braucht die Beschreibung deshalb eine zusätzliche Position oder eine weitere Vorlage.

Null und zehn sind mögliche Zustände, aber die Geschichte um sieben muss nicht immer an beiden Enden beginnen oder enden. Wenn das Kind heute nur die zwei Gruppen fünf und zwei anschauen möchte, kann die weitere Frage nach null oder zehn warten. Ein Modell bietet Möglichkeiten; es verpflichtet nicht zu jeder Erweiterung.

Eine Zeichnung und das gelegte Feld vergleichen

Ein Erwachsener kann auf Papier zwei Fünferreihen zeichnen und sieben Felder mit Punkten markieren. Daneben liegt das echte Zehnerfeld mit sieben Kreisen. Gemeinsam wird vereinbart, dass jeder gezeichnete Punkt einen Kreis darstellt. Wenn die Positionen übereinstimmen sollen, vergleichen die Beteiligten Feld für Feld; wenn nur die Anzahl verglichen wird, dürfen die Anordnungen verschieden sein.

Ein Bild mit fünf Punkten oben und zwei unten kann einen Zustand festhalten. Es zeigt jedoch nicht, ob die Kreise nacheinander gelegt, verschoben oder von Anfang an dort waren. Eine Bildunterschrift wie „Mila legte zuerst fünf, dann zwei“ gibt diese zeitliche Information, sofern genau das beobachtet wurde.

Wenn sich der reale Aufbau nach dem Zeichnen ändert, muss der ältere Eintrag nicht falsch sein. Schreiben Sie beispielsweise „vorher: sieben“ und „nachher: acht“, falls später ein Kreis hinzukam. Ein Protokoll darf frühere Zustände bewahren. Es wird erst missverständlich, wenn ein älteres Bild als aktuelle Anordnung ausgegeben wird.

Fotografien sind optional und können dieselben Grenzen haben: Sie zeigen einen Ausschnitt zu einem Zeitpunkt. Namen oder Gesichter der Kinder sind nicht nötig, um die Lage der Kreise zu dokumentieren. Ob eine Arbeit aufgehoben oder gezeigt wird, entscheiden die Beteiligten im Rahmen der familiären Vereinbarungen.

Fragen für ein gemeinsames Gespräch

„Was möchtest du zuerst ansehen: die Kreise oder die freien Felder?“ gibt dem Kind eine echte Wahl, wenn beide Fragen möglich sind. Die Antwort kann gesprochen, gezeigt oder über ein Kommunikationsmittel gegeben werden. Wer nur zuschauen möchte, muss keine der beiden Fragen beantworten.

„Bleibt die Anzahl gleich, wenn wir einen Kreis auf ein anderes freies Feld schieben?“ lädt zu einer überprüfbaren Vermutung ein. Anschließend können die Beteiligten den Kreis mit Zustimmung bewegen und zählen. Wenn versehentlich ein zusätzlicher Kreis auf das Blatt kommt, wird diese Veränderung benannt, weil sie eine andere Situation schafft.

„Welche zwei Gruppen siehst du?“ kann bei fünf und zwei, aber auch bei vier und drei zu einer sinnvollen Antwort führen. Das Kind darf eine andere Gruppierung zeigen, sofern die gewählten Kreise klar sind und kein Kreis doppelt mitgezählt wird. Eine Darstellung kann mehrere Zerlegungen derselben Menge unterstützen.

„Möchtest du noch eine Runde?“ erlaubt auch ein Nein. Eine Geschichte, die nach einer verständlichen Beobachtung endet, muss nicht mit einer langen Reihe zusätzlicher Aufgaben verlängert werden. Die erwachsene Person achtet auf den Wunsch und räumt geeignete Materialien bei Bedarf sicher weg.

Für eine Erzählung kann ein Kreis ein Bild darstellen; in einer anderen Geschichte könnte er für einen Bauklotz stehen. Ein Kreis ist jedoch nicht zugleich zwei Gegenstände, wenn die vereinbarte Regel „ein Kreis für ein Objekt“ lautet. Wenn eine Familie eine andere Zuordnung wählt, muss sie diese ausdrücklich erklären. Erst dann lässt sich aus der Anzahl der Kreise auf die Anzahl der dargestellten Dinge schließen.

Ein Vergleich mit sieben echten Gegenständen ist möglich, wenn die Dinge geeignet und sicher sind. Legen Sie zu jedem Gegenstand einen Kreis in ein Feld und prüfen Sie, ob alle eine eindeutige Zuordnung haben. Bleibt ein Gegenstand ohne Kreis oder wird ein Kreis zweimal verwendet, klären Sie die Zuordnung, bevor Sie die beiden Mengen als gleich beschreiben.

Das Zehnerfeld als Darstellung, nicht als Prüfung

Ein Zehnerfeld strukturiert eine Menge mithilfe von zwei Fünferreihen. Es ist ein Hilfsmittel, keine Voraussetzung, um sieben Gegenstände zu verstehen. Kinder können Mengen auf unterschiedliche Weise erkennen, zählen oder mit Unterstützung zeigen. Eine einzelne Antwort auf dieser Vorlage ist keine vollständige Aussage über mathematisches Lernen.

Eine Zeichnung mit sieben Punkten kann dieselbe Anzahl darstellen, doch die Punkte sind nicht automatisch die realen Papierkreise. Schreiben Sie bei Bedarf dazu, was gezeigt wird: „sieben Kreise auf zehn Feldern“. Das echte Material ermöglicht Verschieben; der Zeichnung sieht man ohne zusätzliche Erklärung nicht unbedingt an, welche Handlung zuerst geschah.

Für eine zugängliche Teilnahme können Felder groß, kontrastreich oder mit geeigneten tastbaren Grenzen gestaltet werden. Eine Beschreibung durch eine erwachsene Person kann die Positionen benennen. Eine taktile oder sprachliche Darstellung ist nicht einfach dieselbe Erfahrung wie ein visuelles Bild; fragen Sie, welche Information für das Kind tatsächlich hilfreich ist.

Wenn das Kind genug hat, kann die Geschichte nach fünf, sieben oder weniger gelegten Kreisen enden. Es ist nicht erforderlich, bis zehn zu ergänzen oder jede Rechnung aufzuschreiben. Für eine andere Einführung besuchen Sie belegte und freie Felder oder den Bereich Zahlen und Zählen.

WAS DU VIELLEICHT WISSEN MÖCHTEST

Hilfreiche Antworten

Wie viele Felder sind bei sieben Kreisen frei?

Auf einem Feld mit genau zehn Plätzen und höchstens einem Kreis pro Platz bleiben bei sieben belegten Feldern drei frei.

Müssen die Kreise immer zuerst die obere Reihe füllen?

Nein. Die Anordnung mit fünf und zwei macht diese Zerlegung sichtbar; sieben Kreise können auch anders verteilt sein.

Muss das Kind die Gleichung aufschreiben?

Nein. Es kann Kreise legen, zeigen, zählen oder einer anderen Person Anweisungen geben.

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Probiert gemeinsam eine kurze Aktivität aus und nehmt die Entdeckung mit in euren Alltag.

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