Der Beispielname „Miriam“ beginnt mit einem großen M und endet mit einem kleinen m. Beide Zeichen gehören zum Buchstaben M, sehen aber unterschiedlich aus. Auf Karten oder in einer Zeichnung können Kinder und Erwachsene festhalten, welche Formen sie entdeckt haben. Ein solcher Eintrag erzählt von einer gemeinsamen Beobachtung; er beweist nicht allein, dass ein Kind den ganzen Namen selbst geschrieben oder gelesen hat.
Ein freiwillig gewählter Name als Ausgangspunkt
Für dieses Beispiel steht der erfundene Name „Miriam“ auf einem Blatt. Die Anfangsform M und das m am Ende sind gut sichtbar. Lesen Sie den Namen vor, wenn das Kind dies möchte, und zeigen Sie anschließend die beiden Stellen. Der Name ist ein Beispiel; ein Kind muss seinen eigenen Namen nicht nennen, schreiben oder veröffentlichen.
Wenn die Familie lieber einen vertrauten Namen verwendet, achten Sie darauf, wie die betreffende Person ihren Namen tatsächlich schreibt. Nicht jeder Name enthält denselben Buchstaben in großer und kleiner Form. Dann können die Beteiligten eine andere passende Kombination suchen oder M und m außerhalb des Namens vergleichen. Der Name einer Person sollte nicht verändert werden, nur damit er zu einer Übung passt.
Bereiten Sie große Karten mit M und m sowie A und a vor, wenn diese für die Teilnehmenden geeignet sind. Verwenden Sie gut erkennbare Schrift und ausreichend Abstand. Ein Erwachsener prüft die Sicherheit der Materialien; kleine verschluckbare Teile sind nicht erforderlich. Die Karten können auf dem Tisch liegen, gehalten oder von einer unterstützenden Person nach Anweisung bewegt werden.
Vor dem Spiel können Sie fragen: „Möchtest du die Zeichen anschauen, auswählen oder soll ich sie beschreiben?“ Ein Kind darf eine Rolle wählen oder ablehnen. Der Zweck ist ein gemeinsames Betrachten von Formen, nicht das Vorführen eines Namens vor anderen.
Zwei Formen desselben Buchstabens
Legen Sie M und m nebeneinander. Erklären Sie: „Das ist ein großes M, das ist ein kleines m.“ Sie gehören als Groß- und Kleinform zum selben Buchstaben. Die Zeichen sehen in vielen Druckschriften verschieden aus; ein Größenvergleich allein reicht nicht immer aus, um ihre Zuordnung zu erkennen.
Eine große Darstellung des Kleinbuchstabens m bleibt ein Kleinbuchstabe, auch wenn sie auf dem Papier größer gedruckt ist als ein kleines M auf einer anderen Karte. Die Bezeichnungen „Großbuchstabe“ und „Kleinbuchstabe“ beziehen sich auf die jeweilige Buchstabenform, nicht bloß auf die Höhe der Abbildung. Für diese Unterscheidung können beide Karten zunächst in ähnlicher Druckgröße gestaltet werden.
Vergleichen Sie anschließend A und a. Auch sie sind zwei Formen eines Buchstabens. Sortieren Sie M zu m und A zu a. Wenn die Karten farbig sind, achten Sie darauf, dass nicht allein die Farbe die Lösung vorgibt: Beispielsweise können alle Karten dieselbe Hintergrundfarbe tragen. Falls Farben als Zugangshilfe dienen, erklären Sie deren Bedeutung ausdrücklich.
Das Kind kann die Paare legen, zeigen oder einer erwachsenen Person sagen, welche Karten zusammengehören. Wenn es nur ein Paar betrachten möchte, genügt M und m. Nach jeder Auswahl kann die gemeinsame Prüfung zeigen, welche Zeichen gemeint sind; niemand muss eine lange Reihe von Buchstaben bearbeiten.
Miriam: Wo stehen M und m?
Lesen oder beschreiben Sie den Beispielnamen „Miriam“. Das erste Zeichen ist M, das letzte m. Dazwischen stehen i, r, i und a. Zählen Sie die Zeichen nur, wenn dies zur Frage passt: Der Name enthält sechs Buchstaben, darunter zwei Erscheinungen des Buchstabens M in unterschiedlicher Form.
Zeigen Sie zuerst das M am Anfang und danach das m am Ende. Das Kind kann beide mit einer Linie zu einer gemeinsamen M/m-Karte verbinden oder die Stellen auf andere Weise markieren. Fragen Sie vor dem Einzeichnen, ob es die Markierung auf seinem Blatt haben möchte. Ein danebenliegendes Blatt schützt eine Zeichnung, die unverändert bleiben soll.
Im Namen steht am Anfang ein Großbuchstabe; das m am Ende ist klein. Der Grund für die große Anfangsform ist hier die übliche Schreibung des Personennamens. Daraus folgt nicht, dass jeder Buchstabe M in jedem Wort großgeschrieben wird. Ein Beispiel zeigt eine konkrete Schreibung, nicht sämtliche Regeln.
Wenn ein Kind das letzte m übersieht, kann eine größere Darstellung oder eine zusätzliche Beschreibung helfen. Es ist auch möglich, nur den Anfang oder nur das Ende zu betrachten. Aus einer einzelnen Auswahl sollte nicht geschlossen werden, dass das Kind allgemein Buchstaben erkennt oder nicht erkennt.

Eine Beobachtung als Zeichnung oder Notiz festhalten
Auf einem Blatt kann links M und rechts m stehen, dazwischen eine Linie mit der Beschriftung „ein Buchstabe, zwei Formen“. Darunter könnte „Miriam“ erscheinen, wobei das erste und das letzte Zeichen markiert sind. Vor dem Markieren sollte feststehen, welche Information festgehalten wird: die Form, die Position im Namen oder beides.
Ein diktiertes Beispiel für eine Notiz lautet: „Die erwachsene Person las Miriam vor; das Kind zeigte auf M und m.“ Dieser Satz beschreibt sowohl die Handlung als auch die Unterstützung. Wenn das Kind nur eine Karte auswählte oder eine andere Form der Kommunikation nutzte, sollte die Notiz den tatsächlichen Ablauf wiedergeben.
Eine Linie zwischen M und m ist eine vereinbarte Darstellung der Zuordnung. Sie ist nicht der Buchstabe selbst. Wer das Blatt später betrachtet, braucht eine Erklärung oder Beschriftung, um zu wissen, was die Linie bedeutet. Zwei zufällig nebeneinanderliegende Zeichen beweisen die beabsichtigte Paarung noch nicht.
Das Kind kann die Notiz mitgestalten, sie ändern lassen oder entscheiden, dass nichts aufbewahrt wird. Vollständiger Name, Foto und Tonaufnahme sind nicht notwendig. Wenn ein vertrauter persönlicher Name verwendet wird, entscheidet die Familie unter Einbeziehung des Kindes, ob und wem die Arbeit gezeigt wird.
Buchstabenform, Name und Laut unterscheiden
M und m sind geschriebene Formen eines Buchstabens. Der Buchstabenname lautet im Deutschen „Em“. Beim Sprechen eines Wortes kann dieser Buchstabe einen Laut darstellen; der Buchstabenname und der Laut sind aber nicht dieselbe Art von Information. Das Vergleichen der Formen muss nicht mit einer Übung zum Heraushören von Lauten verwechselt werden.
Ein Kind kann das Paar M/m auf Karten zuordnen, ohne den Beispielnamen selbst zu lesen. Umgekehrt kann es den vertrauten Namen wiedererkennen und beim Unterscheiden einzelner Buchstaben Unterstützung wünschen. Die Beobachtungen betreffen unterschiedliche Aufgaben und sollten nicht zu einem pauschalen Urteil zusammengezogen werden.
Ein Bild von Miriam oder einer anderen Person enthält nicht automatisch deren geschriebenen Namen. Eine Namenskarte stellt die Schriftform dar; ein Foto oder eine Zeichnung stellt die Person oder Figur dar. Wenn beides gemeinsam verwendet wird, sollte klar sein, welche Karte welchen Namen trägt und ob die abgebildete Person ihrer Nutzung zugestimmt hat.
Familien können mehrere Sprachen und Schriftsysteme verwenden. Die Schreibung eines persönlichen Namens richtet sich nach der von der Person verwendeten Form und dem jeweiligen Kontext. Ein fremdsprachiger oder mehrteiliger Name sollte nicht ohne Nachfrage an ein vereinfachtes Übungsmuster angepasst werden.
Eine Suchrunde von Anfang bis Ende
Legen Sie die Wortkarte „Miriam“ und daneben die beiden Einzelkarten M und m. Ein Erwachsener liest den Beispielnamen vor und fragt, ob das Kind zuerst nach der großen oder nach der kleinen Form suchen möchte. Wenn es eine Karte auswählt, wird gemeinsam betrachtet, welche Stelle im Namen dieselbe Form zeigt. Eine Entscheidung per Blick, Geste oder Hilfsmittel ist ebenso eine mögliche Teilnahme.
Wird das große M gewählt, lässt es sich mit dem ersten Zeichen des Namens vergleichen. Das kleine m entspricht dem letzten Zeichen. Die beiden Stellen können mit ablösbaren Markierungen oder auf einem gesonderten Blatt gezeigt werden. Fragen Sie vor einer Markierung auf dem Original, ob das Kind sie dort haben möchte.
Danach kann eine erwachsene Person eine kurze Notiz schreiben: „M am Anfang und m am Ende des Beispielnamens markiert.“ Wenn das Kind nur eine Stelle ausgesucht hat, wird nur diese Handlung festgehalten. Eine vollständig ausgefüllte Karte muss nicht entstehen; auch eine einzelne Beobachtung kann ein verständlicher Abschluss sein.
Wer die Runde später wiederholt, sollte den Namen erneut nennen oder die vorhandene Beschriftung zugänglich machen. Eine Karte mit M allein zeigt noch nicht, welches Wort zuvor betrachtet wurde. Ein gemeinsamer Bezugspunkt verhindert, dass die Beteiligten verschiedene Namen meinen und trotzdem dieselbe Frage zu beantworten glauben.
Zwei Buchstabenpaare vergleichen
Neben M und m können A und a auf gleichartigen Karten liegen. Die Aufgabe lautet: Zu welcher Großform gehört welche Kleinform? Eine Person wählt M, die andere kann m als passende Kleinform zeigen. Für A wird a ausgewählt. Die Kartenfarben sollten die Paarung nicht unbeabsichtigt vorgeben; falls sie bewusst als Unterstützung dienen, wird dies gesagt.
Sortieren nach der Größe der gedruckten Karte ist eine andere Aufgabe als das Zuordnen von Groß- und Kleinbuchstaben. Ein kleines Blatt kann ein großes A tragen, ein großes Blatt ein kleines a. Um die beiden Merkmale nicht zu vermischen, bereiten Sie Karten gleicher Größe vor oder besprechen Sie ausdrücklich, worauf geachtet wird.
Auch das Aussehen einer Schriftart spielt eine Rolle. Ein gedrucktes kleines a kann anders gestaltet sein als eine handschriftliche Form. Beide können im jeweiligen Kontext Kleinformen des Buchstabens A sein. Zeigen Sie zunächst die in der Familie oder Einrichtung vertraute Form und ergänzen Sie andere Darstellungen nur, wenn daran Interesse besteht.
Wenn ein Kind eine andere Paarung legt, fragen Sie, was es verbunden hat. Vielleicht waren zwei Karten derselben Farbe ausgewählt oder die Formen wirkten ähnlich. Diese Beobachtung kann zutreffen, obwohl sie nicht die vereinbarte Buchstabenzuordnung beschreibt. Danach kann die ursprüngliche Frage erneut gestellt oder ein anderes Sortierkriterium gewählt werden.
Ein Beispielname und ein tatsächlicher Personenname
„Miriam“ wird hier als allgemein verwendbarer Beispielname eingesetzt. Er eignet sich, weil in dieser Schreibung ein großes M am Anfang und ein kleines m am Ende steht. Diese konkrete Beobachtung hängt von genau dieser Buchstabenfolge ab. Ändern Sie die Schreibweise, müssen Sie die Stellen erneut prüfen, statt den gleichen Befund zu übernehmen.
Ein tatsächlicher Name gehört zu einer Person. Fragen Sie, welche Schreibweise sie verwendet und ob sie ihren Namen in die Aktivität einbringen möchte. Manche Menschen verwenden mehrere Namen, Sonderzeichen oder eine besondere Groß- und Kleinschreibung. Die Karte sollte diese Form respektieren; das amtliche Beispiel ersetzt nicht die individuelle Namenswahl.
Ein Kind kann stattdessen einen Fantasienamen oder den Namen einer erfundenen Figur wählen. Wenn die gewählte Form kein M und m enthält, ist das kein Problem. Entweder wird ein anderes Groß-Klein-Paar aus diesem Namen gesucht oder die Runde mit der Beispielkarte Miriam fortgesetzt. Die Namen der Teilnehmenden müssen nicht in eine bestimmte Struktur passen.
Bei mehreren Kindern darf jede Person selbst entscheiden, ob die eigene Karte angesehen oder gezeigt wird. Wer seinen Namen nicht weitergeben möchte, kann mit einer anonymen Buchstabenkarte mitmachen. Eine gemeinsame Lerngelegenheit verlangt keine Liste persönlicher Daten und keine Veröffentlichung der Ergebnisse.
Anfang und Ende sicher zuordnen
Für die Karte „Miriam“ wird die Leserichtung der deutschen Schrift gemeinsam festgelegt. Der Name beginnt in dieser Darstellung links mit M und endet rechts mit m. Legen Sie die Karte so, dass sie für die betrachtende Person richtig ausgerichtet ist. Sitzen sich zwei Personen gegenüber, kann die Karte für eine von ihnen auf dem Kopf stehen; eine Drehung erleichtert dann die gemeinsame Bezugnahme.
Ein Pfeil unter dem Namen kann die Betrachtungsrichtung markieren. Er ist eine zusätzliche Orientierung und gehört nicht zur Schreibung des Namens. Ebenso können Rahmen um Anfang und Ende helfen. Wenn später nur der Pfeil oder der Rahmen fotografiert wird, muss erklärt werden, worauf er sich bezieht.
Der Name enthält zwischen erstem und letztem Zeichen weitere Buchstaben. Dass M am Anfang und m am Ende stehen, heißt nicht, dass diese beiden Zeichen unmittelbar nebeneinander geschrieben werden. Eine gesonderte M/m-Karte zeigt die Paarung der Formen; die Wortkarte zeigt ihre Positionen innerhalb des Namens.
Wenn ein Kind auf ein i statt auf das letzte m zeigt, prüfen Sie zunächst, ob die Frage klar und die Schrift erkennbar war. Vielleicht wurde nach einem anderen Zeichen gefragt oder der Name ist auf dem Gerät anders umgebrochen. Eine größere, einzeilige Darstellung kann die Positionsfrage vereinfachen, ohne aus einer Auswahl ein Urteil über die gesamte Leseentwicklung abzuleiten.
Was eine Linie im Protokoll zeigt
Auf einem Ergebnisblatt verbindet eine Linie M mit m. Daneben kann stehen: „Groß- und Kleinform zugeordnet.“ Diese Beschriftung macht klar, dass die Linie eine Beziehung zwischen zwei Zeichen darstellen soll. Ohne Erklärung könnte die Linie auch eine Reihenfolge, eine Dekoration oder eine andere Auswahl bedeuten.
Eine zweite Markierung am Namen kann zeigen, wo die Zeichen gefunden wurden. Verbinden Sie etwa die M-Karte mit dem ersten M in Miriam und die m-Karte mit dem letzten m. Prüfen Sie zusammen, ob die Linien an den beabsichtigten Stellen enden. Wenn sie sich kreuzen oder mehrere Zeichen verdecken, kann eine größere Vorlage die Darstellung lesbarer machen.
Das Blatt dokumentiert das Ergebnis zu einem Zeitpunkt. Wird die Karte später vertauscht oder eine Markierung ergänzt, verändert sich der aktuelle Zustand, nicht die ursprüngliche Beobachtung. Wenn der Ablauf für die Familie wichtig ist, kann man „zuerst“ und „danach“ auf zwei kleinen Skizzen unterscheiden. Ein vollständiges Protokoll ist aber keine Pflicht.
Ein Erwachsener, der auf Wunsch des Kindes zeichnet, kann seine Hilfe kurz nennen. Aus der fertigen Linie allein lässt sich nicht zuverlässig ablesen, wer sie gezogen hat oder ob eine Vorlage sichtbar war. Solche Grenzen des Dokuments zu benennen macht den Bericht genauer und schützt vor überhöhten Leistungsbehauptungen.
Großschreibung im Satz: ein begrenzter Blick
Im Beispielsatz „Miriam malt.“ beginnt der Personenname mit großem M; das Verb „malt“ wird an dieser Stelle mit kleinem m geschrieben. Die beiden Zeichen stehen in unterschiedlichen Wörtern. Die Karte M/m hilft bei der Formzuordnung, ersetzt aber nicht die Frage nach der Funktion und Position eines Wortes im Satz.
Der Satzbeginn ist ebenfalls ein Kontext für Großschreibung. Schreibt man einen anderen vollständigen Beispielsatz, muss zunächst geklärt werden, welches Wort am Anfang steht. Aus dem kleinen m in „Miriam malt.“ folgt nicht, dass dasselbe Verb in jeder Position mit kleinem Anfangsbuchstaben geschrieben wird.
Das Wort „Mama“ wird als Substantiv im Deutschen großgeschrieben, auch wenn es kein individueller Personenname ist. Ein Vergleich kann daher zeigen, dass Großschreibung mehrere Gründe haben kann. Für die erste Runde genügt das Beobachten der tatsächlichen Schreibungen; eine vollständige Grammatiklektion ist nicht erforderlich.
Das [amtliche Regelwerk](https://www.rechtschreibrat.com/DOX/RfdR_Amtliches-Regelwerk_2024.pdf) beschreibt unter anderem die Großschreibung von Eigennamen und Substantiven. Bei einem unbekannten Fall können Erwachsene die konkrete Regel oder ein geeignetes Wörterverzeichnis konsultieren. Aus einem Namen und einem Satz lässt sich nicht jede Ausnahme ableiten.
Zugängliche Zeichen und Kommunikation
Eine Person kann große kontrastreiche Zeichen bevorzugen, eine andere eine taktile Darstellung oder eine genaue verbale Beschreibung. Fragen Sie, welche Materialien zugänglich sind, und wählen Sie sichere, angemessen große Karten. Eine taktile Form und ein visuelles Druckbild vermitteln verwandte Informationen über die Buchstabenform, sind aber nicht automatisch dieselbe Wahrnehmungserfahrung.
Wer ein Kommunikationsgerät nutzt, braucht ausreichend Zeit, um eine Karte oder Antwort zu wählen. Mögliche Nachrichten sind „noch einmal“, „dieses Zeichen“, „Hilfe“, „anders“ und „fertig“. Der Erwachsene bestätigt bei Bedarf: „Meinst du das kleine m?“ Eine nicht bestätigte Deutung sollte nicht als sichere Antwort aufgeschrieben werden.
Falls das Kind seine Hände nicht zum Legen der Karten einsetzen möchte oder kann, darf es die erwachsene Person anweisen. Diese beschreibt jede geplante Bewegung und wartet auf Zustimmung. Das Ergebnis gehört zur gemeinsamen Arbeit; die Rolle der Unterstützung kann in einer Notiz benannt werden, ohne sie als Defizit zu werten.
Bei anhaltenden Fragen zum Sehen, zur Kommunikation oder zum Lesen können Familien konkrete Beobachtungen mit geeigneten Fachpersonen besprechen. Eine einzelne Kartenrunde stellt keine Diagnose. Auch die Tagesform, die Verständlichkeit der Frage und die Gestaltung der Schrift können das Ergebnis beeinflussen.
Eine Verwechslung gemeinsam überprüfen
Angenommen, M wird mit a verbunden. Fragen Sie zunächst, welche Regel das Kind gewählt hat. Vielleicht waren beide Karten am gleichen Rand angeordnet oder hatten dieselbe Farbe. Diese Beobachtung kann zutreffen, entspricht aber einer anderen Sortierung als der Paarung von Buchstabenformen.
Möchte das Kind die Formen erneut vergleichen, legen Sie M und m sichtbar nebeneinander und benennen Sie beide. Danach kann A mit a verglichen werden. Eine erneute Auswahl ist freiwillig. Wenn die Person eine Pause braucht, bleibt die erste Anordnung stehen oder wird auf ihren Wunsch weggeräumt.
Falls eine Linie versehentlich am falschen Zeichen endet, kann der Autor oder die Autorin entscheiden, sie zu ändern oder eine zweite Linie zu ergänzen. Der Erwachsene verbessert nicht heimlich eine fremde Zeichnung. Eine knappe Anmerkung wie „nach dem Vergleich geändert“ beschreibt den Ablauf, wenn die Familie ihn festhalten möchte.
Bei zwei ähnlichen Schriftarten kann ein Zeichen anders aussehen, als es das Kind gewohnt ist. Vergleichen Sie zuerst eine vertraute Referenz und erklären Sie, dass Schriftgestaltung variieren kann. Aus einer Schwierigkeit mit einer konkreten Karte folgt nicht, dass jemand den Buchstaben in allen anderen Darstellungen nicht kennt.
Druckschrift, Handschrift und digitale Darstellung
Auf einer Tastatur kann die große Form M auf einer Taste stehen, während der eingegebene Buchstabe je nach Einstellung klein oder groß erscheint. Die Beschriftung der Taste allein zeigt daher nicht immer, welches Zeichen im Text entsteht. Wenn ein Kind tippen möchte, beobachten Sie gemeinsam das Ergebnis auf dem Bildschirm; die konkrete Bedienung hängt vom Gerät ab.
Eine handgeschriebene Karte kann sich von einer gedruckten unterscheiden, ohne dass ein anderer Buchstabe gemeint ist. Vergleichen Sie zum Beispiel ein vertrautes handgeschriebenes m mit dem gedruckten m auf der Namenskarte. Es geht um die vereinbarte Zuordnung, nicht darum, eine persönliche Handschrift nachzubilden. Bei unklarer Form kann die schreibende Person sagen, welches Zeichen sie schreiben wollte.
Wird der Beispielname auf dem Bildschirm vergrößert, kann er anders umgebrochen oder ein Teil verdeckt werden. Vergewissern Sie sich, dass Anfang und Ende sichtbar oder auf andere Weise zugänglich sind, bevor nach ihrer Position gefragt wird. Die Anpassung der Ansicht verändert nicht die Buchstabenfolge im Namen, kann aber beeinflussen, welche Information gerade wahrgenommen wird.
Eine ausgedruckte oder fotografierte Karte bewahrt ein Bild des Namens. Sie zeigt nicht automatisch, wer die Buchstaben gewählt oder geschrieben hat. Falls dies für eine private Erinnerung wichtig ist, kann eine kurze Beschreibung ergänzt werden. Das Kind darf mitentscheiden, ob eine Kopie überhaupt gespeichert wird.
Für die Familienrunde reicht eine vertraute Schriftform aus. Die Unterschiede zwischen Geräten, Schriftarten und Handschrift können später untersucht werden, wenn sie eine echte Frage beantworten. Die Erweiterung ist kein Pflichtteil und soll die einfache Beobachtung M am Anfang und m am Ende nicht überlagern.
Weitere Fragen und ein klarer Abschluss
Im kurzen Satz „Miriam malt.“ steht am Anfang des Namens ein großes M; das Tätigkeitswort „malt“ beginnt hier mit einem kleinen m. Beide Formen lassen sich zeigen. Die Großschreibung des Namens ist im Deutschen ein anderer Zusammenhang als die Position des Wortes „malt“ im Satz; für das Beispiel genügt zunächst, die tatsächliche Schreibung gemeinsam anzusehen.
Auch das Wort „Mama“ beginnt als Substantiv im Deutschen mit einem Großbuchstaben. Man sollte daraus nicht ableiten, nur Personennamen würden großgeschrieben. Für Erwachsene erläutert das [amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung](https://www.rechtschreibrat.com/DOX/RfdR_Amtliches-Regelwerk_2024.pdf) unter anderem die Schreibung von Eigennamen. Die gesamte Regelübersicht ist keine Voraussetzung für diese Aktivität.
Falls das Kind eine Pause möchte, können die Karten liegen bleiben oder weggeräumt werden. Für eine andere Einführung besuchen Sie Groß- und Kleinbuchstaben oder Buchstaben und Wörter. Eine einzelne Zuordnung ist keine Diagnose des Sehens, der Sprachentwicklung oder des Lesens.
Hilfreiche Antworten
Sind M und m derselbe Buchstabe?
Sie sind Groß- und Kleinform des Buchstabens M. Ihre geschriebene Gestalt unterscheidet sich.
Muss das Kind seinen eigenen Namen verwenden?
Nein. Ein vereinbarter Beispielname wie Miriam genügt. Persönliche Angaben müssen nicht aufbewahrt oder geteilt werden.
Zeigt eine Verbindungslinie, dass das Kind den Namen selbst schreiben kann?
Nein. Sie kann eine Zuordnung festhalten. Welche Handlung und welche Unterstützung tatsächlich beteiligt waren, lässt sich gesondert beschreiben.




