Auf einer Karte steht „Mara“. Der Name beginnt mit einem großen M; später erscheinen kleine Buchstaben, darunter zweimal a. Daneben liegen Karten mit M, m, A und a. Welche große und welche kleine Form gehören jeweils zu demselben Buchstaben? Ein Kind kann die Paare zunächst mit sichtbarer Vorlage ordnen, sie anschließend kurz verdecken und die eigene Erinnerung überprüfen. Entscheidend ist, das Wiedererkennen der Buchstabenformen von der zusätzlichen Aufgabe des Erinnerns zu unterscheiden.
Einen Namen und vier klare Karten vorbereiten
Schreiben Sie „Mara“ gut lesbar auf einen Streifen Papier. Daneben bereiten Sie vier einzelne Karten mit M, m, A und a vor. Verwenden Sie zunächst dieselbe, einfache Druckschrift und etwa gleich große Karten. Die Buchstaben selbst können unterschiedlich viel Fläche einnehmen; wichtig ist, dass sie deutlich erkennbar sind und nicht durch andere Zeichen verdeckt werden.
Die Karten sollten möglichst die gleiche Farbe und Form haben. Wenn M und m immer auf roten, A und a immer auf blauen Karten stehen, lässt sich die Zuordnung allein über die Kartenfarbe lösen. Farben dürfen als bewusste Hilfe verwendet werden, sollten dann aber als Hilfe erkennbar sein. Für die spätere Prüfung der Buchstabenformen ist ein zweiter Satz ohne Farbhinweis nützlich.
Lesen Sie den Namen vor und zeigen Sie den ganzen Schriftzug. Das Kind muss „Mara“ nicht selbstständig lesen können, um die sichtbaren Zeichen zu untersuchen. Erklären Sie, dass es sich bei Mara um einen Beispielnamen handelt. Wenn das Kind den eigenen Namen verwenden möchte, fragen Sie nach der Schreibweise, die es selbst und seine Familie nutzen; Namen werden nicht verändert, damit sie besser zur Übung passen.
Legen Sie die vier Karten offen vor das Kind. Eine Person kann sie bewegen, eine andere ihre Auswahl zeigen oder ansagen. Vor dem Umordnen sollten beide vereinbaren, auf welche Karte sich eine Geste bezieht, damit die Auswahl nicht versehentlich verwechselt wird. Große Karten, eine rutschfeste Unterlage oder eine vertraute Kommunikationshilfe können die Beteiligung erleichtern. Welche Anpassung sinnvoll ist, hängt von den beteiligten Personen ab; das richtige Greifen einer Karte ist nicht dasselbe wie das Wiedererkennen einer Buchstabenform.
M und m als ein Paar ansehen
Legen Sie M und m nebeneinander. Sagen Sie: „Das ist das große M, und das ist das kleine m.“ Beide sind Formen desselben Buchstabens, auch wenn ihre gedruckten Gestalten nicht einfach durch Vergrößern oder Verkleinern identisch werden. Bitten Sie das Kind, die beiden Karten zu zeigen oder zusammenzulegen.
Betrachten Sie Unterschiede und Gemeinsamkeiten, ohne daraus eine vollständige Schreibanleitung zu machen. In der gewählten Druckschrift kann das große M gerade Linien mit spitzen Richtungswechseln haben, während das kleine m Bögen zeigt. Eine andere Schrift kann anders aussehen. Die Beschreibung bezieht sich auf die Karten vor Ihnen, nicht auf jede denkbare Gestaltung des Buchstabens.
Suchen Sie das große M am Anfang von „Mara“. Die Karte mit dem kleinen m passt zu demselben Buchstaben, kommt in diesem konkreten Namen aber nicht vor. Das ist kein Fehler im Spiel: Ein Buchstabenpaar kann man kennenlernen, auch wenn die kleine Form nicht in jedem betrachteten Wort steht. Zeigen Sie gegebenenfalls ein anderes vertrautes Wort mit kleinem m, ohne behaupten zu müssen, dass alle Namen es enthalten.
Der Buchstabenname „Em“ und der Laut am Anfang eines gesprochenen Wortes sind nicht dasselbe. Wenn „Mara“ ausgesprochen wird, beginnt der Name in der hier verwendeten Aussprache mit einem M-Laut. Für das Zuordnen von M und m kann diese Verbindung angesprochen werden; es ist jedoch eine eigene Frage, welcher Laut in welchem Wort zu hören ist. Das Aussehen der Karte allein prüft nicht das Hören.
A und a im Namen finden
Legen Sie A und a als zweites Paar bereit. Fragen Sie, welche kleine Form zur großen gehört, und zeigen Sie bei Bedarf die Vorlage. Im Schriftzug „Mara“ steht das kleine a zweimal: einmal nach M und einmal am Ende. Zwei Vorkommen desselben kleinen Buchstabens sind nicht zwei verschiedene Buchstabenarten.
Ein großes A kommt in „Mara“ nicht vor. Wenn Sie ein großes A in einem Namen zeigen möchten, können Sie einen anderen tatsächlich so geschriebenen Beispielnamen verwenden, etwa „Ada“. Auch dort soll der ganze Name zuerst vorgelesen werden. Der Vergleich hilft zu sehen, dass die Groß- oder Kleinschreibung von der konkreten Schreibweise abhängt; man sollte einen Namen nicht gegen den Wunsch seiner Trägerin oder seines Trägers umschreiben.
Das kleine gedruckte a kann je nach Schrift unterschiedliche Formen haben. Auf manchen Karten sieht es anders aus als in einer kindlichen Handschrift. Vergleichen Sie die konkrete Karte mit einer zweiten gut lesbaren Darstellung und benennen Sie, dass beide für den kleinen Buchstaben a stehen können. Für den ersten Durchgang dürfen Sie eine einheitliche Schrift wählen, um nicht gleichzeitig mehrere Varianten einzuführen.
Wenn das Kind M und m oder A und a nach Farbe, Position oder einem kleinen Fleck auf der Karte zuordnet, ist das eine brauchbare Beobachtung darüber, welche Hinweise verfügbar waren. Sie zeigt noch nicht sicher, dass die Buchstabenform selbst erkannt wurde. Ein sauberer, gleich gestalteter Kartensatz ermöglicht eine weitere Prüfung, ohne die erste Lösung abzuwerten.

Vom sichtbaren Beispiel zum kurzen Erinnern
Ordnen Sie zunächst beide Paare offen: M neben m, A neben a. Lassen Sie dem Kind Zeit, die Anordnung zu betrachten, und fragen Sie, ob es bereit ist, die Vorlage kurz zu verdecken. Eine Karte oder ein Blatt kann die geordneten Paare abdecken; ein zweiter Satz mit denselben vier Buchstaben bleibt zur Auswahl sichtbar.
Das Kind legt mit dem zweiten Satz die Paare, zeigt auf zwei Karten oder beschreibt, welche zusammengehören. Es darf um einen weiteren Blick bitten. Wenn es das Beispiel lieber offen behält, entfällt nur die Gedächtnisanforderung; die Zuordnung großer und kleiner Formen lässt sich weiterhin erforschen. Die Teilnahme soll nicht davon abhängen, eine Vorlage ohne Unterstützung behalten zu können.
Decken Sie das Beispiel wieder auf und vergleichen Sie ein Paar nach dem anderen. Fragen Sie: „Was ist bei M und m gleich geblieben? Was ist anders?“ Gemeint sein können die ausgewählten Karten oder ihre Position. Wenn eine Karte vertauscht wurde, legen Sie sie gemeinsam neben die Vorlage und betrachten Sie die Buchstabenform. Vermeiden Sie es, aus einer vertauschten Karte auf ein allgemeines Gedächtnisproblem zu schließen.
Der Vergleich hat zwei getrennte Ergebnisse: Hat die gelegte Anordnung dem verdeckten Beispiel entsprochen? Und wurden große und kleine Formen desselben Buchstabens zugeordnet? Ein Kind kann die Paare kennen, aber die Position der Karten vergessen. Umgekehrt kann es sich eine farbige Anordnung merken, ohne die Buchstabenformen selbst sicher zu unterscheiden. Die sichtbaren Hilfen gehören deshalb zur Beschreibung des Ergebnisses.
Das Paar im Schriftzug und in einem Wort suchen
Legen Sie den Namensstreifen „Mara“ neben die Karten. Das Kind kann zunächst auf das große M zeigen und anschließend die passende Karte danebenlegen. Danach sucht es die kleinen a im Namen. Es gibt zwei Stellen, aber nur eine a-Karte. Die Karte kann nacheinander an beide Stellen gelegt oder es kann eine zweite gleiche Karte ergänzt werden.
Wenn das Kind nach einem kleinen m in „Mara“ sucht und keines findet, ist „hier sehe ich keines“ eine passende Beobachtung. Wählen Sie für den Vergleich ein einfaches Wort mit kleinem m, zum Beispiel „im“, und lesen Sie es vor. Die Aufgabe ist nicht, überall zwangsläufig beide Formen zu finden. Sie besteht darin, die Formen dort wiederzuerkennen, wo sie tatsächlich vorkommen.
Ein großer Buchstabe wird im Deutschen unter anderem am Anfang eines Satzes und in Eigennamen verwendet; auch Substantive werden großgeschrieben. Für dieses Spiel reicht die konkrete Beobachtung, dass der Beispielname „Mara“ mit einem großen M geschrieben ist. Weitere Rechtschreibregeln brauchen nicht in einer ersten Zuordnungsrunde behandelt zu werden.
Wenn ein Kind fragt, warum das a im Namen klein ist, kann ein Erwachsener auf die vereinbarte Schreibweise zeigen: „So steht dieser Name hier.“ Anschließend kann es die kleine Form mit der a-Karte vergleichen. Namen mit anderer Schreibweise, Sonderzeichen oder mehreren Bestandteilen sollen so respektiert werden, wie sie tatsächlich verwendet werden. Ein Lernbeispiel ist kein Grund, persönliche Angaben zu vereinfachen.
Schriftbild, Buchstabenname und gesprochener Name
Der Schriftzug „Mara“ besteht aus vier geschriebenen Buchstaben: M, a, r und a. Der gesprochene Name wird in der hier gewählten Aussprache als „Ma-ra“ in zwei Sprechsilben gegliedert. Vier Buchstaben und zwei Silben beantworten verschiedene Fragen. Das Kind kann beides vergleichen, muss die Silben aber nicht bestimmen, um M und m auf Karten einander zuzuordnen.
Ein Buchstabe hat einen Namen, den man etwa beim Buchstabieren verwenden kann. In einem gesprochenen Wort können Buchstaben mit Lauten verknüpft sein; diese Beziehung ist nicht immer so einfach wie „ein Buchstabenname entspricht einem gesprochenen Laut“. Beim M lässt sich der Anfang von „Mara“ gemeinsam hören, ohne vorzugeben, dass beim normalen Sprechen der vollständige Buchstabenname „Em“ gesagt wird.
Das Bild einer Person namens Mara, ihr gesprochener Name und der geschriebene Namensstreifen sind ebenfalls verschieden. Das Bild kann helfen, die Person zu erkennen; die Schrift zeigt die gewählte Schreibweise; der gesprochene Name kann gehört oder auf eine andere zugängliche Weise vermittelt werden. Ein Foto muss nicht verwendet werden, wenn eine Figur oder eine reine Namenskarte ausreicht.
Wenn das Kind auf eine Karte zeigt, können Sie fragen, was es erkannt hat: „Ist das die große oder die kleine Form?“ Eine Antwort wie „das kleine m“ beschreibt die Karte. Die Frage „Wo hörst du den M-Laut?“ betrifft dagegen eine sprachliche Analyse. Beides darf zusammen vorkommen, sollte aber nicht als dieselbe Leistung bewertet werden.
Gleiche Buchstaben in unterschiedlichen Schriften
Vergleichen Sie zwei gedruckte kleine a, die sich in ihrer Form unterscheiden, oder ein gedrucktes m mit einer gut lesbaren handschriftlichen Form. Benennen Sie zuerst, welche Karten oder Beispiele die erwachsene Person als gleiche Buchstaben vorbereitet hat. Fragen Sie, was ähnlich aussieht und was anders ist. Die Aufgabe kann darin bestehen, eine bekannte Form wiederzuerkennen, nicht darin, die Schriftart zu benennen.
Zu viele Schriftvarianten auf einmal können die Zuordnung unnötig erschweren. Wenn das Kind gerade M/m und A/a kennenlernt, bleiben Sie bei einer Schrift. Erst wenn Interesse besteht, kann eine zweite Darstellung hinzukommen. Kehren Sie zu den vertrauten Karten zurück, wenn unklar wird, ob die Schwierigkeit bei der Form, der Schriftvariante oder der Zahl der Auswahlmöglichkeiten liegt.
Ein Buchstabe, der anders aussieht als die Vorlage, ist nicht automatisch ein anderer Buchstabe. Gleichzeitig sollte nicht jede beliebige Form als passendes m akzeptiert werden, wenn die Identität der Schrift nicht klar ist. Fragen Sie bei einer handgeschriebenen Karte ihren Autor, was darauf stehen sollte, und schreiben Sie bei Bedarf eine deutlichere Vergleichskarte.
Das Abschreiben kann eine eigenständige Beschäftigung sein. Es verlangt Bewegungsplanung und oft einen sicheren Umgang mit Stift und Papier. Ein Kind kann M und m richtig zuordnen, ohne sie selbst schreiben zu wollen oder zu können. Umgekehrt kann es eine Form nachspuren, ohne bereits zu wissen, wie sie heißt. Beides sind beobachtbare, aber unterschiedliche Handlungen.

Eine kleine Geschichte mit Karten
Mara möchte ihren Namen an eine selbst gebaute Pappschachtel legen. Ein Erwachsener schreibt den Namen auf einen Streifen, und Mara sucht die M-Karte, die zur großen Anfangsform passt. Dann entdeckt sie zweimal die kleine a-Form und legt ihre a-Karte nacheinander neben beide Stellen. Die Geschichte endet, wenn der Namensstreifen am vereinbarten Platz liegt; es muss kein weiterer Buchstabe eingeführt werden.
In einer anderen Szene werden die vier Karten M, m, A und a auf dem Tisch gemischt. Mara möchte sie paarweise in zwei kleine Umschläge legen. Eine Person liest oder zeigt die sichtbare Vorlage, die andere wählt die Karten. Anschließend öffnen beide die Umschläge und vergleichen mit der Vorlage. Wenn Mara das Beispiel noch einmal sehen möchte, wird es nicht länger versteckt.
Ein Partner kann absichtlich die Kombination M und a legen und fragen: „Ist das das Paar aus unserem Beispiel?“ Vergleichen Sie mit M/m und A/a. Die Karten unterscheiden sich nicht nur in Groß- und Kleinschreibung, sondern gehören hier zu verschiedenen Buchstaben. Das Kind darf erklären, zeigen oder die passende kleine Karte danebenlegen.
Die Geschichte kann mit einem anderen vertrauten Schriftzug weitergehen, muss aber dessen tatsächliche Schreibweise beibehalten. Wenn das Kind eine Fantasiefigur erfindet, darf es selbst entscheiden, wie deren Name geschrieben wird. Ein Erwachsener kann den Wunsch aufschreiben und anschließend gemeinsam nach den verwendeten Buchstaben suchen.
Was das Verbergen der Vorlage verändert
Bei offenem Beispiel kann das Kind eine Karte direkt mit der Vorlage vergleichen. Wird sie verdeckt, muss es zusätzlich eine Form oder Anordnung behalten. Das ist eine neue Anforderung. Wenn die offene Zuordnung gelingt, die verdeckte aber nicht, sagt dies zunächst nur etwas über diese konkrete Situation mit ihren Materialien und ihrer Dauer aus.
Ein kleiner Zwischenschritt ist möglich: Verdecken Sie nur das kleine m und lassen Sie M sichtbar. Das Kind wählt zwischen m und a. Danach wird das Paar aufgedeckt und verglichen. Eine andere Unterstützung besteht darin, nur ein Paar gleichzeitig zu verwenden. Beide Varianten verringern die Anzahl gleichzeitiger Entscheidungen.
Wenn die Karten verdeckt sind, kann ein Kind um einen zweiten Blick bitten. Vereinbaren Sie dafür ein Wort, eine Geste oder eine entsprechende Taste im vertrauten Kommunikationssystem. Der Erwachsene zeigt die Vorlage erneut, statt die Bitte als „Schummeln“ zu bezeichnen. Der Zweck ist, eine Zuordnung zu verstehen und zu überprüfen, nicht eine künstliche Prüfung ohne Hilfen zu bestehen.
Ein Fehler beim Erinnern kann verschiedene Ursachen haben: eine unbekannte Schrift, zu kurze Betrachtungszeit, ähnliche Kartenpositionen oder eine unklare Aufgabenstellung. Verändern Sie eine Bedingung und beobachten Sie, ob der Vergleich verständlicher wird. Wenn das Kind nicht weitermachen möchte, endet die Runde; keine Aussage über spätere schulische Leistungen lässt sich aus dieser einen Situation zuverlässig ableiten.
Zuordnen ohne Farbfalle
Legen Sie vier gleich gestaltete Karten in wechselnder Reihenfolge. Eine Person sagt „großes M“, die andere zeigt die passende Karte; danach wird nach „kleinem m“ gefragt. Erst wenn beide Formen erkennbar sind, werden sie als Paar nebeneinandergelegt. Wiederholen Sie das Vorgehen mit A und a. Die Reihenfolge der Karten kann geändert werden, damit nicht nur ein fester Platz als Hinweis dient.
Wenn eine räumliche Anordnung dem Kind hilft, muss sie nicht sofort entfernt werden. Kennzeichnen Sie in Ihrer Beobachtung, dass die Karten feste Plätze hatten, und bieten Sie später eine neue Anordnung an, falls das Kind Interesse zeigt. Unterstützung ist erlaubt; wichtig ist nur, sie nicht mit einem unabhängigen Wiedererkennen zu verwechseln.
Eine farbige Vorlage kann anfangs ebenfalls nützlich sein. Danach lässt sich fragen, ob das Paar auch auf zwei gleichfarbigen Karten gefunden wird. Wenn nicht, kehren Sie zum farbigen Beispiel zurück und betrachten Sie die Buchstabenformen gemeinsam. Das Kind darf die Hilfe weiter nutzen, statt aufgrund eines fehlenden Tests ohne Farbe bewertet zu werden.
Lassen Sie jemanden, der nicht beim Legen dabei war, auf die Paare schauen. Er kann zeigen, welche zwei Formen er als M/m liest und welche als A/a. Stimmen die Personen nicht überein, prüfen Sie zuerst die Lesbarkeit der Karten und die gewählte Schrift. Eine schlecht gezeichnete Form kann für mehrere Menschen mehrdeutig sein.
Zugängliche Wege zum Vergleichen
Eine größere Schrift und ein ruhiger Hintergrund können das Betrachten erleichtern. Bei Bedarf lassen sich Buchstaben erhaben gestalten, sodass ihre Form ertastet werden kann. Achten Sie darauf, dass das Material sicher befestigt ist und dass das Kind die Karten so untersuchen darf, wie es ihm angenehm ist. Eine taktile Form ist eine andere Darstellung desselben Buchstabens; sie muss zur gewählten Aufgabe und den Bedürfnissen der Person passen.
Wenn das Kind Karten nicht greifen kann, kann es auf zwei ausgewählte Positionen zeigen oder eine vertraute Person anweisen, sie zusammenzulegen. Die helfende Person wartet auf die Entscheidung, bevor sie handelt. Ein Kommunikationsgerät kann die Begriffe „groß“, „klein“, „noch einmal ansehen“ und „fertig“ zugänglich machen, sofern diese Darstellung zum gewohnten System passt.
Nicht jedes Kind hört oder spricht den Namen auf dieselbe Weise. Für die visuelle Zuordnung der Karten ist eine mündliche Wiederholung nicht zwingend. Wenn zusätzlich ein Laut untersucht wird, sollten die vorhandenen Hör- und Kommunikationsmöglichkeiten individuell berücksichtigt werden. Eine Aufgabe zum Aussehen von Schrift misst nicht automatisch, wie gesprochene Laute wahrgenommen werden.
In mehrsprachigen Familien können Namen und Schrift in mehreren Sprachen vorkommen. Fragen Sie, welche Form das Kind zeigen möchte, und vergleichen Sie nur die tatsächlich gewählten Zeichen. Nicht jedes Schriftsystem verwendet Groß- und Kleinbuchstaben in derselben Weise. Die Zuordnung M/m und A/a bezieht sich hier auf die gezeigten lateinischen Buchstabenformen im deutschen Beispiel.
Beobachten, ohne ein Urteil über das Kind zu fällen
Eine konkrete Notiz könnte lauten: „Bei sichtbarer Vorlage legte das Kind M neben m; vor der Zuordnung von A und a bat es um einen zweiten Blick.“ Ergänzen Sie, ob die Karten Farben als Hinweise trugen oder ob jemand beim Bewegen half. So lässt sich später nachvollziehen, unter welchen Bedingungen die Handlung stattfand.
Eine andere Beobachtung wäre: „Das Kind fand zwei kleine a im Namen Mara, wollte den Namen aber nicht selbst schreiben.“ Daraus folgt weder, dass es den Namen vollständig lesen kann, noch dass es Schwierigkeiten beim Schreiben hat. Eine einzelne Spielrunde erlaubt keine umfassende Einschätzung. Weitere Beispiele für eine konkrete Beobachtung zeigen, wie Handlung und Unterstützung zusammen festgehalten werden können.
Wenn der eigene Name verwendet wird, entscheiden Kind und erwachsene Bezugsperson, ob der Streifen aufgehoben oder jemandem gezeigt wird. Ein Fantasiename oder der Beispielname Mara reicht für die meisten Vergleiche. Eine Aufnahme des Kindes oder ein Foto persönlicher Dokumente ist für die Kartenübung nicht erforderlich.
Ein Paar erkennen und einen Platz erinnern
Angenommen, die Vorlage zeigt links M/m und rechts A/a. Nach dem Verdecken legt das Kind A/a links und M/m rechts. Die Platzanordnung unterscheidet sich von der Vorlage, aber die beiden Buchstabenpaare sind dennoch richtig zugeordnet. Fragen Sie vor der Prüfung, ob das Ziel die ursprüngliche Reihenfolge oder nur die Bildung passender Paare war.
Umgekehrt kann ein Kind die Kartenpositionen mithilfe ihrer Farben behalten und M neben a legen, wenn die Farben versehentlich falsch vorbereitet wurden. Die vertraute Platzordnung allein bestätigt dann nicht die Buchstabenbeziehung. Legen Sie die Vorlage offen daneben und prüfen Sie jede Form, bevor Sie eine Schlussfolgerung ziehen.
Dieser Unterschied ist auch für die nächste Einladung nützlich. Soll die Zuordnung im Mittelpunkt stehen, dürfen die Paare an beliebigen Plätzen liegen. Soll die Erinnerung an eine Anordnung erkundet werden, benennen Sie die Plätze und erlauben Sie einen erneuten Blick. Beide Ziele sind möglich; sie sollten nur nicht unbemerkt miteinander verwechselt werden.
Die Karten gemeinsam abschließen
Zum Ende können M und m noch einmal nebeneinanderliegen, ebenso A und a. Wer möchte, zeigt ein Paar auf dem Tisch und eine passende Form im Namensstreifen. Wenn der kleine Buchstabe im gewählten Namen nicht vorkommt, kann dies ebenso benannt werden. Ein fehlendes Vorkommen ist kein misslungener Suchauftrag.
Die Vorlage kann für ein anderes Mal aufbewahrt oder die Runde ohne weiteres Ergebnis beendet werden. Beim nächsten Treffen lässt sich eine Form erneut sichtbar vergleichen, bevor sie kurz verdeckt wird. Der Beitrag über Groß- und Kleinbuchstaben bietet einen weiteren Einstieg, ohne eine feste Reihenfolge der Übungen vorzuschreiben.
Hilfreiche Antworten
Gehören M und m zum selben Buchstaben?
Ja. M ist die große und m die kleine Form desselben Buchstabens, auch wenn ihre gedruckten Formen unterschiedlich aussehen.
Muss das Kind den Namen selbst lesen können?
Nein. Eine erwachsene Person kann den Namen vorlesen; das Kind kann die sichtbaren Buchstabenformen zeigen oder zuordnen.
Was ist, wenn die verdeckte Vorlage vergessen wurde?
Die Vorlage darf erneut gezeigt oder sichtbar gelassen werden. Die Zuordnung und das Erinnern der Anordnung sind verschiedene Aufgaben.
Muss im Namen Mara ein kleines m vorkommen?
Nein. Der Beispielname beginnt mit großem M und enthält kein kleines m. Das Paar M/m kann dennoch separat verglichen werden.


