Nina betrachtet eine Karte mit ihrem Namen. Ganz am Anfang steht ein großes N; an dritter Stelle entdeckt sie ein kleines n. In der erfundenen Geschichte vergleicht sie die beiden Formen und sucht sie später in „nickt“ und „Nase“. Dabei unterscheiden wir den Buchstaben von seiner Größe auf dem Papier und betrachten, warum der Name Nina und das Nomen Nase großgeschrieben werden. Lesen oder Schreiben muss das Kind für den Einstieg noch nicht selbst übernehmen.

Die Frage der Geschichte

Nina möchte wissen, ob das große N am Anfang ihres Namens und das kleine n an dritter Stelle zusammengehören. Die vorbereitete Karte zeigt „Nina“ in gut lesbarer Druckschrift: N, i, n, a. Die beiden Zeichen sind Groß- und Kleinform des Buchstabens N.

Das Ziel ist zunächst, zwei sichtbare Zeichen in einem konkreten Wort zu finden und mit Einzelkarten zu vergleichen. Daraus folgt nicht, dass das Kind bereits alle Namen lesen oder Buchstaben selbst schreiben kann. Die erwachsene Person liest den Namen bei Bedarf vor.

Die Namenkarte beantwortet zwei unterschiedliche Fragen. „Welches Zeichen steht zuerst?“ führt in diesem Beispiel zu N. „Welches Zeichen steht an dritter Stelle?“ führt zu n. Dass beide zum selben Buchstaben gehören, besprechen Sie erst, nachdem die Stellen sichtbar gezeigt wurden.

Für Nina ist der Name ein zusammengehöriges Wort. Wenn Sie einzelne Zeichen zeigen, lesen Sie anschließend den ganzen Namen wieder vor. So bleibt der Bezug zum Namen erhalten und die vier Positionen werden nicht als vier einzelne Namen aufgefasst.

Der Ausdruck „großes N“ bezeichnet die Großform, „kleines n“ die Kleinform. In einer gewöhnlichen Druckschrift unterscheiden sie sich nicht nur durch die Höhe, sondern auch in der Gestaltung. Die konkrete Form hängt von der verwendeten Schrift ab; vergleichen Sie zunächst passende Vorlagen.

Karten vorbereiten

Schreiben Sie „Nina“ auf eine große Karte, daneben je eine Einzelkarte mit N und n. Verwenden Sie einen einheitlichen, gut erkennbaren Druck. Bereiten Sie außerdem Karten mit „nickt“ und „Nase“ vor. Auf der Namenkarte steht nur das Wort selbst; Anführungszeichen im Text kennzeichnen das Beispiel.

Prüfen Sie die Reihenfolge der Buchstaben: N, i, n, a. Das kleine n steht an dritter Stelle, nicht am Ende. Auf der Karte „nickt“ steht n am Anfang; auf „Nase“ steht N am Anfang. Alle drei Karten müssen deutlich sichtbar sein.

Das Kind kann zeigen, eine Karte auswählen oder eine andere Person um das Verschieben bitten. Falls ein Partner die Karten bewegt, wiederholt er die Auswahl und wartet auf Bestätigung. Feinmotorisches Greifen und lautes Vorlesen sind keine Bedingungen für die Teilnahme.

Schreiben Sie die vier Karten auf getrennte Stücke Papier und lassen Sie um jedes Wort genügend freien Rand. So verdeckt eine Hand nicht sofort den ersten Buchstaben. Falls die Karte mit „Nina“ ein Bild der Figur trägt, platzieren Sie das Bild neben und nicht über den Buchstaben.

Die Einzelkarten N und n sollten keine zusätzlichen unterschiedlichen Symbole tragen, wenn nur die Form verglichen werden soll. Für einen barrierefreien Zugang können Symbole hilfreich sein; erklären Sie dann, welche zusätzliche Information sie geben. Eine Auswahl anhand eines Symbols zeigt nicht allein, dass die Buchstabenform erkannt wurde.

Für einen späteren Satz bereiten Sie „Nina nickt.“ auf einem separaten Streifen vor. Der Punkt steht nach „nickt“ und ist kein fünfter Buchstabe von „Nina“. Ein zweiter Streifen kann „Nina malt eine Nase.“ zeigen. Die Vorlagen bleiben für das Kind sichtbar, wenn es danach fragt.

Vergewissern Sie sich, dass die Karten aus der Blickrichtung des Kindes lesbar sind. Wenn zwei Personen einander gegenübersitzen, kann eine gedrehte Karte für eine Person anders aussehen. Drehen Sie die Karte gemeinsam in eine passende Position und zeigen Sie den Wortanfang.

Verwenden Sie keine kleinen losen Teile, die für die konkrete Situation ungeeignet sind. Größere Papierkarten oder ein Blatt mit gut getrennten Feldern können denselben Vergleich ermöglichen. Die erwachsene Person wählt die Materialien entsprechend den Bedürfnissen der Beteiligten aus.

Erste Szene: N am Anfang

Die erwachsene Person liest den Namen „Nina“ vor und zeigt den ersten Buchstaben links. „Das ist ein großes N.“ Danach legt sie die Einzelkarte N daneben. Das Kind kann prüfen, ob die beiden Zeichen im gewählten Druck übereinstimmen.

Ein Personenname beginnt in der üblichen deutschen Schreibung mit einem Großbuchstaben. Das bedeutet nicht, dass jeder Name mit N beginnt. Ein anderer Name kann mit einem anderen Buchstaben anfangen; die Schreibweise des konkreten Namens sollte vorher geprüft werden.

Wenn das Kind einen eigenen Namen einbringen möchte, fragt die erwachsene Person nach der gewünschten Schreibweise. Enthält der Name kein N, bleibt „Nina“ ein Beispiel für das gewählte Zeichen. Niemand muss seinen persönlichen Namen für das Spiel verwenden.

Zeigen Sie auf den ersten Buchstaben von „Nina“ und lesen Sie danach den ganzen Namen vor. Fragen Sie, welche Einzelkarte dazu passt. Wenn das Kind N auswählt, kann die Karte neben die Namenkarte gelegt werden, ohne die übrigen Buchstaben zu verdecken.

Ein Kind könnte das i zeigen, weil es in der Mitte der Karte deutlicher sichtbar ist. Fragen Sie, welche Stelle gemeint ist, und führen Sie gemeinsam vom linken Rand zum ersten Zeichen. Vermeiden Sie, die Hand des Kindes ungefragt zu führen; eine eigene Zeigebewegung oder eine bestätigte Partnerbewegung genügt.

Die erfundene Nina kann eine Namenskarte für ihr Bild schreiben lassen. Auf der Karte steht ihr Name mit großem Anfangsbuchstaben. Ob die Figur selbst schreibt oder eine erwachsene Person hilft, kann die Geschichte offenlassen; die Schreibung auf der vorbereiteten Karte bleibt überprüfbar.

Wenn das Kind einen anderen Namen vorschlägt, schreiben Sie ihn mit seiner Zustimmung in der gewünschten korrekten Form auf. Prüfen Sie, ob N oder n darin tatsächlich vorkommt. Ein Name ohne diese Form eignet sich für eine andere Buchstabensuche und muss nicht verändert werden.

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Zweite Szene: n an dritter Stelle

Zeigen Sie die Buchstaben im Namen der Reihe nach: N, i, n, a. Beim dritten Zeichen halten Sie an. Dort steht das kleine n. Vergleichen Sie es mit der Einzelkarte n, während die Namenkarte vollständig sichtbar bleibt.

Ein Kind kann zunächst das i oder a zeigen. Statt die Karte sofort wegzunehmen, gehen Sie die vier Positionen gemeinsam noch einmal durch. Die erste Position ist N, die zweite i, die dritte n und die vierte a. Das Finden der Stelle ist eine eigene Aufgabe neben dem Erkennen der Form.

Wenn das Kind sagt „Hier sind zwei verschiedene Buchstaben“, können Sie antworten: „Sie sehen unterschiedlich aus; großes N und kleines n sind zwei Formen des Buchstabens N.“ Die anderen Zeichen i und a bleiben selbstverständlich andere Buchstaben.

Zählen Sie die Positionen, nicht die Striche innerhalb eines Buchstabens: N ist das erste Zeichen, i das zweite, n das dritte und a das vierte. Das Kind kann jeweils auf eine Position zeigen. Eine Strichzählung würde eine andere Frage beantworten.

Wenn das kleine n gefunden wurde, legen Sie die Einzelkarte n darunter oder daneben. Achten Sie darauf, dass das a am Ende sichtbar bleibt. So kann das Kind prüfen, dass n an dritter Stelle steht und nicht das letzte Zeichen ist.

Vergleichen Sie danach die Einzelkarten N und n. Fragen Sie, was ähnlich oder unterschiedlich aussieht. Die Antwort kann sich auf die sichtbare Form beziehen, ohne dass das Kind schon eine allgemeine Regel für alle Schriftarten formulieren muss.

Wenn das Kind die Stellen richtig zeigt, aber die Namen der Zeichen noch nicht nennen möchte, beschreibt die erwachsene Person den beobachteten Schritt: „Du hast das N am Anfang und das n an dritter Stelle gezeigt.“ Ein gesprochener Buchstabenname ist nicht die einzige mögliche Antwort.

Das Wort „nickt“

Lesen Sie die Karte „nickt“ vor und zeigen Sie das erste Zeichen: ein kleines n. Das Wort kann in dem Satz „Nina nickt.“ stehen. Die Geschichte muss das Kind nicht dazu auffordern, selbst zu nicken; das Wort dient als schriftliches Beispiel.

Vergleichen Sie das n am Anfang von „nickt“ mit dem n an dritter Stelle von „Nina“. Beide sind in diesen vorbereiteten Karten Kleinformen von N. Die Position im Wort ist unterschiedlich: Anfang bei „nickt“, dritte Stelle bei „Nina“.

Wenn „nickt“ am Anfang eines neuen Satzes stünde, würde es am Satzanfang groß beginnen. In unserem vollständigen Beispiel „Nina nickt.“ steht es als zweites Wort und beginnt klein. Die isolierte Wortkarte zeigt die Grundform für diesen Vergleich.

Lesen Sie „Nina nickt.“ als ganzen Satz vor und zeigen Sie danach das zweite Wort. Sein erstes Zeichen ist n. Das erste Wort „Nina“ beginnt dagegen mit N und enthält später ein kleines n. Die unterschiedliche Position im Satz und im Wort sollte jeweils ausdrücklich genannt werden.

Ein Kind kann beim Hören der Geschichte selbst nicken, wenn es das möchte. Das ist freiwillig und kein Test, ob es das geschriebene Wort erkennt. Ebenso kann es auf die Wortkarte zeigen, ohne die beschriebene Bewegung auszuführen.

Schreiben Sie das Einzelwort nicht unbemerkt mit großem N, während auf dem Satzstreifen „nickt“ klein steht. Wenn Sie es am Anfang eines neuen Satzes verwenden, erklären Sie die veränderte Position. Für den ersten Vergleich sind gleiche, vorbereitete Schreibweisen hilfreicher.

Vergleichen Sie nur die Anfangsform von „nickt“ mit dem n in „Nina“. Daraus folgt nicht, dass die Wörter dasselbe bedeuten oder gleich ausgesprochen werden. Das Spiel betrachtet zunächst die sichtbaren Buchstabenformen.

Das Nomen „Nase“

Die Karte „Nase“ beginnt mit einem großen N. In „Nina malt eine Nase.“ steht das Wort nicht am Satzanfang und wird dennoch großgeschrieben, weil „Nase“ ein Nomen ist. „Nina“ ist ein Personenname und beginnt ebenfalls groß.

Vergleichen Sie die erste Form von „Nase“ mit dem N am Anfang von „Nina“. Im gewählten Druck sehen die Großformen gleich aus. Das kleine n im Namen bleibt ein anderes sichtbares Zeichen derselben Buchstabenfamilie.

Die Geschichte verlangt keine vollständige Grammatiklektion. Für diesen konkreten Satz genügt die Erklärung, dass „Nase“ ein Nomen ist und großgeschrieben wird. Andere Wörter müssen vor einer Verallgemeinerung jeweils in ihrem Satz betrachtet werden.

Im Satz „Nina malt eine Nase.“ stehen vier Wörter: Nina, malt, eine, Nase. Zwischen benachbarten Wörtern sind drei Abstände. Für diese Geschichte konzentrieren wir uns auf das N in „Nase“; die Wortzahl kann bei Interesse separat betrachtet werden.

Zeigen Sie „Nase“ auf der Einzelkarte und im Satzstreifen. Das N steht in beiden vorbereiteten Schreibungen am Anfang des Wortes. Im Satzstreifen steht vorher „eine“, sodass sichtbar wird: Ein Nomen kann auch innerhalb eines Satzes großgeschrieben werden.

Ein Kind könnte annehmen, die gezeichnete Nase müsse besonders groß sein, weil das N groß ist. Fragen Sie, was das Wort bezeichnet, und zeigen Sie anschließend die Schreibform. Die körperliche Größe der gezeichneten Nase und die Großschreibung des Nomens sind verschiedene Dinge.

Vermeiden Sie die Vereinfachung, dass innerhalb eines Satzes alle Wörter kleingeschrieben werden. Unser Beispiel enthält mit „Nase“ ein Nomen, das innerhalb des Satzes groß beginnt. Eine vollständige Behandlung der deutschen Großschreibung ist für diese eine Beobachtung nicht erforderlich.

Ein Gespräch mit Nina

Nina: „Mein Name beginnt mit N.“ Erwachsene Person: „Ja. Schau weiter: Findest du noch eine Form von N?“ Nina zeigt das dritte Zeichen. Erwachsene Person: „Das ist ein kleines n.“ Beide prüfen die Reihenfolge N, i, n, a.

Nina: „Warum ist Nase auch groß?“ Erwachsene Person: „Nase ist ein Nomen. In unserem Satz schreiben wir es mit großem N.“ Nina kann die beiden Großformen zeigen oder die Karten nebeneinanderlegen.

Ein Kind kann andere Worte oder eine eigene Kommunikationsform wählen. Der Dialog ist ein Beispiel, kein auswendig zu lernender Text. Wenn es eine Karte anders liest, kann die erwachsene Person sie erneut vorlesen.

Nina: „Ich habe das n hier gefunden.“ Erwachsene Person: „Du zeigst auf das dritte Zeichen. Wollen wir zusammen nachsehen, was davor und danach steht?“ Nina kann auf i und a zeigen; die erwachsene Person nennt sie bei Bedarf.

Kind: „Mein Name hat kein N.“ Erwachsene Person: „Das ist in Ordnung. Wir können die erfundene Nina weiter betrachten oder einen Buchstaben aus deinem Namen wählen.“ Bei einer neuen Auswahl müssen die Karten und die Frage entsprechend angepasst werden.

Kind: „Ich möchte nur die große Karte zeigen.“ Erwachsene Person: „Du zeigst N. Im Namen steht diese Form am Anfang.“ Die kleine Form kann später betrachtet werden, falls das Kind Interesse hat. Niemand muss alle Schritte in einer Sitzung durchführen.

Wenn eine Person eine Karte für das Kind verschiebt, fragt sie: „Soll die n-Karte neben das dritte Zeichen?“ Erst nach Bestätigung wird sie gelegt. Das Beispiel zeigt eine mögliche Unterstützung, ohne dem Kind eine Entscheidung zuzuschreiben, die es nicht getroffen hat.

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Mögliche Antworten

Kind: „Das kleine n steht am Ende von Nina.“ Erwachsene Person: „Zählen wir die Zeichen: N, i, n, a. Was steht nach dem n?“ Das a ist das letzte Zeichen. Die gemeinsame Kontrolle bezieht sich auf die sichtbare Karte.

Kind: „N und n sind verschieden, weil sie anders aussehen.“ Erwachsene Person: „Die Formen sehen verschieden aus. Wir nennen sie Groß- und Kleinform des Buchstabens N.“ Danach können beide die Einzelkarten mit den Zeichen im Namen vergleichen.

Kind: „Nase ist groß, weil eine Nase groß sein kann.“ Erwachsene Person: „Die Größe des Körperteils bestimmt die Schreibweise nicht. In diesem Satz ist Nase ein Nomen.“ Das Kind kann eine große oder kleine Nase zeichnen; die Wortform bleibt in beiden Fällen „Nase“.

Kind: „Das sind zwei n in Nina.“ Erwachsene Person: „Du hast zwei Formen des Buchstabens N gefunden: groß am Anfang und klein an dritter Stelle.“ Falls das Kind nur ein Zeichen meint, zeigt es die Stelle noch einmal. Die Formulierung wird an seine tatsächliche Beobachtung angepasst.

Kind: „Der Punkt ist das letzte Zeichen von Nina.“ Erwachsene Person: „Auf dem Satzstreifen steht der Punkt nach dem Wort nickt. Auf unserer Namenkarte endet Nina mit a.“ Die Karten werden nebeneinandergelegt, damit Satzzeichen und Name nicht verwechselt werden.

Kind: „Ich kenne das N aus einem anderen Wort.“ Erwachsene Person: „Welches Wort meinst du?“ Schreiben oder zeigen Sie es nur, wenn die Schreibweise bekannt ist. Prüfen Sie gemeinsam, wo die Form vorkommt, statt vorauszusetzen, dass sie am Anfang steht.

Kind: „Ich möchte die Karte drehen.“ Erwachsene Person: „Du kannst sie drehen. Wenn wir die Buchstaben vergleichen, drehen wir sie wieder so, dass beide Vorlagen aus deiner Sicht lesbar sind.“ Die räumliche Lage der Karte ist eine zusätzliche Eigenschaft.

Kind: „Ich weiß nicht, was da steht.“ Erwachsene Person: „Ich lese dir Nina vor. Möchtest du die erste Form mit dieser N-Karte vergleichen?“ Das Vorlesen ist eine sichtbare Unterstützung und sollte bei einer späteren Notiz erwähnt werden.

Eine typische Verwechslung: Form und tatsächliche Druckgröße

Ein sehr groß gedrucktes kleines n kann höher sein als ein klein gedrucktes großes N. Deshalb sollten die ersten Vergleichskarten denselben Schriftgrad und eine eindeutige Schrift verwenden. Die Bezeichnung Groß- oder Kleinbuchstabe ist nicht bloß eine Messung mit dem Lineal.

Spätere Vergleiche verschiedener Schriften sind möglich, müssen aber als neue Aufgabe erklärt werden. Handschriftliche Formen können anders aussehen als die gewählte Druckschrift. Verwenden Sie bei Bedarf ein Schreibvorbild aus den tatsächlichen Lernmaterialien des Kindes.

Drucken Sie für den Einstieg beide Einzelzeichen in derselben Schrift und im selben Schriftgrad. Danach können Sie ein n größer ausdrucken und ein N kleiner. Fragen Sie, warum die Höhe der beiden Papierzeichen allein nicht festlegt, welche Großform gemeint ist.

Ein Lineal misst die Höhe eines gedruckten Zeichens, aber es bestimmt nicht automatisch seine Funktion als Groß- oder Kleinbuchstabe. Die Bezeichnung gehört zur jeweiligen Schriftform. Das Beispiel mit unterschiedlich großen Ausdrucken macht diesen Unterschied sichtbar.

Falls eine Schrift ein kleines n ungewöhnlich darstellt, vergleichen Sie zunächst mit der exakt gleichen Schrift in „Nina“. Unterschiedliche Schriften können später hinzukommen. Eine schwer lesbare oder unpassende Vorlage sollte nicht als Fehler des Kindes ausgelegt werden.

Bei einer handschriftlichen Karte können sich die Formen von den Druckzeichen unterscheiden. Beschriften Sie die Art der Vorlage für Erwachsene und wählen Sie ein Beispiel, das zum tatsächlich verwendeten Schreiblernmaterial passt. Ein Druckbuchstabe und eine Schreibschriftform müssen nicht deckungsgleich sein.

So wird die Aufgabe einfacher

Beginnen Sie nur mit der Namenkarte und einer großen N-Karte. Die erwachsene Person zeigt die erste Stelle; das Kind kann das passende Einzelzeichen auswählen. Das kleine n und die anderen Wortkarten kommen später hinzu, wenn das Kind fortfahren möchte.

Große Karten mit gutem Kontrast können helfen. Eine Person kann auf die dritte Stelle zeigen oder eine Markierung danebenlegen; die Markierung gehört nicht zum Namen. Das Kind darf auf seine Weise antworten oder das Spiel beenden.

Bereiten Sie eine einzelne Namenkarte vor und legen Sie die N-Karte direkt neben den ersten Buchstaben. Die erwachsene Person benennt beide Formen. Danach kann das Kind entscheiden, ob es selbst zeigen oder nur betrachten möchte.

Eine kleine Markierung oberhalb der ersten Stelle kann beim Orientieren helfen. Erklären Sie, dass sie nicht zum Namen gehört. Wenn später die dritte Stelle gesucht wird, verschieben Sie die Markierung nur mit entsprechender Erklärung, damit das Kind nicht zwei verschiedene Positionen verwechselt.

Wenn die vier Buchstaben sehr eng stehen, verwenden Sie einen größeren, gut lesbaren Ausdruck. Die Buchstaben bleiben Teile eines Wortes; große Zwischenräume zwischen den einzelnen Zeichen könnten die falsche Vorstellung von vier Wörtern erzeugen.

Ein Kind kann eine Antwort per Blick, Geste oder vertrautem Kommunikationsmittel geben. Die erwachsene Person wiederholt die vermutete Auswahl und wartet auf Bestätigung. Eine schnelle Antwort ist kein notwendiger Bestandteil der Aufgabe.

Ein nächster Schritt

Legen Sie die Karten „Nina“ und „nickt“ und lesen Sie „Nina nickt.“ vor. Der Satz enthält zwei Wörter; das erste ist der Name, das zweite beginnt klein. Der Punkt beendet den Satz und ist kein weiterer Buchstabe des Namens.

Wer möchte, kann N und n in einer anderen vorbereiteten Wortkarte suchen. Die erwachsene Person prüft vorab Schreibweise und tatsächliche Position. Wenn das gewählte Wort keinen Buchstaben N enthält, ist auch das ein mögliches Ergebnis; ein Zeichen wird nicht nachträglich hineingedeutet.

Ein Kind kann seine Auswahl erklären, indem es eine Einzelkarte neben das gefundene Zeichen legt. Wenn die Einzelkarte eine andere Schrift nutzt, betrachten Sie die Unterschiede ausdrücklich. Das Bilden eines visuellen Paars ist eine andere Handlung als das Schreiben aus dem Gedächtnis.

Für „Nina nickt.“ zeigen Sie zuerst die beiden Wortkarten, dann den vollständigen Satzstreifen. Fragen Sie, wo der Name beginnt und wo „nickt“ beginnt. Das N des Namens ist groß, das n des zweiten Wortes klein. Der Punkt steht nach dem zweiten Wort.

Vergleichen Sie zusätzlich „Nina“ und „Nase“: Beide beginnen im Beispiel mit N. Danach suchen Sie das n an dritter Stelle in „Nina“. So werden zwei gleiche Großformen und eine Kleinform an unterschiedlichen Positionen sichtbar.

Ein Kind, das schreiben möchte, kann den Namen mit sichtbarer Vorlage abschreiben oder einzelne Karten ordnen. Ein anderes kann die Buchstaben zeigen und eine erwachsene Person schreiben lassen. Die Wege sind verschieden und können jeweils beschrieben werden, ohne sie als identische motorische Leistung zu bewerten.

Für einen neuen Namen wie „Nora“ prüfen Sie zuerst die Schreibung. Nora beginnt mit N, enthält aber kein weiteres n. Das verhindert, dass aus „Nina“ fälschlich die Regel abgeleitet wird, jeder Name mit N müsse auch ein kleines n enthalten.

Wenn die erwachsene Person eine Beobachtung festhält, sollte sie die Vorlage und eventuelle Hinweise nennen: „Mit sichtbaren Einzelkarten zeigte das Kind N am Anfang und n an dritter Stelle.“ Diese Aussage betrifft die konkrete Karte und nicht automatisch andere Schriften oder Wörter.

In BrainHunters weiterüben

Wenn eine passende Aufgabe zu Buchstabenformen in BrainHunters verfügbar ist, lesen Sie ihre konkrete Anweisung und prüfen Sie die gezeigte Schrift. Eine digitale Darstellung muss nicht dieselben Wörter wie die Karten verwenden.

Anschließend kann das Kind zur Karte „Nina“ zurückkehren und eine der beiden N-Formen zeigen. Eine kurze Notiz kann festhalten, ob die Einzelkarten als Vorlage sichtbar waren. Ein Beispiel erlaubt keine Aussage über das gesamte Lesen oder Schreiben.

Das digitale Beispiel kann einzelne Buchstaben oder ein ganzes Wort zeigen. Lesen Sie die tatsächliche Aufgabenstellung und prüfen Sie, welche Form ausgewählt werden soll. Falls die Schrift von der Papierkarte abweicht, betrachten Sie beide Darstellungen gemeinsam.

Ein Partner kann nach Bestätigung des Kindes eine Auswahl auf dem Bildschirm ausführen, sofern die konkrete Aufgabe dies zulässt. Die Bewegung am Gerät und die Entscheidung über den Buchstaben sind unterschiedliche Handlungen. Dokumentieren Sie gegebenenfalls beide.

Bewahren Sie die Namenkarte und die Einzelkarten zusammen auf, wenn das Kind sie erneut nutzen möchte. Beim nächsten Mal können Sie vorlesen und eine Stelle auswählen. Wenn kein passendes digitales Angebot vorhanden ist, bleibt die Papiergeschichte eine eigenständige Übung.

WAS DU VIELLEICHT WISSEN MÖCHTEST

Hilfreiche Antworten

Wo stehen N und n im Namen Nina?

In „Nina“ steht N an erster und n an dritter Stelle: N, i, n, a.

Warum wird „Nase“ großgeschrieben?

„Nase“ ist ein Nomen und wird im Deutschen großgeschrieben, auch wenn es nicht am Satzanfang steht.

Muss das Kind seinen eigenen Namen verwenden?

Nein. Nina ist eine erfundene Figur. Ein eigener Name kann freiwillig hinzukommen, nachdem seine korrekte Schreibweise geprüft wurde.

Mach aus einer kleinen Idee ein Abenteuer.

Probiert gemeinsam eine kurze Aktivität aus und nehmt die Entdeckung mit in euren Alltag.

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