M und m sehen unterschiedlich aus und gehören doch zum selben Buchstaben. Mit einem vertrauten Namen lässt sich diese Verbindung konkret erkunden: Auf einer Karte mit „Mila“ steht ein großes M am Anfang; eine zweite Karte zeigt das kleine m als Partner. In dieser Anleitung bereiten Sie zwei Buchstabenpaare vor, vergleichen ihre Formen und suchen sie anschließend in bekannten Wörtern. Das Kind muss dafür weder seinen ganzen Namen schreiben noch bereits lesen können. Es darf zeigen, sprechen, tasten oder eine vertraute Kommunikationshilfe nutzen.

Worum es beim Zuordnen geht

Im deutschen Alphabet gibt es für viele Buchstaben eine große und eine kleine Form. Das große M und das kleine m sind zwei Formen des Buchstabens M. Ebenso gehören A und a zusammen. Ihre Formen sind nicht einfach gleich groß: Ein gedrucktes A und ein gedrucktes a können sich deutlich unterscheiden. Für das Zuordnen muss das Kind deshalb nicht nur eine verkleinerte Kopie erkennen, sondern eine Beziehung zwischen zwei Formen kennenlernen.

Der Name „Mila“ dient in diesem Artikel als Beispiel. Er beginnt mit einem großen M, danach folgen in dieser Schreibweise die kleinen Buchstaben i, l und a. Der Name enthält kein kleines m. Wenn Sie ein kleines m im selben Wort suchen möchten, verwenden Sie ein anderes geeignetes Beispiel wie „Mimi“: Dort steht am Anfang M und als dritter Buchstabe m. Prüfen Sie vor der Frage immer, ob die gesuchte Form tatsächlich vorkommt.

Das Erkennen einer Buchstabenform, das Benennen des Buchstabens und das Hören eines Lautes sind verwandte, aber unterschiedliche Aufgaben. Ein Kind kann M und m auf Karten zusammenlegen, ohne ihren Namen sicher auszusprechen. Es kann den Anfangslaut eines gesprochenen Wortes wahrnehmen, ohne das geschriebene M zu erkennen. Beginnen Sie mit der Handlung, die Sie gerade betrachten möchten, und erweitern Sie sie nur, wenn es passt.

Ein Name ist persönlich. Fragen Sie, ob das Kind den eigenen Namen verwenden möchte. Ein vertrauter Name aus der Familie, der Name eines Haustiers oder einer erfundenen Figur ist ebenso möglich, wenn die Person mit der Wahl einverstanden ist. Schreiben Sie Namen so, wie ihre Trägerinnen und Träger sie verwenden, einschließlich passender Sonderzeichen. Ändern Sie keine Schreibweise, nur damit sie zu einer vorbereiteten Karte passt.

Eine Namenskarte und vier Buchstabenkarten vorbereiten

Schreiben Sie „Mila“ gut lesbar auf einen Streifen Papier. Stellen Sie sicher, dass zwischen den einzelnen Buchstaben genug Platz zum Erkennen bleibt, ohne zusätzliche Wortabstände einzufügen. Für die Gegenüberstellung bereiten Sie vier weitere Karten vor: Auf jeder steht genau eine Form, also M, m, A oder a. Verwenden Sie einen gut lesbaren, möglichst schlichten Druck und ausreichend große Karten.

Legen Sie M und m zunächst als Paar nebeneinander, ebenso A und a. Nehmen Sie für alle vier Karten gleichfarbiges Papier und denselben Stift. Wenn jedes Paar nur durch seine Kartenfarbe zusammengehört, könnte ein Kind die Farben richtig sortieren, ohne die Buchstabenformen zu vergleichen. Farbe darf später als Unterstützung dienen; dann sollte beim Beobachten klar sein, welche Hilfe zur Verfügung stand.

Sehen Sie sich Ihre Handschrift selbst kritisch an. Ein handgeschriebenes kleines a kann anders aussehen als das zweistöckige a mancher Druckschriften. Beide Formen werden für den kleinen Buchstaben a verwendet, aber ein unerwarteter Wechsel kann das erste Zuordnen erschweren. Schreiben oder drucken Sie für den Einstieg dieselbe gut erkennbare Form auf die Namenskarte und die Einzelkarte.

Lassen sich einzelne Karten schwer greifen, können Sie größere Stücke oder eine rutschfeste Unterlage wählen. Das Kind kann auch mit Blick, Geste oder einer Kommunikationshilfe entscheiden, während eine erwachsene Person die Karte bewegt. Für Kinder, die erhabene oder andere taktile Darstellungen nutzen, eignen sich vertraute zugängliche Materialien. Entscheidend ist, dass die beiden Formen auf eine für das Kind wahrnehmbare Weise verglichen werden können.

Kleine Teile sollten nicht in die Reichweite eines Kindes gelangen, das Gegenstände in den Mund nimmt. Wählen Sie Material und Größe passend zur Situation. Eine feste Tafel mit vier großen Feldern kann dieselben Buchstaben zeigen, ohne dass lose Karten bewegt werden müssen. Die erwachsene Person kann dann auf Wunsch des Kindes zeigen oder Markierungen setzen.

M und m zunächst als ein Paar zeigen

Legen Sie nur die Karten M und m vor das Kind. Zeigen Sie auf M und sagen Sie: „Das ist ein großes M.“ Danach zeigen Sie auf m: „Das ist ein kleines m. Beide gehören zum Buchstaben M.“ Lassen Sie beide Karten sichtbar liegen. Fragen Sie zunächst, was dem Kind auffällt, bevor Sie erklären, wie Sie die Formen beschreiben würden.

Vielleicht sagt das Kind: „Das kleine sieht rund aus.“ In einer schlichten Druckform hat m gewöhnlich Bögen, während M aus geraden Linien bestehen kann. Diese Beobachtung passt zu den konkreten Karten. Weisen Sie zugleich darauf hin, dass Schriften unterschiedlich aussehen können. Für das erste Paar reicht es, die beiden klaren Formen wiederzuerkennen; eine vollständige Beschreibung jeder möglichen Schriftart ist nicht nötig.

Fragen Sie: „Kannst du das kleine m zeigen?“ Das Kind kann auf die Karte tippen, sie ansehen oder sie zu Ihnen schieben. Falls es M zeigt, wiederholen Sie die Namen beider Karten und legen Sie sie nebeneinander: „Hier ist das große M, hier das kleine m.“ Geben Sie danach die Wahl, noch einmal zu zeigen oder zunächst zuzusehen. Ein sichtbares Modell und eine direkte Erklärung sind zulässige Hilfen.

Manche Kinder wählen zuerst die größere Papierkarte statt des Großbuchstabens. Darum sollten die Karten ungefähr gleich groß sein. „Groß“ und „klein“ beziehen sich hier auf die Buchstabenform und Schreibweise, nicht auf die äußere Größe des ausgeschnittenen Papiers. Sie können ein kleines m besonders groß auf ein Blatt schreiben und daneben ein kleiner gedrucktes M setzen, um diesen Unterschied später zu besprechen.

Wenn das Kind die Formen benennen möchte, nennen Sie sie „großes M“ und „kleines m“. Beim lauten Sprechen hört man die Groß- und Kleinschreibung nicht unmittelbar; die Unterscheidung betrifft zunächst die geschriebene Form. Sie können beide auf dem Papier zeigen und dann ihren gemeinsamen Buchstabennamen nennen. Das Kind muss keine technische Definition auswendig wiederholen.

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Ein zweites Paar dazunehmen

Zeigen Sie anschließend A und a als eigenes Paar. Vergleichen Sie die Formen auf Ihren Karten und sagen Sie: „Dieses große A gehört zu diesem kleinen a.“ Legen Sie die beiden Paare noch nicht durcheinander, bevor das Kind Gelegenheit hatte, sie gemeinsam anzusehen. Ein kurzer Blick auf beide Beziehungen kann genügen; Sie müssen nicht sofort eine neue Abfrage anschließen.

Für die erste Zuordnung legen Sie die großen Formen M und A in eine obere Reihe. Die kleinen Formen m und a liegen darunter, zunächst bereits richtig zugeordnet. Zeigen Sie auf jedes Paar und benennen Sie es. Vertauschen Sie danach nur die beiden kleinen Karten und fragen Sie, ob das Kind sie wieder zu den passenden großen Karten legen möchte. Die Aufgabe enthält nun zwei Auswahlmöglichkeiten statt vier völlig unbekannter Karten.

Wenn m unter A gelegt wird, zeigen Sie die zuvor vorgestellte Beziehung noch einmal: „Das kleine m gehört zum großen M.“ Sie können m zum M schieben und das Kind einladen, die verbleibende Karte zuzuordnen. Danach darf es entscheiden, ob es noch einen Versuch mit beiden kleinen Karten machen möchte. Eine direkte Rückmeldung ist hilfreicher als wiederholtes Raten ohne neue Information.

Bei A und a kann ein Kind annehmen, die beiden gehörten nicht zusammen, weil ihre gedruckten Formen verschieden aussehen. Diese Beobachtung ist nachvollziehbar. Zeigen Sie das Paar wieder und erklären Sie, dass Groß- und Kleinformen eines Buchstabens unterschiedlich aussehen können. Vergleichen Sie danach M und m: Auch dort unterscheiden sich die Formen. Nicht jedes Paar folgt derselben visuellen Veränderung.

Wenn das Kind nur ein Paar gleichzeitig betrachten möchte, legen Sie die anderen Karten weg. M und m zuordnen ist eine sinnvolle eigene Aufgabe. Die Anzahl der Karten lässt sich später erhöhen, muss aber nicht in einer festgelegten Zeit gesteigert werden. Mehr Auswahl erfordert auch mehr Suchen und Merken; das kann unabhängig vom Verständnis der gezeigten Beziehung anstrengend sein.

Die Formen im Namen wiederfinden

Legen Sie die Karte „Mila“ unter die große M-Karte. Lesen Sie den Namen vor und fragen Sie: „Wo siehst du in diesem Namen das große M?“ Das M steht links am Anfang. Das Kind kann die Einzelkarte direkt über die entsprechende Stelle legen oder mit einem Finger darunter zeigen. Halten Sie das Modell sichtbar, damit die Aufgabe das Vergleichen und nicht das Erinnern einer verdeckten Form verlangt.

Nun legen Sie die Karte a neben den Namen. Fragen Sie, ob dieselbe kleine Form in „Mila“ vorkommt. Sie steht am Ende des Namens. Das große A kommt in dieser Schreibweise nicht vor. Wenn das Kind A auf der Karte erkennt, erklären Sie, dass A und a zusammengehören, und suchen Sie im Namen ausdrücklich nach dem kleinen a. So bleiben die Beziehung zwischen den Formen und die tatsächlich sichtbare Schreibweise unterscheidbar.

Auf einer zweiten Karte mit „Mimi“ können Sie M und m innerhalb desselben Namens suchen. Lesen Sie den Namen vor und zeigen Sie die vier Buchstaben nacheinander: großes M, kleines i, kleines m, kleines i. Fragen Sie: „Wo ist das große M? Wo ist das kleine m?“ Die Formen stehen an unterschiedlichen Stellen; dieselbe Buchstabenbeziehung wird nicht dadurch zu einem zweiten großen M.

Ein möglicher Dialog: Das Kind zeigt auf das erste Zeichen in „Mimi“ und sagt „M“. Die erwachsene Person antwortet: „Ja, das ist das große M am Anfang. Findest du auch das kleine m?“ Wenn das Kind das dritte Zeichen zeigt, können beide die Karten M und m danebenlegen. Zeigt es auf i, nennen Sie die sichtbare Form und weisen Sie bei Bedarf auf das m als Modell hin.

Der Name auf einer Karte ist kein Rätsel, dessen Bedeutung das Kind erraten muss. Lesen Sie ihn vor, wenn es das Wort noch nicht selbst liest. Es kann trotzdem einen einzelnen Buchstaben im Namen suchen. Umgekehrt beweist das Wiedererkennen eines vertrauten Namens an seiner Gesamtform noch nicht, dass jedes Zeichen einzeln erkannt wird. Beide Beobachtungen sind interessant und können getrennt festgehalten werden.

Warum ein Name groß beginnt

Im Deutschen werden Personennamen üblicherweise mit großem Anfangsbuchstaben geschrieben. In „Mila“ steht deshalb M am Anfang; die folgenden Buchstaben sind in dieser Schreibweise klein. Für eine erste Begegnung reicht diese konkrete Beobachtung. Die vollständigen Regeln zur Groß- und Kleinschreibung, etwa bei Satzanfängen oder Substantiven, müssen nicht gleichzeitig erklärt werden.

Nicht jeder Name hat genau eine große Form und danach nur kleine. Schreibweisen können Bindestriche, mehrere Namensteile, Buchstaben aus anderen Sprachen oder individuell festgelegte Formen enthalten. Nehmen Sie die tatsächliche Schreibweise ernst und besprechen Sie die sichtbaren Zeichen, statt sie an „Mila“ anzupassen. Wenn ein Name für die gewählte Vergleichsfrage zu viele neue Details enthält, kann eine zusätzliche Beispielkarte die Aufgabe vereinfachen, ohne den Namen der Person zu verändern.

Eine Karte mit MIMA in lauter Großbuchstaben zeigt andere Schreibentscheidungen als der Name „Mima“ in üblicher Namensschreibweise. Solche Schriftformen kommen zum Beispiel auf Plakaten oder Beschriftungen vor. Ein Kind kann die Buchstaben trotzdem vergleichen; erklären Sie aber, welche konkrete Form Sie gerade suchen. Aus der Gestaltung eines Plakats lässt sich nicht ableiten, dass Namen im Alltag grundsätzlich nur mit Großbuchstaben geschrieben werden.

Bei vertrauten Wörtern außerhalb von Namen kann die Schreibweise ebenfalls einen Anlass zur Frage bieten. In „Mama“ steht ein großes M am Anfang und ein kleines m als dritter Buchstabe. Sie können beide Formen zeigen, ohne schon eine umfassende Rechtschreibregel zu verlangen. Auf einer Karte mit „m“ allein fehlt der Wortzusammenhang; sie dient hier dazu, die kleine Form als Partner des großen M kennenzulernen.

Ähnliche Formen und typische Missverständnisse

Ein Kind könnte M und W zusammensuchen, weil beide aus ähnlichen geraden Linien bestehen. Legen Sie eine schlichte M- und eine schlichte W-Karte nebeneinander und betrachten Sie ihre Ausrichtung. Sagen Sie die Buchstabennamen und zeigen Sie anschließend wieder das Paar M und m. Vermeiden Sie die pauschale Behauptung, man müsse nur jede Form drehen: In gedruckten Schriften sind die konkreten Gestaltungen nicht immer identisch gespiegelt oder gedreht.

Bei m und n kann die Anzahl der sichtbaren Bögen auf Ihren Karten eine Vergleichshilfe sein. Das kleine m hat in einer schlichten Druckform zwei aufeinanderfolgende Bögen, n einen. Zählen Sie die Bögen nur, wenn die Schrift sie klar zeigt, und nennen Sie die tatsächlichen Buchstaben. Führen Sie n erst ein, wenn das Kind mehrere Formen vergleichen möchte; für den ersten Schritt genügen M und m.

Ein Kind könnte auf das kleine a in „Mila“ zeigen, wenn nach dem großen A gefragt wird. Würdigen Sie, dass es den passenden Buchstaben in einer anderen Form gefunden hat. Klären Sie dann: „Das ist das kleine a. Auf dieser Namenskarte steht kein großes A.“ Wenn Sie ein großes A zeigen möchten, legen Sie die separate A-Karte daneben oder wählen Sie ein Wort, das es tatsächlich enthält.

Manchmal wird „großer Buchstabe“ als Aufforderung verstanden, das Zeichen besonders groß zu malen. Schreiben Sie ein m in großer Schrift und ein M kleiner daneben. Fragen Sie, welche Form das große M ist. Die Bezeichnungen Groß- und Kleinbuchstabe betreffen die jeweilige Form, auch wenn die Buchstaben auf dem Papier in unterschiedlichen Größen dargestellt werden. Die sichtbare Druckgröße allein entscheidet nicht.

Wenn ein Kind die Karten nach Farben sortiert, während die Buchstabenfarben paarweise übereinstimmen, hat es möglicherweise die vorhandene Farbinformation genutzt. Das ist eine sinnvolle Sortierstrategie für eine andere Frage. Verwenden Sie beim nächsten Vergleich gleich aussehende Karten und geben Sie die Buchstabenpaare zunächst wieder als Modelle vor. So lässt sich besser beobachten, ob die Formbeziehung selbst erkannt wird.

Verwechseln Sie das Benennen eines Buchstabens nicht mit einer Aussage über seinen Laut in jedem Wort. Im ersten Schritt dürfen Sie sagen: „Das ist der Buchstabe M.“ Wenn Sie später den Laut am Anfang von „Mila“ untersuchen, hören Sie gemeinsam auf das gesprochene Wort. Die Schriftform zuzuordnen und einen Laut im Wort zu hören bleiben unterscheidbare Aufgaben.

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Kleine Schritte. Gute Gewohnheiten.

Suchen, legen und prüfen

Legen Sie die vier Einzelkarten in ein Rechteck und die Namenskarte daneben. Geben Sie eine überschaubare Frage: „Welche Karte zeigt das große M am Anfang von Mila?“ Wenn das Kind eine Karte wählt, halten Sie sie unmittelbar neben das M im Namen. Beide können vergleichen, ohne die Antwort aus dem Gedächtnis rekonstruieren zu müssen.

Für eine nächste Runde fragen Sie nach dem kleinen a am Ende. Wenn das Kind A wählt, legen Sie A und a zum Vergleich neben die Stelle im Namen. Die große Form ist mit a verwandt, stimmt aber nicht mit der sichtbaren kleinen Form überein. Ein Erwachsener kann die Begriffe noch einmal anbieten und das Kind entscheiden lassen, ob es die Karte wechseln möchte.

Das Kind kann anschließend selbst eine der vier Karten auswählen und Sie bitten, dieselbe Form auf der Namenskarte zu finden. Nicht jede Karte hat dort einen Treffer: In „Mila“ finden sich M und a, aber weder ein kleines m noch ein großes A. Ist kein Treffer vorhanden, sagen Sie das und zeigen Sie, welche Stellen tatsächlich da sind. Eine Suchaufgabe muss nicht für jede Karte eine Lösung enthalten.

Wenn eine gesuchte Form nicht vorkommt, können Sie eine neue Karte mit einem passenden Beispiel ergänzen, etwa „Mimi“ für m. Machen Sie deutlich, dass Sie das Material geändert haben. Ein nicht vorhandenes Zeichen nachträglich in den ursprünglichen Namen hineinzulesen würde die Kontrolle erschweren. Das gemeinsame Überprüfen des tatsächlichen Textes ist Teil der Aufgabe.

Möchte das Kind schreiben, legen Sie eine leere Karte und den sichtbaren Namen bereit. Es kann einzelne Formen nachfahren, selbst schreiben oder Sie beim Schreiben anleiten. Eine andere Person kann die Schreibbewegung ausführen, ohne dass das Kind seine Auswahl abgeben muss. Die Qualität einer Handschrift und das Erkennen eines Buchstabenpaares sollten nicht zu derselben Bewertung zusammengezogen werden.

Leichter beginnen und den Vergleich erweitern

Als leichteste Variante zeigen Sie M und m bereits nebeneinander und benennen beide. Das Kind kann eine Karte auswählen oder nur beobachten. Danach können Sie eine einzelne Karte auf die entsprechende Modellkarte legen lassen. Erst wenn diese Handlung vertraut ist, nehmen Sie ein zweites Paar hinzu. Die sichtbare Vorlage darf so lange bleiben, wie sie für die Aufgabe hilfreich ist.

Für ein Kind, das zwischen zwei Karten gut wählen kann, lassen Sie M sichtbar liegen und bieten m und a an. Sagen Sie die Namen beider kleinen Formen, bevor Sie nach dem Partner von M fragen. Diese Anordnung reduziert die Zahl der gleichzeitigen Entscheidungen. Wenn das Kind den Partner zeigt, legen Sie beide Karten zusammen und benennen das Paar erneut.

Eine Erweiterung ist ein anderes vertrautes Wort mit demselben großen Buchstaben, etwa „Mond“. Schreiben Sie es klar und lesen Sie es vor. Vergleichen Sie das M am Anfang von „Mila“ mit dem M am Anfang von „Mond“. Beide sind große Formen; die übrigen Buchstaben unterscheiden sich. Die Aufgabe erfordert nicht, dass das Kind das ganze Wort selbstständig erliest.

Danach können Sie „Mama“ danebenlegen und das große M am Anfang sowie das kleine m an dritter Stelle suchen. Das Beispiel verbindet die Formen innerhalb eines Wortes. Fragen Sie zunächst nach einer Form und dann nach der anderen, statt gleichzeitig auch noch alle a zu zählen. Wenn das Kind eigene Wörter vorschlägt, prüfen Sie gemeinsam, welche Buchstaben darin tatsächlich stehen.

Für Kinder, die Freude an verschiedenen Schriften haben, schreiben Sie ein großes M auf zwei Arten und vergleichen die beiden mit einer kleinen m-Karte. In manchen Schriften sehen die Formen anders aus; sprechen Sie über die konkreten Zeichen. Die Schwierigkeit steigt, weil nicht nur Groß- und Kleinform, sondern auch die Schriftgestaltung variiert. Ein schlichtes Referenzpaar kann dabei sichtbar bleiben.

Bei Namen mit Umlauten, etwa „Änne“, gehören Ä und ä zusammen; die Punkte sind Teil der jeweiligen Buchstabenform. Falls dieser Name oder ein anderes Wort für Ihre Familie relevant ist, zeigen Sie die Schreibweise korrekt und nehmen Sie das Paar nur auf Wunsch hinzu. Es wäre ungenau, die Punkte wegzulassen und die Karte dennoch als identische Form des Namens auszugeben.

Ein kurzer Eintrag für das nächste Mal

Eine aussagekräftige Notiz könnte lauten: „Mit M und m als sichtbarem Modell zeigte das Kind das große M in Mila. Beim kleinen a verglich es die Namenskarte noch einmal mit der Einzelkarte.“ Diese Beobachtung hält fest, was gezeigt wurde und welche Hilfe verfügbar war. Sie ist keine Aussage darüber, ob das Kind alle Buchstaben oder alle Schreibweisen kennt.

Wenn das Kind eine Karte nicht auswählt, notieren Sie gegebenenfalls die Bedingungen: Waren zwei oder vier Möglichkeiten sichtbar? Hat ein Erwachsener die Formen bereits benannt? War die Schrift gut lesbar? Beim nächsten Mal lässt sich eine dieser Bedingungen verändern und erneut beobachten. Ein Ergebnis mit sichtbarem Modell und eines ohne Modell stellen unterschiedliche Anforderungen an das Gedächtnis.

Das Kind kann auch entscheiden, die Karten aufzubewahren oder nach der Aktivität wegzuräumen. Falls Sie sie wiederverwenden, kontrollieren Sie, ob jede Karte noch vorhanden und lesbar ist. Ein fehlendes kleines m verändert die Zuordnungsaufgabe. Sie können Karten ergänzen, doch teilen Sie mit, wenn eine neue Form hinzukommt, statt eine größere Auswahl unbemerkt als dieselbe Aufgabe zu behandeln.

Auf BrainHunters weiterüben

Wenn das Kind digital weitermachen möchte, öffnen Sie gemeinsam den Bereich Buchstaben auf BrainHunters und sehen Sie nach einer verfügbaren Aufgabe, die passt. Lesen Sie die konkrete Anweisung: Eine Aufgabe zum Erkennen eines Buchstabens, zum Hören eines Anfangslauts oder zum Zuordnen kann unterschiedliche Anforderungen stellen. Die Papierkarten dürfen als sichtbare Hilfe danebenliegen, falls das nützlich ist.

Zurück am Tisch können Sie die Namenskarte hervorholen und nach einer bekannten Form fragen. Eine digitale Übung muss nicht dieselben Wörter oder Karten enthalten. Wählen Sie einen klaren Abschluss, etwa das Paar M und m noch einmal nebeneinanderzulegen oder das große M in einem vertrauten Namen zu zeigen. Eine Antwort durch Blick, Geste, Sprache oder Bewegung kann gleichermaßen Ausgangspunkt für das Gespräch sein.

WAS DU VIELLEICHT WISSEN MÖCHTEST

Hilfreiche Antworten

Muss das Kind seinen Namen schon selbst lesen?

Nein. Eine erwachsene Person kann den Namen vorlesen und ein Buchstabenmodell danebenlegen. Das Kind kann eine Form zeigen oder vergleichen.

Warum sehen A und a unterschiedlich aus?

Sie sind die große und die kleine Form desselben Buchstabens. Je nach Schrift kann besonders das kleine a unterschiedlich gestaltet sein.

Wo steht das kleine m in Mila?

In der Schreibweise „Mila“ steht kein kleines m. In „Mimi“ steht ein kleines m an dritter Stelle; am Anfang steht das große M.

Mach aus einer kleinen Idee ein Abenteuer.

Probiert gemeinsam eine kurze Aktivität aus und nehmt die Entdeckung mit in euren Alltag.

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