Hört die Wörter Maus und Ball, wählt den Anlaut [m] und überprüft nach einer kurzen Pause, welches Wort ihr gewählt habt.
Maus oder Ball? Einen Anlaut merken
Bei diesem Spiel betrachtet ein Kind zwei Bilder und hört ihre deutschen Namen: Maus und Ball. Gemeinsam wählen die Beteiligten das Wort, das mit dem Laut [m] beginnt. Nach einer kurzen Pause versucht das Kind, die Wahl zu erinnern. Dann werden die Bilder wieder angesehen und die Wortanfänge gemeinsam überprüft.
Der Buchstabe M ist ein sichtbares Zeichen und heißt im deutschen Alphabet „Em“. Der Laut [m] ist hörbar, wenn das Wort „Maus“ gesprochen wird. Das Kind muss den Buchstabennamen nicht kennen oder schreiben können, um beim Spiel zuzuhören und eine Wahl zu zeigen.
Das Spiel besteht aus drei Schritten: die Wörter anhören und eine Karte wählen, die Wahl nach einer kurzen Pause erinnern und anschließend mit den Bildern überprüfen. Die Reihenfolge soll vorher erklärt werden. Das Kind kann die Karten selbst umdrehen oder eine andere Person darum bitten.
Eine einzelne Runde ist weder ein Schulreifetest noch eine Aussage über das Hörvermögen. Vertrautheit mit den Bildnamen, eine zugängliche Darstellung und ausreichend Zeit beeinflussen die Teilnahme. Wenn eine Bedingung nicht passt, ändert sie gemeinsam oder beendet das Spiel.
Bilder und Buchstabenkarte vorbereiten
Zeichnet oder sucht ein deutliches Bild einer Maus und eines Balls. Die Bilder sollten groß genug sein und möglichst nur einen Hauptgegenstand zeigen. Schreibt auf Wunsch ein großes Druck-M auf eine weitere Karte. Wählt Materialien, die für die beteiligten Personen sicher und gut zu handhaben sind.
Fragt vor dem Spiel, wie das Kind jedes Bild nennt. Auf einem Bild können mehrere Dinge zu sehen sein; ein Kind könnte etwa „Tier“ statt „Maus“ sagen. Beide Beschreibungen können passen, haben aber unterschiedliche Anlaute. Vereinbart für diese Runde das Wort, das ihr tatsächlich vergleichen wollt.
Eine einfache Mauszeichnung kann Ohren, Körper und Schwanz zeigen. Ein Ball kann als großer Kreis mit wenigen Linien dargestellt werden. Fragt, ob die Person erkennt, was gemeint ist. Wenn sie ein anderes Wort wählt, hört dieses Wort ebenfalls an und entscheidet vor der Runde, welche Bezeichnung ihr für die Frage verwendet.
Vermeidet für den ersten Versuch ein Bild, auf dem eine Maus neben einem Mond und einer Blume steht. Das Kind könnte einen anderen Gegenstand als Hauptmotiv wählen. Diese Wahl wäre bei einer offenen Bildbeschreibung möglich, erschwert aber den Vergleich zweier festgelegter Wörter. Einzelne klare Bilder machen die Absprache einfacher.
Die Karte mit dem M kann auf festes Papier geschrieben werden, damit sie gut zu sehen ist. Sie muss nicht in einer besonderen Schriftart gestaltet sein. Achtet darauf, dass Verzierungen nicht wie zusätzliche Buchstaben wirken. Falls die Karte ablenkt, legt sie für das Hören zunächst zur Seite.
Die Wörter zuerst anhören
Zeigt die Maus und sprecht „Maus“ in normalem Tempo. Anschließend könnt ihr den Anfang kurz hervorheben: „M-m-Maus“. Zeigt den Ball und sprecht „Ball“. Im ersten Beispiel hört ihr am Anfang [m], im zweiten [b]. Sprecht beide Wörter verständlich und gebt dem Kind Zeit, sie zu betrachten.
Fragt: „Welches dieser Wörter beginnt mit [m]?“. Das Kind kann zeigen, sprechen oder ein vertrautes Kommunikationsmittel benutzen. Wenn es um eine Wiederholung bittet, sprecht beide Wörter erneut. Eine korrekte Wahl muss nicht davon abhängen, dass das Kind den Laut einzeln nachspricht.
Sprecht die Wörter zunächst vollständig und in einer für euch natürlichen Weise. Beim Wiederholen kann der Laut am Wortanfang von Maus kurz hervorgehoben werden, ohne einen zusätzlichen Vokal als Teil des Lautes auszugeben. Danach sagt das ganze Wort noch einmal. Der Bezug zum Bild soll erhalten bleiben.
Wenn das Kind „Mau“ statt eines einzelnen Lautes nennt, fragt, welche Stelle es gehört hat. Diese Silbe enthält mehr als den ersten Laut. Ihr könnt sagen: „Am Anfang von Maus hören wir zuerst [m]“. Das Kind muss keine Fachbegriffe für Silben verwenden; es kann das Bild wählen und zuhören.
Gebt beiden Wörtern vergleichbare Aufmerksamkeit. Wenn ihr bei einer Karte länger zeigt oder sie näher an das Kind schiebt, könnte die Geste die Wahl beeinflussen. Eine erbetene Hilfe ist erlaubt; benennt sie offen. Die Person darf danach selbst entscheiden oder das Spiel beenden.

Das sichtbare M als Hilfe
Wenn das Kind die Karte sehen möchte, legt sie neben die Bilder. Sagt: „Dieser Buchstabe heißt Em. In “Maus” steht er am Anfang des geschriebenen Wortes“. Ihr könnt MAUS unter das Bild schreiben und das erste Zeichen zeigen. Das selbstständige Lesen des gesamten Wortes ist für dieses Spiel nicht notwendig.
Die Frage „Wie heißt der Buchstabe?“ und die Frage „Welchen Laut hörst du am Anfang von Maus?“ haben unterschiedliche Antworten: „Em“ bezeichnet den Buchstaben, [m] den Laut in diesem Wort. Bestätigt eine Antwort auf die tatsächlich gestellte Frage, bevor ihr zur anderen Frage wechselt.
Schreibt MAUS und BALL unter die entsprechenden Bilder, wenn ein Vergleich der Schrift gewünscht ist. Zeigt die ersten Zeichen: M und B. Lest die Wörter vor und fragt gegebenenfalls, welcher Buchstabe auf der M-Karte steht. Dies ist eine sichtbare Auswahl; die Frage nach dem gehörten Anlaut kann anschließend gesondert gestellt werden.
Ein Kind, das „Em“ sagt, kann damit korrekt den Namen des Buchstabens meinen. Eine erwachsene Person kann antworten: „Ja, das ist der Buchstabe Em. Im Wort Maus hören wir am Anfang [m]“. Beide Informationen sind richtig, beziehen sich aber auf unterschiedliche Dinge. Ein Symbol und ein gesprochener Laut sind nicht identisch.
Eine kurze Pause vereinbaren
Wenn das Kind die Maus gewählt hat, erklärt: „Wir drehen die Bilder kurz um und erinnern uns, welches Wort wir gewählt haben“. Fragt, ob es bereit ist. Statt die Karten umzudrehen, könnt ihr auch gemeinsam wegsehen. Die Pause soll vorhersehbar sein und darf kurz bleiben.
Nach der Pause fragt: „Welches Wort mit [m] am Anfang haben wir gewählt?“. Das Kind kann „Maus“ sagen oder seine Antwort auf andere Weise zeigen. „Ich weiß nicht“ ist ebenfalls möglich. Bietet an, die Bilder wieder anzusehen; Raten ist keine Pflicht.
Vor dem Umdrehen könnt ihr die Wahl noch einmal bestätigen: „Du meinst das Bild, das wir Maus genannt haben?“. Wenn das Kind zustimmt, werden die Karten verdeckt. Falls es eine andere Bezeichnung gewählt hat, klärt zuerst, welches Wort erinnert werden soll. Eine eindeutige Absprache hilft bei der späteren Kontrolle.
Eine Pause kann die Zeit sein, in der sich alle kurz abwenden und die Frage gestellt wird. Sie muss nicht mit einer Stoppuhr gemessen werden. Ein Kind, das ein Gerät zur Kommunikation verwendet, erhält genügend Zeit, seine Antwort auszuwählen. Die Dauer der Antwort ist kein Ergebnis dieser Aufgabe.
Ein Hinweis ist möglich, wenn das Kind ihn wünscht. Die erwachsene Person kann die zwei Bildnamen wiederholen oder die Karte mit M zeigen. Nennt die Hilfe als solche: „Ich habe die Wörter noch einmal gesagt“. Mit dieser Unterstützung wird eine andere Situation geschaffen als bei einer Erinnerung ohne Hinweis.
Gemeinsam überprüfen
Dreht die Karten wieder um und sprecht die vereinbarten Namen. Das Kind kann die gewählte Maus zeigen und den Anfang erneut hören. Wenn es zunächst „Ball“ erinnert hat, sagt zum Beispiel: „Du hast an den Ball gedacht. Wollen wir beide Wörter noch einmal anhören?“. Danach kann das Kind seine Antwort bestätigen oder ändern.
Prüft vor einer Bewertung, welches Bild das Kind tatsächlich meint. Karten können beim Umdrehen verrutschen. Eine Frage nach dem Wort ist nicht dieselbe wie eine Frage nach der früheren Position der Karte. Wenn ihr Positionen untersuchen möchtet, vereinbart das vor der Pause als eigenes Spiel.
Die Karten werden am besten an derselben Stelle aufgedeckt. Wenn sie verrutscht sind, beschreibt die Änderung. Fragt, welches Bild das Kind meint, bevor ihr den Anfang des Wortes vergleicht. Ein Zeigen auf die frühere Position kann sonst versehentlich als Wahl eines anderen Wortes verstanden werden.
Bei der Kontrolle kann das Kind die Mauskarte auswählen und eine andere Person bitten, „Maus“ erneut zu sagen. Eine Antwort muss nicht wiederholt gesprochen werden, wenn Zeigen der bevorzugte Weg ist. Das gemeinsame Anhören soll helfen, die vereinbarte Bedingung zu prüfen.
Falls die erwachsene Person die falsche Karte umgedreht oder einen Namen verwechselt hat, sollte sie das offen korrigieren. „Ich habe Ball gesagt, obwohl du die Maus gezeigt hast. Ich spreche das richtige Wort noch einmal“. Die Kontrolle betrifft die gemeinsame Aufgabe und nicht nur die Handlung des Kindes.
Ein mögliches Gespräch
Erwachsene Person: „Hier ist die Maus, hier der Ball. Welches Wort beginnt mit [m]?“. Kind: „Maus“. Erwachsene Person: „Du hast Maus gewählt. Sollen wir die Bilder kurz umdrehen?“. Das Kind stimmt zu. Nach der Pause fragt die erwachsene Person: „Welches Wort hatten wir gewählt?“.
Kind: „Ball“. Erwachsene Person: „Wir können nachsehen“. Beide drehen die Karten um und sprechen die Namen. Das Kind zeigt auf die Maus. Die erwachsene Person fasst zusammen: „Jetzt hast du Maus gewählt. Am Anfang hören wir [m]“. Eine einzelne Erinnerung beschreibt keine allgemeine Fähigkeit.
Ein zweites Gespräch beginnt mit „Ich weiß nicht“. Erwachsene Person: „Möchtest du die Bilder noch einmal sehen oder lieber aufhören?“. Das Kind entscheidet sich für das Aufdecken. Die erwachsene Person zeigt beide Karten und spricht „Maus“ und „Ball“. Das Kind kann anschließend wählen oder sagen, dass es keine weitere Frage möchte.
Fragt das Kind „Warum nicht Ball?“, vergleicht die Anfänge der vereinbarten Wörter: „Ball beginnt mit [b], Maus beginnt mit [m]“. Diese Erklärung betrifft die Anfangsposition. Ihr braucht nicht zu behaupten, dass ein Laut im gesamten anderen Wort nie vorkommen könne; das war nicht die Frage.
Ein Kind kann nach dem Aufdecken sagen: „Ich habe das Tier gewählt“. Die erwachsene Person fragt: „Meinst du die Maus?“. Wenn das Kind bestätigt, hört ihr das vereinbarte Wort „Maus“ an. Die Frage klärt die Bedeutung des Zeigens, ohne dem Kind eine Antwort zuzuschreiben, die es nicht gegeben hat.
Wenn das Kind während der Pause die M-Karte sehen möchte, könnt ihr sie offen liegen lassen. Die Karte hilft als sichtbare Erinnerung, zeigt aber nicht allein, welches der beiden Bilder zuvor gewählt wurde. Beschreibt diese Unterstützung, wenn ihr später über den Versuch sprecht. Ein Hinweis ist eine mögliche Anpassung und kein Fehler.
Wenn das Bild anders benannt wird
Ein Kind könnte die Maus „Tier“ nennen. Das Wort „Tier“ beginnt mit einem anderen Laut als „Maus“. Fragt: „Meinst du dieses Tier? Für unsere Runde schlage ich das Wort Maus vor. Passt das für dich?“. Wenn das Kind lieber ein anderes Bild verwenden möchte, sucht gemeinsam einen klaren Ersatz.
Ein Ball kann auch als „Spielzeug“ beschrieben werden. Die Abbildung selbst hat keinen gesprochenen Anlaut; erst das gewählte Wort hat einen. Deshalb sollten die Teilnehmenden die Bezeichnung vor dem Vergleich klären. Ein abweichender Name ist nicht automatisch eine falsche Beobachtung.
Auf einem Bild eines Balls könnte zusätzlich eine Katze zu sehen sein. Nennt das Kind „Katze“, bezieht sich seine Antwort auf ein anderes Wort als das geplante „Ball“. Fragt nach, welchen Gegenstand es meint, und wählt für die erste Runde möglichst ein Bild mit nur einem Hauptmotiv. Die Wortwahl wird vor der Lautfrage geklärt.
Wenn ein Kind eine Maus als „kleines Tier“ beschreibt, könnt ihr beide Bezeichnungen aufgreifen. „Ja, eine Maus ist ein kleines Tier. Für diese Frage verwenden wir das Wort Maus“. So wird die Beschreibung nicht abgewertet und die Bedingung für den Anlautvergleich bleibt klar.
Eine zweite Wahl mit M
Als Erweiterung könnt ihr Maus und Mond betrachten. Beide deutschen Wörter beginnen mit [m]. Fragt zunächst, was an ihren Anfängen gleich ist. Wenn anschließend eine Erinnerung an die zuvor gewählte Karte gefragt ist, können die beiden Bilder unterschiedliche Antworten auf diese persönliche Wahl liefern.
Die Frage „Welches Wort beginnt mit [m]?“ hätte bei Maus und Mond zwei passende Antworten. Akzeptiert beide oder formuliert eine andere Frage, bevor das Kind wählt. Das Spiel soll eine klare Bedingung haben und keine versteckte einzige Lösung.
Bei Maus und Mond ist der erste Laut [m], auch wenn der Rest der Wörter unterschiedlich klingt. Legt beide Karten offen hin und sprecht sie nacheinander. Das Kind kann eine für die Erinnerungspause wählen. Nach der Pause fragt ihr nach der gewählten Karte, nicht nach einem angeblich einzigen Wort mit [m].
Wenn das Kind „Milch“ als weiteres Wort nennt, könnt ihr es gemeinsam aussprechen und auf den Beginn achten. Ein passendes Bild ist nur notwendig, wenn ihr mit Bildkarten weiterarbeiten möchtet. Prüft, ob alle dasselbe Wort meinen, und gebt dem Kind die Möglichkeit, eine eigene Idee beizubehalten.
Maus und Mond können auch für eine andere Frage verwendet werden: „Welche Karte möchtest du für eine Geschichte wählen?“. Das Kind entscheidet sich für eine der beiden. Danach erinnert ihr euch an diese persönliche Wahl und überprüft sie durch Aufdecken. Die Frage nach dem Anlaut wurde bereits vorher beantwortet; die Erinnerungsfrage betrifft nun die Auswahl.
Wenn das Kind beide Bilder wählen will, ist das ebenfalls möglich. Die spätere Antwort lautet dann, dass beide gewählt wurden. Vereinbart den Umfang vor dem Verdecken. So wird eine richtige Mehrfachwahl nicht nachträglich als Verstoß gegen eine nicht erklärte Regel behandelt.
Häufige Fehler bei der Frage
„Welches Wort enthält [m]?“ unterscheidet sich von „Welches Wort beginnt mit [m]?“. Ein Laut kann auch an einer anderen Stelle vorkommen. Für dieses Spiel bleibt ihr beim Anfang. Wenn ihr später andere Positionen untersuchen möchtet, wählt geeignete Wörter und erklärt die neue Frage.
Ein weiterer Fehler ist, zuerst nach dem Laut und nach der Pause nach der Kartenposition zu fragen. Das Kind konnte sich das Wort merken, ohne sich „links“ oder „rechts“ zu merken. Stellt nach der Pause dieselbe Frage wie zuvor und überprüft sie anhand der Bilder.
Auch ein Wechsel der vereinbarten Sprache verändert die Lautfrage. Wenn das Kind ein Objekt mit einem Wort aus einer anderen Sprache benennt, hört zuerst zu und klärt die Bedeutung. Eine Antwort lässt sich nur beurteilen, wenn bekannt ist, welches Wort gesprochen oder gemeint wurde.
Nicht jede Aufforderung zu sprechen ist nötig, um die Wahl zu verstehen. Das Kind kann auf die richtige Karte zeigen und trotzdem eine andere Aussprache haben oder nicht sprechen wollen. Das Ziel der Runde ist die vereinbarte Auswahl und Überprüfung, nicht die Bewertung seiner Artikulation.
Einfacher beginnen
Lasst die Bilder sichtbar und hört zunächst nur die Wörter an. Das Kind kann auf die Maus zeigen, nachdem „Maus“ gesagt wurde. Danach bietet ihr den Vergleich mit Ball an. Die kurze Erinnerungspause kommt erst hinzu, wenn das Kind sie ausprobieren möchte.
Wenn zwei Bilder zu schwierig zu unterscheiden sind, wählt deutlichere Darstellungen oder betrachtet zunächst nur die Maus. Eine erwachsene Person kann das Bild auf Wunsch halten. Fragt vor einer körperlichen Hilfe und lasst Zeit für eine Antwort. Die Aufgabe darf nach einem Beispiel enden.
Eine vorbereitende Runde kann nur die Verbindung zwischen Bild und Wort klären. Die erwachsene Person sagt „Maus“ und das Kind zeigt auf das Bild. Danach sagt sie „Ball“ und bietet eine weitere Wahl an. Erst wenn diese Bezeichnungen gemeinsam feststehen, fragt sie nach dem Anlaut.
Für manche Teilnehmende hilft es, zwei Karten mit genügend Abstand und auf einer ruhigen Unterlage zu präsentieren. Wenn der Blick oder eine Geste zur Auswahl genutzt wird, fragt die helfende Person nach, ob sie die richtige Karte verstanden hat. Sie sollte nicht eigenständig aus einer unklaren Bewegung eine Antwort ableiten.
Ein nächster Schritt
Das Kind kann eine Karte wählen und der erwachsenen Person eine Frage stellen. Die erwachsene Person wiederholt die vereinbarten Bildnamen, antwortet nach einer Pause und prüft gemeinsam mit dem Kind. Wenn sie sich irrt, kann sie ihre Antwort nach dem Anhören ändern.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die geschriebenen Wörter MAUS und BALL zu vergleichen. Zeigt die Anfangsbuchstaben und benennt sie, wenn das Kind daran interessiert ist. Diese Sichtaufgabe ergänzt das Hören; sie ist keine Voraussetzung für die Wahl eines Bildes.
Bei einem Rollenwechsel kann das Kind zunächst die erwachsene Person fragen: „Maus oder Ball? Welches beginnt mit [m]?“. Die erwachsene Person wählt und nennt ihr Vorgehen. Danach werden die Karten kurz verdeckt und wieder geöffnet. Ein Irrtum wird am gleichen Material überprüft wie eine richtige Erinnerung.
Wer mehr als zwei Bilder nutzen möchte, kann ein weiteres bekanntes Wort hinzufügen. Vorher sprechen alle den Namen und prüfen, ob es die Bedingung erfüllt. Gibt es mehrere passende Wörter, ist das ausdrücklich erlaubt. Die Zahl der Karten muss nicht steigen, wenn zwei Beispiele bereits genug Stoff zum Gespräch bieten.
Mehrsprachige Familien
Ein Bild kann in verschiedenen Sprachen unterschiedliche Namen haben. Vereinbart für eine deutschsprachige Runde das deutsche Wort und hört es gemeinsam an. Wenn das Kind eine andere Sprache benutzt, fragt nach seiner Bedeutung und respektiert die Bezeichnung. Der Anfangslaut einer Übersetzung muss nicht derselbe sein.
Wer Wörter in einer anderen Sprache vergleichen möchte, kann dafür eine eigene Runde planen. Nutzt vertraute Beispiele und klärt die Aussprache mit einer kundigen Person, wenn ihr unsicher seid. Das Spiel verlangt nicht, dass eine Familiensprache ausgeschlossen wird.
Bei einer deutschsprachigen Runde könnt ihr sagen: „Heute hören wir das deutsche Wort Maus“. Das Kind darf anschließend ein Wort aus einer anderen Sprache nennen, das ihm zu dem Bild einfällt. Fragt, was es bedeutet. Die andere Bezeichnung ist nicht falsch, nur weil sie einen anderen Anfang haben kann.
Wenn mehrere Sprachen in der Familie vorkommen, könnt ihr die Runden klar trennen: zuerst das bekannte deutsche Wort, später ein vertrautes Wort aus einer anderen Sprache. Eine Übersetzung muss nicht denselben Laut oder dieselbe Schrift verwenden. Für unbekannte Aussprache holt ihr euch Unterstützung statt eine Regel zu raten.
Zugänglichkeit und freiwillige Notizen
Große klare Bilder, eine gut erreichbare Ablage und ein vertrauter Kommunikationsweg unterstützen die Teilnahme. Wenn das Hören oder Unterscheiden von Lauten in der gewählten Situation nicht zugänglich ist, passt die Tätigkeit mit den vertrauten Hilfen an. Dieses Spiel ersetzt keine Hör- oder Sprachdiagnostik.
Eine optionale Notiz könnte lauten: „Nach einer Wiederholung der Wörter zeigte das Kind auf die Maus“. Sie beschreibt eine konkrete Hilfe und eine Handlung. Es ist nicht nötig, ein Foto oder den Namen des Kindes zu speichern. Die Beteiligten können das Spiel auch ohne Aufzeichnung beenden.
Bei einem Kommunikationsgerät kann eine Bezugsperson vorab prüfen, ob die benötigten Bild- oder Wortauswahlen verfügbar sind. Das Kind erhält Zeit, das passende Symbol zu finden. Die erwachsene Person bestätigt, was sie verstanden hat, und wartet auf Zustimmung oder Korrektur.
Ein Eintrag sollte die Bedingungen nennen: „Die Wörter wurden zweimal vorgelesen; danach wählte das Kind die Mauskarte“. Diese Notiz sagt nichts darüber aus, wie das Kind in einer anderen Umgebung oder mit anderen Wörtern antworten wird. Sie ist freiwillig und braucht keine persönlichen Angaben.
Auf BrainHunters weiterüben
Wenn das Kind weitere Schriftzeichen betrachten möchte, könnt ihr die Buchstaben-Aktivitäten auf BrainHunters ansehen. Lest die konkrete Aufgabe und prüft Sprache sowie Antwortmöglichkeit. Nicht jede digitale Aufgabe verwendet dieselben Wörter wie dieses Spiel.
Das Spiel ist nach dem gemeinsamen Prüfen abgeschlossen. Eine weitere Wortwahl ist nur nötig, wenn alle Beteiligten daran Interesse haben.
Hilfreiche Antworten
Wie heißt der Buchstabe M?
Im deutschen Alphabet heißt er Em. Der Anlaut von Maus ist [m].
Was tun, wenn das Kind die Wahl nicht erinnert?
Bietet an, die Bilder erneut anzusehen und die Wörter noch einmal anzuhören.
Muss das Kind den Laut einzeln aussprechen?
Nein. Es kann seine Wahl zeigen oder ein vertrautes Kommunikationsmittel verwenden.


