Maus und Mond beginnen mit demselben Laut, obwohl die Dinge ganz unterschiedlich aussehen. Ball beginnt anders. Mit solchen Beispielen können Kinder entdecken, dass sich ein gesprochener Wortanfang und ein geschriebenes Zeichen aufeinander beziehen. In dieser Suche geht es zunächst um den Laut /m/ und den Buchstaben M. Das Kind darf zeigen, sprechen, auswählen oder zuschauen; ein fehlerfreier Test ist nicht das Ziel.

Was hören wir, was sehen wir?

Ein Laut ist etwas, das wir in einem gesprochenen Wort wahrnehmen oder erzeugen. Ein Buchstabe ist ein geschriebenes Zeichen. Beim Wort „Maus“ hören wir am Anfang /m/ und sehen in der üblichen Schreibweise ein M. Der Buchstabenname „Em“ und der Laut /m/ sind nicht dasselbe: Der Name enthält beim Sprechen zusätzlich einen Vokal. Für das Hören des Wortanfangs eignet sich ein kurz gehaltenes „mmm“ ohne angehängtes „e“.

Diese Unterscheidung beschreibt nur einen überschaubaren Ausschnitt der deutschen Schrift. Nicht jeder Laut wird immer durch genau einen einzelnen Buchstaben dargestellt. Der [Bildungsserver Berlin-Brandenburg](https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/rechtschreibrahmen/rechtschreibschwerpunkt-sch) erläutert beispielsweise die Schreibung des Lautes /ʃ/ mit der Buchstabenfolge „sch“. Heute müssen solche Besonderheiten nicht auswendig gelernt werden; sie zeigen aber, warum eine einfache Zuordnung nicht als ausnahmslose Gesamtregel dargestellt werden sollte.

Das Kind muss das ganze Wort „Maus“ noch nicht lesen können. Es kann zuerst zwei gesprochene Wörter vergleichen, dann eine M-Karte betrachten und eine Verbindung herstellen. Auch die umgekehrte Reihenfolge ist möglich, wenn das Kind bereits gerne Buchstaben ansieht. Entscheidend ist, dass Erwachsene bei Bedarf sagen, ob gerade über einen Klang oder über ein Zeichen auf Papier gesprochen wird.

Drei eindeutige Bilder vorbereiten

Legen Sie eine große Karte mit einem gut erkennbaren M bereit. Dazu kommen Bilder oder passende Gegenstände für Maus, Mond und Ball. Für die Maus kann ein Spielzeug oder eine einfache Zeichnung dienen; für den Mond ein ausgeschnittenes Bild. Der Ball sollte so dargestellt sein, dass das Kind ihn ebenfalls als Ball bezeichnet. Verwenden Sie Materialien, die für Alter und Situation sicher und bequem erreichbar sind.

Benennen Sie alle drei Bilder gemeinsam, bevor die Suche beginnt: „Das ist eine Maus, das ein Mond und das ein Ball.“ Fragen Sie, ob das Kind dieselben Namen verwenden möchte. Ein rundes Spielzeug könnte es „Kugel“ nennen; eine andere Benennung verändert den Wortanfang. Dann ist die Antwort nicht automatisch falsch, sondern die Grundlage der Aufgabe muss geklärt oder das Bild ausgetauscht werden.

Beginnen Sie mit nur zwei Bildern, wenn drei Auswahlmöglichkeiten zu viel sind: Maus und Ball. Die Mondkarte kann später hinzukommen. Legen Sie die Gegenstände mit Abstand auf eine ruhige Unterlage und halten Sie die M-Karte gut sichtbar. Bei Bedarf zeigt eine erwachsene Person die Karten nacheinander, ohne die Entscheidung durch ihren Blick oder eine vorschnelle Geste vorzugeben.

Erst den Wortanfang entdecken

Sagen Sie das Wort „Maus“ in normaler Lautstärke und betonen Sie anschließend den Anfang: „Mmm-aus“. Dabei soll kein neues Wort entstehen. Lassen Sie das Kind zuhören, selbst sprechen, den Mund beobachten oder ein vertrautes Kommunikationsmittel nutzen. Ein Kind muss den Laut nicht nachsprechen, um am Vergleichen teilzunehmen.

Sagen Sie nun „Ball“. Fragen Sie: „Klingt der Anfang wie bei Maus oder anders?“ Wenn die Frage zu offen ist, sprechen Sie beide Wörter noch einmal und zeigen auf die passenden Bilder. Der Vergleich bezieht sich auf den Beginn des gesprochenen Wortes, nicht darauf, ob Maus und Ball rund, klein oder aus Stoff sind.

Wählen Sie anschließend „Mond“ hinzu. In der üblichen deutschen Aussprache beginnen Maus und Mond beide mit /m/. Ein Kind kann die beiden passenden Bilder nebeneinanderlegen oder darauf zeigen. Die zwei Wörter müssen nicht den gleichen Vokal oder die gleiche Länge haben; für diese Runde wird nur der Anfangslaut verglichen.

Freundliche gezeichnete Figuren lernen beim Spielen
Kleine Schritte. Gute Gewohnheiten.

Das M als sichtbares Zeichen verbinden

Legen Sie die M-Karte neben die Maus und sagen Sie: „Hier steht M. Bei Maus hören wir am Anfang /m/.“ Zeigen Sie danach auf den Mond und wiederholen Sie die Verbindung mit diesem Wort. Das Kind kann die Karte zwischen die beiden Bilder legen oder eines der Bilder auswählen, zu dem sie passt.

Beim Ball liegt die Sache anders: Sein Anfangslaut ist /b/, und das Wort wird mit B geschrieben. Sie können die Ballkarte als bewusstes Gegenbeispiel neben der M-Gruppe liegen lassen. Eine B-Karte ist nicht nötig; wenn Sie eine hinzufügen, erklären Sie, dass sie jetzt einen zweiten Buchstaben und einen zweiten Laut zeigt. So wird nicht versehentlich aus einer einfachen Suche eine Zuordnung vieler Zeichen zugleich.

Großes M und kleines m sind unterschiedliche Formen desselben Buchstabens. Zeigen Sie beide, falls das Kind danach fragt oder sie ihm im Buch begegnen. Für die erste Runde genügt eine Form. Dass „Maus“ als Nomen im Deutschen großgeschrieben wird, kann später Thema sein; um den Laut am Anfang zu vergleichen, muss das Kind diese Rechtschreibregel noch nicht beherrschen.

So kann eine kurze Suchrunde aussehen

Zuerst liegen Maus und Ball vor dem Kind. Sie benennen beide und sprechen „Maus“ noch einmal mit deutlich hörbarem /m/ am Anfang. Das Kind wählt das Bild, das zum vorgegebenen Laut passt. Danach kommt der Mond hinzu. Gemeinsam prüfen Sie, ob auch „Mond“ so beginnt, und legen die passenden Bilder zur M-Karte.

Als nächstes kann das Kind ein Bild für Sie auswählen. Sie benennen es und legen es zu der Karte, zu der es Ihrer Meinung nach passt. Bitten Sie das Kind, Ihre Entscheidung zu prüfen. Wenn Sie unsicher sind, sprechen Sie das Wort erneut. Die Rollenverteilung macht das Kind zur mitentscheidenden Person und zeigt, dass auch Erwachsene ihre Zuordnung überprüfen können.

Zum Schluss reicht eine einzige Feststellung: „Bei Maus und Mond hören wir am Anfang /m/.“ Das Kind darf die Karten wegräumen, damit weiterspielen oder eine Pause machen. Es muss weder eine bestimmte Zahl richtiger Antworten erreichen noch anschließend das M schreiben. Ein verständlicher Abschluss ist hilfreicher als eine immer länger werdende Liste von Bildern.

Warum ein Gegenbeispiel nützlich ist

Ohne Ball oder ein anderes Wort mit verschiedenem Anfang könnte das Kind meinen, jede Karte gehöre automatisch zum M. Das Gegenbeispiel macht die Auswahl sichtbar. Es sollte jedoch eindeutig bezeichnet und gut unterscheidbar sein. Wenn das Kind „Spielball“ statt „Ball“ sagt, besprechen Sie zuerst das gemeinte Wort, bevor Sie den Laut vergleichen.

Auch die Schreibweise kann vom ersten Laut ablenken. „Schuh“ beginnt in der üblichen Aussprache mit /ʃ/ und wird mit der Buchstabenfolge Sch geschrieben. Es beginnt nicht mit dem Laut /s/, nur weil das erste geschriebene Zeichen ein S ist. Für eine erste M-Suche ist Ball als Kontrast meist übersichtlicher; „Schuh“ eignet sich später für eine eigene Frage nach Laut und Schrift.

Ein Gegenbeispiel ist kein Trick. Wenn das Kind den Ball zur M-Karte legt, sprechen Sie „Ball“ und „Maus“ noch einmal nebeneinander. Vielleicht hat es beide gewählt, weil sie ihm gefallen oder weil es nach Gegenständen statt nach Lauten sortiert. Klären Sie das Sortierkriterium und lassen Sie eine neue Entscheidung zu, ohne die erste als Urteil über das Kind zu behandeln.

Passende Wörter im Alltag finden

Wenn das Kind weiter suchen möchte, kann es in einem Bilderbuch oder im Zimmer nach einem weiteren Wort mit /m/ am Anfang Ausschau halten. „Mütze“ und „Milch“ sind mögliche Beispiele, sofern sie für das Kind vertraut sind und so benannt werden. Sprechen Sie das ausgewählte Wort gemeinsam und prüfen Sie den Anfang, bevor Sie ein Bild zur M-Karte legen.

Im Flur kann eine Mütze liegen, am Frühstückstisch ein Becher Milch stehen. Diese Dinge müssen nicht herbeigeholt werden. Zeigen oder Beschreiben genügt, und Lebensmittel bleiben Teil der Mahlzeit statt zur Voraussetzung eines Spiels zu werden. Finden Sie kein weiteres Beispiel, können Maus und Mond die ganze Runde tragen.

Ein Kind könnte ein Wort aus einer anderen Familiensprache vorschlagen. Lassen Sie es das Wort nach Möglichkeit selbst nennen oder von einer vertrauten Person nennen und besprechen Sie, welchen Anfang Sie gemeinsam hören. Übersetzen Sie nicht automatisch erst ins Deutsche und bewerten Sie dann einen anderen Wortanfang. Unterschiedliche Sprachen dürfen im Spiel sichtbar sein, auch wenn die heutige Karte ein deutsches M zeigt.

Bilder, Schrift und Gegenstände unterscheiden

Ein Bild einer Maus ist nicht das gesprochene Wort und auch nicht die geschriebene Buchstabenfolge „Maus“. Es kann jedoch an das Wort erinnern. Wenn das Kind auf das Bild zeigt, kann jemand das Wort nennen; erst dann lässt sich sein Anfangslaut gemeinsam vergleichen. Beschriftete Bilder helfen manchen Kindern, bei anderen lenkt zusätzliche Schrift zunächst ab.

Ein tatsächlicher Ball kann gerollt oder gehalten werden, eine Ballzeichnung nicht. Beide können aber als Anlass dienen, das Wort „Ball“ zu sagen. Entscheiden Sie je nach Interesse und Zugänglichkeit, welche Darstellung die Aufgabe klarer macht. Wird ein Gegenstand anders benannt als auf einer Karte vorgesehen, nehmen Sie diese Benennung ernst und passen das Beispiel an.

Wenn das Kind die Buchstabenfolge „Mond“ sieht, kann es das M am Anfang entdecken, ohne alle weiteren Buchstaben zu kennen. Formulieren Sie die Beobachtung genau: „Hier steht am Anfang ein M.“ Das ist eine Aussage über die Schrift. „Mond beginnt beim Sprechen mit /m/“ ist die zugehörige Aussage über den Laut. Beide Aussagen hängen zusammen, sind aber nicht identisch.

Was tun bei einer anderen Antwort?

Sagt das Kind, Maus und Mond klängen nicht gleich, kann es recht haben, wenn es das ganze Wort meint. Bestätigen Sie: „Die Wörter sind verschieden. Ich höre nur auf den allerersten Laut.“ Sprechen Sie beide noch einmal und geben Sie dem Kind Zeit. Eine Frage, die den betrachteten Wortteil klar benennt, ist aussagekräftiger als ein bloßes „Hör genauer hin“.

Zeigt es auf Ball, fragen Sie zunächst, wie es das Bild nennt und was es sortiert hat. Vielleicht wollte es alle Spielsachen zuordnen oder die Karte nach Farbe auswählen. Wenn das Ziel klar ist, können Sie „Maus“ und „Ball“ selbst langsam vergleichen. Ein erneutes Angebot ist möglich; es muss nicht so lange wiederholt werden, bis eine vorgegebene Antwort erscheint.

Vermeiden Sie, bei jedem unsicheren Moment eine lange Erklärung nachzuschieben. Wechseln Sie zu zwei Karten, nennen Sie die Wörter erneut oder lassen Sie das Kind eine Pause bestimmen. Die Beobachtung „Heute war Maus als Bild nicht eindeutig“ hilft bei der nächsten Vorbereitung mehr als eine allgemeine Bewertung der Sprachfähigkeit.

Den eigenen Namen einbeziehen

Ein eigener Name kann ein vertrauter Ausgangspunkt sein, wenn das Kind ihn verwenden möchte. Ein Name wie Mila beginnt im Deutschen gewöhnlich mit /m/ und wird mit M geschrieben. Das Kind kann seinen Namen neben die M-Karte legen und entscheiden, ob es den Anfang mit Maus vergleichen möchte. Fragen Sie nach der bevorzugten Aussprache und Schreibweise, statt aus der Schrift allein auf den Klang zu schließen.

Nicht jeder Name beginnt mit M, und kein Kind muss für diese Aktivität seinen Namen preisgeben. Beginnt der gewählte Name anders, können Sie den Unterschied gemeinsam hören oder eine andere Buchstabenkarte für eine separate Runde vorbereiten. Der eigene Name ist eine Möglichkeit, nicht das Maß dafür, welche Wörter interessant oder richtig sind.

Wenn ein Name auf einer Karte steht, bewahren Sie sie passend zur Situation auf. Für ein Foto oder das Teilen einer Aufnahme gelten die Absprachen der Familie und die Zustimmung der beteiligten Personen. Für die eigentliche Lautsuche reicht die Karte vor Ort; eine Veröffentlichung oder dauerhafte Dokumentation ist nicht notwendig.

Teilnahme über verschiedene Sinne und Wege

Ein Kind kann auf Bilder zeigen, ein Wort sprechen, eine Karte verschieben oder mit einem vertrauten Kommunikationsgerät antworten. Wenn es Zeit zum Auswählen benötigt, warten Sie und bestätigen Sie die gemeinte Karte. Eine erwachsene Person kann die Karte auf Anweisung bewegen. Entscheidend ist, dass die Auswahl beim Kind bleibt, auch wenn jemand anderes die Bewegung ausführt.

Deutliche Bilder, eine einfache Fläche und ausreichend Abstand können helfen, die Auswahl visuell zu verfolgen. Für ein Kind mit Sehbeeinträchtigung können passende reale Gegenstände, ertastbare Karten oder Beschreibungen zugänglicher sein. Stimmen Sie das Material mit dem Kind und gegebenenfalls mit vertrauten Bezugspersonen ab; nicht jede taktile Darstellung erklärt sich von selbst.

Bei Hörbeeinträchtigung oder unterschiedlichen sprachlichen Voraussetzungen kann eine rein akustische Aufgabe ungeeignet sein. Nutzen Sie die vertrauten Kommunikationswege des Kindes und klären Sie mit den beteiligten Fachpersonen, welche sprachlichen oder schriftbezogenen Angebote passen. Ein beobachteter Mund oder eine ertastbare M-Karte ersetzt nicht pauschal die Wahrnehmung eines Lautes; sie können jedoch Teil eines individuell geeigneten Zugangs sein.

Wiederholen und sinnvoll verändern

Wenn das Kind die Suche an einem anderen Tag wiederholen möchte, können Maus und Mond zunächst dieselben Bezugspunkte bleiben. Eine bekannte Anordnung macht es leichter zu erkennen, was gerade gefragt ist. Das Kind darf aber auch einfach mit den Figuren spielen. Wiederholung ist eine Möglichkeit, kein Beweis dafür, dass ein festes Übungsprogramm absolviert werden muss.

Für eine optionale Veränderung tauschen Sie nur ein Bild aus, etwa Mond gegen Mütze. Benennen Sie das neue Bild und prüfen Sie gemeinsam dessen Wortanfang. Wenn mehrere Bilder gleichzeitig wechseln oder ein anderer Laut dazukommt, ist weniger klar, welche Aufgabe gerade gilt. Für manche Kinder ist selbst ein einzelner Tausch nicht willkommen; dann bleiben die vertrauten Karten eine gute Wahl.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass das Kind selbst einen Gegenstand nennt und die erwachsene Person entscheidet, ob sie /m/ am Anfang hört. Bei Unsicherheit sprechen beide das Wort in ihrer gewohnten Weise. Regionale Aussprache und unterschiedliche Wörter für denselben Gegenstand können die Aufgabe verändern. Verwenden Sie lieber ein eindeutiges gemeinsames Beispiel, als eine Aussprache des Kindes pauschal zu korrigieren.

Anlaut, Silbe und ganzes Wort auseinanderhalten

„Maus“ ist ein Wort und besteht aus einer Silbe; /m/ ist sein erster Laut. In dieser Runde wird nach dem Laut gefragt. Wenn das Kind das ganze Wort als Antwort nennt, können Sie es anerkennen und zeigen, dass die Aufgabe einen kleineren Ausschnitt meint. Dazu genügt es, das /m/ am Anfang kurz hervorzuheben.

Bei „Mutter“ und „Mond“ folgt auf /m/ ein unterschiedlicher Vokal. Trotzdem haben beide Wörter denselben Anfangslaut. Ein Vergleich mit zwei bekannten Bildern kann diesen Unterschied zeigen, ohne dass das Kind das Fachwort „Vokal“ kennen muss. Fragen Sie nicht gleichzeitig nach Silbenzahl, Wortlänge und erstem Buchstaben; wählen Sie für eine Runde eine klare Frage.

Klatschen zu Silben kann ein anderes Sprachspiel sein, beantwortet aber nicht automatisch die Frage nach dem ersten Laut. Wenn das Kind lieber „Mut-ter“ klatscht, können Sie diese Idee aufgreifen und die Anlautsuche später anbieten. Beide Tätigkeiten dürfen nebeneinanderstehen, ohne dass eine als falsche Form der anderen gilt.

Den Buchstabennamen nicht mit dem Laut verwechseln

Wer die Alphabetfolge aufsagt, nennt meist Buchstabennamen. Das M heißt „Em“. Im Wort „Maus“ wird am Anfang jedoch nicht „Em“ gesprochen. Schreiben Sie die Karte sichtbar hin und sagen Sie: „Der Buchstabe heißt Em; in Maus steht er für den Laut /m/.“ Das Kind kann diese Information aufnehmen, ohne die Begriffe sofort selbst verwenden zu müssen.

Ein angehängtes „e“ beim Vormachen kann den Klang verändern: Aus einem gedachten /m/ wird „me“. Halten Sie den Nasenlaut deshalb kurz und sprechen Sie anschließend das ganze Wort natürlich aus. Erfinden Sie keine unnatürliche Aussprache des Wortes, nur damit die Verbindung zur Karte besonders deutlich wirkt.

Bei anderen Buchstaben sind Name und häufig zugehöriger Laut ebenfalls verschiedene Dinge. Heute brauchen Sie daraus keine vollständige Übersicht zu machen. Wenn ein Kind nach einem anderen Zeichen fragt, können Sie gemeinsam ein vertrautes Wort suchen und nachschlagen, statt eine allgemeine Regel zu versprechen, die nicht für jede Schreibweise gilt.

Eine Bildauswahl selbst gestalten

Lassen Sie das Kind entscheiden, ob es Maus und Mond malen oder bereits vorhandene Bilder verwenden möchte. Schreiben Sie die Wörter auf Wunsch daneben. Wenn das Kind eine Karte mit einem Marienkäfer auswählt, klären Sie zuerst den Namen: „Marienkäfer“ beginnt mit /m/. Nennt es denselben Gegenstand „Käfer“, beginnt dieses Wort anders. Beide Namen können zum Bild passen; sie führen zu verschiedenen Lautvergleichen.

Für die Sortierung können zwei Felder helfen: „beginnt mit /m/“ und „beginnt anders“. Legen Sie Maus und Mond ins erste Feld und Ball ins zweite. Prüfen Sie jedes Wort durch gemeinsames Benennen. Ein drittes Feld „noch nicht sicher“ erlaubt, ein unbekanntes oder mehrdeutiges Bild beiseitezulegen, bis der Name geklärt ist.

Zeichnungen müssen nicht künstlerisch gelungen sein. Wenn ein Bild später ohne Erklärung schwer zu erkennen ist, kann die zeichnende Person eine kurze Beschriftung diktieren. Das Wort sollte jedoch nicht durch den Erwachsenen ausgetauscht werden, ohne das Kind zu fragen. Die Benennung ist Teil der Aufgabe und beeinflusst die Antwort.

Eine kleine Suchkarte statt eines Arbeitsblatts

Falten Sie ein Blatt in drei Felder. Im ersten steht ein großes M; im zweiten liegt ein Mausbild; das dritte bleibt für einen weiteren Fund frei. Das Kind kann den Mond hineinzeichnen oder eine Karte darauflegen. Erwachsene können darunter notieren, welches Wort gemeinsam gesprochen wurde. So ist später nachvollziehbar, worauf sich die Auswahl bezieht.

Falls Sie die Karte an einem anderen Tag nutzen, beginnen Sie mit den bereits gewählten Wörtern. Fragen Sie, ob das Kind sie noch so nennen möchte. Ein Gegenstand kann inzwischen einen anderen Namen bekommen haben; dann überprüfen Sie den Anfang des neuen Wortes. Die alte Beschriftung muss nicht gelöscht werden, wenn beide Namen klar zugeordnet sind.

Bewahren Sie die Karte nur auf, wenn das Kind damit einverstanden ist und sie Ihnen tatsächlich hilft. Ein gesprochenes Spiel ohne Papier ist genauso möglich. Ein Foto oder eine Sammlung ist kein Nachweis dafür, dass das Kind die Verbindung dauerhaft beherrscht. Sie hält lediglich fest, welche Beispiele in einer bestimmten Situation verwendet wurden.

Wenn mehrere Kinder mitspielen

Bei zwei Kindern können beide eine eigene Bildkarte auswählen. Zuerst benennt jedes Kind sein Bild; dann entscheiden sie, ob beide Wörter mit /m/ beginnen. Maus und Mond passen für diese Frage zusammen. Das Kind mit dem Ball kann zeigen, dass sein Wort anders beginnt. Niemand muss zuerst antworten oder für die andere Person sprechen.

Wenn die Kinder verschiedene Wörter für dasselbe Bild verwenden, schreiben Sie beide Namen auf oder lassen Sie die Kinder sie sagen. Ein Marienkäfer kann für die eine Person ein „Käfer“ sein. Vergleichen Sie die gesprochenen Wörter statt zu behaupten, das Bild selbst habe unabhängig von seiner Benennung einen festen Anlaut.

Ein gemeinsames Ergebnis kann aus zwei Feldern mit Karten bestehen. Wer keine Karte legen möchte, darf beobachten oder das Spiel verlassen. Für eine spätere Runde kann jedes Kind selbst bestimmen, ob es ein bekanntes Bild behält oder ein neues hinzufügt. Die Auswahl sollte nicht zum Wettbewerb um die schnellste Antwort werden.

Beobachtung statt Diagnose

Eine hilfreiche Notiz beschreibt das Material und die Unterstützung: „Bei Maus und Ball zeigte das Kind nach erneutem Benennen auf die Maus.“ Daraus lässt sich ableiten, was in dieser Situation passiert ist. Sie belegt nicht allein, welche Buchstaben das Kind insgesamt kennt oder wie es später lesen wird.

Wenn Interesse fehlt, Geräusche stören oder das Bild unbekannt ist, kann das Ergebnis anders ausfallen als an einem ruhigen Tag mit vertrauten Gegenständen. Kinder entwickeln sprachliche und schriftbezogene Fähigkeiten auf unterschiedlichen Wegen. Bei konkreten Fragen zur Sprachentwicklung oder zum Hören können Eltern und Bezugspersonen geeignete Fachpersonen ansprechen; dieses Spiel ersetzt keine individuelle Einschätzung.

Der [Bildungsserver Berlin-Brandenburg](https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/unterrichtsentwicklung/gleiche-chancen-fuer-alle-nachteilsausgleich-fuer-schuelerinnen-und-schueler-im-land-brandenburg/deutsch-als-zweitsprache-daz) empfiehlt für die Verbindung von Lauten und Buchstaben Wortschatz aus dem Lebensumfeld. Für die Vorbereitung heißt das praktisch: lieber wenige Wörter auswählen, die das Kind kennt, als eine lange Liste ungewohnter Begriffe verwenden.

Ein möglicher nächster Schritt

Das Kind kann die M-Karte zu einem Lieblingsbild legen und erzählen oder zeigen, warum es dieses Bild ausgewählt hat. Wenn es lieber aufhört, ist auch das ein passender Abschluss. Ein einzelnes sorgfältig benanntes Beispiel kann mehr Gespräch ermöglichen als eine große Sammlung, deren Wörter unklar bleiben.

Eine weitere Einführung finden Sie unter Buchstaben und Laute für fünfjährige Kinder. Wählen Sie daraus nur, was zur Frage des Kindes passt. Die heutige Suche kann bei Maus und Mond bleiben; sie muss nicht zu einer vollständigen Buchstabenliste erweitert werden.

WAS DU VIELLEICHT WISSEN MÖCHTEST

Hilfreiche Antworten

Muss das Kind das Wort Maus lesen können?

Nein. Es kann das Bild betrachten und das gesprochene Wort hören oder auf andere Weise zugänglich bekommen. Die Schriftkarte ist ein zusätzliches Angebot.

Ist der Buchstabenname Em derselbe Laut wie am Anfang von Maus?

Nein. Der Name „Em“ enthält beim Sprechen einen zusätzlichen Vokal. Der Anfangslaut von Maus ist /m/.

Warum ist Ball ein Gegenbeispiel?

In der üblichen deutschen Aussprache beginnt Ball mit /b/, während Maus und Mond mit /m/ beginnen. Vor dem Vergleichen sollten alle Beteiligten das Bild gleich benennen.

Muss das Kind den Laut selbst sprechen?

Nein. Es kann zum Beispiel zeigen, eine Karte auswählen oder ein vertrautes Kommunikationsmittel verwenden. Der passende Zugang hängt vom Kind ab.

Mach aus einer kleinen Idee ein Abenteuer.

Probiert gemeinsam eine kurze Aktivität aus und nehmt die Entdeckung mit in euren Alltag.

Buchstaben und Wörter