Eine Spielfigur steht auf dem Feld 4. Sie geht auf dem Zahlenweg einen Schritt vorwärts und landet auf 5. Eine kurze Aufzeichnung kann zeigen, wo die Figur startete, wie sie sich bewegte und wo sie ankam. Dazu genügen ein gezeichneter Zahlenweg, ein Pfeil oder ein Satz, den das Kind selbst schreibt, zeigt oder einer anderen Person diktiert. Anschließend kann jemand die Notiz lesen und den Weg mit der Figur überprüfen.
Den Weg und seine Richtung vorbereiten
Zeichnen Sie nebeneinander elf große Felder und beschriften Sie sie in dieser Reihenfolge: 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10. Jedes Feld bezeichnet eine Position der Spielfigur. Für die erste Runde genügt eine Figur, die auf ein Feld passt und sich sicher bewegen oder zeigen lässt.
Vereinbaren Sie, dass „vorwärts“ auf diesem Weg von der kleineren zur nächsten größeren Zahl führt. In der üblichen Anordnung mit 0 links und 10 rechts bewegt sich die Figur dabei nach rechts. Ein Pfeil außerhalb der Felder kann diese Richtung markieren. Wenn der Weg anders gedreht liegt, gilt die vereinbarte Zahlenrichtung weiterhin; die räumliche Bezeichnung muss dann gegebenenfalls angepasst werden.
Ein Schritt bedeutet hier die Bewegung auf ein unmittelbar benachbartes Feld. Ein Sprung von 4 direkt auf 6 würde nach dieser Vereinbarung zwei Feldübergänge überbrücken, auch wenn die Hand die Figur in einer einzigen Bewegung versetzt. Zeigen Sie die beiden Übergänge oder legen Sie fest, dass jeder Zug nur zum benachbarten Feld führt.
Große kontrastreiche Zahlen und eine rutschfeste Unterlage können den Weg zugänglicher machen. Kleine Figuren sind für Kinder ungeeignet, die sie verschlucken könnten; wählen Sie gegebenenfalls ein großes Pappsymbol und sorgen Sie für die notwendige Aufsicht. Das Kind kann selbst bewegen, auf ein Feld zeigen oder eine andere Person anweisen.
Ein Schritt von vier nach fünf
Stellen Sie die Figur auf das Feld 4 und benennen Sie es als Ausgangspunkt. Fragen Sie, welches Feld unmittelbar in Vorwärtsrichtung folgt. Die Figur bewegt sich von 4 nach 5. Auf dem Feld 5 ist sie angekommen; der Übergang von einem Feld zum nächsten ist der eine ausgeführte Schritt.
Der Startplatz zählt bei dieser Abmachung nicht als bereits ausgeführter Schritt. Wer auf der 4 steht und noch nichts bewegt hat, hat null Schritte gemacht. Erst beim Übergang zur 5 ist ein Schritt vollzogen. Das ist etwas anderes, als die besuchten Felder 4 und 5 zu zählen: Es sind zwei Positionen, aber ein Übergang.
Eine knappe Notiz kann lauten: „Start bei 4; ein Schritt vorwärts; Ziel 5.“ Daneben kann ein Pfeil von der 4 zur 5 gezeichnet werden. Fragen Sie das Kind, welche dieser Informationen es festhalten möchte. Ein Erwachsener kann den Satz aufschreiben und zum Bestätigen vorlesen.
Die Schreibweise 4 + 1 = 5 beschreibt dieselbe Zahlenänderung. Sie ist für die erste Beobachtung nicht erforderlich. Wenn sie verwendet wird, zeigen Sie, welche Zahl für den Ausgangspunkt, welche für den Schritt und welche für das Ergebnis steht. Das Pluszeichen ist keine weitere Position auf dem Weg.
Eine Zeichnung für eine andere Person
Zeichnen Sie mindestens die benachbarten Felder 4 und 5. Ein Punkt oder eine kleine Figur auf der 4 kennzeichnet den Start; ein Pfeil zur 5 zeigt die Bewegung. Eine Beschriftung „ein Schritt“ erklärt, dass genau ein Feldübergang gemeint ist. Wer möchte, kann den vollständigen Weg von 0 bis 10 ergänzen.
Zeigen Sie die Zeichnung einer vertrauten Person und bitten Sie sie zu erzählen, was sie erkennt. Vielleicht sieht sie die 4 und 5, kann aber ohne Pfeil nicht erkennen, in welche Richtung die Figur ging. Dann kann das Kind entscheiden, ob ein Pfeil, ein Wort oder eine eigene mündliche Erklärung ergänzt werden soll.
Eine Darstellung mit einem Punkt auf der 5 zeigt den Endplatz, aber nicht eindeutig den Start. Die Figur könnte beispielsweise von 4 vorwärts oder von 6 rückwärts dorthin gelangt sein. Wenn der Weg rekonstruiert werden soll, sind Ausgangspunkt und Bewegung zusätzliche Informationen.
Eine Zeichnung muss nicht maßstabsgetreu oder dekorativ sein. Wichtig ist, dass die vereinbarten Felder und die Richtung unterscheidbar sind. Wer nicht zeichnen möchte, kann Zahlenkarten legen, einen Satz diktieren oder eine vertraute Kommunikationshilfe nutzen. Die andere Person sollte die Darstellung bestätigen lassen, bevor sie als fertige Notiz gilt.

Zwei weitere Schritte ab fünf
Nach dem ersten Schritt steht die Figur auf 5. Vereinbaren Sie nun zwei weitere Schritte vorwärts: zunächst von 5 nach 6, dann von 6 nach 7. Das Ergebnis dieser zweiten Bewegung ist 7. Die Zahl 5 ist dabei der neue Startpunkt; die Zahl 4 bleibt der Startpunkt der vorherigen Bewegung.
Für die Aufzeichnung können zwei Pfeile eingezeichnet werden: 5 → 6 und 6 → 7. Alternativ beschreibt ein Satz: „Von 5 zwei Schritte vorwärts bis 7.“ Ein einziger langer Pfeil von 5 bis 7 kann das Ziel zeigen, sollte aber mit „zwei Schritte“ erläutert werden, wenn die Zahl der Übergänge aus der Zeichnung nicht unmittelbar erkennbar ist.
Vergleichen Sie die beiden Bewegungen: 4 → 5 besteht aus einem Übergang; 5 → 6 → 7 aus zwei. Wenn die ganze Reise vom ursprünglichen Start 4 bis zum Ziel 7 betrachtet wird, sind es insgesamt drei benachbarte Übergänge. Diese Gesamtzahl beantwortet eine andere Frage als die zwei Schritte des zweiten Abschnitts.
Das Kind kann nach einem Teilstück aufhören oder die zwei Schritte zunächst mit sichtbarer Vorlage durchführen. Es muss nicht zugleich zeichnen, sprechen und die Figur bewegen. Eine Person kann die Bewegung ausführen, eine andere den diktierten Satz notieren; anschließend prüfen beide, ob die Notiz die Absicht wiedergibt.
Einen Schritt zurück vom erreichten Feld
Wenn die Figur nach der zweiten Bewegung auf 7 steht, führt ein Schritt zurück zum benachbarten Feld 6. „Zurück“ bedeutet hier eine Position in Richtung kleinerer Zahlen. Notieren Sie „Start bei 7; ein Schritt zurück; Ziel 6“ oder ergänzen Sie einen Pfeil von 7 nach 6.
Soll die Figur stattdessen unmittelbar nach dem ersten Schritt von 5 aus zurückgehen, landet sie auf 4. Beide Antworten sind richtig für unterschiedliche Ausgangspunkte. Sagen Sie deshalb vor jeder Bewegung, wo die Figur gerade steht, und führen Sie nur die Handlung aus, über die gerade gesprochen wird.
Eine Zeichnung mit Pfeilen in beide Richtungen kann den Unterschied zwischen 6 → 7 und 7 → 6 zeigen. Dieselben beiden Felder kommen vor, aber Start und Ziel sind vertauscht. Der Pfeil und die Zeitfolge verhindern, dass die Leserin oder der Leser die Bewegung erraten muss.
Auf dem gezeichneten Weg von 0 bis 10 endet das Modell an beiden Seiten. Ein Schritt zurück von 0 ist auf dieser Karte nicht eingezeichnet. Man kann einen größeren Zahlenweg mit weiteren Zahlen vorbereiten, wenn das Thema interessiert; innerhalb der aktuellen Darstellung sollte niemand eine nicht sichtbare Position behaupten.
Positionen, Schritte und Zahlwörter unterscheiden
Die Felder tragen Zahlzeichen, aber die Figur legt zwischen Feldern Übergänge zurück. Von 4 über 5 und 6 bis 7 besucht sie einschließlich des Startfeldes vier Positionen und macht drei Schritte. Wer alle sichtbaren Felder zählt, beantwortet also eine andere Frage als jemand, der die Bewegungen zählt.
Ein Kind könnte beim Start auf 4 „eins“ sagen und beim Feld 5 „zwei“. Dann wurde möglicherweise eine Zählung der besuchten Felder begonnen. Zeigen Sie, was „Schritt“ in dieser Runde bedeutet: Erst der Wechsel von 4 zu 5 zählt als erster Übergang. Die Beobachtung lässt sich ohne pauschale Bewertung der Zahlkenntnisse besprechen.
Die Reihenfolge der Zahlwörter kann beim Weg helfen, ersetzt aber nicht die klare Startposition. „Vier, fünf“ nennt zwei Zahlen; die vereinbarte Bewegung dazwischen ist ein Schritt. Bei „fünf, sechs, sieben“ werden zwei Übergänge benannt, obwohl drei Positionen vorkommen.
Wenn eine Figur auf jedem Feld kurz stehen bleibt, kann ein Punkt für jedes besuchte Feld und ein Pfeil für jeden Übergang helfen. Die Symbole müssen vorher erklärt werden. Ein Pfeil ist kein zusätzliches Zahlenfeld, und der Punkt auf der 4 ist kein bereits ausgeführter Schritt.
Ein Bericht aus drei Teilen
Eine gut lesbare Aufzeichnung beantwortet drei Fragen: Wo begann die Figur? Was tat sie? Wo kam sie an? Für das Ausgangsbeispiel sind die Antworten 4, ein Schritt vorwärts und 5. Ein Kind kann diese Angaben mit Zahlenkarten, einer gezeichneten Figur und einem Pfeil darstellen.
Eine zweite Person kann versuchen, die Notiz nachzuspielen. Stellt sie die Figur auf 4 und bewegt sie einmal zum benachbarten größeren Feld, erreicht sie 5. Stimmen Notiz und Handlung überein, wurde die beabsichtigte Information verständlich übermittelt.
Fehlt die Angabe der Richtung, sind von 4 aus bei einem benachbarten Schritt zwei Bewegungen denkbar: vorwärts zu 5 oder zurück zu 3. Eine Markierung des Ziels kann die Bewegung ebenfalls klären, aber sie ersetzt nicht in jeder Aufzeichnung die ausdrückliche Richtungsangabe.
Falls die lesende Person eine andere Bewegung nachvollzieht, fragen Sie nach dem fehlenden Hinweis. Das Kind darf seinen Satz ergänzen oder mündlich erklären. Ein Bericht wird durch diese Rückfrage verständlicher; er muss nicht von Anfang an fehlerfrei sein.
Zahlenkarten statt Zeichnung
Legen Sie die Karten 4 und 5 nebeneinander und einen Pfeil von 4 nach 5 dazwischen. Eine zusätzliche Karte „1 Schritt“ kann verdeutlichen, wie viele Übergänge in der konkreten Bewegung ausgeführt wurden. Die Pfeilkarte gehört zur Beschreibung und wird nicht als weiteres Feld des Zahlenwegs gezählt.
Für 5 → 6 → 7 können drei Zahlenkarten und zwei Pfeile verwendet werden. Eine Person kann auf jeden Übergang zeigen, während die andere mitzählt. So lässt sich überprüfen, dass zwei Pfeile zwei benachbarte Schritte darstellen, obwohl drei Positionskarten auf dem Tisch liegen.
Wer keine Ziffern schreiben möchte, kann fertige große Karten auswählen oder die Auswahl diktieren. Wenn ein Erwachsener die Karten legt, sollte er vor dem Festhalten fragen: „Meinst du Start 5 und Ziel 7?“ Das Kind kann bestätigen oder eine Karte austauschen.
Eine Kartenreihe benötigt genügend Platz und klar unterscheidbare Zeichen. Liegen zwei Zahlenkarten übereinander, kann die Reihenfolge unleserlich werden. Bei Bedarf nutzen Sie einen breiten Streifen als Unterlage oder beschreiben die Anordnung zusätzlich.
Ein Pfeil kann mehrdeutig sein
Ein Pfeil von 4 nach 5 zeigt in unserem Modell einen Schritt, weil die beiden Felder benachbart sind. Ein Pfeil von 4 nach 7 überspannt dagegen mehrere Felder. Ohne zusätzliche Angabe kann eine Person erkennen, wo Anfang und Ende liegen, aber nicht sicher wissen, wie die Bewegung ausgeführt wurde.
Soll der lange Pfeil drei benachbarte Übergänge zusammenfassen, können Sie ihn mit „drei Schritte“ beschriften oder darunter drei kürzere Pfeile ergänzen: 4 → 5 → 6 → 7. Dann stehen Ziel und Schrittzahl im Bericht, ohne dass ein großer Pfeil als ein einzelner Feldübergang missverstanden werden muss.
In einem anderen Spiel könnte eine Figur tatsächlich einen Sprung von 4 bis 7 machen. Ob man das als einen Sprung oder als drei überspannte Abstände beschreibt, hängt von der vereinbarten Frage ab. Für unseren Zahlenweg meint „ein Schritt“ ausdrücklich den Übergang zum nächsten Feld.
Bitten Sie die lesende Person, die Pfeile vorzuführen. Wenn sie anders handelt als beabsichtigt, kann das Kind erklären, was der Pfeil bedeuten sollte. Die Notiz wird gegebenenfalls ergänzt, statt der anderen Person die Schuld an einer unklaren Darstellung zu geben.
Die Richtung aus zwei Blickwinkeln
Liegt die 0 links und die 10 rechts von einer Person, bedeutet vorwärts auf diesem Weg zunächst nach rechts zu gehen. Eine Person am gegenüberliegenden Tischrand kann dieselbe Richtung aus ihrem Blickwinkel anders als rechts oder links bezeichnen. Die Reihenfolge der Zahlen schafft einen gemeinsamen Bezug.
Zeigen Sie auf die benachbarten Felder 4 und 5 und vereinbaren Sie: Die Richtung von 4 zu 5 heißt hier vorwärts. Ein Richtungspfeil am Rand kann diese Abrede sichtbar machen. Bei einem gedrehten Blatt bleibt 5 der Nachbar von 4 in Richtung größerer Zahlen, auch wenn die Figur räumlich anders bewegt wird.
Für die Aufzeichnung können die Zahlen selbst Anfang und Ziel benennen. Wer „einen Schritt nach rechts“ notiert, sollte wissen, aus welcher Ansicht die Zeichnung gelesen wird. „Von 4 nach 5“ ist in diesem Beispiel unabhängig davon, auf welcher Seite des Tisches jemand sitzt, solange dieselbe Zahlenfolge gezeigt wird.
Das Kind kann den Weg selbst ausrichten oder eine andere Person darum bitten. Bevor die Reise nachgespielt wird, vergleichen Sie, ob beide dieselbe Richtung meinen. Unterschiedliche Perspektiven sind eine Erklärung für unterschiedliche Anweisungen, nicht automatisch ein Fehler in der Zahlfolge.
Ein kürzerer Weg von null bis fünf
Falls elf Felder unübersichtlich sind, zeichnen Sie nur 0 bis 5. Das ursprüngliche Beispiel bleibt möglich: Die Figur startet auf 4 und geht einen Schritt vorwärts zur 5. Markieren Sie den Anfang und das Ziel groß und lassen Sie die übrigen Felder bei Bedarf sichtbar.
Die anschließende Reise von 5 zwei Schritte vorwärts bis 7 passt nicht mehr auf diesen kürzeren Weg. Man kann entweder bei 5 aufhören oder vor einer neuen Bewegung einen längeren Weg zeichnen. Die Begrenzung des Papiers ist eine Grenze der Darstellung, keine Behauptung, dass es keine größere Zahl gibt.
Ein einfacherer Alternativschritt innerhalb des kurzen Weges wäre 2 → 3 oder 3 → 4. Kennzeichnen Sie ihn als neue Ausgangslage. Die Notiz „Start 2, ein Schritt vorwärts, Ziel 3“ lässt sich genauso prüfen wie das ursprüngliche Beispiel.
Eine kleinere Darstellung ist eine Anpassung an Material und Aufmerksamkeit, kein Urteil über das Kind. Wenn der ausführliche Weg später wieder nützlich ist, können beide ihn ergänzen. Es gibt keine Pflicht, in derselben Sitzung zur 10 zurückzukehren.
Was tun, wenn die Figur bei null steht?
Auf dem vorbereiteten Weg ist 0 ein beschriftetes Feld und ein möglicher Ausgangspunkt. Ein Schritt vorwärts führt von 0 zur 1. Auch hier wird die Startposition nicht als Schritt gezählt; der Übergang zur benachbarten 1 ist die erste Bewegung.
Eine Person kann notieren: „Die Figur stand auf 0 und ging einmal vorwärts zu 1.“ Wenn eine andere nur die 1 sieht, kennt sie den Ausgangspunkt nicht sicher. Der Satz oder ein Pfeil zwischen beiden Feldern bewahrt die zusätzliche Information.
Ein Schritt zurück von 0 lässt sich mit dem aktuellen Blatt nicht zeigen, weil links davon kein Feld gezeichnet ist. Das ist eine Grenze des verwendeten Modells. Wer weiterforschen möchte, kann mit geeigneter Beschriftung einen erweiterten Weg vorbereiten; das gehört nicht zur ursprünglichen Aufgabe.
Die Figur muss nicht jeden Platz von 0 bis 10 besuchen, um auf 4 zu starten. Sie darf unmittelbar dort aufgestellt werden. Das Aufstellen ist die Vorbereitung; die Zahl der Schritte beginnt mit der vereinbarten anschließenden Bewegung.
Die Figur wechseln, den Weg behalten
Eine Holzfigur und eine große Papiermarke können dieselbe Position darstellen, wenn beide auf demselben Feld stehen. Wechseln Sie das Material nur nach Absprache. Ob ein roter Stein oder eine Figur auf 4 liegt, ändert den Ausgangspunkt nicht, solange jedes Symbol dieselbe Rolle übernimmt.
Wenn zwei Figuren gleichzeitig auf dem Weg stehen, muss die Notiz nennen, welche bewegt wird. Eine könnte von 4 nach 5 gehen, während die andere auf 7 stehen bleibt. Ohne diese Unterscheidung wäre ein Bericht „die Figur ging vorwärts“ bei zwei Gegenständen möglicherweise mehrdeutig.
Für die erste Aufgabe reicht eine einzelne Figur. Eine zweite kann später eine Partnerrolle übernehmen: Ein Kind bewegt die Figur, ein anderes markiert den Start. Achten Sie darauf, dass Markierung und Spielfigur nicht als zwei bewegte Objekte verwechselt werden.
Sicherheit und Zugriff gehen vor Materialtreue. Statt kleiner Spielsteine können große Kartonformen oder tastbare Marker verwendet werden. Wer die Figur nicht selbst greifen kann, zeigt auf Start und Ziel oder gibt eine vertraute Anweisung; die handelnde Person bestätigt, was gemeint ist.
Ein Bild zeigt nicht immer die ganze Geschichte
Eine Abbildung mit einer Figur auf Feld 7 hält eine Position fest. Sie sagt für sich genommen nicht, ob die Figur dort startete, von 5 in zwei Schritten kam oder aus einer anderen Richtung eintraf. Ein Pfeil, eine Folge von Bildern oder ein ergänzter Satz kann den Verlauf beschreiben.
Zeigt das Bild eine Figur auf 4 und eine weitere auf 5, muss geklärt werden, ob zwei Figuren gleichzeitig dort stehen oder ob eine Figur zu zwei Zeitpunkten dargestellt wurde. Beschriftungen wie „Start“ und „Ende“ unterscheiden diese Lesarten.
Ein Foto der Wegstrecke kann die sichtbaren Felder bewahren, aber einen nicht fotografierten Zwischenzug nicht nachweisen. Wer den Ablauf beobachtet hat, kann ihn ergänzen; andernfalls bleibt die fehlende Information offen. Eine Notiz muss nicht mehr behaupten, als sie festhält.
Wenn das Kind eine Zeichnung weitergeben möchte, fragen Sie, welche Information die andere Person daraus erhalten soll. Die Antwort kann bestimmen, ob Zahlen, Richtungspfeil oder ein gesprochener Zusatz nötig sind. Eine private Skizze für das eigene Spiel darf auch weniger ausführlich sein.
Bewegung und Richtung mit einem zweiten Kind abstimmen
Eine Person wählt das Startfeld 4 und die andere bewegt die Figur auf ihre Anweisung einen Schritt vorwärts. Anschließend zeigt die erste Person, was in der Notiz stehen soll. Beide können die Rollen tauschen, wenn sie möchten.
Eine unklare Anweisung wie „Geh dahin“ lässt mehrere Ziele offen. Die Beteiligten können ergänzen: „Vom Feld 4 ein benachbartes Feld in Richtung 5.“ Bei Bedarf zeigt die Person auf den Richtungspfeil oder nutzt eine vereinbarte Karte. Nachfragen ist Teil der Zusammenarbeit.
Wenn ein Kind die Figur nach 3 bewegt und das andere 5 erwartet, prüfen Sie zunächst die Richtungsabrede. Von 4 nach 3 ist ein Schritt zurück auf diesem Weg; von 4 nach 5 ein Schritt vorwärts. Beide Handlungen lassen sich korrekt beschreiben, aber nur eine entspricht der ursprünglichen Anweisung.
Bei Streit über eine Notiz kann die Bewegung erneut gezeigt werden, sofern alle dies möchten. Niemand muss einen Fehler vor der Gruppe vorführen. Eine Pause oder das gemeinsame Überarbeiten des Pfeils sind ebenso mögliche nächste Schritte.
Zahlenweg und Zahlenstrahl nicht verwechseln
Unser Zahlenweg besteht aus einzelnen beschrifteten Feldern. Die Figur steht jeweils auf einem Feld, und ein Schritt führt auf ein benachbartes Feld. Die Darstellung hilft, Positionen und Übergänge in der gewählten Zahlenfolge zu unterscheiden.
Ein Zahlenstrahl kann Zahlen dagegen an Punkten auf einer Linie darstellen. Auch dort lässt sich der Abstand zwischen 4 und 5 betrachten, aber die grafische Darstellung ist anders. Für die erste Aktivität müssen beide Modelle nicht gleichzeitig eingeführt werden.
Wenn ein Kind aus einem anderen Spiel einen Weg kennt, auf dem „ein Schritt“ zwei Felder überspringt, ist das eine andere Spielregel. Vereinbaren Sie für diese Szene erneut den benachbarten Übergang. Die Regel wird durch den Aufbau festgelegt und sollte in einer weitergegebenen Notiz verständlich sein.
Ein unregelmäßiger Abstand zwischen gezeichneten Feldern kann die visuelle Länge eines Pfeils verändern, ohne die Reihenfolge 4, 5, 6 zu ändern. Für unser Felderspiel wird die Schrittzahl durch benachbarte Übergänge bestimmt, nicht durch die gemessene Länge der Handbewegung.
Eine Beobachtung ohne allgemeines Urteil
Eine konkrete Notiz könnte lauten: „Die Figur startete auf 4. Nach einem Hinweis auf den Richtungspfeil zeigte das Kind Feld 5; eine erwachsene Person bewegte die Figur.“ Darin stehen Aufgabe und Unterstützung. Daraus folgt keine allgemeine Aussage über mathematische Fähigkeiten.
Wenn die Figur auf 3 landet, kann das mehrere Ursachen haben: eine andere Richtung wurde vereinbart, der Pfeil war verdeckt oder die Person wollte eine eigene Bewegung zeigen. Fragen Sie nach der Absicht und prüfen Sie den Aufbau. Eine einzelne Abweichung beantwortet nicht, was das Kind in allen Situationen versteht.
Die Notiz gehört den Beteiligten. Ein Kind kann wählen, ob es seine Zeichnung einer vertrauten Person zeigen möchte. Ein Foto oder eine Veröffentlichung ist nicht erforderlich. Wenn keine Aufzeichnung gebraucht wird, genügt das gemeinsame Nachspielen der Bewegung.
Zum Schluss können beide auf den Start, den Pfeil und das Ziel zeigen. Eine spätere Runde darf eine andere Figur oder einen kürzeren Weg verwenden. Wichtig ist, die neue Abmachung zu nennen, statt den früheren Bericht stillschweigend auf eine veränderte Situation zu übertragen.
Hilfreiche Antworten
Warum führt ein Schritt von 4 zu 5?
Auf diesem Zahlenweg bedeutet ein Schritt den Übergang zum unmittelbar benachbarten Feld. Vorwärts geht es von 4 zum nächsten größeren Feld 5.
Wird das Startfeld als Schritt gezählt?
Nein. Das Startfeld ist eine Position. Der erste Schritt geschieht beim Wechsel zum nächsten Feld.
Muss das Kind die Aufzeichnung selbst schreiben?
Nein. Es kann zeigen, Karten legen oder einen Satz diktieren; eine andere Person kann nach seiner Anweisung zeichnen und die Darstellung bestätigen lassen.



