Ein Gegenstand im Wasser zeigt eine konkrete Beobachtung; eine Zeichnung hält eine Vermutung oder ein Ergebnis fest. Vergleichen Sie beide Formen an einem Korken und einem Stein.
Was lässt sich mit Gegenständen und Bildern untersuchen?
Ein Gegenstand in einer Schüssel mit Wasser zeigt, was in genau diesem Versuch geschieht: Bleibt er an der Oberfläche, schwebt er im Wasser oder liegt er am Boden? Eine Zeichnung kann eine Vermutung oder eine beobachtete Lage festhalten. Sie allein zeigt nicht, wie sich ein noch nicht untersuchter Gegenstand tatsächlich im Wasser verhält.
In diesem Beispiel vergleichen wir einen sauberen Korken und einen glatten Stein. Eine erwachsene Person prüft, ob beide Gegenstände für das Kind und den Versuch geeignet sind. Vor jedem Versuch darf das Kind vermuten, was es beobachten wird. Anschließend wird jeder Gegenstand einzeln ins Wasser gelegt und seine Lage gemeinsam betrachtet.
Der Schwerpunkt liegt auf dem Unterschied zwischen einer Vorhersage und einer Beobachtung. Das Kind muss weder ein Fachwort kennen noch eine richtige Vermutung abgeben. Es kann auf eine Bildkarte zeigen, sprechen oder einer erwachsenen Person mitteilen, welchen Gegenstand sie ins Wasser legen soll.
Beide Materialien beantworten also unterschiedliche Fragen. „Was passiert mit diesem Stein in dieser Schüssel?“ erfordert eine Beobachtung des konkreten Versuchs. „Wo lag der Stein bei unserem Versuch?“ kann später anhand einer passenden Aufzeichnung besprochen werden. Eine Zeichnung kann helfen, sich zu erinnern; ihre Genauigkeit hängt davon ab, was tatsächlich eingezeichnet und beschriftet wurde.
Das Wort „schwimmen“ verwenden wir hier für eine beobachtete Lage an der Wasseroberfläche und „sinken“ für eine Bewegung nach unten. Ein Gegenstand kann sich bewegen, an der Wand hängen bleiben oder eine andere Lage einnehmen. Beschreiben Sie zunächst den sichtbaren Fall, bevor Sie ihn einem der beiden Wörter zuordnen.
Die beiden Formate im Vergleich
Vorbereitung: Für den Versuch benötigen Sie eine stabile flache Schüssel, wenig Wasser, ein Handtuch und geeignete Gegenstände. Für eine Zeichnung genügen Papier und ein Stift. Der Versuch benötigt einen Platz, an dem verschüttetes Wasser kein Problem verursacht; eine Bildbesprechung kann auch ohne Wasser stattfinden.
Was sich prüfen lässt: Ein echter Gegenstand kann vorsichtig ins Wasser gelegt und seine Lage beobachtet werden. Ein Bild einer Schüssel mit einem oben gezeichneten Korken zeigt eine dargestellte Lage. Ob ein konkreter Korken tatsächlich so liegt, wird erst durch den Versuch mit diesem Gegenstand sichtbar.
Veränderung: Im Wasser kann ein Gegenstand zunächst bewegt werden, bevor er zur Ruhe kommt. Eine einzelne Zeichnung hält nur einen ausgewählten Moment fest. Zwei Bilder können „vorher“ und „nachher“ darstellen, zeigen den Ablauf dazwischen aber nicht automatisch.
Zugang und Unterstützung: Ein Kind kann das Wasser betrachten, auf eine Karte zeigen oder die erwachsene Person anweisen. Wer nicht mit Wasser arbeiten möchte, kann die Zeichnung wählen. Je nach Sicht, Bewegung und Vorlieben kann ein Format geeigneter sein als das andere. Der Erwachsene beschreibt seine Hilfe bei Bedarf ausdrücklich.
Aufräumen: Nach dem Wasserversuch müssen Gegenstände und Fläche getrocknet und das Wasser entsorgt werden. Papier benötigt keinen nassen Aufbau, kann aber undeutliche Grenzen haben. Zeichnen Sie Wasseroberfläche und Schüsselboden klar, damit „oben“ und „unten“ in der Abbildung erkennbar sind.
Kosten und Wiederverwendung: Eine vorhandene Schüssel und ein sauberes Handtuch können für den Versuch genügen; eine Zeichnung lässt sich mit einfachem Papier und einem Stift vorbereiten. Es ist nicht nötig, ein Experimentiergerät zu kaufen. Gegenstände müssen nach dem Wasserkontakt für ihren vorgesehenen Gebrauch geeignet und vollständig trocken sein.
Gleichzeitigkeit: Ein Wasserversuch mit jeweils einem Gegenstand zeigt die beiden Ergebnisse nacheinander. Bilder können danach nebeneinanderliegen. Sagen Sie beim Bildvergleich, welcher Gegenstand zu welchem Versuch gehört. So wird ein späterer Vergleich möglich, ohne zwei Gegenstände gleichzeitig in der Schüssel zu benötigen.
Grenzen der Darstellung: Auf einem Blatt kann die Wasserlinie als gerade Linie erscheinen, obwohl das Wasser in der Schüssel eine Fläche bildet. Ein eingezeichneter Kreis für den Stein ist ein Symbol für den konkreten Gegenstand, nicht der Stein selbst. Zeigen Sie vor der Frage, welche Zeichen im Bild die Oberfläche und den Boden darstellen.
Material und sicheren Platz vorbereiten
Stellen Sie eine standsichere Schüssel auf eine wasserfeste, freie Fläche. Füllen Sie so wenig Wasser ein, dass beide ausgewählten Gegenstände darin sichtbar untersucht werden können, ohne dass die Schüssel leicht überläuft. Legen Sie ein Handtuch daneben. Der genaue Wasserstand wird vor dem ersten Versuch festgelegt und beim Vergleich möglichst beibehalten.
Wählen Sie einen intakten Korken und einen glatten, sauberen Stein, die zur Altersgruppe und zur sicheren Handhabung passen. Kleine Gegenstände sind für Kinder ungeeignet, die sie in den Mund nehmen könnten. Ein Erwachsener bleibt beim Umgang mit Wasser dabei; das Kind wird niemals mit der Schüssel allein gelassen.
Legen Sie Papier und Stift außerhalb der nassen Fläche bereit. Bereiten Sie zwei einfache Symbole vor: eine Schüssel mit Gegenstand an der Wasseroberfläche und eine mit Gegenstand am Boden. Ein drittes Feld „anders oder noch nicht sicher“ verhindert, dass jede Beobachtung in eine der ersten beiden Kategorien gepresst werden muss.
Die Schüssel steht fern von elektrischen Geräten, Steckdosen und Unterlagen, die nicht nass werden dürfen. Ein Erwachsener kann ein Tablett darunterstellen und die Fläche nach dem Versuch abtrocknen. Wenn Wasser verschüttet wird, unterbrechen Sie das Spiel und beseitigen Sie die Rutschgefahr, bevor Sie fortfahren.
Kontrollieren Sie Korken und Stein vor Beginn auf scharfe Kanten, lose Teile oder Verschmutzungen. Verwenden Sie keine Gegenstände, die durch Wasser beschädigt werden oder deren Sicherheit unklar ist. Das Kind muss sie weder in den Mund nehmen noch daran riechen. Nach dem Umgang mit Gegenständen und Wasser können die Hände gewaschen werden.
Für eine gute Sicht wählen Sie möglichst eine Schüssel, bei der die Wasseroberfläche und der Boden aus der Position der Beteiligten erkennbar sind. Falls das Wasser trüb wird oder eine Wand die Sicht verdeckt, verändern Sie den Blickwinkel oder beenden Sie den Versuch. Behaupten Sie keine Position, die niemand sehen konnte.

Vorhersage: erst auswählen, dann prüfen
Zeigen Sie den Korken und fragen Sie: „Was glaubst du, wo er im Wasser liegen wird?“ Das Kind kann auf das Bild an der Oberfläche, auf das Bild am Boden oder auf „noch nicht sicher“ zeigen. Der Erwachsene wiederholt die Wahl und fragt bei einem uneindeutigen Zeichen nach, bevor er etwas notiert.
Eine Vermutung ist keine Verpflichtung. Das Kind darf seine Meinung ändern, bevor der Korken ins Wasser gelegt wird. Wenn es gar nicht vorhersagen möchte, können Sie den Gegenstand trotzdem beobachten. Schreiben Sie dann nicht nachträglich eine Vermutung auf, die das Kind nicht geäußert hat.
Fragen Sie beim Stein getrennt nach der Vermutung. Es ist nicht nötig, beide Antworten zu einem Wettbewerb zu machen. Der Stein und der Korken sind konkrete Gegenstände; eine Vermutung über sie beweist noch keine allgemeine Regel für alle Steine oder alle Gegenstände aus einem ähnlichen Material.
Wenn das Kind auf die Karte mit dem Gegenstand am Boden zeigt, können Sie sagen: „Du vermutest, dass unser Korken unten liegen wird. Möchtest du das ausprobieren?“ Wiederholen Sie nur die Wahl, die das Kind bestätigt. Ein Erwachsener kann das gewählte Symbol markieren, ohne eine zusätzliche Begründung zu erfinden.
Eine Frage wie „Warum glaubst du das?“ ist optional. Das Kind könnte antworten, dass der Gegenstand klein aussieht oder dass es schon einmal etwas Ähnliches gesehen hat. Hören Sie die Erklärung an und prüfen Sie anschließend die konkrete Vorhersage. Ein Versuch mit einem einzelnen Objekt kann die ganze Erklärung nicht unbedingt bestätigen oder widerlegen.
Bereiten Sie die Vorhersage für den Stein erst nach der ersten Beobachtung vor oder halten Sie die beiden Wahlen deutlich getrennt fest. Wenn der Korken bereits ausprobiert wurde, weiß das Kind mehr über diesen einen Versuch. Das ist eine andere Situation als eine Vorhersage, die vor beiden Versuchen getroffen wurde.
Den Korken beobachten
Legen Sie den Korken vorsichtig auf die Wasseroberfläche und warten Sie, bis das Wasser ruhiger geworden ist. Schauen Sie gemeinsam von einer Position aus, von der die Oberfläche gut sichtbar ist. Sagen Sie zunächst nur, was Sie tatsächlich sehen: zum Beispiel „Der Korken liegt oben und ein Teil berührt das Wasser“.
Wenn der Korken an der Oberfläche bleibt, kann das Kind die entsprechende Bildkarte wählen. Falls er eine andere Lage einnimmt, beschreiben Sie diese Lage und nutzen Sie das dritte Feld. Das Ergebnis hängt vom konkret verwendeten Gegenstand und den Bedingungen ab; die Beobachtung soll nicht an eine vorgefertigte Antwort angepasst werden.
Nehmen Sie den Korken nach der Beobachtung heraus und legen Sie ihn auf das Handtuch. Prüfen Sie, ob ein Stück abgebrochen oder ein anderer Gegenstand im Wasser geblieben ist. Erst dann folgt der zweite Versuch. So ist klar, welcher Gegenstand gerade untersucht wird.
Beobachten Sie zunächst die Bewegung und dann die Lage nach einer kurzen Ruhephase. Ein Korken kann beim Einlegen kippen oder von Wellen bewegt werden. Eine Zeichnung der endgültigen Lage hält nicht jede Bewegung fest. Wenn das Kind gerade die Bewegung interessant findet, kann es diese mit Worten beschreiben, ohne dass daraus sofort ein zweiter Versuch werden muss.
Wenn der Korken an der Schüsselwand liegt, fragen Sie, ob er zugleich an der Oberfläche zu sehen ist. „An der Wand“ und „an der Oberfläche“ können beide Teile derselben Beobachtung beschreiben. Ein Bild darf diese beiden Merkmale zeigen, statt nur eine vereinfachte Position in der Mitte vorzugeben.
Bei einer ungewöhnlichen Beobachtung prüfen Sie, ob der Gegenstand tatsächlich der vorbereitete Korken ist und ob er frei im Wasser liegt. Ein daran befestigter schwerer Gegenstand oder eine Berührung durch die Hand verändert die Bedingungen. Beschreiben Sie die Veränderung und entscheiden Sie gemeinsam, ob ein neuer Versuch sinnvoll ist.
Den Stein beobachten
Legen Sie den Stein vorsichtig ins Wasser, ohne ihn zu werfen. Schauen Sie, wo er zur Ruhe kommt. Liegt er auf dem Schüsselboden, beschreiben Sie: „Unser Stein liegt unten auf dem Boden.“ Falls er zunächst an einer Schüsselwand anliegt, können Sie auch das nennen. Beobachten Sie den tatsächlichen Verlauf, statt eine erwartete Antwort vorwegzunehmen.
Das Kind kann die Karte für den Boden auswählen oder eine eigene Beschreibung geben. Wenn es „weg“ sagt, prüfen Sie gemeinsam, ob der Stein noch durch das Wasser zu sehen ist. Ein Gegenstand kann unter der Oberfläche liegen und trotzdem vorhanden sein. Schlechte Sicht oder eine undurchsichtige Schüssel können die Beobachtung erschweren.
Nehmen Sie den Stein heraus und trocknen Sie ihn. Fragen Sie, ob das Kind noch einmal vergleichen oder aufhören möchte. Wiederholen Sie den Versuch nur unter klaren Bedingungen: derselbe Gegenstand, dieselbe Schüssel und eine vergleichbare Wassermenge. Ein wiederholter Versuch mit verändertem Material beantwortet eine andere Frage.
Ein Stein kann schneller oder langsamer nach unten gelangen; wie lange das dauert, wird in dieser Übung nicht gemessen. Wenn er am Boden angekommen ist, zeigen Sie die Grenze zwischen Wasser und Schüsselboden. Ein Bild mit einem Stein unter der Schüssel würde eine andere Lage darstellen und sollte nicht für dieses Ergebnis verwendet werden.
Falls der Stein wegen der Schüsselwand nicht zu sehen ist, versuchen Sie nicht, das Ergebnis allein aus der Ausgangsvermutung abzuleiten. Ein Erwachsener kann die Schüssel so positionieren, dass der Boden besser sichtbar wird, sofern das sicher möglich ist. Bleibt die Lage unklar, notieren Sie „nicht sicher beobachtet“.
Das Kind kann den Stein auch nach dem Herausnehmen mit dem Korken vergleichen: unterschiedliche Oberfläche, Form oder Größe. Solche Merkmale beschreiben die Gegenstände. Welches Merkmal das Verhalten verursacht, lässt sich aus diesem einfachen Paar allein nicht sicher ableiten.
Was zeigt die Zeichnung?
Zeichnen Sie eine Schüssel mit einer waagerechten Linie für die Wasseroberfläche und einer gebogenen Linie für den Boden. Ein kleiner Gegenstand an der oberen Linie kann den beobachteten Korken darstellen. Ein Gegenstand am Boden kann den beobachteten Stein darstellen. Beschriften Sie die Bilder, damit später erkennbar ist, welcher Versuch gemeint war.
Wenn der Erwachsene zeichnet, kann das Kind zeigen, wo der Gegenstand eingezeichnet werden soll. Fragen Sie: „Soll der Korken an die Wasserlinie oder an den Boden?“ Bestätigen Sie die Wahl, bevor Sie zeichnen. Eine Zeichnung, die der Erwachsene ohne Rückfrage erstellt, ist eine Darstellung des Erwachsenen.
Das Bild kann neben der Vermutung liegen. Wenn auf der Karte „oben“ gewählt wurde und der Gegenstand oben blieb, stimmen Vorhersage und beobachtete Lage für diesen Versuch überein. Wenn sie sich unterscheiden, ist das eine Gelegenheit, die Beobachtung zu besprechen. Eine unerwartete Lage macht den Versuch nicht misslungen.
Fertigen Sie bei Bedarf zwei Bilder für denselben Versuch an: Vor dem Einlegen liegt der Korken neben der Schüssel, danach zeigt das zweite Bild die beobachtete Lage. Beschriften Sie die Reihenfolge oder legen Sie einen Pfeil zwischen die Bilder. Der Pfeil beschreibt die Reihenfolge der Darstellung; er ist kein zusätzlicher Gegenstand im Wasser.
Ein Bild kann auch eine Vermutung festhalten, die sich später nicht bestätigt. Geben Sie ihm die Überschrift „Unsere Vermutung“ und der zweiten Zeichnung die Überschrift „Unsere Beobachtung“. So muss das erste Bild nicht als falsch entfernt werden. Es dokumentiert eine frühere Frage und bleibt von der späteren Beobachtung unterscheidbar.
Wenn der Gegenstand teilweise über der Wasserlinie liegt, zeichnen Sie ihn entsprechend oder ergänzen Sie eine kurze Beschreibung. Ein vollständig oberhalb der Schüssel gezeichneter Korken könnte bedeuten, dass er noch gar nicht im Wasser ist. Fragen Sie das Kind, wie es die Darstellung versteht, bevor Sie daraus eine Antwort ableiten.

Mögliche Antworten des Kindes
„Der Stein ist verschwunden.“ Fragen Sie, ob das Kind ihn am Boden sehen kann. Ein Gegenstand unter Wasser kann durch Bewegung, Spiegelung oder die Schüsselwand schwer zu erkennen sein. Wenn er nicht sichtbar ist, kann die erwachsene Person ihn vorsichtig herausnehmen und zeigen. Das bestätigt, dass er noch in der Schüssel war; es beschreibt nicht jede Zwischenposition.
„Der Korken ist oben, weil er leicht ist.“ Sie können die Beobachtung bestätigen und den zweiten Teil als Erklärung markieren: „Oben sehen wir ihn. Über den Grund können wir weiter nachdenken.“ Aus einem Versuch mit einem Korken und einem Stein folgt keine allgemeine Regel, nach der allein das Gewicht jedes Ergebnis bestimmt.
„Ich will nicht ins Wasser fassen.“ Das Kind kann beobachten, auf eine Karte zeigen oder die erwachsene Person bitten, den Gegenstand einzulegen. Es kann auch nur mit einer vorbereiteten Zeichnung sprechen. Diese Bildaufgabe bietet eine andere Erfahrung als ein eigener Versuch; beide Formen können freiwillig gewählt werden.
„Beide sind nass.“ Das ist eine Beobachtung über den Kontakt mit Wasser und beantwortet eine andere Frage als die nach der Position. Sie können antworten: „Ja, beide waren im Wasser. Wo lag jeder, bevor wir ihn herausgenommen haben?“ Wenn sich niemand erinnert, kann nur dann wiederholt werden, wenn alle Bedingungen weiterhin sicher sind.
„Der Korken ist größer, also schwimmt er.“ Die Größenbeobachtung kann zutreffen. Trennen Sie sie vom Schluss über die Ursache: „Dieser Korken ist größer als unser Stein; wir haben gesehen, wo beide liegen.“ Ein Vergleich von Größe allein zeigt nicht, wie sich jeder andere Gegenstand verhalten wird.
„Ich glaube, der Stein bleibt oben, weil das Bild ihn dort zeigt.“ Erklären Sie, ob die Karte eine Vermutung oder ein früheres Ergebnis darstellt. Dann kann die Gruppe entscheiden, ob sie den tatsächlichen Stein untersucht. Eine Karte, die zu einem anderen Gegenstand gehört, ist kein Ergebnis dieses Versuchs.
Vermutung und Beobachtung getrennt festhalten
Teilen Sie ein Blatt in drei Spalten: Gegenstand, Vermutung und Beobachtung. Tragen Sie etwa „Korken“, ein vom Kind gewähltes Symbol und anschließend die tatsächlich gesehene Lage ein. Wenn keine Vermutung abgegeben wurde, bleibt das Feld leer oder erhält den Eintrag „nicht gewählt“.
Beim Stein verfahren Sie ebenso. Die erwachsene Person kann schreiben, während das Kind zeigt oder diktiert. Ein möglicher Eintrag lautet: „Stein — vermutet: oben — beobachtet: am Boden“. Diese Zeile zeigt einen Unterschied zwischen zwei Aussagen, nicht eine Bewertung des Kindes.
Notieren Sie hilfreiche Bedingungen, wenn Sie später vergleichen möchten: welche Gegenstände verwendet wurden, ob die Schüssel durchsichtig war und wer die Gegenstände bewegt hat. Foto, Name des Kindes und dauerhafte Aufbewahrung sind nicht erforderlich. Ein kurzes Gespräch kann die schriftliche Notiz vollständig ersetzen.
Eine Zeile darf mehr als ein Wort enthalten: „Korken — Vermutung: unten — Beobachtung: an der Wasseroberfläche, nahe der Wand.“ Wenn das Kind die Begriffe noch nicht verwendet, kann der Erwachsene seine gezeigte Karte beschreiben und nachfragen, ob das zutrifft. Eine unbestätigte Deutung bleibt als solche gekennzeichnet.
Wird später ein anderer Stein gewählt, geben Sie ihm eine eigene Zeile. Zwei Gegenstände mit ähnlichem Namen können unterschiedliche Formen oder Zusammensetzungen haben. Die Notiz sollte nicht so aussehen, als sei derselbe Stein erneut untersucht worden, wenn er ausgetauscht wurde.
Wie lässt sich die Aufgabe vereinfachen?
Beginnen Sie mit nur einem geeigneten Gegenstand und beobachten Sie seine Lage. Die erwachsene Person kann die Schüssel halten und den Gegenstand auf Wunsch des Kindes einlegen. Danach genügt die Frage: „Wo siehst du ihn?“ Eine Vorhersage und ein zweiter Gegenstand können entfallen.
Wenn die Darstellung mit drei Feldern verwirrend ist, zeigen Sie zunächst ein Bild des tatsächlich beobachteten Ergebnisses und benennen Sie die Wasserlinie. Erst danach können Sie eine zweite Karte anbieten. Wählen Sie große, kontrastreiche Zeichnungen und prüfen Sie, ob das Kind beide sehen kann.
Wer kein Wasser verwenden möchte, kann zwei fertig beschriftete Versuchsbilder vergleichen. Sagen Sie dabei, dass die Bilder Beobachtungen eines bestimmten Versuchs darstellen. Aus einem Bild allein lässt sich nicht prüfen, was ein anderer Gegenstand heute im Wasser tun würde.
Nutzen Sie eine bereits vorbereitete Schüssel und nur eine Frage nach der Lage. Lassen Sie die Vorhersage weg, wenn sie zusätzliche Sprach- oder Gedächtnisarbeit erzeugt. Nach der Beobachtung kann das Kind auf die Wasseroberfläche oder den Boden zeigen. Ein Erwachsener benennt die gewählte Stelle, nachdem das Kind die Deutung bestätigt hat.
Ein großes Foto eines beobachteten Versuchs kann helfen, die Wasserlinie nach dem Aufräumen noch einmal zu betrachten. Prüfen Sie, ob der Gegenstand auf dem Foto tatsächlich erkennbar ist. Ein ungeeignetes oder verschwommenes Bild muss nicht als Test verwendet werden; die Gruppe kann die Lage auch mündlich beschreiben.
Wie lässt sich die Frage erweitern?
Wiederholen Sie den Versuch mit demselben Gegenstand und fragen Sie, ob seine beobachtete Lage ähnlich ist. Halten Sie Schüssel und Wasserbedingungen möglichst gleich. Wenn ein Korken vor dem zweiten Versuch nass ist, benennen Sie diesen Unterschied; die Wiederholung ist dann nicht in jedem Detail identisch.
Eine andere Frage betrifft zwei ähnlich aussehende Gegenstände. Wenn Sie einen zweiten geeigneten Korken auswählen, untersuchen Sie ihn einzeln und notieren Sie sein Ergebnis. Auch dann beweisen zwei Beispiele keine Regel für jeden Korken. Der Vergleich beschreibt nur die ausgewählten Gegenstände und Bedingungen.
Wenn ein Kind nach dem Grund fragt, können Sie sagen, dass Material, Form und eingeschlossene Luft eine Rolle spielen können und dass ein einzelner Versuch nicht alle Ursachen trennt. Für ein erstes Gespräch genügt die sichtbare Lage. Vermeiden Sie die pauschale Behauptung, schwere Dinge sänken immer und leichte schwämmen immer.
Vergleichen Sie die Vorhersagen zweier Beteiligter, ohne Punkte zu vergeben. Eine Person wählt „oben“, die andere „unten“. Nach dem Versuch sehen beide dieselbe beobachtete Lage und können ihre Karten danebenlegen. Die Karte bleibt eine persönliche Vermutung; niemand muss seine ursprüngliche Wahl verstecken oder nachträglich ändern.
Für einen Vergleich über mehrere Tage können Sie denselben Gegenstand und dieselbe Schüssel erneut verwenden und beide Beobachtungen getrennt notieren. Unterschiede in Wasserstand, Temperatur oder Zustand des Gegenstands sollten benannt werden, falls sie bekannt sind. Die Aufzeichnung ist eine Beschreibung der Bedingungen und keine Garantie für identische Ergebnisse.
Weiter bei BrainHunters
Wenn das Kind eine andere Beobachtungsaufgabe wählen möchte, sehen Sie sich Formen und Gegenstände auf BrainHunters an. Lesen Sie die Anleitung der konkreten Aktivität: Eine digitale Formaufgabe ist kein Ersatz für einen Wasserversuch und kann andere Antwortmöglichkeiten verwenden.
Ein einzelner Gegenstand und ein gemeinsam besprochenes Bild reichen für eine abgeschlossene Erkundung. Weitere Versuche und eine Aufzeichnung sind freiwillig.
Hilfreiche Antworten
Kann eine Zeichnung einen Versuch beweisen?
Sie kann eine Vermutung oder ein beobachtetes Ergebnis darstellen, prüft aber keinen neuen Gegenstand im Wasser.
Muss eine Vermutung richtig sein?
Nein. Sie wird vor dem Versuch geäußert und kann anschließend mit der Beobachtung verglichen werden.
Muss das Kind Gegenstände selbst ins Wasser legen?
Nein. Es kann eine erwachsene Person anweisen oder die Beobachtung auf andere Weise mitteilen.



