Ein Holzklotz liegt neben einer leeren Wasserschale. Was könnte passieren, wenn er hineingelegt wird? Bei einer ersten Begegnung dürfen Kind und erwachsene Person eine Vermutung festhalten. Zu einem späteren Zeitpunkt prüfen sie den Gegenstand unter durchgehender Aufsicht im Wasser. Eine dritte Begegnung kann der Beobachtung und einer neuen Frage gewidmet sein. Die drei Termine sind Einladungen, kein Pflichtprogramm für eine bestimmte Woche.
Drei Begegnungen, eine überprüfbare Frage
Im Mittelpunkt steht ein bestimmter Gegenstand: ein großer, geeigneter Holzklotz. Die Frage lautet nicht, ob alles aus Holz immer schwimmt, sondern was mit diesem Klotz in dieser Schale mit Wasser geschieht, nachdem er vorsichtig hineingelegt und losgelassen wurde. Eine Vermutung kann lauten: „Er bleibt oben“, „Er geht zum Boden“ oder „Ich weiß es noch nicht“.
Die erste Begegnung findet ohne Wasserprobe statt. Die Beteiligten betrachten den Klotz und halten ihre Ideen fest. Bei der zweiten wird die Vermutung mit einer Beobachtung verglichen. Bei der dritten entscheiden sie, ob sie das Ergebnis erzählen, die Bedingungen noch einmal prüfen oder eine andere Frage stellen möchten. Diese Aufteilung schützt die ursprüngliche Vermutung davor, nachträglich unbemerkt verändert zu werden.
Die Abstände können wenige Stunden oder mehrere Tage betragen. Eine Familie muss keine festen Wochentage einhalten und ausgefallene Termine nicht nachholen. Wenn das Kind bei einer Begegnung nicht teilnehmen möchte, wird sie verschoben oder beendet. Ebenso können Vermutung und Wasserprobe am selben Tag stattfinden, solange vor dem Versuch klar ist, was vorher gedacht und was nachher beobachtet wurde.
Das Ergebnis wird nicht im Voraus versprochen. Viele Holzstücke schwimmen, aber Holzarten, Form, Behandlung und Wasseraufnahme können sich unterscheiden. Der gewählte Klotz wird deshalb einzeln geprüft. Ein überraschendes Resultat ist kein Fehler des Kindes, sondern ein Anlass, genauer zu beschreiben, was unter den tatsächlich vorhandenen Bedingungen geschah.
Die zeitliche Trennung hat einen praktischen Nutzen: Das Kind kann die erste Idee später mit der ursprünglichen Notiz vergleichen, statt sich auf eine möglicherweise veränderte Erinnerung zu verlassen. Sie ist aber keine Voraussetzung für eine Untersuchung. Wer nur ein kurzes Zeitfenster hat, kann zuerst eine Vermutung markieren und gleich danach eine beaufsichtigte Probe durchführen.
Sicherheit und Material vor der ersten Probe
Verwenden Sie eine standsichere flache Schale, wenig Wasser und große, für die anwesenden Kinder geeignete Gegenstände. Eine erwachsene Person bleibt während der gesamten Tätigkeit unmittelbar dabei und beaufsichtigt das Wasser durchgehend, auch bei geringer Tiefe. Nach der Probe wird die Schale sofort geleert und der Bereich getrocknet; sie bleibt nicht unbeaufsichtigt stehen.
Wählen Sie saubere, wassergeeignete Materialien ohne kleine ablösbare Teile, scharfe Kanten, Batterien oder elektronische Bauteile. Gegenstände, deren Oberfläche sich im Wasser lösen könnte oder die nicht nass werden dürfen, bleiben draußen. Fragen Sie die Eigentümerin oder den Eigentümer, bevor Sie einen Gegenstand verwenden. Lebensmittel sind für diese Untersuchung nicht erforderlich.
Stellen Sie die Schale auf eine stabile, gegen Verschütten geeignete Fläche und halten Sie ein Tuch bereit. Das Wasser wird nicht getrunken und nicht zum Bespritzen anderer verwendet. Ein Kind muss seine Hände nicht eintauchen: Es kann wählen, ansagen, beobachten oder um eine Beschreibung bitten, während eine erwachsene Person den Gegenstand bewegt.
Falls eine durchgehende Aufsicht mit Wasser nicht möglich ist, kann die Familie Bilder oder eine erzählte Situation besprechen. Dann halten die Beteiligten fest, dass sie an diesem Tag selbst keinen Wasserversuch durchgeführt haben. Eine Abbildung kann eine Frage anregen, ersetzt aber nicht die eigene Beobachtung des konkreten Klotzes.
Für die Darstellung eines Gegenstands auf einer Karte reicht ein einfaches Symbol. Soll mit Wasser gearbeitet werden, prüft die erwachsene Person unabhängig davon den tatsächlichen Klotz auf Eignung. Eine Abbildung ersetzt diese Materialprüfung nicht. Wenn der Gegenstand nicht sicher verwendet werden kann, wählen Sie einen anderen und halten die neue Ausgangsfrage fest.
Erste Begegnung: Vermutungen sammeln
Legen Sie den trockenen Klotz auf eine Unterlage. Das Kind kann ihn ansehen, wenn passend berühren oder eine Beschreibung erhalten. Fragen Sie: „Was denkst du, wo der Klotz nach dem Loslassen im Wasser sein könnte?“ Geben Sie Zeit und akzeptieren Sie auch eine Geste, eine Auswahlkarte oder die Antwort, dass keine Vermutung gebildet werden soll.
Schreiben oder zeichnen Sie die Idee vor dem Versuch auf. Eine mögliche Notiz lautet: „Vorher: Ich denke, der Klotz bleibt an der Oberfläche.“ Wenn das Kind „Er geht nach unten“ zeigt, wird diese Aussage entsprechend festgehalten. Die erwachsene Person darf eine eigene Vermutung daneben setzen, sollte sie aber nicht als Antwort des Kindes ausgeben.
Eine Skizze kann eine Wasserlinie und den erwarteten Platz des Klotzes zeigen. Vereinbaren Sie, welche Linie die Oberfläche darstellt und was das Zeichen für den Klotz bedeutet. Der Klotz muss nicht kunstvoll gezeichnet werden. Es genügt eine Darstellung, die die Beteiligten später wieder verstehen oder mithilfe einer kurzen Beschriftung erklären können.
Vor der Probe gibt es noch kein selbst beobachtetes Ergebnis. Erzählt das Kind von einer früheren Erfahrung, kann diese als Erfahrung notiert werden: „Ein anderes Stück Holz blieb einmal oben.“ Sie ist ein möglicher Grund für die Vermutung, beweist aber nicht das Verhalten des nun ausgewählten Klotzes. Danach darf das Material bis zur nächsten Gelegenheit trocken und sicher aufbewahrt werden.
Bei der Frage nach einer Vermutung kann das Kind mehrere Möglichkeiten offenlassen. Es könnte denken, dass eine Seite oben bleibt und eine andere eintaucht, ohne zu wissen, ob der Klotz den Boden erreicht. Schreiben Sie diese Beschreibung auf, statt sie in eine binäre Antwort zu pressen. Für den späteren Vergleich ist entscheidend, was tatsächlich gesagt oder gezeigt wurde.
Die erste Notiz kann auch nur aus einem vereinbarten Zeichen bestehen. Daneben hält die erwachsene Person fest, welchen Gegenstand und welche Vermutung das Zeichen bezeichnet.

Zweite Begegnung: die Probe durchführen
Bereiten Sie die Schale erneut unter Aufsicht vor und holen Sie die ursprüngliche Notiz hervor. Lesen oder beschreiben Sie zuerst, was vor dem Versuch erwartet wurde. Wenn das Kind seine Meinung inzwischen geändert hat, fügen Sie eine neue Vermutung hinzu, statt die erste zu löschen. So bleiben beide Zeitpunkte erkennbar.
Legen Sie den Klotz vorsichtig auf das Wasser und lassen Sie ihn los, sobald dies sicher möglich ist. Drücken Sie ihn nicht während der Beobachtung dauerhaft nach unten und halten Sie ihn nicht oben fest: Diese zusätzlichen Kräfte verändern die Situation. Wenn eine helfende Person den Gegenstand bewegt, beschreibt sie ihre Handlung und wartet, bis das Kind bereit ist.
Beobachten Sie, nachdem sich das Wasser ausreichend beruhigt hat. Bleibt der Klotz an der Oberfläche, liegt er auf dem Boden oder bewegt er sich noch? Schwimmen bedeutet in dieser Alltagssprache, dass ein Gegenstand an der Oberfläche bleibt; ein Teil kann dabei unter Wasser sein. Sinkt er sichtbar zum Boden, lässt sich das ebenfalls beschreiben. Uneindeutige Fälle dürfen offenbleiben.
Holen Sie den Gegenstand anschließend heraus und trocknen Sie ihn beziehungsweise legen Sie ihn auf ein Tuch. Notieren Sie erst jetzt die Beobachtung: beispielsweise „Nach dem Loslassen blieb der Klotz an der Oberfläche; ein Teil war unter Wasser.“ Falls er stattdessen zum Boden gelangte, wird das tatsächliche Ergebnis festgehalten. Die anfängliche Vermutung bleibt unverändert daneben stehen.
Wird das Objekt versehentlich unter Wasser gedrückt, kann die erwachsene Person dies benennen und, sofern passend, eine neue Probe durch vorsichtiges Ablegen anbieten. Erst nach dem Loslassen lässt sich beobachten, ob der Gegenstand aufsteigt, unten bleibt oder sich anders verhält. Das vorherige Drücken wird nicht stillschweigend als dieselbe Ausgangsbedingung dargestellt.
Ein Ergebnis erzählen, ohne es zu vereinfachen
Ein schwimmender Gegenstand muss nicht vollständig trocken oder vollständig oberhalb der Wasseroberfläche sein. Ein Teil kann eintauchen, während der Gegenstand insgesamt an der Oberfläche bleibt. Ebenso kann ein Gegenstand kurz unter Wasser gedrückt werden und danach wieder aufsteigen. Für die vereinbarte Probe zählt, was nach dem Loslassen und nach ausreichender Beobachtungszeit geschieht.
Ein Objekt kann zunächst oben bleiben und später Wasser aufnehmen. Eine hohle Figur kann sich beispielsweise durch eine Öffnung füllen; ein poröser Gegenstand kann nass werden. Ob und wann sich dadurch etwas ändert, hängt vom jeweiligen Objekt ab. Schreiben Sie eine beobachtete Reihenfolge auf, etwa „zuerst oben, später tiefer“, und ergänzen Sie nur Zeiten, die tatsächlich erfasst wurden.
Berührt ein hoher Gegenstand gleichzeitig den Boden und ragt aus dem flachen Wasser, lässt sich aus dieser Szene allein nicht sicher sagen, wie er in tieferem Wasser frei schwimmen würde. Die Wassertiefe begrenzt den Versuch. Erhöhen Sie sie nicht gegen die Sicherheitsbedingungen der Familie; eine ehrliche Notiz über die Grenze ist ein vollständiges Ergebnis.
Manche Gegenstände bewegen sich langsam, bleiben eine Weile unter der Oberfläche oder hängen an einer Gefäßwand. Falls die Beteiligten nicht sicher entscheiden können, ob der Fall zu „oben“ oder „unten“ passt, dürfen sie die Position beschreiben, statt eine Kategorie zu erzwingen. Eine genaue Beschreibung kann mehr Information enthalten als ein einzelnes Kästchen.
Ein schwimmender Körper kann seitlich kippen und dennoch an der Oberfläche bleiben. Das Kippen und die Position zur Wasseroberfläche sind getrennte Beobachtungen. Wenn der Klotz eine andere Seite nach oben dreht, kann das Kind beide Merkmale beschreiben. Daraus folgt noch nicht, welche Eigenschaft die Orientierung bestimmt hat.
Dritte Begegnung: vergleichen und weitererzählen
Bei der dritten Einladung liegen die Vermutung und die spätere Beobachtung nebeneinander. Fragen Sie, ob das Kind die beiden Einträge betrachten oder erzählt bekommen möchte. Ein Unterschied könnte lauten: „Vorher dachten wir, der Klotz geht nach unten; bei unserem Versuch blieb er oben.“ Wenn beides übereinstimmt, wird auch das konkret beschrieben.
Die Gesprächspartner können anschließend überlegen, was sie noch wissen möchten. Vielleicht interessiert das Kind, wie der Klotz nach längerem Nasssein aussieht oder was ein anderer großer Gegenstand tut. Eine neue Frage braucht nicht sofort einen neuen Wasserbehälter. Sie kann notiert und erst untersucht werden, wenn geeignete Materialien und durchgehende Aufsicht verfügbar sind.
Wer die erste Vermutung ändern möchte, kann einen dritten Eintrag ergänzen: „Jetzt denke ich …“ Die ursprüngliche Aussage wird nicht als falsch ausradiert. So bleibt sichtbar, dass neue Beobachtungen Überlegungen verändern können. Wenn das Kind die alte Notiz nicht aufbewahren möchte, ist auch ein mündlicher Rückblick oder das Beenden der Aktivität möglich.
Eine Erzählung an eine vertraute Person könnte mit drei Bildern auskommen: Gegenstand, Vermutung, Beobachtung. Fragen Sie, was die zuhörende Person auf jedem Bild erkennt. Wo ein Zeichen unklar ist, kann die Person, die es gezeichnet hat, seine Bedeutung erklären oder ändern. Eine öffentliche Präsentation und die Weitergabe persönlicher Daten sind dafür nicht erforderlich.
Beim späteren Vergleich darf das Kind auch feststellen, dass es sich nicht mehr an die erste Idee erinnert. Die vorhandene Notiz kann dann vorgelesen oder gemeinsam betrachtet werden. Eine Erinnerungslücke macht die Untersuchung nicht ungültig. Ohne Notiz ist es ebenfalls zulässig zu sagen, dass die ursprüngliche Vermutung nicht mehr sicher bekannt ist.
Welche Bedingungen sollten gleich bleiben?
Soll derselbe Klotz erneut geprüft werden, können die Beteiligten zunächst Schale, Wassermenge und Einsetzen ähnlich wählen. Wichtig ist auch der Zustand des Gegenstands: Ein trockener und ein stark durchnässter Klotz müssen sich nicht gleich verhalten. Notieren Sie, was bekannt ist, und vermeiden Sie die Behauptung, alle Bedingungen seien exakt gleich, wenn das nicht kontrolliert wurde.
Wird ein zweiter Gegenstand ausprobiert, halten Sie fest, dass er ein anderes Material oder eine andere Form haben kann. Ein Unterschied zwischen beiden Ergebnissen beweist nicht allein, welche dieser Eigenschaften entscheidend war. Für ein erstes Gespräch genügt: „Dieser Gegenstand blieb oben; jener ging nach unten.“ Eine Ursache kann als offene Frage stehen bleiben.
Wenn ein Gegenstand an der Schalenwand festhängt oder auf einem anderen Objekt liegt, ist die Probe schwer mit einer frei liegenden Situation zu vergleichen. Entfernen Sie Hindernisse nur, wenn es sicher und für alle verständlich ist. Andernfalls beschreiben Sie die Berührung im Ergebnis. Auch ein unklarer Versuch liefert die Information, welche Bedingung beim nächsten Mal besser geklärt werden könnte.
Eine erwachsene Person kann eine einzige Änderung vorschlagen, etwa denselben Gegenstand noch einmal nach dem Trocknen zu prüfen. Die tatsächliche Trockenheit muss nicht behauptet werden, wenn sie unbekannt ist. Beobachten Sie erneut und notieren Sie die Bedingungen. Das Ziel ist eine nachvollziehbare Frage, nicht eine Versuchsanordnung, die im Familienalltag perfekte Messgenauigkeit verspricht.
Wenn zwei unterschiedliche Gegenstände geprüft werden, kann eine einfache Tabelle jedem eine eigene Zeile geben: Name, Vermutung, beobachtete Position. So wird nicht versehentlich die Vermutung zum ersten Gegenstand mit dem Ergebnis des zweiten verglichen. Falls beide Gegenstände ähnlich aussehen, helfen vereinbarte Namen oder gut unterscheidbare Merkmale.

Eine Erklärung für Erwachsene: Auftrieb und Gewicht
Auf einen Gegenstand im Wasser wirkt neben seiner Gewichtskraft eine nach oben gerichtete Auftriebskraft. Sie hängt mit dem Wasser zusammen, das durch den eingetauchten Teil verdrängt wird. Ein an der Oberfläche ruhig schwimmender Gegenstand ist in einem Kräftegleichgewicht: Der Auftrieb gleicht dann sein Gewicht aus. Für das Kind kann die einfache Beschreibung „Das Wasser drückt nach oben“ zunächst genügen.
Ob ein Gegenstand an der Oberfläche bleibt oder nach unten gelangt, hängt nicht nur davon ab, ob er groß oder schwer wirkt. Ein großes Boot kann schwimmen, während ein kleiner kompakter Gegenstand sinkt. Für die Erklärung sind unter anderem Masse, verdrängbares Volumen und das umgebende Wasser relevant. Luft in einem geschlossenen Hohlraum kann die mittlere Dichte des gesamten Gegenstands beeinflussen.
Die Form kann eine Rolle spielen: Ein hohles Boot hält Raum für Luft und kann Wasser anders verdrängen als ein kompaktes Stück desselben Materials. Läuft Wasser hinein oder kippt das Boot, ändert sich die Situation. Form allein ist jedoch kein ausreichendes Urteil über jeden unbekannten Gegenstand; die konkrete Masse, das Volumen und die Bedingungen gehören ebenfalls dazu.
Die US-Meeresbehörde NOAA erläutert in einer [Aktivität zum Bau eines Boots](https://www.noaa.gov/office-education/outreach-communication/hands-on-science-activities/build-a-boat) Verdrängung und Auftrieb. Ihre Bauaufgabe richtet sich an ältere Lernende; für die hier beschriebene Begegnung bleiben große geeignete Gegenstände, wenig Wasser und durchgehende Aufsicht maßgeblich. Das Kind muss keine Formeln lernen, um die Beobachtung beschreiben zu können.
Für die Erklärung ist die Oberfläche kein fester Boden, auf dem jeder Gegenstand einfach liegt. Das Wasser wirkt auf den eingetauchten Körper, und die betrachteten Kräfte können sich beim ruhigen Schwimmen ausgleichen. Begriffe wie Kraft oder Dichte müssen im Gespräch mit einem jungen Kind nicht eingeführt werden, sofern eine genaue Beschreibung des sichtbaren Ergebnisses genügt.
Was der Versuch nicht beweist
Bleibt ein einzelner Holzklotz oben, zeigt das sein Verhalten in dieser Probe. Es beweist nicht, dass jeder Gegenstand aus Holz unter allen Bedingungen schwimmt. Sinkt eine Metallfigur, folgt daraus nicht, dass ein Gegenstand aus Metall niemals schwimmen kann: Form und eingeschlossene Luft können das Verhalten eines ganzen Körpers verändern. Solche Verallgemeinerungen benötigen zusätzliche Bedingungen und Untersuchungen.
Auch die Farbe eines Gegenstands erklärt sein Schwimmen nicht allein. Wenn ein roter Gegenstand oben und ein blauer unten liegt, können sie sich gleichzeitig in Material, Größe, Form oder Hohlraum unterscheiden. Aus einem Paar lässt sich nicht ableiten, die Farbe habe das Ergebnis verursacht. Das Kind darf trotzdem eine Farbbeschreibung verwenden, um die Gegenstände auseinanderzuhalten.
Ein Versuch beantwortet eine Frage nur so weit, wie die Beobachtung reicht. Wenn das Kind den Klotz kurz auf dem Wasser sah und dann wegschaute, wissen die Beteiligten, was sie in diesem Moment gesehen haben, nicht automatisch, was eine Stunde später passiert wäre. Notieren Sie den beobachteten Zeitraum nur, wenn er bekannt ist, oder formulieren Sie allgemein „zunächst an der Oberfläche“.
Die Frage „Warum?“ darf offenbleiben. Eine erwachsene Person kann erklären, was über Auftrieb bekannt ist, und zugleich sagen, dass sie die Materialeigenschaften des konkreten Klotzes nicht kennt. Diese Unterscheidung zwischen allgemeinem Wissen und Einzelfall verhindert, dass eine plausible Erklärung als unmittelbar gemessene Ursache ausgegeben wird.
Eine einzelne Probe mit Süßwasser sagt auch nicht automatisch, was in einer anderen Flüssigkeit geschieht. Flüssigkeiten können unterschiedliche Dichten haben. Ein Vergleich mit Salzwasser wäre eine neue Frage mit eigenen Bedingungen und ist für diese Aktivität nicht erforderlich. Es wäre zudem ungenau, ohne Messung zu behaupten, zwei Wasserproben hätten dieselbe Zusammensetzung.
Zugängliche Beteiligung und gemeinsame Sprache
Ein Kind kann den Gegenstand auswählen, eine Vermutung zeigen, eine Beschreibung hören, eine Zeichnung anweisen oder den Zeitpunkt des Loslassens bestimmen. Die körperliche Berührung des Wassers ist nicht erforderlich. Wer ein Kommunikationsgerät oder Bildkarten nutzt, sollte die gewohnten Möglichkeiten für „oben“, „unten“, „noch einmal“, „Hilfe“ und „fertig“ zur Verfügung haben, soweit sie zum eigenen System passen.
Die helfende Person bestätigt eine Auswahl, bevor sie handelt: „Möchtest du, dass ich den Klotz jetzt hineinlege?“ Anschließend wartet sie auf die Antwort und lässt eine Korrektur zu. Die Reihenfolge ist auch dann wichtig, wenn eine Person die Bewegung aus Sicherheitsgründen vollständig übernimmt. Unterstützung soll die Entscheidung des Kindes nicht unbemerkt ersetzen.
Bei unterschiedlichen Seh- oder Hörmöglichkeiten kann eine vertraute erwachsene Person die Position des Gegenstands beschreiben oder geeignete bekannte Materialien verwenden. Fragen Sie, welche Information gewünscht wird, statt einen einzigen Zugang vorauszusetzen. Ein Foto, eine Erzählung und eine direkte Beobachtung sind unterschiedliche Darstellungen; keine wird pauschal als identisch mit der anderen ausgegeben.
Wenn mehrere Kinder beteiligt sind, dürfen sie unterschiedliche Vermutungen äußern. Die Beobachtung wird nicht zum Wettbewerb darum, wer recht hatte. Ein Kind kann die Szene zeichnen, ein anderes den Gegenstand wählen und eine erwachsene Person die Wasserprobe sichern. Rollenwechsel sind möglich, aber nur mit Einverständnis und passend zu den örtlichen Sicherheitsbedingungen.
Eine Bildkarte für „oben“ kann bei einer schwimmenden Figur missverständlich sein, wenn sie einen vollständig trockenen Gegenstand zeigt. Ergänzen Sie bei Bedarf eine Wasserlinie und einen teilweise eingetauchten Körper oder erläutern Sie die Karte mit vertrauten Mitteln. Das Kind darf ein eigenes Symbol wählen, solange seine Bedeutung für die Gesprächspartner nachvollziehbar bleibt.
Abschluss und eine mögliche neue Frage
Am Ende der Wasserprobe wird die Schale geleert, die Fläche getrocknet und das Material sicher weggeräumt. Bei der dritten Begegnung reicht es, die Notiz oder Zeichnung zu betrachten. Das Kind kann erzählen, woran es sich erinnert, oder sich gegen einen Rückblick entscheiden. Es muss nicht erst eine richtige Erklärung liefern, bevor die Aktivität beendet wird.
Eine private Notiz für die erwachsene Person könnte lauten: „Vorher zeigte das Kind auf die Karte für unten; nach dem Loslassen blieb der Klotz oben. Die erwachsene Person hielt die Schale.“ Das beschreibt eine konkrete Situation und Unterstützung, nicht die gesamten naturwissenschaftlichen Fähigkeiten des Kindes. Bilder oder Stimmen müssen nicht aufgenommen oder weitergegeben werden.
Als nächste Frage kann das Kind denselben Gegenstand oder einen anderen geeigneten Gegenstand wählen. Bevor erneut Wasser verwendet wird, prüfen Erwachsene Material, Raum und Aufsicht. Eine neue Probe beginnt wieder mit einer klaren Beschreibung des Ausgangszustands und einer freiwilligen Vermutung. Wer nicht weiterforschen möchte, darf den Klotz auch zum Bauen verwenden.
Ein weiterer Einstieg steht im Beitrag Schwimmen oder sinken: eine Vermutung prüfen. Die drei Begegnungen zeigen eine einfache Reihenfolge: erst eine Idee festhalten, dann unter passenden Bedingungen beobachten und später vergleichen. Ein übereinstimmendes Ergebnis und eine Überraschung können gleichermaßen Ausgangspunkte für ein neues Gespräch sein.
Falls eine erneute Probe geplant ist, können die Beteiligten vorab aufschreiben, was sie wiedererkennen möchten: denselben Gegenstand, dieselbe Art des Einsetzens oder dieselbe Schale. Ein späterer Vergleich wird dadurch konkreter. Ist eine Bedingung nicht wiederherstellbar, wird die neue Situation beschrieben, statt behauptet, sie sei identisch mit der ersten.
Hilfreiche Antworten
Muss die Vermutung später richtig sein?
Nein. Sie bleibt als ursprüngliche Idee stehen; das beobachtete Ergebnis wird getrennt festgehalten.
Ist ein schwimmender Gegenstand vollständig über Wasser?
Nicht unbedingt. Er kann an der Oberfläche bleiben, während ein Teil eingetaucht ist.
Darf die Wasserschale unbeaufsichtigt stehen bleiben?
Nein. Eine erwachsene Person beaufsichtigt die Tätigkeit durchgehend und leert die Schale nach dem Versuch sofort.


