Drei Spielfiguren sitzen in einem Bus aus einer Schachtel. An der nächsten Haltestelle steigen zwei weitere ein. Wie viele sind jetzt im Bus? Zwei Kinder können die Geschichte gemeinsam darstellen: Eines bereitet die erste Gruppe vor, das andere lässt die nächsten Figuren einsteigen. Anschließend zählen oder vergleichen beide die gesamte Gruppe. Die Rollen und das Tempo dürfen sie mitbestimmen.

Die Geschichte und ihre Mengen

Am Anfang sind drei Fahrgäste im Bus. Zwei weitere warten an der Haltestelle und kommen hinzu. Danach befinden sich fünf Fahrgäste im Bus: 3 + 2 = 5. Die Rechnung beschreibt das Zusammenführen der ersten Gruppe mit der hinzukommenden Gruppe. Sie setzt voraus, dass niemand aussteigt und währenddessen keine weitere Figur hinzukommt.

Werden zuerst nur die zwei wartenden Figuren gezählt, lautet die Antwort auf die Frage „Wie viele warten?“ zwei. Für die Frage nach allen Fahrgästen im Bus nach dem Einsteigen müssen dagegen die ursprünglichen drei und die beiden neuen Figuren berücksichtigt werden. Welche Gruppe gemeint ist und zu welchem Zeitpunkt gefragt wird, gehört zur Aufgabe.

Die beiden Kinder können Figuren bewegen, eine Anzahl zeigen, eine Handlung beschreiben oder eine erwachsene Person anleiten. Es ist nicht erforderlich, die Rechnung aufzuschreiben oder auswendig zu kennen. Zunächst reicht eine gut sichtbare Geschichte, in der die drei Anfangsfiguren und die zwei späteren Figuren voneinander zu unterscheiden sind.

Wenn die Kinder eine andere Geschichte erfinden möchten, können sie Namen, Haltestelle oder Ziel ändern. Ändert sich hingegen die Zahl der Fahrgäste, handelt es sich um eine neue Aufgabe. Ein Kind darf zum Beispiel vier Figuren einsteigen lassen; dann muss das Ergebnis für diese veränderte Situation neu untersucht werden, statt die ursprüngliche Antwort fünf zu übernehmen.

Einen sicheren Spielaufbau wählen

Eine offene Schachtel kann den Bus darstellen. Legen Sie fünf große, für das Alter geeignete Spielfiguren bereit. Die Schachtel sollte stabil stehen und ihre Öffnung groß genug sein, dass die Figuren sichtbar oder leicht zugänglich bleiben. Eine erwachsene Person prüft Materialien und Umgebung und begleitet bei Bedarf. Kleine verschluckbare Teile sind für jüngere anwesende Kinder nicht geeignet.

Ein Blatt neben der Schachtel kann die Haltestelle darstellen. Zählen Sie die fünf Figuren zunächst gemeinsam außerhalb des Busses. Danach stellen die Kinder drei in die Schachtel und zwei auf das Blatt. Das ist die Ausgangssituation. Wenn eine Figur umkippt oder verdeckt wird, darf sie so aufgestellt werden, dass alle Beteiligten sie wiederfinden können.

Die Schachtel ist ein Modell und muss kein realer Bus mit Sitzen sein. Sie zeigt, welche Figuren zur betrachteten Gruppe „im Bus“ gehören. Für das erste Beispiel genügt es, dass alle fünf Figuren darin Platz haben. Eine Frage nach verfügbaren Sitzplätzen wäre eine andere Aufgabe und bräuchte zusätzliche Informationen über die Zahl der Plätze.

Ein Kind, das Figuren nicht greifen kann oder möchte, kann mit Blick, Geste, Wort oder einem vertrauten Kommunikationsmittel anzeigen, welche Figur bewegt werden soll. Eine erwachsene Person oder ein Partner bewegt sie nach dieser Anweisung und fragt bei Unklarheit nach. Die körperliche Hilfe soll die Entscheidung des Kindes unterstützen, nicht sie unbemerkt ersetzen.

Erste Runde: drei Fahrgäste im Bus

Ein Kind kann drei Figuren auswählen und einzeln in den Bus stellen. Das andere zählt mit oder zeigt auf jede Figur, wenn sie hineinkommt. Die Aufgaben können anders verteilt werden: Vielleicht möchte ein Kind die Schachtel halten und das andere die Figuren auswählen. Entscheidend ist, dass beide eine Möglichkeit haben, den Ablauf mitzugestalten.

Sind die drei Figuren im Bus, halten Sie kurz an: „Wie viele sind jetzt drin?“ Das Kind kann die Figuren einzeln zählen, drei Finger zeigen oder eine andere vertraute Darstellung verwenden. Die zwei wartenden Figuren bleiben sichtbar, gehören aber bei dieser Frage noch nicht zur Gruppe im Bus. Es ist hilfreich, den Ort der gezählten Gruppe ausdrücklich zu benennen.

Falls ein Kind bereits alle fünf Figuren zählt, kann seine Antwort für die gesamte Menge an bereitgelegten Figuren richtig sein. Fragen Sie dann getrennt: „Wie viele sind im Bus? Wie viele warten noch?“ Es geht nicht darum, das Zählen von fünf als falsch zu bezeichnen, sondern um die Wahl der Gruppe, die zur jeweiligen Frage gehört.

Bevor sich die Szene verändert, können die Kinder die Ausgangslage beschreiben: „Drei drin, zwei warten.“ Eine Zeichnung oder zwei Zahlenkarten sind optional. Sie helfen beim späteren Vergleich, ersetzen aber nicht die Figuren, wenn die Kinder sie für das Einsteigen bewegen möchten.

Freundliche gezeichnete Figuren lernen beim Spielen
Kleine Schritte. Gute Gewohnheiten.

Zweite Runde: zwei steigen dazu

Wenn beide Kinder bereit sind, kommen die zwei wartenden Figuren nacheinander in den Bus. Ein Kind kann eine Figur bewegen und das andere die zweite; sie können aber auch eine andere Verteilung wählen. Der Erwachsene muss die Rollen nicht starr vorgeben. Vor jeder Bewegung kann geklärt werden, ob die Figur tatsächlich zu den zwei wartenden Fahrgästen gehört.

Nach dem Einsteigen liegen alle fünf Figuren in der Schachtel. Fragen Sie: „Wie viele Fahrgäste sind jetzt zusammen im Bus?“ Die Kinder können alle Figuren von vorn zählen oder bei der bekannten Drei weiterzählen: vier, fünf. Beides sind Wege, die Menge zu bestimmen. Welche Strategie ein Kind nutzt, ist wichtiger zu beobachten als die Geschwindigkeit seiner Antwort.

Wenn Figuren im Bus übereinanderliegen, hilft es, sie nebeneinander aufzustellen oder beim Zählen einzeln zu berühren. Eine Figur sollte dabei nicht zweimal gezählt werden. Wer die Gegenstände nicht selbst bewegen kann, kann anzeigen, welche Figur bereits gezählt ist; eine andere Person ordnet sie entsprechend an. Die Hilfe wird vorher abgestimmt.

Zum Abschluss fassen die Kinder oder der Erwachsene die Szene zusammen: „Drei waren schon drin, zwei kamen dazu, jetzt sind fünf drin.“ Ein Kind kann diese Beziehung auch durch Zeigen darstellen. Es muss keinen vollständigen Satz wiederholen, solange die Beteiligten erkennen können, was gemeint ist.

Beide Gruppen und das Ganze sichtbar halten

Die ursprünglichen drei und die hinzugekommenen zwei bilden nach dem Einsteigen zusammen die Gruppe der fünf Fahrgäste im Bus. Die Figuren verschwinden nicht, wenn sie zu einer größeren Gruppe gehören. Man kann sie zunächst in zwei Reihen legen: drei in einer, zwei in der anderen. Anschließend werden alle zusammen gezählt.

Wenn alle Figuren gleich aussehen, können vorübergehend zwei Papierfelder helfen: eines für die erste Gruppe, eines für die späteren Fahrgäste. Die Felder sind Hilfen zum Erinnern, keine weiteren Fahrgäste. Nach dem Zusammenführen darf man sie entfernen und trotzdem dieselben fünf Figuren behalten. Die Aufteilung nach Einstiegsmoment ist eine Information über die Geschichte.

Die Reihenfolge beim Zusammenzählen kann man später anders betrachten: Zwei und drei ergeben ebenfalls fünf, wenn dieselben Gruppen zusammengeführt werden. In der ursprünglichen Geschichte sind jedoch zuerst drei und danach zwei eingestiegen. Die Gleichheit der Summen verändert nicht rückwirkend die zeitliche Reihenfolge der erzählten Ereignisse.

Eine unklare Szene kann zu unterschiedlichen Antworten führen. Wenn zwei wartende Figuren neben dem Bus bleiben, sind fünf Figuren auf dem Tisch, aber nur drei im Bus. Wenn eine Figur aussteigt, ändert sich die Gruppe im Bus erneut. Beschreiben Sie deshalb genau, welche Handlung stattgefunden hat und welche Menge gezählt wird.

Hilfe geben, ohne die Aufgabe zu übernehmen

Ein Kind kann dem anderen eine konkrete Hilfe anbieten: „Soll ich die Schachtel festhalten, während du die Figur hineinstellst?“ Das andere Kind darf zustimmen, ablehnen oder eine andere Unterstützung vorschlagen. Hilfe ist dann passend, wenn sie zur gewünschten Handlung beiträgt. Sie muss nicht bedeuten, dass die helfende Person die ganze Geschichte allein zu Ende führt.

Wenn ein Kind die Figuren ordnet, während das andere zählt, kann anschließend gewechselt werden. Der Wechsel ist freiwillig und kann nach einer einzelnen Handlung stattfinden. Ein Kind, das nicht laut zählen möchte, kann auf die Figuren zeigen oder eine Auswahl treffen. Unterschiedliche Beiträge müssen nicht gleich aussehen, um Teil der gemeinsamen Untersuchung zu sein.

Stellt ein Kind versehentlich vier statt drei Figuren in den Bus, können beide die Ausgangslage mit der vereinbarten Geschichte vergleichen. Eine erwachsene Person beschreibt, was sichtbar ist, und fragt, ob die Gruppe verändert werden soll. Wenn die Kinder lieber mit vier beginnen, wird daraus eine neue Geschichte; dann ist die ursprüngliche Rechnung 3 + 2 nicht mehr die Beschreibung dieser Szene.

Bei einem Streit über eine Figur helfen klare Wahlmöglichkeiten: getrennte Figuren, abwechselnde Handlungen oder eine Pause. Ein persönliches Spielzeug muss nicht gegen den Willen des Besitzers abgegeben werden. Das Additionsbeispiel kann auch mit anderen großen Gegenständen oder an einem anderen Tag dargestellt werden.

Eine Runde Schritt für Schritt gemeinsam planen

Vor Beginn kann ein Kind die Haltestelle auf das Papier zeichnen, während das andere die Schachtel als Bus auswählt. Gemeinsam legen sie fest, welche fünf Figuren Fahrgäste sein sollen. Jede Figur zählt in dieser Geschichte als eine Person, auch wenn sie unterschiedlich groß oder unterschiedlich gefärbt ist. Andere Gegenstände auf dem Tisch gehören nicht automatisch zur Fahrgastgruppe.

Das erste Kind stellt drei Figuren in den Bus; das zweite legt die beiden übrigen an die Haltestelle. Vor dem Einsteigen prüfen beide den Aufbau. Es ist hilfreich, zu fragen: „Passt die Szene zu unserer Geschichte?“ Dabei dürfen die Kinder selbst feststellen, ob drei Figuren im Bus und zwei außerhalb stehen. Eine erwachsene Person kann beim Zählen oder Bewegen unterstützen, ohne sofort den gesamten Aufbau zu korrigieren.

Für das Einsteigen vereinbaren die Kinder eine Handlung. Vielleicht möchte jedes Kind eine der wartenden Figuren bewegen; vielleicht zeigt eines auf beide Figuren und das andere führt den Transport aus. Sobald beide im Bus sind, beschreiben sie die neue Situation. Bleibt die Schachtel beim Bewegen verschlossen, sollten sie sie wieder öffnen dürfen, um die Figuren tatsächlich zu sehen und zu zählen.

Die erwachsene Person kann am Ende eine Frage stellen, die sich auf die Gesamtgruppe bezieht. Ein Kind zeigt oder zählt die Figuren, das andere kann kontrollieren, ob eine übersehen wurde. Wenn es unterschiedliche Ergebnisse gibt, legen beide die Figuren nebeneinander und beginnen die Zählung erneut. Die Kontrolle gehört der gemeinsamen Sache und dient nicht dazu, einen Partner bloßzustellen.

Freundliche gezeichnete Figuren lernen beim Spielen
Kleine Schritte. Gute Gewohnheiten.

Den Unterschied zwischen Teil und Ganzem erklären

Vor dem zweiten Halt bilden die drei Fahrgäste im Bus eine Gruppe, die zwei wartenden Figuren eine andere. Insgesamt wurden zwar fünf Spielfiguren vorbereitet, aber die Frage „Wie viele sind schon im Bus?“ bezieht sich zunächst nur auf die erste Gruppe. Nach dem Einsteigen gehören beide Teilgruppen zur Gruppe im Bus. Der Zeitpunkt verändert also, welche Figuren zur gesuchten Menge zählen.

Ein Papierstreifen kann die erste Gruppe kennzeichnen und ein zweiter die späteren Fahrgäste. Bevor die Figuren zusammengeführt werden, zählen die Kinder drei auf dem einen und zwei auf dem anderen Feld. Danach liegen beide Gruppen innerhalb der Busfläche. Die Streifen helfen, die Herkunft zu erinnern, sind aber selbst keine zusätzlichen Fahrgäste.

Fragen Sie nach dem Zusammenführen: „Kannst du die beiden Figuren zeigen, die an der Haltestelle warteten?“ Wenn die Figuren unterscheidbar sind oder die Gruppenfelder erhalten wurden, lässt sich die ursprüngliche Aufteilung rekonstruieren. Sind alle Figuren vollkommen gleich und wurden gemischt, ist die Gesamtzahl weiterhin sichtbar; welche zwei tatsächlich zuletzt eingestiegen sind, kann ohne weitere Kennzeichnung unklar sein.

Diese Grenze der Darstellung ist kein Problem für das Zählen aller fünf. Sie ist nur wichtig, wenn nach der zeitlichen Herkunft einzelner Figuren gefragt wird. Ein Kind kann vorschlagen, die Gruppen vor dem Zusammenführen unterschiedlich zu markieren oder die Geschichte noch einmal aufzubauen. Die Markierung ergänzt Information und verändert nicht die Anzahl der Figuren.

Zählen und Weiterzählen vergleichen

Beim vollständigen Zählen zeigt ein Kind nach dem Einsteigen nacheinander auf alle Figuren und sagt die Zahlwörter von eins bis fünf. Die letzte genannte Zahl bezeichnet die Gesamtzahl, wenn jede Figur genau einmal berücksichtigt wurde. Bei Bedarf können die Figuren innerhalb des Busbereichs von einer Seite zur anderen verschoben werden, damit gezählte und noch nicht gezählte erkennbar bleiben.

Beim Weiterzählen wird die bekannte Ausgangsmenge drei als Ausgangspunkt genommen. Die erste zusätzliche Figur führt zu vier, die zweite zu fünf. Hier zählt man die neuen Figuren nicht als „eins und zwei“ zur Bestimmung der Gesamtzahl, sondern nennt die nächsten Zahlwörter. Beide Teilfiguren können dennoch separat als eine Gruppe von zwei gezählt werden.

Die beiden Wege lassen sich vergleichen, indem zuerst alle fünf gezählt und danach die Szene erneut aufgebaut wird. Beginnen Sie wieder mit drei Figuren, bevor zwei einsteigen. Ein Kind kann beim zweiten Mal weiterzählen, wenn es das ausprobieren möchte. Ohne Wiederherstellung der Ausgangslage wäre nicht mehr klar, auf welche drei sich der zweite Durchgang bezieht.

Ein Kind, das weiterhin alle Figuren zählt, nutzt eine nachvollziehbare Strategie. Es muss nicht zum Weiterzählen gedrängt werden, um das Spiel fortzusetzen. Umgekehrt kann ein Kind, das fünf nennt, gebeten werden zu zeigen, welche Gruppen es zusammengefasst hat; es muss dies aber nicht vor Publikum beweisen. Die Darstellung soll Verständnis unterstützen, nicht Leistung vorführen.

Ein Protokoll für die nächste Begegnung

Eine einfache Notiz kann aus zwei Zeichnungen bestehen: zuerst drei Punkte im Bus und zwei an der Haltestelle, danach fünf Punkte im Bus. Ein Pfeil zwischen den Bildern zeigt den zeitlichen Übergang. Wenn der Pfeil nur den Wechsel der Bilder und nicht die Fahrt des Busses bezeichnet, kann dies daneben erklärt werden.

Das Kind kann eine Bildunterschrift diktieren: „Drei saßen drin, zwei stiegen ein.“ Lesen Sie sie vor und lassen Sie das Kind entscheiden, ob der Satz stimmt. Eine eigene Zeichnung ist keine Pflicht; die erwachsene Person kann nach Anleitung zeichnen oder die beiden Szenen mit wiederverwendbaren Karten darstellen.

Bei der nächsten Begegnung lässt sich das Protokoll ansehen und mit denselben oder vergleichbaren großen Figuren nachstellen. Wenn sich jemand nicht erinnert, welche zwei zuerst warteten, zeigt die Zeichnung möglicherweise nur die Anzahl und nicht die Identität. Diese Unsicherheit darf stehen bleiben. Für die Rechnung genügt die dokumentierte Gruppengröße; für eine Geschichte über bestimmte Figuren könnte mehr Information nötig sein.

Eine zweite Person kann die Darstellung nur dann sinnvoll prüfen, wenn sie weiß, was die Punkte und Felder bedeuten. Mit Zustimmung der Kinder kann sie beschreiben, was sie erkennt. Fehlt ein Hinweis, ergänzen die Kinder ihn oder erklären ihn mündlich. Das Blatt darf auch privat bleiben; weder Namen noch Fotos sind nötig, um den Mengenvergleich festzuhalten.

Einen anderen Anfang mit denselben Figuren

Nach der ersten Runde können die fünf Figuren wieder aus dem Bus genommen werden. Legen Sie diesmal zwei hinein und lassen Sie drei weitere einsteigen. Zusammen sind es erneut fünf. Das ist eine andere zeitliche Geschichte mit denselben fünf Figuren. Die beiden Gruppen wurden in anderer Reihenfolge zusammengeführt.

Vergleichen Sie die beiden Darstellungen nebeneinander oder nacheinander: zuerst drei und dann zwei; zuerst zwei und dann drei. Die Gesamtzahl ist in beiden Fällen fünf, weil dieselben Mengen zusammenkommen. Für die Beobachtung des Rechenzusammenhangs ist das nützlich; die Erzählung, wer zuerst im Bus saß, bleibt trotzdem jeweils verschieden.

Werden nur eine Figur und eine weitere verwendet, ergibt die kleine Geschichte insgesamt zwei. Diese Vereinfachung kann hilfreich sein, wenn fünf Gegenstände oder mehrere gleichzeitige Rollen zu viel sind. Sie ersetzt das ursprüngliche Beispiel nicht dauerhaft; wenn Interesse besteht, können die Kinder später zu drei und zwei zurückkehren.

Ein Kind könnte vorschlagen, dass ein Fahrgast vor dem zweiten Halt aussteigt. Dann muss die neue Handlung in der Rechnung berücksichtigt werden. Aus drei werden erst zwei im Bus; steigen anschließend zwei weitere ein, sind vier drin. Diese Variante ist möglich, beantwortet aber nicht mehr die Ausgangsfrage, bei der niemand aussteigt.

Vom Spiel zur Zeichnung und zur Rechnung

Ein Bild kann die Anfangsgruppe mit drei Punkten im Bus und die beiden wartenden Figuren daneben zeigen. Ein zweites Bild zeigt nach dem Einsteigen fünf Punkte im Bus. Die Kinder können Linien, einfache Symbole oder Figurenzeichnungen verwenden. Eine Legende hilft, wenn nicht klar ist, welches Zeichen einen Fahrgast darstellt.

Ein einzelnes Bild mit fünf Punkten im Bus zeigt die Endmenge, aber nicht von selbst, wie viele Personen zuerst drin waren und wie viele später dazugekommen sind. Eine zweite Darstellung, eine Beschriftung oder eine gemeinsame Erzählung bewahrt diese zeitliche Information. Das Bild ist ein Modell der Geschichte und kein echter Bus mit echten Fahrgästen.

Wenn die Kinder Interesse an Zahlzeichen haben, können Sie neben die Szene „3 + 2 = 5“ schreiben und sie in Worten lesen. Die 3 steht für die erste Gruppe, die 2 für die hinzugekommene Gruppe und die 5 für die Gesamtzahl. Das Pluszeichen verbindet die beiden Mengen in dieser Rechnung; das Gleichheitszeichen zeigt, dass beide Seiten denselben Wert ausdrücken.

Die Zeichen sind eine weitere Darstellung derselben vereinbarten Situation. Sie sind nicht notwendig, damit das Zusammenführen mit Figuren gelingt. Wenn ein Kind sie nutzen möchte, können beide Kinder zeigen, welche Figurengruppe zur 3 und welche zur 2 gehört. So bleibt die Rechnung mit der Handlung verbunden.

Typische Fragen beim Zählen

Ein Kind zählt „eins, zwei, drei“ im Bus und beim Einsteigen „eins, zwei“ für die neue Gruppe. Diese beiden Zählungen sind für die Teilmengen sinnvoll. Auf die Frage nach allen Fahrgästen folgt jedoch noch die gemeinsame Betrachtung beider Gruppen. Stellen Sie die fünf Figuren sichtbar zusammen und fragen Sie, wie viele es insgesamt sind.

Beginnt ein Kind beim Weiterzählen mit „drei“ für die erste neue Figur, ist möglicherweise unklar, ob die Drei den Ausgangsstand oder einen zusätzlichen Schritt bezeichnet. Zeigen Sie: Vor dem Einsteigen waren es drei; die erste neue Figur macht vier, die zweite fünf. Das erneute Zählen aller fünf Figuren ist ebenso erlaubt und kann die Beziehung überprüfen.

Wird eine Figur zweimal berührt oder eine verdeckte Figur übersehen, verändern Sie den Aufbau: Figuren nebeneinanderstellen, bereits gezählte Figuren vorsichtig auf ein anderes Feld innerhalb des Busses setzen oder gemeinsam zeigen. Fragen Sie das Kind, welche Hilfe es möchte. Ein einzelner Zählfehler erlaubt keine Aussage über seine gesamten mathematischen Fähigkeiten.

Manchmal antwortet ein Kind „zwei“, weil es die zuletzt eingestiegenen Fahrgäste zählt. Erkennen Sie an, dass zwei hinzugekommen sind, und formulieren Sie die Frage nach der Gesamtzahl erneut. Die beiden Teilmengen und das Ganze sind verschiedene, zugleich richtige Angaben zur Geschichte.

Zugänglichkeit und gemeinsamer Abschluss

Große Figuren, eine kontrastreiche Unterlage und ausreichend Abstand können das Erkennen erleichtern. Für Kinder mit anderen Zugangsbedürfnissen können tastbare, stabile Gegenstände oder eine verbale Beschreibung passend sein. Fragen Sie das Kind und vertraute Bezugspersonen nach geeigneten Hilfen. Ein Tastmodell oder eine Beschreibung vermittelt nicht automatisch dieselbe Erfahrung wie ein visuelles Bild, kann aber eine sinnvolle Teilnahme ermöglichen.

Wenn die Geschichte zu viele Schritte enthält, beginnen Sie mit einer Figur im Bus und einer weiteren an der Haltestelle. Nach dem Einsteigen sind zwei im Bus. Halten Sie nach jeder Handlung an und lassen Sie das Kind entscheiden, ob es weitermachen möchte. Eine Vereinfachung betrifft die gewählte Szene und sollte nicht als Ergebnis der ursprünglichen Drei-und-zwei-Aufgabe ausgegeben werden.

Zum Schluss können die Kinder auf die drei ursprünglichen und zwei hinzugekommenen Figuren zeigen oder einfach die fünf Fahrgäste gemeinsam betrachten. Wer nicht sprechen möchte, muss keine Zusammenfassung geben. Die Figuren können anschließend in die Schachtel zurückgelegt werden; ein Spielzug reicht als Abschluss.

Eine Notiz für Erwachsene könnte lauten: „Drei Figuren vorbereitet; mit Hinweis auf die wartenden zwei alle fünf gezählt.“ Sie nennt die konkrete Handlung und die Unterstützung. Für einen Einstieg bietet sich das Zusammenführen zweier Gruppen an; eine Variante für den Alltag ist eine weitere Möglichkeit. Es gibt keine Pflicht, diese Angebote nacheinander durchzuführen.

WAS DU VIELLEICHT WISSEN MÖCHTEST

Hilfreiche Antworten

Wie viele Fahrgäste sind nach dem Einsteigen im Bus?

Drei waren schon drin und zwei kommen dazu. Wenn niemand aussteigt oder zusätzlich einsteigt, sind es zusammen fünf.

Müssen die Kinder 3 + 2 = 5 schreiben?

Nein. Sie können die Gruppen mit Figuren zeigen und die Gesamtzahl zählen. Die Rechnung ist eine mögliche zusätzliche Darstellung.

Dürfen sie mit zwei und drei beginnen?

Ja. Dieselben Teilmengen ergeben zusammen fünf. Die zeitliche Geschichte unterscheidet sich dann von der ursprünglichen Szene mit zuerst drei Fahrgästen.

Was tun, wenn eine Figur doppelt gezählt wird?

Die Figuren sichtbar nebeneinanderstellen oder bereits gezählte vorsichtig markieren kann helfen. Fragen Sie das Kind, welche Unterstützung es möchte.

Mach aus einer kleinen Idee ein Abenteuer.

Probiert gemeinsam eine kurze Aktivität aus und nehmt die Entdeckung mit in euren Alltag.

Zahlen und Zählen