„Haus“ und „Maus“ klingen am Ende gleich; „Haus“ und „Hut“ tun das nicht. Mit diesen vertrauten Wörtern lässt sich ein kurzes Reimspiel ohne Einkauf beginnen. Die folgende Auswahl ordnet drei Möglichkeiten nach dem Material, das unter den beschriebenen Bedingungen vorzubereiten ist: ein Gespräch ohne Karten, eine Auswahl mit vorhandenen Bildern und ein gemeinsam erfundener Satz mit selbst gestalteten Karten. Die Reihenfolge beschreibt keinen pädagogischen Rang. Was für Ihre Familie am einfachsten ist, hängt davon ab, welche Bilder, welche Unterstützung und welcher ruhige Ort bereits verfügbar sind.
Was bedeutet hier Reimen?
Bei den Beispielen „Haus“ und „Maus“ hören wir nach dem unterschiedlichen Anfang denselben Klang: „aus“. Beim Paar „Hut“ und „Mut“ stimmt das Ende „ut“ überein. „Haus“ und „Hut“ beginnen dagegen ähnlich, enden aber unterschiedlich. Für dieses Spiel achten wir auf die gesprochenen Wortenden, nicht auf die Bedeutung der Wörter oder darauf, ob beide mit demselben Buchstaben anfangen.
Sprechen Sie die Wörter normal und anschließend bei Bedarf etwas langsamer aus: „Haus – Maus“. Eine natürliche Aussprache ist hilfreicher als ein künstlich angehängter Laut. Das Kind darf zuhören, zeigen, sprechen oder eine andere vertraute Kommunikationsform nutzen. Lesen und Schreiben sind für die erste Begegnung nicht erforderlich. Bilder können helfen, die gemeinten Wörter zu erkennen, ersetzen aber nicht die gemeinsame Benennung.
Bei mehrsilbigen Wörtern und unterschiedlichen Aussprachevarianten kann die Reimfrage anspruchsvoller werden. Für den Einstieg bleiben wir bei den klaren Paaren „Haus – Maus“ und „Hut – Mut“. Ein Erwachsener kann neue Wortpaare vor dem Spiel selbst laut prüfen. Wenn eine regionale Aussprache oder ein unbekanntes Wort zu unterschiedlichen Eindrücken führt, besprechen Sie diese Unsicherheit statt eine starre Regel aufzuzwingen.
Die drei Möglichkeiten im Überblick
Unter der Annahme, dass noch keine passenden Bildkarten bereitliegen, erfordert das mündliche Gegenüberstellen am wenigsten Material: Zwei Personen sprechen oder hören kurze Wortpaare. Als zweite Möglichkeit nutzen Sie bereits vorhandene Bilder von Haus, Maus und Hut. Sie müssen die Bilder lediglich auswählen und die Namen gemeinsam klären. Die dritte Möglichkeit ergänzt einen erfundenen Satz und Karten, die erst gezeichnet oder beschriftet werden.
Diese Einordnung ist eine qualitative Schätzung, keine gemessene Zeit. Liegen passende Karten schon auf dem Tisch oder benutzt das Kind für die Kommunikation ohnehin Bilder, kann die Bildvariante praktisch der einfachste Einstieg sein. Ein kurzer Satz kann spontan entstehen, ohne dass jemand eine Karte bastelt. Entscheidend ist, welche Vorbereitung in Ihrer konkreten Situation tatsächlich nötig ist.
Alle drei Varianten untersuchen denselben hörbaren Gegensatz, aber sie verlangen Unterschiedliches. Die erste braucht eine verständliche gesprochene oder anders zugänglich gemachte Wortvorlage. Die zweite erfordert zusätzlich, ein Bild zu erkennen und zu benennen. Bei der dritten kommt die gemeinsame Gestaltung eines Satzes hinzu. Wählen Sie eine Variante, die heute passt, statt alle drei als Pflichtprogramm nacheinander durchzuführen.
1. Ohne Material: Zwei Wortpaare hören
Sagen Sie „Haus – Maus“ und lassen Sie eine kurze Pause. Danach sagen Sie „Haus – Hut“. Fragen Sie zunächst: „Bei welchem Paar klingt das Ende ähnlich?“ Das Kind kann das erste oder zweite Paar durch ein vereinbartes Zeichen wählen. Wenn es Wörter selbst sagen möchte, sprechen Sie sie gemeinsam; wenn nicht, kann es auch nur zuhören oder eine zugängliche Ausgabe auf einem Kommunikationsgerät auswählen.
Prüfen Sie die Wahl, indem Sie die Wörter noch einmal nebeneinander sprechen. Betonen Sie das Ende behutsam, ohne den Anfang wegzulassen: „H-aus, M-aus“. Danach vergleichen Sie „Haus“ mit „Hut“. Beide beginnen mit einem ähnlichen Laut, doch ihre Enden unterscheiden sich. Dieser Gegenvergleich macht deutlich, welche Stelle im Wort untersucht wird.
Für die Vorbereitung brauchen Sie keine ausgedruckten Vorlagen und keinen besonderen Tisch. Ein ruhiger Moment nach dem Vorlesen oder beim Aufräumen kann reichen. Spielen Sie aber nicht dort, wo die Aufmerksamkeit für eine andere Aufgabe gebraucht wird: Im Auto sollte eine mitfahrende Person das Spiel begleiten, ohne die fahrende Person abzulenken. Wenn das Zuhören wegen Lärm schwierig ist, wählen Sie einen anderen Zeitpunkt.

Wann die mündliche Variante gut passt
Sie eignet sich, wenn die Wörter bekannt sind und die Beteiligten die gesprochenen Vorlagen gut wahrnehmen oder über eine geeignete alternative Ausgabe nutzen können. Man muss nicht mit vielen Paaren starten. Ein Beispiel und ein Gegenbeispiel reichen, um über den Unterschied zu sprechen. Endet die Aufmerksamkeit nach einer Runde, kann das Spiel dort aufhören.
Manche Kinder möchten das Wortpaar lieber selbst auswählen. Bieten Sie „Maus“ und „Hut“ als mögliche Partner für „Haus“ an. Das Kind entscheidet, welches Wort mit „Haus“ reimt, und kann die Wahl durch Zeigen oder eine wiederholte Ausgabe überprüfen. Es muss keine Definition von „Reim“ aufsagen, um eine Beobachtung mitzuteilen.
Mündlich bedeutet nicht, dass eine laut gesprochene Antwort verlangt wird. Wenn ein Kind Wörter über eine vertraute Sprachausgabe auswählt, stellen Sie sicher, dass die Ausgaben gut verständlich sind und genügend Zeit zum Abspielen bleibt. Bei einer unklaren künstlichen Aussprache kann ein anderer Zugang oder ein vertrautes menschliches Sprachvorbild hilfreich sein. Eine Hörsituation soll nicht unnötig durch Zeitdruck erschwert werden.
2. Mit vorhandenen Bildern: Das passende Wort auswählen
Nehmen Sie, falls vorhanden, drei Bilder: ein Haus, eine Maus und einen Hut. Legen Sie das Haus als Bezugsbild vor das Kind und die beiden anderen Bilder daneben. Benennen Sie alle drei gemeinsam. Dann fragen Sie: „Welches Wort klingt am Ende wie Haus: Maus oder Hut?“ Das Kind kann auf ein Bild zeigen oder es an das Hausbild legen.
Prüfen Sie nicht nur die Bildauswahl, sondern sprechen Sie das gewählte Paar. Ein Bild kann unterschiedlich benannt werden. Was eine Person „Haus“ nennt, könnte für eine andere ein „Gebäude“ oder eine „Hütte“ sein; dann untersuchen beide nicht dieselben Wörter. Vereinbaren Sie vor dem Vergleich die konkrete Bezeichnung, ohne andere Beschreibungen für falsch zu erklären.
Bei diesem Beispiel reimt sich „Maus“ auf „Haus“; „Hut“ nicht. Das Bild vom Hut ist dennoch ein gültiges Bild und ein sinnvolles deutsches Wort. Es passt lediglich nicht zur aktuellen Frage. Wenn Sie später nach einem Reim auf „Hut“ suchen und „Mut“ als gesprochenes Wort anbieten, ändert sich das Suchkriterium. Sagen Sie den Wechsel deutlich an.
Vorbereitung der Bildauswahl realistisch einschätzen
Wenn passende Bilder in einem vorhandenen Bilderbuch oder Kartensatz liegen, müssen Sie nur die Seiten oder Karten auswählen. Wenn sie erst gesucht, gedruckt und ausgeschnitten werden müssten, steigt der Aufwand. Sie können stattdessen einfache Skizzen machen oder zur mündlichen Variante zurückkehren. Diese Rangfolge hängt von den vorhandenen Mitteln ab, nicht von einer festen Minutenangabe.
Die Bilder sollten groß genug sein, um sie gut zu erkennen, und sich nicht allein durch eine unbeabsichtigte Eigenschaft unterscheiden. Wenn alle Reimpartner auf roten und alle anderen auf blauen Karten liegen, könnte das Kind nach Farbe wählen. Gleichartige Karten helfen zu erkennen, ob der hörbare Wortvergleich die Entscheidung unterstützt. Bei Bedarf kann Farbe trotzdem als bewusst vereinbarte Zugangshilfe dienen.
Wenn „Mut“ schwer bildlich darzustellen ist, müssen Sie dafür kein missverständliches Symbol erfinden. Sprechen Sie das Wort, erklären Sie seine Bedeutung in einer vertrauten Situation oder wählen Sie zunächst das Paar „Haus – Maus“. Eine Bildkarte soll die Verständigung erleichtern, nicht eine zusätzliche Rätselaufgabe schaffen. Fragen Sie das Kind, wie es ein Bild nennt, bevor Sie es für den Reimvergleich verwenden.
Auch der Ort gehört zur Vorbereitung: Auf einem kleinen Tisch reichen drei gut sichtbare Karten, während auf einem vollen Regal zunächst Platz geschaffen werden müsste. Ein Kind kann die Karten gemeinsam mit einem Erwachsenen auswählen und danach selbst entscheiden, ob es die Bild- oder die Hörvariante nutzen möchte. Diese Entscheidung darf sich in der nächsten Runde ändern.
3. Einen Satz mit Hut und Mut erfinden
Für eine spielerische dritte Möglichkeit wählen Sie „Hut“ und „Mut“. Sagen Sie die Wörter zunächst einzeln und hören Sie auf das gemeinsame Ende. Danach kann ein Erwachsener einen kurzen, erkennbar erfundenen Satz anbieten: „Mit Mut trägt Mila ihren Hut.“ Das Kind darf einen anderen Namen oder eine andere Handlung wählen. Der Satz dient als Kontext; gereimt werden weiterhin die Wörter „Mut“ und „Hut“.
Wer eine Erinnerungshilfe möchte, kann einen Hut zeichnen und für „Mut“ gemeinsam eine vereinbarte Szene auswählen, etwa eine Figur, die etwas Neues ausprobiert. Sprechen Sie ausdrücklich dazu, welches Wort das zweite Bild darstellen soll. Ein Bild dieser Szene kann auch anders gedeutet werden; die Reimfrage bleibt nur eindeutig, wenn beide Personen dieselbe Benennung verwenden.
Selbst gestaltete Karten benötigen Material und eine Entscheidung darüber, wer zeichnet und wo die Karten aufbewahrt werden. Wenn weder Zeichnen noch Aufbewahren gewünscht ist, genügt der gesprochene Satz. Dann kann diese Variante weniger Vorbereitung benötigen als die Bildauswahl. Die dritte Position in unserer Liste gilt nur für den Fall, dass die Karten für den Satz erst hergestellt werden.
Bedeutung und Klang getrennt betrachten
„Haus“ und „Maus“ bezeichnen unterschiedliche Dinge; ihr gemeinsames Ende ist ein Klangmerkmal. Zwei Wörter können sich inhaltlich ähneln, ohne sich zu reimen, und Reimwörter müssen nicht zusammengehören. Ein Bildpaar mit ähnlichem Thema kann deshalb zu einer anderen Auswahl führen als die Frage nach dem Wortende.
Wenn das Kind „Haus“ und „Hut“ zusammenlegt, weil beides mit einem ähnlichen Anfang beginnt, benennen Sie die Beobachtung: „Am Anfang klingen sie ähnlich. Hören wir jetzt auf das Ende.“ Vergleichen Sie danach „Haus – Maus“. Die ursprüngliche Wahl kann unter einer anderen Regel sinnvoll sein; sie beantwortet lediglich nicht die gerade vereinbarte Reimfrage.
Wörter, die gleich klingen und dieselbe Bedeutung haben, ergeben nicht automatisch ein interessantes Reimpaar. Ein Kind könnte zweimal „Haus“ sagen, wenn es die Aufgabe als Wiederholung verstanden hat. Hören Sie zu und erklären Sie, dass diesmal zwei verschiedene Wörter gesucht werden, deren Enden ähnlich klingen. Wiederholen selbst kann eine andere, ebenfalls legitime Sprachhandlung sein.
Vorlesen als Ausgangspunkt
Ein vorhandenes Bilderbuch mit wiederkehrenden Wortklängen kann einen Reim hörbar machen, ohne dass zusätzliche Karten vorbereitet werden müssen. Lesen Sie eine kurze Stelle vor, wenn sie für alle Beteiligten geeignet ist, und sprechen Sie anschließend zwei eigene Wörter wie „Haus“ und „Maus“. Es ist nicht nötig, das Kind bei jeder Reimstelle zu unterbrechen oder ein vorhandenes Gedicht Wort für Wort auswendig zu lernen.
Wenn das Kind eine Stelle wiederholen möchte, lassen Sie ihm die Wahl, ob es selbst spricht oder nur zuhört. Die Worte im Buch sollten so verwendet werden, wie sie dort stehen. Eigene Reimbeispiele können getrennt davon entstehen. So bleibt erkennbar, ob Sie einen Text vorlesen oder ein neues Wortpaar erfinden.
Ein Buch ist nicht automatisch vorbereitungsarm: Vielleicht muss erst eine passende Seite gesucht oder eine Geschichte übersetzt werden. Wenn ohnehin ein vertrautes Buch offen liegt, kann der Einstieg sehr einfach sein. Steht keines zur Verfügung, erfordert das Hören von „Hut – Mut“ keinen Ersatzkauf. Verfügbarkeit und Zugang bestimmen hier den tatsächlichen Aufwand.
Mit einem Gegenbeispiel sorgfältig umgehen
Das Paar „Haus – Hut“ ist für diese Aufgabe nützlich, weil der Anfang ähnlich klingt und das Ende verschieden. Stellen Sie das Gegenbeispiel neben „Haus – Maus“ und fragen Sie, was sich jeweils verändert. Erst nachdem beide Wörter vollständig gehört wurden, lohnt sich die Auswahl. Ein isoliertes Bild oder ein einzelner Anfangslaut reicht für die Reimfrage nicht aus.
Wenn ein Kind zunächst „Haus – Hut“ wählt, fragen Sie, was ihm aufgefallen ist. Vielleicht hat es den Anfang gehört. Bestätigen Sie diese Beobachtung und richten Sie die Aufmerksamkeit anschließend auf die Enden. Eine Rückmeldung wie „Der Anfang klingt ähnlich; bei Haus und Maus klingt auch das Ende gleich“ ist konkreter als eine allgemeine Bewertung der Antwort.
Manchmal wurde ein Bild anders benannt oder ein Wort wegen Geräuschen nicht gut verstanden. Wiederholen Sie zunächst das gemeinte Paar und prüfen Sie die Benennung. Wenn das Kind die Aufgabe an diesem Tag nicht weiter untersuchen möchte, ist eine Pause möglich. Ein einzelner Vergleich sagt nichts Verlässliches über alle sprachlichen Fähigkeiten oder zukünftige schulische Leistungen aus.
Namen und eigene Wörter des Kindes
Ein Kind kann ein eigenes Wort vorschlagen, etwa den Namen einer Spielfigur oder eines Gegenstands im Zimmer. Hören Sie zuerst genau, welches Wort gemeint ist. Erfinden Sie dann nur dann einen Partner, wenn Sie dessen Klang gemeinsam nachvollziehen können. Es ist besser, bei einem unklaren Fall offen nachzuhören oder zu einem vertrauten Paar zurückzukehren, als einen fragwürdigen Reim zu behaupten.
Eigennamen können in Familien unterschiedlich ausgesprochen oder in verkürzter Form verwendet werden. Fragen Sie, welche Form die Person selbst bevorzugt. Zählen Sie nicht eine andere Namensform als dieselbe Lautvorlage, nur weil sie schriftlich ähnlich aussieht. Bei Reimen kommt es auf die tatsächlich verwendete Aussprache an.
Ein erfundenes Fantasiewort kann in einer Quatschgeschichte Spaß machen, wenn alle wissen, dass es erfunden ist. Es muss weder auf einer Karte stehen noch eine echte Bedeutung haben. Vergleichen Sie den Klang mit einem bekannten Wort und lassen Sie dem Kind die Entscheidung, ob es solche Wörter mag. Für die erste klare Unterscheidung bleiben „Haus – Maus“ und „Hut – Mut“ gut nachvollziehbare Beispiele.
Mehrere Sprachen in der Familie
Familien verwenden oft Wörter aus mehr als einer Sprache. Ein Kind kann deshalb ein Bild anders benennen, als der Erwachsene erwartet. Klären Sie zuerst, welches Wort und welche Sprache gerade verwendet werden. Zwei Bilder bleiben gleich, doch mit einer anderen Benennung verändert sich die Lautfolge, die verglichen wird.
Für die hier beschriebenen deutschen Beispiele sprechen Sie „Haus“ und „Maus“ oder „Hut“ und „Mut“ aus. Möchte das Kind ein anderes Sprachpaar untersuchen, hören Sie es gemeinsam mit einer Person an, die mit der Aussprache vertraut ist. Eine Übersetzung übernimmt nicht automatisch den Reimklang des Ausgangspaars. Unsichere Beispiele müssen nicht als sicher ausgegeben werden.
Die Sprache des Spiels ist keine Bewertung der Familiensprache. Eine Person kann eine Geschichte in einer Sprache erzählen und anschließend deutsche Wörter vergleichen. Wenn das Kind lieber in einer anderen Sprache antwortet oder zeigt, welches Bild es meint, ist das ein möglicher Zugang. Wichtig ist, dass die untersuchten Wortformen für alle Beteiligten klar bleiben.
Zugängliche Auswahlmöglichkeiten
Ein Kind, das nicht sprechen möchte oder kann, kann zwischen zwei Bildern, Symbolen oder gespeicherten Ausgaben wählen. Eine erwachsene Person kann die Wörter benennen und die gewählte Antwort bestätigen: „Du hast Maus gezeigt; hören wir Haus und Maus.“ Geben Sie genügend Zeit und nutzen Sie die Kommunikationsweise, die das Kind bereits kennt.
Achten Sie darauf, dass das Spiel nicht ausschließlich auf einem einzigen Sinneskanal beruht, wenn dieser Zugang für die beteiligte Person nicht geeignet ist. Eine Fachperson oder vertraute Bezugsperson kann dabei helfen, passende sprachliche und visuelle Hilfen auszuwählen. Geschriebene Wortenden können für manche Kinder eine zusätzliche Information sein; gleiche Schriftbilder und gleiche Aussprache sind jedoch nicht in jedem denkbaren Wortpaar identisch.
Bilder dürfen als Auswahlhilfe dienen, sollten aber klar benannt sein. Wenn eine Person auf das Haus schaut und dann auf die Maus, kann dies ihre Antwort sein, sofern diese Blickwahl vereinbart ist. Fragen Sie bei Unsicherheit nach oder geben Sie eine Möglichkeit zur Korrektur. Beteiligung hängt davon ab, ob die Person die Information erhalten und ihre Wahl verständlich mitteilen kann.
Zwei Kinder als Spielpartner
Ein Kind kann zwei Bilder auswählen und die Wörter benennen; das andere sucht den Reimpartner zu „Haus“. Danach können sie die Rollen tauschen. Vor jeder Runde ist wichtig, welches Wort als Bezug dient und welche beiden Antworten zur Auswahl stehen. So wird nicht versehentlich das Wort gewechselt, während noch über die vorige Frage gesprochen wird.
Wenn beide gleichzeitig dasselbe Bild nehmen möchten, können sie gemeinsam darauf zeigen oder zwei Kopien verwenden. Der Zweck ist das Vergleichen von Klängen, nicht das Gewinnen einer Karte. Ein Wettbewerb um Geschwindigkeit kann das Zuhören erschweren und ist für diese Tätigkeit nicht notwendig. Beide dürfen auch unterschiedliche Rollen behalten, wenn das für sie angenehm ist.
Bei einer Meinungsverschiedenheit sprechen Sie das betreffende Paar erneut oder nutzen die vereinbarte Sprachausgabe. Vielleicht hatte ein Kind das Bild als „Haus“ und das andere als „Hütte“ benannt. Dann klären sie zuerst die Wörter. Eine erwachsene Person kann vermitteln, ohne einer Seite allein aufgrund des schnelleren Zeigens recht zu geben.
Wie viele Wörter sind genug?
Für den Einstieg reichen zwei Vergleichspaare: „Haus – Maus“ und „Haus – Hut“. Wenn das Kind anschließend „Hut – Mut“ hören möchte, kommt ein drittes hinzu. Eine lange Liste kann dazu führen, dass die Beteiligten eher Reihenfolgen erinnern als Wortenden vergleichen. Kurze, klar abgegrenzte Runden machen die jeweils gestellte Frage leichter nachvollziehbar.
Wenn das Interesse anhält, können Sie neue Wörter aus einem Buch oder Gespräch auswählen. Prüfen Sie sie zuvor laut und klären Sie ihre Bedeutung. Vermeiden Sie es, ein schwieriges oder unsicheres Paar allein deshalb hinzuzufügen, um die Anzahl der Beispiele zu erhöhen. Ein genau untersuchter Kontrast ist hilfreicher als viele unklare Zuordnungen.
Auch eine Runde ohne Antwort kann ein sinnvoller Abschluss sein. Vielleicht hat das Kind nur zugehört oder die Bilder benannt. Das zeigt, welche Teile der Situation heute zugänglich waren; weitere Schlüsse sollten daraus nicht gezogen werden. Eine Pause oder der Wechsel zum Vorlesen ist jederzeit möglich.
Auswahl nach dem heutigen Aufwand
Stellen Sie vor der Entscheidung drei praktische Fragen: Sind die Wörter vertraut? Liegen passende Bilder bereits bereit? Braucht eine beteiligte Person eine bestimmte Form der Ausgabe oder zusätzliche Zeit? Aus diesen Antworten ergibt sich die Vorbereitung für Ihre Situation. Die mündliche Variante benötigt zwar wenig Material, kann aber dennoch eine ruhige Umgebung oder eine zugängliche Sprachausgabe voraussetzen.
Für vorhandene Karten müssen die Bilder auffindbar und eindeutig benennbar sein. Fehlt eines davon, kann eine kurze Skizze genügen oder das Wort gesprochen werden. Für einen selbst gestalteten Satz kommen möglicherweise Papier, Stift und eine Aufbewahrungsmöglichkeit hinzu. Diese Anforderungen sind Entscheidungen, keine Liste von Dingen, die gekauft werden müssen.
Wenn heute nur zwei Minuten zwischen anderen Tätigkeiten frei sind, kann ein einzelnes Wortpaar passen; wenn alle müde sind, ist vielleicht kein Spiel die richtige Wahl. Die Angabe „zwei Minuten“ ist hier ein Beispiel für ein Zeitfenster, keine Messung der Spieldauer oder Empfehlung für jede Familie. Wählen Sie nach Interesse und tatsächlichen Bedingungen.
Was sich sinnvoll festhalten lässt
Eine konkrete Notiz könnte lauten: „Bei Haus und Maus zeigte das Kind auf die Mauskarte, nachdem beide Bilder gemeinsam benannt worden waren.“ Wenn das Paar noch einmal gesprochen wurde oder eine Sprachausgabe half, ergänzen Sie das. Die Notiz beschreibt eine beobachtete Handlung und ihre Bedingungen, ohne daraus ein Gesamturteil zu machen.
Bei der Satzvariante lässt sich festhalten, welche Wörter vereinbart waren und wer die Bilder benannt hat. Ein selbst gezeichnetes Symbol für „Mut“ ist später möglicherweise nicht mehr eindeutig. Ein kurzer Hinweis daneben verhindert, dass eine andere Person ein anderes Wort hineinliest und den ursprünglichen Vergleich missversteht.
Sie müssen nichts dokumentieren, wenn eine Notiz heute keinen Nutzen hat. Karten können für ein weiteres Spiel aufbewahrt oder recycelt werden. Fragen Sie das Kind, ob es seine Zeichnung behalten möchte. Die Entscheidung über das Material gehört zur gemeinsamen Gestaltung und ist kein Maß für die Qualität des Reimspiels.
Ein möglicher Abschluss
Sprechen oder hören Sie zum Schluss ein Paar, das beide auswählen: „Haus – Maus“ oder „Hut – Mut“. Wenn das Kind möchte, kann es das gemeinsame Ende zeigen oder den eigenen Satz wiederholen. Vergleichen Sie bei Interesse noch einmal „Haus – Hut“ als Beispiel für einen ähnlichen Anfang und ein anderes Ende. Eine neue Prüfung ist dafür nicht nötig.
Räumen Sie vorhandene Karten weg oder lassen Sie das Gespräch natürlich enden. An einem anderen Tag können die Beteiligten eine andere der drei Möglichkeiten wählen. Entscheidend ist nicht, alle Varianten abzuhaken, sondern unter passenden Bedingungen wahrzunehmen, wie bestimmte Wörter am Ende klingen und wie sich diese Beobachtung gemeinsam überprüfen lässt.
Hilfreiche Antworten
Warum reimen sich Haus und Maus?
Die beiden gesprochenen Wörter klingen am Ende gleich: „aus“. Ihre Bedeutungen sind dabei verschieden.
Welche Variante braucht am wenigsten Vorbereitung?
Wenn keine Bilder bereitliegen, benötigt das mündliche Vergleichen kein zusätzliches Material. Sind Bilder oder eine Sprachausgabe bereits vorbereitet, kann eine andere Variante einfacher sein.
Warum ist Haus und Hut kein Reimpaar?
Die Wörter beginnen ähnlich, aber ihre Enden klingen verschieden. Das Beispiel hilft, Anfang und Wortende auseinanderzuhalten.
Muss das Kind die Wörter selbst sprechen?
Nein. Es kann zuhören, ein Bild zeigen, eine zugängliche Sprachausgabe verwenden oder auf andere vertraute Weise wählen.




