„Mama“ lässt sich beim langsamen Sprechen in zwei hörbare Teile gliedern: Ma-ma. Für jeden gesprochenen Teil kann ein großes Plättchen auf den Tisch gelegt werden. Das Kind muss dafür nicht lesen oder schreiben; es kann zuhören, zeigen, ein Plättchen verschieben oder eine vertraute Kommunikationshilfe nutzen. Beginnen Sie mit einem bekannten Wort, vergleichen Sie es später mit „Haus“ und „Banane“ und halten Sie fest, welche Unterstützung verfügbar war. Es geht um Sprechsilben in den tatsächlich ausgesprochenen Wörtern, nicht darum, möglichst schnell viele Karten richtig zu sortieren.

Was wird beim Silbenspiel gehört?

Ein gesprochenes Wort kann eine oder mehrere Silben haben. In dieser Anleitung sprechen wir „Mama“ langsam als Ma-ma: zwei Sprechsilben. „Haus“ sprechen wir als eine Silbe, „Banane“ als Ba-na-ne mit drei Silben. Der Bindestrich in diesen Beispielen macht die Sprechabschnitte für Erwachsene sichtbar; das Kind braucht die Wörter weder zu lesen noch selbst mit Bindestrichen zu schreiben.

Eine Silbe ist nicht dasselbe wie ein einzelner Buchstabe. Das geschriebene Wort „Mama“ hat vier Buchstaben, das gesprochene Wort hier zwei Silben. „Haus“ hat ebenfalls vier Buchstaben, wird in diesem Beispiel aber als eine Silbe gesprochen. Die Zahl der Buchstaben allein beantwortet die Frage nach den gehörten Sprechsilben nicht.

Wörter werden im Alltag flüssig ausgesprochen, nicht mit künstlichen Pausen zwischen allen Teilen. Für das Spiel können Sie ein Wort zunächst normal sagen und danach langsam wiederholen: „Mama — Ma-ma“. Sprechen Sie die Teile deutlich, ohne zusätzliche Laute anzuhängen. Die verlangsamte Wiederholung ist eine Hilfe zum Hören und kein Gebot, im Gespräch immer so zu sprechen.

Auch die Betonung ist eine andere Frage als die Zahl der Silben. In „Banane“ wird beim üblichen Sprechen eine Silbe stärker betont, trotzdem können Ba, na und ne als drei Sprechabschnitte betrachtet werden. Ein Kind darf die stärkere Silbe bemerken; zählen Sie beim Legen der Plättchen dennoch für jede gesprochene Silbe eines, nicht nur für die betonte.

Menschen sprechen Namen und Wörter je nach Sprachhintergrund und Gewohnheit unterschiedlich aus. Hören Sie auf die Aussprache, die die betreffende Person für ihren Namen verwendet. Wenn eine Gliederung unklar ist, wählen Sie für den ersten Versuch ein eindeutig gemeinsam gesprochenes Beispiel. Sie müssen keine allgemeine Trennregel aus einer einzigen Aussprache ableiten.

Material für einen kleinen Einstieg

Legen Sie drei große, gut unterscheidbare Plättchen oder Kartonkreise bereit. Sie können für jede gehörte Silbe eines verschieben. Eine erwachsene Person wählt Material und Größe passend zum Kind; kleine verschluckbare Teile sind für ein Kind, das Gegenstände in den Mund nimmt, ungeeignet. Auch drei Felder auf einem Blatt und eine Zeigegeste können genügen.

Wählen Sie ein vertrautes Wort, das Sie gemeinsam sprechen möchten. „Mama“ ist ein Beispiel, aber nicht jede Familie verwendet diese Anrede. Wenn sie nicht passt, nehmen Sie etwa „Lena“, sofern der Name vertraut ist und in Ihrer Aussprache als Le-na gesprochen wird. Fragen Sie bei echten Namen nach der gewünschten Aussprache und verwenden Sie den Namen nur mit Einverständnis.

Eine Bildkarte kann zeigen, welches Wort gemeint ist. Wenn ein Bild einer Banane gewählt wird, sagen Sie ausdrücklich „Banane“, bevor Sie die Teile zählen. Nennt das Kind ein Bild anders, hören Sie auf das tatsächlich benutzte Wort, statt so zu tun, als sei die auf der Rückseite stehende Bezeichnung gesprochen worden. Die Bilder helfen beim Merken; die Anzahl der Plättchen richtet sich nach dem gesprochenen Wort.

Schaffen Sie einen Ort, an dem Sie einander gut verstehen können. Lautstärke oder ein möglichst schnelles Klatschen sind keine Ziele. Wenn Hören für das Kind nicht zugänglich ist, verwenden Sie seine vertrauten sprachlichen und kommunikativen Möglichkeiten und wählen Sie eine Aufgabe, die damit sinnvoll bearbeitet werden kann. Eine visuelle Buchstabenzählung ist nicht automatisch dieselbe Aufgabe wie das Hören gesprochener Silben.

Das Kind kann ein Plättchen selbst verschieben, mit Blick oder Geste eine Bewegung anzeigen oder einer erwachsenen Person sagen, wann sie ein Plättchen legen soll. Klatschen ist nur eine mögliche Begleitung und für niemanden verpflichtend. Prüfen Sie, ob die gewählte Bewegung angenehm und zugänglich ist, bevor Sie sie als Antwortformat anbieten.

Erstes Wort: Mama in zwei Teilen

Sagen Sie zuerst „Mama“ in normalem Tempo. Wiederholen Sie dann „Ma-ma“ und verschieben Sie beim ersten gesprochenen Teil ein Plättchen, beim zweiten ein weiteres. Legen Sie das dritte Plättchen beiseite. Danach können Sie auf die beiden verschobenen Teile zeigen und sagen: „Wir haben zwei Plättchen für die zwei gesprochenen Silben gelegt.“

Laden Sie das Kind ein, die Bewegung zu übernehmen oder zu steuern: „Möchtest du beim Sprechen eines legen oder soll ich es nach deinem Zeichen tun?“ Es kann beim ersten Ma ein Zeichen geben und beim zweiten erneut. Wenn die Teile zunächst nicht deutlich werden, sagen Sie das Wort noch einmal ruhig vor und zeigen Sie die beiden Bewegungen, ohne ein Tempo zu verlangen.

Ein möglicher Dialog: „Was hörst du bei Mama?“ Das Kind zeigt ein Plättchen. Die erwachsene Person antwortet: „Du hast ein Plättchen gelegt. Lass uns noch einmal Ma-ma hören und für jeden Teil eines bewegen.“ Nach der gemeinsamen Wiederholung können zwei Plättchen liegen. Dabei wurde das Wort erneut vorgemacht; notieren Sie diese Hilfe, wenn Sie die Beobachtung festhalten möchten.

Wenn das Kind drei Plättchen legt, fragen Sie zunächst, was jedes Plättchen bedeutet. Vielleicht hat es das ganze Wort als einen Teil und anschließend Ma und ma als zwei weitere gezählt. Trennen Sie das normale Vorsprechen von der eigentlichen Darstellung: Erst hören alle „Mama“, danach werden nur die zwei Teile Ma und ma mit Plättchen dargestellt.

Zeigt das Kind zwei Plättchen, muss es keine Erklärung in ganzen Sätzen liefern. Sie können fragen, ob es das Wort noch einmal hören oder beenden möchte. Die zwei Teile auf dem Tisch sind eine Antwort unter den gegebenen Bedingungen; sie beweisen nicht, dass das Kind jedes unbekannte Wort ohne Hilfe in Silben gliedern kann.

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Haus und Banane vergleichen

Nehmen Sie alle Plättchen zurück. Sagen Sie „Haus“ und sprechen Sie das Wort als eine Einheit. Legen Sie ein Plättchen. Fragen Sie: „Wie viele Plättchen liegen für Haus?“ Die Antwort ist eins. Vergleichen Sie anschließend mit den zwei Plättchen für Ma-ma, indem Sie das erste Wort erneut sprechen und die Darstellung neu legen.

Für „Banane“ legen Sie beim langsamen Sprechen Ba-na-ne drei Plättchen, eines pro Sprechsilbe. Sprechen Sie danach das ganze Wort natürlich aus. Wenn das Kind statt „Banane“ ein anderes Wort für das Bild verwendet, klären Sie vor dem Zählen, welches Wort gerade untersucht wird. Die drei Plättchen beziehen sich auf das gesprochene Beispiel Ba-na-ne.

Legen Sie die Ergebnisse nebeneinander: ein Plättchen für Haus, zwei für Mama, drei für Banane. Fragen Sie etwa: „Für welches unserer Wörter haben wir zwei gelegt?“ Das Kind kann auf die Mama-Karte oder die beiden Plättchen zeigen. Diese Zuordnung beantwortet eine andere Frage als „Welches Wort ist schriftlich länger?“ oder „Welches Ding ist größer?“

Die Länge eines benannten Gegenstands bestimmt die Zahl der Sprechsilben nicht. Ein Haus kann größer sein als eine Banane, trotzdem hat „Haus“ in unserem Beispiel eine und „Banane“ drei Silben. Verglichen werden die gesprochenen Wörter, nicht die Größe der Gegenstände. Falls diese Unterscheidung neu ist, zeigen Sie auf die Plättchen, während Sie die Wörter sprechen.

Sie müssen nicht alle drei Wörter in einer Runde verwenden. Für einen einfachen Vergleich reichen Haus und Mama; Banane kann später hinzukommen. Auch die umgekehrte Reihenfolge ist möglich. Wichtig ist, dass für jedes Wort die alten Plättchen zurückgelegt oder klar getrennt werden, damit sie nicht versehentlich zum nächsten Ergebnis mitgezählt werden.

Namen auswählen und respektvoll verwenden

Fragen Sie das Kind, ob es seinen Namen für das Spiel nutzen möchte. Ein Name ist persönlich, und niemand muss ihn zum Übungsgegenstand machen. Ein vertrauter Name aus einem Bilderbuch, der Name einer Figur oder ein anderes gemeinsam gewähltes Wort kann denselben Zweck erfüllen. Verwenden Sie reale Namen in der Schreibweise und Aussprache, die die betreffende Person nutzt.

Im Beispiel „Lena“ sprechen wir Le-na und legen zwei Plättchen. Bei „Marina“ sprechen wir Ma-ri-na und legen drei. Sagen Sie jeden Namen zuerst natürlich und dann langsam. Fragen Sie das Kind, ob die gewählte Aussprache vertraut klingt. Ein Name, den niemand in der Runde kennt, kann zusätzliche Fragen aufwerfen, die mit dem Hören der Silben zunächst wenig zu tun haben.

Ein Familienname oder Doppelname kann mehrere Teile enthalten. Statt ungefragt den gesamten Namen zu verändern oder zusammenzuziehen, vereinbaren Sie, welchen gesprochenen Teil Sie gerade betrachten. Wenn ein Kind seinen vollständigen Namen nennen möchte, hören Sie ihm zu und überlegen Sie gemeinsam, wie er in dieser Aussprache gegliedert werden kann. Uneindeutigkeit darf stehen bleiben.

Wenn ein Name aus einer anderen Sprache stammt, kann die vertraute Aussprache von derjenigen abweichen, die eine deutschsprachige Person beim Lesen erwarten würde. Fragen Sie nach und orientieren Sie sich an der Person. Eine geschriebene Karte ist kein ausreichender Ersatz für die tatsächlich gesprochene Form. Bei Unsicherheit können Sie ein anderes Wort wählen und die Namensfrage offenlassen.

Zählen zwei ausgewählte Namen jeweils zwei Silben, bedeutet das nicht, dass sie gleich klingen. Le-na und Ma-ma haben in den hier gewählten Aussprachen je zwei Teile, aber andere Laute. Die Plättchen zeigen nur die Anzahl der Sprechabschnitte; sie stellen nicht alle Unterschiede zwischen den Wörtern dar.

Hören, bewegen und prüfen

Neben Plättchen können Sie für jede Silbe eine große Papierkarte aufdecken oder mit einem Finger ein Feld auf einem Blatt berühren. Bei Ma-ma entstehen zwei Bewegungen. Das Material sollte sich an der gewählten Gliederung orientieren; es erzeugt die Silben nicht selbst. Sagen Sie das Wort hörbar oder verwenden Sie den für das Kind passenden Zugang zur Aufgabe.

Klatschen kann angenehm sein, ist aber nicht für jedes Kind möglich oder erwünscht. Auch ein ruhiges Tippen, eine Blickauswahl oder das Steuern einer erwachsenen Person kann eine Antwort darstellen. Ein Kind, das nicht klatscht, hat deshalb nicht automatisch Schwierigkeiten mit der Wortgliederung. Vermeiden Sie laute Bewegungen, wenn Geräusche unangenehm sind.

Wenn Sie für „Banane“ drei Karten nacheinander aufdecken, überprüfen Sie die Zuordnung: Ba zur ersten, na zur zweiten, ne zur dritten. Decken Sie eine Karte nicht schon beim Ankündigen des ganzen Wortes auf. Sonst liegen am Ende vier Karten, obwohl das Beispiel drei Silben hat. Der Zeitpunkt der Bewegung muss für beide Beteiligten verständlich sein.

Ein Kind kann auch zuerst eine Vermutung äußern und anschließend das Wort gemeinsam sprechen. „Ich glaube, Banane hat zwei Teile“ ist eine Vorhersage; nach Ba-na-ne können drei Plättchen liegen. Halten Sie Vermutung und Beobachtung auseinander, ohne die erste Aussage als Versagen zu behandeln. Wenn die Aussprache ungewohnt war, wiederholen Sie sie und klären Sie das Wort.

Wenn das Kind die Anzahl nennt, aber keine Plättchen legen möchte, akzeptieren Sie diese Antwortform. Die Plättchen sind ein Hilfsmittel für die gemeinsame Darstellung, kein Selbstzweck. Umgekehrt muss ein Kind, das die richtige Anzahl zeigt, nicht zusätzlich sprechen, sofern Zeigen seine zugängliche Form der Antwort ist.

Typische Verwechslungen konkret betrachten

Ein Kind könnte für „Mama“ vier Plättchen legen, weil es M, a, m und a als geschriebene Buchstaben kennt. Bestätigen Sie, dass die Karte vier Buchstaben zeigt, wenn sie so geschrieben ist. Erklären Sie danach die andere Frage: „Jetzt hören wir das gesprochene Wort: Ma-ma.“ Zwei Silben und vier Buchstaben sind hier gleichzeitig richtige Angaben zu unterschiedlichen Eigenschaften.

Ein anderes Kind legt für „Haus“ zwei Plättchen, weil es beim langsamen Sprechen eine zusätzliche Pause hört. Sagen Sie das Wort einmal natürlich und dann deutlich als eine Einheit, ohne den Doppellaut künstlich in zwei getrennte Silben zu zerlegen. Bieten Sie eine gemeinsame Wiederholung an. Das Kind muss eine ungewohnte Lautbeschreibung nicht auswendig lernen, um ein Plättchen zu zeigen.

Wenn bei „Banane“ nur die betonte mittlere Silbe markiert wird, zeigen Sie Ba, na und ne einzeln und legen für jeden Teil ein Plättchen. Eine Silbe kann stärker klingen, ohne dass die anderen verschwinden. Fragen Sie anschließend, ob das Kind noch einmal hören möchte, und akzeptieren Sie auch eine Pause oder ein Ende der Aktivität.

Manchmal wird ein Name geschrieben anders getrennt, als das Kind die Sprechabschnitte wahrnimmt. Dieses Spiel behandelt gesprochene Silben; die orthografische Worttrennung am Zeilenende ist eine eigene Aufgabe mit eigenen Regeln. Verwenden Sie die Bindestriche hier nur zur Darstellung der gemeinsam gesprochenen Teile und versprechen Sie nicht, dass jede solche Markierung eine verbindliche Schreibtrennung ist.

Wenn das Kind ein Wort anders ausspricht als erwartet, wiederholen Sie zuerst seine Form oder fragen Sie nach. Bei Dialekt, Mehrsprachigkeit, undeutlicher Aufnahme oder einem unbekannten Namen kann die Aufgabe mehrdeutig werden. Ein bekanntes Wort mit gemeinsam geklärter Aussprache ist für einen ersten Vergleich aussagekräftiger als eine Korrektur auf Verdacht.

Eine Antwort kann auch durch die Art der Frage beeinflusst sein. „Wie viele Teile?“ könnte sich auf die Bildkarte, die Plättchen oder das Wort beziehen. Zeigen Sie, was gezählt wird: „Wie viele Sprechsilben hören wir in Mama?“ Legen Sie dann die Plättchen passend zum gehörten Beispiel.

Freundliche gezeichnete Figuren lernen beim Spielen
Kleine Schritte. Gute Gewohnheiten.

Ein kurzer Austausch mit zwei Personen

Eine Person wählt ein bekanntes Wort, die andere legt nach jedem gesprochenen Teil ein Plättchen. Beginnen Sie mit „Haus“: eine Person sagt das Wort, die andere legt eines. Danach können beide Rollen tauschen, wenn sie möchten. Eine erwachsene Person kann die Karten nach Anweisung bewegen; die Rollen hängen nicht davon ab, wer sprechen oder greifen kann.

Wählt das Kind „Mama“, sagt der Erwachsene „Ma-ma“ und legt zwei Plättchen. Das Kind kann prüfen, ob die Bewegungen zu den Teilen passen. Wenn es anders zählt, sprechen beide das Wort erneut und vereinbaren, welche Aussprache untersucht wird. Eine Person muss nicht die Rolle einer fehlerfreien Prüferin übernehmen.

Mit zwei Kindern kann eines ein Bild auswählen, das andere zeigen, wie viele Plättchen es legen möchte. Danach wird getauscht, sofern beide damit einverstanden sind. Vermeiden Sie einen Wettlauf um die erste Antwort. Jede Person kann ihre eigene Kommunikationsweise und Zeit nutzen; das Wort muss nicht für beide neu oder gleich interessant sein.

Wenn ein Kind eine eigene Wortidee vorschlägt, wiederholen Sie sie und hören Sie gemeinsam. Lassen sich die Teile nicht eindeutig besprechen oder kennen Sie die Aussprache nicht, fragen Sie nach oder wählen Sie ein anderes Wort. Ein Erwachsener darf sagen: „Da bin ich mir nicht sicher.“ Diese ehrliche Reaktion ist hilfreicher als eine erfundene feste Silbenzahl.

Zum Abschluss können beide die Plättchen zurücklegen oder ein Wort für später auf einem Bild festhalten. Es gibt keine Mindestzahl von Durchgängen. Eine gelungene Runde kann aus dem gemeinsamen Sprechen eines einzigen Wortes und dem Zeigen einer Antwort bestehen.

Leichter beginnen und weiterführen

Für einen leichten Einstieg zeigen Sie nur ein oder zwei große Felder. Sprechen Sie „Haus“ und legen Sie gemeinsam ein Plättchen; anschließend können Sie „Mama“ mit zwei Plättchen zeigen. Stellen Sie die Felder für jedes Wort neu bereit. So muss das Kind nicht zugleich aus vielen Optionen wählen und die Darstellung der beiden Wörter auseinanderhalten.

Wenn das Kind zunächst nur zuhören oder zusehen möchte, modellieren Sie einen Ablauf und lassen die Entscheidung zur Mitwirkung offen. Sie können ein Plättchen für Haus und zwei für Mama zeigen. Eine verbale Antwort, ein Blickkontakt oder eine bestimmte Bewegung sind keine Voraussetzung dafür, dass das Beispiel endet.

Eine Erweiterung besteht darin, drei bekannte Wörter nach der Zahl der gesprochenen Teile zu ordnen: Haus zu einem Plättchen, Mama zu zwei, Banane zu drei. Nennen Sie jedes Wort vor dem Zuordnen und behalten Sie die Modelle bei Bedarf sichtbar. Bei einem anderen Wort muss die Zahl in der tatsächlich verwendeten Aussprache erneut geprüft werden.

Als weiterer Schritt kann das Kind ein zweisilbiges Wort auswählen und ein anderes mit derselben Silbenzahl suchen. „Lena“ und „Mama“ sind in den hier beschriebenen Aussprachen beide zweisilbig. Sie reimen sich dadurch nicht automatisch und haben nicht dieselben Anfangslaute. Verglichen wird ausschließlich die Anzahl der Sprechsilben.

Wer Buchstaben interessant findet, kann nach dem Hörspiel die geschriebenen Wörter danebenlegen. Zählen Sie bei „Mama“ vier Buchstaben und sprechen Sie anschließend erneut zwei Silben. Erklären Sie, dass beide Zählungen verschiedene Einheiten betreffen. Für ein Kind, das noch nicht lesen möchte, darf dieser schriftliche Vergleich vollständig entfallen.

Gelegenheiten im Alltag und passende Grenzen

Beim Betrachten eines Bilderbuchs können Sie ein bekanntes Bild benennen und fragen, ob das Kind das Wort langsam mit Ihnen sprechen möchte. Eine gezeichnete Banane kann als „Banane“ benannt und mit drei Plättchen dargestellt werden. Wenn das Bild nicht eindeutig ist oder anders benannt wird, klären Sie das Wort, bevor Sie eine Silbenzahl erwarten.

Auf dem Weg zum Spielplatz können Namen von Gegenständen auffallen. „Haus“ ist in unserem Beispiel einsilbig, „Banane“ dreisilbig; das zugehörige Objekt muss nicht in der Nähe liegen. Ein ruhiger Ort kann das Zuhören erleichtern. An einer Straße oder in einer anderen Situation, die Aufmerksamkeit für Sicherheit braucht, hat die sichere Begleitung Vorrang vor dem Sprachspiel.

In einer mehrsprachigen Familie können Wörter aus den Sprachen gewählt werden, die das Kind und die begleitende Person tatsächlich verwenden. Eine Übersetzung muss nicht dieselbe Zahl von Silben haben wie das deutsche Wort. Sprechen und prüfen Sie jedes Beispiel in seiner eigenen Form; vermeiden Sie die Annahme, dass alle Familien dieselbe Aussprache oder dieselben vertrauten Wörter haben.

Eine alltagstaugliche Einladung darf abgelehnt werden. Wenn das Kind gerade essen, spielen oder ruhen möchte, können die Plättchen wegbleiben. Das Spiel ist kein Zugangsticket für ein Bedürfnis und muss an einem anderen Tag nicht nachgeholt werden. Ein verständlicher gemeinsamer Vergleich ist hilfreicher als eine vorgeschriebene Anzahl von Wörtern.

Was eine Beobachtung aussagt

Eine konkrete Notiz könnte lauten: „Die erwachsene Person sprach Mama langsam als Ma-ma vor. Das Kind zeigte zwei Plättchen.“ Damit ist festgehalten, was das Kind tat und welche Unterstützung vorhanden war. Die Notiz beweist nicht, dass es jedes Wort selbstständig gliedern oder eine Leseaufgabe lösen kann.

Wenn das Kind ein Bild auswählte und der Erwachsene die Plättchen nach seinem Zeichen verschob, kann auch diese Aufteilung beschrieben werden. Vermerken Sie, welches Wort tatsächlich gesprochen wurde und ob eine Wiederholung stattfand. Eine spätere Aufgabe mit einem unbekannten Namen oder ohne Modell stellt andere Anforderungen und ist nicht direkt dieselbe Beobachtung.

Wenn Sie sich wegen der Sprachentwicklung oder des Hörens eines Kindes Sorgen machen, kann eine Fachperson die individuelle Situation mit Ihnen besprechen. Ein einzelnes Spiel und eine einzelne Antwort liefern keine Diagnose. Die hier vorgestellte Aktivität ersetzt keine Untersuchung und sollte nicht als Test dargestellt werden.

Das Festhalten ist freiwillig. Für die nächste Einladung reicht oft die praktische Erinnerung, dass ein bestimmtes Wort vertraut war oder ein taktiles Feld gut funktioniert hat. Wählen Sie einen nächsten Schritt, der zum Kind passt, statt allein die Zahl der verwendeten Wörter zu erhöhen.

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Wenn das Kind ein digitales Angebot ausprobieren möchte, öffnen Sie gemeinsam den Bereich Buchstaben und Wörter auf BrainHunters und schauen Sie, welche Aufgaben verfügbar sind. Buchstaben erkennen, einen Anfangslaut hören und Sprechsilben zählen sind verwandte, aber unterschiedliche Fragen. Lesen Sie die konkrete Anweisung, bevor Sie eine Übung auswählen.

Danach können Sie zu einem vertrauten Wort zurückkehren und fragen: „Wie viele Teile hören wir, wenn wir es langsam sprechen?“ Das Kind kann antworten oder die Plättchen beiseitelegen. Es ist nicht nötig, alle Beispiele dieses Artikels oder eine bestimmte Anzahl digitaler Aufgaben zu bearbeiten.

WAS DU VIELLEICHT WISSEN MÖCHTEST

Hilfreiche Antworten

Muss ein Kind lesen können, um Silben zu hören?

Nein. Eine erwachsene Person kann das Wort sagen und das Kind kann zuhören, zeigen oder eine vertraute Kommunikationsweise nutzen.

Wie viele Silben haben Mama und Haus in diesen Beispielen?

Mama wird hier als Ma-ma mit zwei Sprechsilben gesprochen; Haus wird als eine Silbe gesprochen.

Muss für jede Silbe geklatscht werden?

Nein. Plättchen, Zeigen, eine andere angenehme Bewegung oder die Anleitung einer erwachsenen Person sind mögliche Alternativen.

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Probiert gemeinsam eine kurze Aktivität aus und nehmt die Entdeckung mit in euren Alltag.

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