Eine Mausfigur, ein Mondbild und eine Tasse reichen für drei kleine Begegnungen mit Anlauten. In „Maus“ und „Mond“ hören wir am Anfang [m], in „Tasse“ [t]. Das Kind muss dafür noch keine Buchstaben kennen. Zuerst benennt ihr die Gegenstände gemeinsam, dann hört ihr auf den Anfang der gesprochenen Wörter. Die drei Treffen können an verschiedenen Tagen stattfinden; sie sind kein Pflichtprogramm und müssen nicht innerhalb einer bestimmten Woche abgeschlossen werden.

Ein Ziel für alle drei Treffen

Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie beginnt ein gesprochenes Wort? Die erwachsene Person spricht vertraute Wörter vor und macht den ersten Laut hörbar. Das Kind kann zuhören, auf ein Bild zeigen, ein Wort sagen, gebärden oder ein Symbol auf seinem Kommunikationsgerät auswählen.

Ein Anlaut ist der erste Laut eines gesprochenen Wortes. Ein Buchstabe ist ein geschriebenes Zeichen. Für dieses Spiel braucht das Kind weder den Buchstabennamen M noch eine Karte mit dem Zeichen. Wenn später Interesse an Schrift entsteht, könnt ihr beides miteinander verbinden.

Die Begegnungen sind Einladungen, keine Prüfung. Ein kurzer Vergleich kann ausreichen. Wenn das Kind lieber etwas anderes tun möchte, könnt ihr die Bilder wegräumen oder das Spiel nach seinen Ideen verändern.

Materialien für den Anfang

Sucht eine Spielzeugmaus oder ein deutliches Mausbild, ein Bild vom Mond und eine stabile Tasse oder ein Tassenbild. Ein selbst gezeichnetes Bild genügt, wenn ihr gemeinsam erkennt, was es darstellen soll. Statt einer echten Tasse könnt ihr immer ein Bild oder ein vertrautes Symbol verwenden.

Für das erste Treffen braucht ihr nur Maus und Tasse. Beim zweiten kommt der Mond hinzu. Für das dritte Treffen stellt ihr einige sichere, zugängliche Gegenstände oder Bilder bereit, aus denen das Kind selbst auswählen kann. Kleine Teile und zerbrechliche Gegenstände sind für diese Übung nicht erforderlich.

Legt die Bilder so weit auseinander, dass das Kind sie unterscheiden und erreichen kann. Bei einer Auswahl mit dem Blick können größere Abstände helfen. Ein Kommunikationsgerät sollte die vertrauten Symbole enthalten und dem Kind genügend Zeit für die Auswahl lassen.

Zuerst die Namen klären

Zeigt auf die Maus und fragt: „Wie nennst du das?“ Vielleicht sagt das Kind „Maus“, „Tier“ oder nennt einen Namen für die Spielfigur. Alle diese Antworten können zur Situation passen. Für den Vergleich von [m] könnt ihr fragen: „Sollen wir sie in diesem Spiel Maus nennen?“

Wenn das Kind lieber bei „Tier“ bleibt, hört ihr auf den Anfang dieses Wortes oder sucht ein anderes Bild. Ein anderes Wort kann einen anderen Anlaut haben. Es wäre ungenau, die Antwort des Kindes als falsch zu bewerten, nur weil die erwachsene Person einen anderen Namen im Kopf hatte.

Das Kind muss den Namen nicht laut aussprechen. Die erwachsene Person kann „Ist das für dich die Tasse?“ fragen und eine vertraute Form der Zustimmung abwarten. Bleibt die Bedeutung unklar, wählt gemeinsam ein leichter erkennbares Bild.

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Kleine Schritte. Gute Gewohnheiten.

Erstes Treffen: zwei Anfänge hören

Legt Maus und Tasse bereit. Zeigt auf die Maus und sagt: „Maus. Am Anfang höre ich [m].“ Diesen Laut könnt ihr etwas länger hörbar machen. Zeigt auf die Tasse: „Tasse. Am Anfang höre ich [t].“ Der Laut [t] lässt sich nicht auf dieselbe Weise verlängern; ein natürlich gesprochenes Wort genügt.

Fragt anschließend: „Welches Wort beginnt mit [m]?“ Das Kind kann auf die Maus zeigen oder das Wort mit seiner üblichen Kommunikationsform auswählen. Bestätigt konkret: „Du hast die Maus gewählt. Maus beginnt mit [m].“ Wenn es keine Wahl treffen möchte, könnt ihr die Beispiele einmal gemeinsam hören und aufhören.

Zeigt das Kind auf die Tasse, vergleicht die Wörter noch einmal: „Maus, Tasse. Bei Maus höre ich zuerst [m], bei Tasse [t].“ Bietet eine weitere Auswahl an, aber verlangt sie nicht. Auch das Zuhören während der Demonstration ist eine mögliche Teilnahme.

Ein Gespräch mit mehreren Ausgängen

Erwachsene Person: „Wie heißt dieses Tier für dich?“ Kind: „Maus.“ Erwachsene Person: „Und das hier?“ Kind: „Tasse.“ Erwachsene Person: „Maus beginnt mit [m]. Welches Wort beginnt mit [m]?“ Das Kind zeigt auf die Maus. Erwachsene Person: „Du zeigst auf die Maus. Hören wir noch einmal: Maus.“

Ein anderes Kind sagt vielleicht „Becher“ zur Tasse. Die erwachsene Person antwortet: „Du nennst ihn Becher. Wollen wir für dieses Spiel Tasse sagen oder einen anderen Gegenstand nehmen?“ Wenn das Kind bei „Becher“ bleiben möchte, nehmt seine Benennung ernst und hört auf den Anfang von „Becher“.

Ein drittes Kind schiebt beide Bilder weg. Die erwachsene Person kann sagen: „Du möchtest gerade nicht weiterspielen. Wir räumen sie weg.“ Aus dieser Handlung lässt sich nicht sicher ablesen, was das Kind über Anlaute weiß oder warum es aufhören möchte.

Zweites Treffen: Maus und Mond vergleichen

Legt Maus, Mond und Tasse bereit und klärt wieder die Namen. Sprecht die Wörter nacheinander: „Maus, Mond, Tasse.“ Fragt: „Welches andere Wort beginnt wie Maus mit [m]?“ Das Kind kann den Mond auswählen; beide Wörter beginnen im Deutschen mit [m].

Wenn das Kind die Maus erneut auswählt, könnt ihr sagen: „Das ist die Maus. Möchtest du noch ein anderes Bild suchen?“ Vielleicht zeigt es dann auf den Mond, vielleicht nicht. Beschreibt eine zusätzliche Frage als Hilfe, falls ihr euch den Ablauf später notieren möchtet.

Wenn das Kind die Tasse wählt, sagt: „Tasse beginnt mit [t]. Maus beginnt mit [m].“ Danach könnt ihr den Mond anbieten oder das Gespräch beenden. Das Bild kann für das Kind auch aus einem anderen Grund zur Maus passen, etwa weil beide auf dem Tisch liegen. Fragt nach, statt den Grund zu unterstellen.

Eine Antwort oder alle passenden Wörter?

Mit drei Bildern kann die Frage unterschiedlich lauten. „Zeig mir ein Wort mit [m] am Anfang“ lässt Maus oder Mond als Wahl zu. „Zeig mir alle Wörter mit [m] am Anfang“ fragt nach beiden. Sagt deutlich, welche Aufgabe ihr meint.

Das Kind zeigt vielleicht zuerst auf die Maus und nach „Gibt es noch eins?“ auf den Mond. Diese zweite Frage ist eine zusätzliche Unterstützung. Eine genaue Beschreibung wäre: „Zuerst Maus gewählt, nach einer weiteren Frage Mond gezeigt.“ Beide Schritte gehören zur tatsächlichen Situation.

Wenn das Kind nach einer Wahl aufhören möchte, muss es nicht alle Bilder sortieren. Die erwachsene Person kann den zweiten passenden Anfang vorführen oder die weitere Suche auf ein anderes Treffen verschieben. Die Anzahl der Antworten ist kein Maß für den Wert der Begegnung.

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Drittes Treffen: Das Kind wählt ein Wort

Bietet einige vertraute Gegenstände oder Bilder an und fragt: „Was möchtest du aussuchen?“ Das Kind kann auch etwas Eigenes bringen. Sprecht zuerst darüber, wie es den gewählten Gegenstand nennt. Danach könnt ihr gemeinsam überlegen, ob es Lust hat, den Anfang des Wortes zu hören.

Wählt das Kind eine Mütze, sagt die erwachsene Person: „Mütze. Am Anfang höre ich [m]. Wollen wir Mütze und Maus vergleichen?“ Beide Wörter beginnen mit [m]. Das Kind kann zustimmen, ein anderes Wort vorschlagen oder lieber mit der Mütze spielen.

Wählt es einen Tisch, könnt ihr „Tisch“ und „Tasse“ vergleichen. Beide beginnen mit [t]. Dass beim ersten und zweiten Treffen [m] im Mittelpunkt stand, verpflichtet euch nicht, denselben Laut erneut zu wählen. Die Fähigkeit bleibt das Hören des Wortanfangs.

Eigene Vorschläge nicht umbenennen

Ein Bild kann für eine Person „Mond“ und für eine andere „Nacht“ bedeuten. Hört zuerst zu, welches Wort das Kind verwendet. „Du sagst Nacht. Möchtest du den Anfang von Nacht hören oder das Bild Mond nennen?“ Beide Wege sind möglich, sofern ihr euch über die benutzte Bezeichnung verständigt.

In mehrsprachigen Familien können Gegenstände vertraute Namen in verschiedenen Sprachen haben. Hört auf den Anfang des tatsächlich verwendeten Wortes in der jeweiligen Sprache. Eine Übersetzung muss nicht denselben Anlaut haben. Das Kind muss nicht für jede Sprache dieselbe Antwort liefern.

Seid ihr euch bei einem neu vorgeschlagenen Wort über die Aussprache nicht sicher, prüft sie oder nehmt ein anderes Beispiel. Erfindet keinen Laut, um ein gewünschtes Paar zu erhalten. Ein vertrautes, gemeinsam verstandenes Wort ist für die Übung hilfreicher als eine künstliche Liste.

Die Unterstützung sichtbar machen

Die erwachsene Person kann Wörter wiederholen, [m] vormachen, auf ein Bild zeigen oder die Zahl der sichtbaren Bilder verringern. Das sind verschiedene Hilfen. Wenn ihr den Ablauf notiert, beschreibt die tatsächliche Handlung statt nur „mit etwas Hilfe“ zu schreiben.

Ein Beispiel lautet: „Maus und Tasse waren sichtbar. Die erwachsene Person sprach beide Wörter und zeigte [m] vor. Das Kind zeigte auf die Maus.“ Ein anderes Beispiel: „Nach einer Wiederholung der Wörter zeigte das Kind auf die Maus.“ Die beiden Situationen bieten unterschiedliche Informationen.

Unterstützung ist kein Fehler und muss nicht möglichst schnell verschwinden. Wenn eine Wiederholung, ein größeres Bild oder ein Kommunikationsgerät die Teilnahme ermöglicht, kann diese Hilfe auch beim nächsten Treffen sinnvoll sein.

Zeigen, Blick und Kommunikationsgerät

Beim Zeigen mit der Hand sollten alle Bilder erreichbar sein. Das Kind kann eine erwachsene Person bitten, ein Bild zu verschieben. Körperliche Unterstützung richtet sich nach den Bedürfnissen und der Zustimmung des Kindes; die Wahl selbst bleibt seine eigene.

Bei einer Auswahl mit dem Blick legt ihr zwei Bilder deutlich getrennt hin. Fragt bei Bedarf: „Meinst du die Maus?“ und wartet die vertraute Bestätigung ab. Ein kurzer Blick ist nicht immer eine eindeutige Antwort. Bleibt die Auswahl unklar, könnt ihr sie offenlassen.

Mit einem Kommunikationsgerät braucht das Kind Zeit, um zu den vertrauten Symbolen zu gelangen. Die erwachsene Person kann das ausgewählte Wort wiederholen. Sie sollte aber nicht selbst ein Symbol drücken und den Klick anschließend als Wahl des Kindes darstellen.

Einfacher beginnen

Zeigt zunächst nur ein Bild und sagt: „Maus. Ich höre [m] am Anfang.“ Das Kind kann schauen, auf das Bild zeigen oder zuhören. Hier gibt es noch keine Auswahl zwischen zwei Antworten. Wenn es Interesse zeigt, könnt ihr später die Tasse hinzulegen.

Wählt Bilder mit klaren Konturen und ausreichendem Kontrast. Eine ruhige Umgebung kann das Hören erleichtern. Wiederholt ein Wort, wenn das Kind darum bittet oder die Wiederholung als hilfreich erlebt. Sprecht natürlich und lasst zwischen den Wörtern Zeit.

Die erwachsene Person kann das erste Beispiel vollständig vormachen. Das Kind muss den Laut nicht nachsprechen und keinen bestimmten Mundwinkel nachahmen. Entscheidend ist, dass es auf eine zugängliche Weise teilnehmen oder das Angebot ablehnen kann.

Einen nächsten Schritt anbieten

Wenn das Kind weiterprobieren möchte, ersetzt ein Bild: Vergleicht „Maus“ und „Mütze“ mit „Tasse“. Klärt wieder die Bezeichnungen und fragt nach einem Wort, das wie Maus beginnt. Die neue Auswahl macht das Beispiel vielfältiger, ohne die Grundfrage zu ändern.

Ihr könnt anschließend die Positionen der Bilder verändern und die Namen erneut aussprechen. Sagt dem Kind, dass ihr die Bilder umlegt; es geht nicht darum, jemanden zu überraschen. Die neue Anordnung kann helfen, sich erneut auf die Wörter statt auf eine feste Position zu beziehen.

Als weiterer freiwilliger Schritt könnt ihr zwei Wörter ohne Bilder anbieten: „Maus und Mond: Hören sie sich am Anfang gleich an?“ Wenn das Kind Bilder zurückhaben möchte, nehmt sie wieder dazu. Eine abstraktere Aufgabe ist nicht automatisch die bessere Wahl.

Typische Verwechslung: Gegenstände oder Wortanfänge?

Maus und Mond können auf zwei runden Karten abgebildet sein. Ein Kind kann sie wegen der Kartenform zusammenlegen. Die Beobachtung ist richtig, beantwortet aber eine andere Frage. Sagt: „Die Karten sind beide rund. Jetzt hören wir die Wörter: Maus, Mond.“

Maus und Mütze können dieselbe Farbe haben oder beide auf dem Tisch liegen. Auch diese Gemeinsamkeiten sind echte Merkmale. Erklärt jeweils, ob ihr gerade Gegenstände nach Aussehen sortiert oder die Anfänge der gesprochenen Wörter vergleicht.

Möchte das Kind lieber nach Farben sortieren, könnt ihr seinem Vorschlag folgen. Später lässt sich ein neuer Anlautvergleich anbieten. Ein Wechsel der Spielidee bedeutet nicht, dass die erste Aktivität gescheitert ist.

Drei Treffen im Alltag verteilen

Ein möglicher Plan ist Montag Maus und Tasse, Mittwoch Maus und Mond und Freitag ein selbst gewähltes Wort. Diese Tage sind nur ein Beispiel. In eurer Familie können andere Zeiten passen; zwischen den Treffen dürfen auch mehrere Wochen liegen.

Ein ausgelassenes Treffen muss nicht nachgeholt werden. Wiederholt eine vertraute Begegnung, wenn das Kind sie mag, oder wählt direkt ein neues Wort. Fragt vor jeder Runde, ob das Kind mitmachen möchte und welche Form der Antwort für es gut funktioniert.

Nach jedem Vergleich könnt ihr aufhören. Wenn das Kind eine weitere Runde wünscht, bietet sie an. Eine feste Zahl von Minuten oder Antworten sagt wenig darüber aus, ob die konkrete Begegnung zugänglich und interessant war.

Drei kleine Materialpakete vorbereiten

Für das erste Treffen legt ihr Maus und Tasse in eine Schachtel oder auf ein Tablett. Für das zweite ergänzt ihr den Mond. Das dritte Paket enthält eine kleine Auswahl, aus der das Kind selbst etwas bestimmen kann. Ihr müsst nichts kaufen: Eine Zeichnung, ein Bild aus einem eigenen Buch oder ein vertrautes Kommunikationssymbol genügt.

Achtet darauf, dass die Bilder eindeutig genug sind. Eine runde gelbe Form könnte eine Sonne, ein Ball oder etwas anderes darstellen. Fragt das Kind, was es darin sieht, und entscheidet gemeinsam, welches Wort im Spiel verwendet wird. Ein eindeutiger Name erleichtert die anschließende Frage nach dem Anlaut.

Legt die Materialien an einen Ort, an dem das Kind sie sehen und bei Bedarf erreichen kann. Die erwachsene Person kann die Gegenstände auf Wunsch näherbringen. Es ist nicht notwendig, dass das Kind am Tisch sitzt, wenn ein anderer Platz besser passt.

Eine weitere erste Begegnung mit Tisch und Maus

Falls keine Tasse verfügbar ist, könnt ihr einen kleinen Spielzeugtisch oder ein Tischbild mit der Maus vergleichen. Nennt zuerst beide Gegenstände. „Tisch“ beginnt mit [t], „Maus“ mit [m]. Die erwachsene Person sagt die Wörter einmal und zeigt auf das jeweilige Bild.

Dann fragt sie: „Welches Wort beginnt mit [t]?“ Zeigt das Kind auf den Tisch, kann sie antworten: „Du hast Tisch gewählt. Tisch beginnt mit [t].“ Wählt es die Maus, kann sie beide Anfänge noch einmal vorsprechen. Eine erneute Auswahl bleibt freiwillig.

Ein Tischbild kann auch „Möbel“ genannt werden. Fragt daher vor der Lautfrage, wie das Kind die Darstellung bezeichnet. Wenn „Möbel“ das vereinbarte Wort ist, hört ihr den Anfang dieses Wortes und verwendet nicht heimlich den Anlaut von „Tisch“.

Das zweite Treffen als Legespiel

Legt die Maus links und Mond sowie Tasse rechts daneben. Die erwachsene Person sagt die drei Namen und fragt: „Welches Wort fängt an wie Maus?“ Das Kind kann den Mond zur Maus schieben, darauf zeigen oder darum bitten, dass jemand anderes die Karte verschiebt.

Kommt die Tasse neben die Maus, beschreibt zuerst die Handlung: „Du hast die Tasse neben die Maus gelegt.“ Danach könnt ihr die Wörter hören und ihren Anfang vergleichen. Vielleicht hat das Kind die Karten nach einem anderen Merkmal sortiert. Eine Nachfrage ist genauer als die Vermutung, es habe nicht zugehört.

Wenn die erwachsene Person beim Fragen auf den Mond blickt oder darauf zeigt, kann dies eine zusätzliche Hilfe sein. Das ist nicht verboten. Für eine spätere Notiz ist es aber sinnvoll zu erwähnen, dass das Bild gezeigt wurde, statt eine völlig andere Spielsituation zu beschreiben.

Das dritte Treffen mit einer Mütze

Das Kind wählt eine Mütze. Die erwachsene Person fragt: „Nennst du das Mütze?“ Nach der Zustimmung sagt sie: „Mütze beginnt mit [m]. Möchtest du ein anderes Wort mit [m] suchen?“ Eine Mausfigur oder ein Mondbild kann als Angebot bereitliegen.

Das Kind zeigt auf die Maus. „Mütze und Maus beginnen beide mit [m]“, sagt die erwachsene Person. Wenn das Kind stattdessen die Mütze aufsetzen möchte, kann das Spiel dorthin wechseln. Es muss den vorgeschlagenen Vergleich nicht abschließen, bevor es etwas anderes tun darf.

Ein selbst gewählter Gegenstand kann auch mit einem anderen Laut beginnen. Bei „Tisch“ bietet sich „Tasse“ an. Wenn euch kein sicheres Beispiel einfällt, bleibt beim gewählten Wort und hört seinen Anfang. Eine erfundene oder unnatürliche Wortform ist nicht nötig.

Wörter aus der Familie einbeziehen

Fragt nach Gegenständen, die im Alltag des Kindes tatsächlich vorkommen: eine Mütze an der Garderobe, ein Tisch im Zimmer oder eine Mausfigur im Spiel. Ein regional vertrautes Wort darf anders lauten als das Beispiel im Text. Entscheidend ist, dass beide Beteiligten wissen, welches Wort gerade ausgesprochen wird.

In einer Familie werden vielleicht Deutsch und eine weitere Sprache gesprochen. Ein Gegenstand kann in beiden Sprachen benannt werden, und die Anfänge können verschieden sein. Vergleicht die tatsächlich gesprochenen Wörter innerhalb der Sprache, die ihr gerade verwendet. Das Kind darf seine vertraute Sprache wählen.

Vermeidet es, aus einer Sprache auf feste Vorlieben oder Lebensweisen aller Familien zu schließen. Die passenden Gegenstände hängen von den Menschen und ihrer Umgebung ab. Ein einfaches Nachfragen liefert bessere Beispiele als eine vermeintlich typische Liste.

Drei Notizen, die die Bedingungen zeigen

Erste Notiz: „Maus und Tasse lagen sichtbar. Die erwachsene Person nannte beide Wörter und machte [m] vor. Das Kind zeigte auf Maus.“ Diese Angaben beschreiben Material, Unterstützung und Antwort. Sie behaupten nicht, dass das Kind alle Wörter mit [m] erkennt.

Zweite Notiz: „Maus, Mond und Tasse lagen bereit. Das Kind zeigte zuerst Maus; nach der Frage nach einem weiteren Wort zeigte es Mond.“ Die zweite Frage ist Teil des Ablaufs. Drei Bilder und zwei passende Antworten sind eine andere Situation als die Auswahl aus zwei Bildern.

Dritte Notiz: „Das Kind wählte Mütze und wollte sie aufsetzen. Ein Lautvergleich fand nicht statt.“ Auch diese kurze Beschreibung kann bei der nächsten Planung helfen. Ein Foto oder eine Tonaufnahme ist dafür nicht erforderlich.

Wenn die Reihenfolge der Bilder verändert wird

Legt die Maus beim ersten Versuch links und die Tasse rechts. Beim nächsten freiwilligen Versuch könnt ihr die Plätze tauschen. Sagt: „Ich lege die Bilder jetzt anders hin.“ Nennt beide Wörter erneut, damit die Auswahl nicht von einer verdeckten Veränderung abhängt.

Zeigt das Kind nun auf ein anderes Bild, wiederholt die beiden Wörter oder fragt, wie es die Bilder nennt. Aus einem einzelnen Wechsel lässt sich nicht sicher erkennen, ob die Position, die Bezeichnung oder etwas anderes eine Rolle spielte. Eine offene Frage ist genauer als eine Diagnose.

Wird die neue Anordnung unübersichtlich oder schwer erreichbar, kehrt zur ursprünglichen Position zurück. Eine Variation soll zusätzliche Erfahrungen ermöglichen und nicht eine hilfreiche Anordnung entfernen. Die Bedürfnisse des Kindes bestimmen, ob sie sinnvoll ist.

Ein Wort, ein Laut, eine Silbe

Im Wort „Maus“ ist [m] der erste Laut. Die gesprochene Silbe umfasst mehr als diesen Anfang. Die erwachsene Person kann [m] kurz vormachen und danach das ganze Wort sagen. Das Kind muss die Fachbegriffe nicht lernen, um den Vergleich mitzumachen.

Wenn das Kind einen größeren Wortteil wiederholt, nehmt seine Antwort auf und sprecht das Wort noch einmal vor. Ein Beispiel: „Du sagst Maus. Ich höre am Anfang [m].“ Es ist nicht nötig, jede Äußerung in die Form eines isolierten Lautes zu bringen.

Geschriebene Buchstaben können ein zusätzliches Angebot sein, wenn das Kind sie kennenlernen möchte. Dann sagt ihr ausdrücklich, dass M ein Schriftzeichen ist und [m] den gehörten Laut bezeichnet. Für die Hörspiele genügt die mündliche Sprache mit zugänglichen Bildern oder Gegenständen.

Wenn mehrere Kinder gemeinsam spielen

Jedes Kind kann eine eigene Wahl treffen oder beobachten. Wartet nach der Frage ausreichend lange, damit nicht immer die schnellste gesprochene Antwort den Ablauf bestimmt. Wer ein Gerät verwendet oder mit dem Blick auswählt, braucht möglicherweise eine andere Anordnung und mehr Zeit.

Eine mögliche Absprache lautet: „Zuerst sucht ein Kind ein Bild, dann kann das andere ein Bild wählen oder passen.“ Die Reihenfolge darf wechseln. Niemand muss das Ergebnis eines anderen Kindes nachsprechen oder beweisen, dass die eigene Wahl unabhängig war.

Möchte ein Kind einem anderen helfen, fragt zunächst, ob die Hilfe willkommen ist. Wird ein Bild gemeinsam verschoben, könnt ihr beide Beiträge benennen. Ein gemeinsames Spiel muss keine Rangliste der richtigen Antworten ergeben.

Bei BrainHunters weitermachen

Weitere Vorschläge mit vertrauten Gegenständen findet ihr in Anlautspielen mit Dingen aus dem Haushalt. Benennt die Gegenstände zuerst gemeinsam und hört dann auf den Anfang der gesprochenen Wörter.

Wenn das Kind den gehörten Laut mit einem Schriftzeichen verbinden möchte, könnt ihr den Buchstabenbereich ansehen. Für die drei Hörspiele ist dieser Schritt nicht erforderlich.

WAS DU VIELLEICHT WISSEN MÖCHTEST

Hilfreiche Antworten

Müssen die Treffen in einer Woche stattfinden?

Nein. Wählt Zeitpunkte, die für das Kind und die Familie passen.

Muss das Kind Buchstaben kennen?

Nein. Die Aufgabe betrifft den Anfang gesprochener Wörter.

Was, wenn das Kind einen anderen Namen benutzt?

Hört auf sein Wort oder vereinbart gemeinsam eine andere Bezeichnung.

Kann das Kind ohne gesprochene Antwort mitmachen?

Ja. Zeigen, Blick, Gebärden oder ein Kommunikationsgerät sind mögliche Wege.

Mach aus einer kleinen Idee ein Abenteuer.

Probiert gemeinsam eine kurze Aktivität aus und nehmt die Entdeckung mit in euren Alltag.

Buchstaben und Wörter