Zwei Spielpartner können mit wenigen Alltagsgegenständen Farben suchen und ihre Beobachtungen miteinander teilen. Diese Anleitung zeigt, wie ein Kind eine Farbe auswählt, die andere Person etwas Passendes findet und beide anschließend die Rollen tauschen. Dazu gibt es konkrete Antworten, Hilfen und Erweiterungen.

Was lernen zwei Spielpartner?

Bei diesem Spiel sucht ein Kind gemeinsam mit einer anderen Person Gegenstände in einer bestimmten Farbe. Eine Person wählt zunächst die Farbe, die andere sucht einen passenden Gegenstand. Anschließend tauschen sie die Rollen. So übt das Kind nicht nur einen Farbnamen, sondern auch, eine Beobachtung mitzuteilen und eine Antwort zu verstehen.

Für den Anfang reichen zwei gut unterscheidbare Farben und wenige Dinge aus dem Alltag. Eine rote Serviette, ein roter Bauklotz, ein blaues Tuch und ein blauer Becher sind mögliche Beispiele. Nehmen Sie Gegenstände, die im Haushalt vorhanden, sauber und für die beteiligten Kinder sicher sind. Die Beispiele müssen nicht genau diesen entsprechen.

Die erwachsene Person achtet darauf, dass beide Spielpartner die Aufgabe verstehen und zu Wort kommen. Es geht nicht darum, möglichst schnell alle Farben aufzuzählen. Ein Kind darf zeigen, einen Gegenstand hinlegen oder den Farbnamen sagen. Je nach Situation kann auch ein Erwachsener der zweite Spielpartner sein.

Die Materialien vorbereiten

Legen Sie je zwei Gegenstände in Rot und Blau auf einen Tisch oder auf eine freie Stelle am Boden. Wählen Sie zunächst möglichst einfarbige Flächen, damit die Frage eindeutig ist. Ein Gegenstand mit rotem Deckel und weißem Körper eignet sich später, wenn Sie gemeinsam über einzelne Teile sprechen möchten.

Stellen Sie zwei kleine Schachteln bereit oder markieren Sie mit zwei Blättern die Plätze für gefundene Dinge. Die Markierungen sind keine Punkte: Sie zeigen nur, wo eine Auswahl abgelegt wird. Ist wenig Platz vorhanden, genügt es, auf den Gegenstand zu zeigen statt ihn zu verschieben.

Prüfen Sie vor Beginn, ob alle Teilnehmenden die Dinge gut sehen und erreichen können. Wenn ein Kind etwas nicht selbst greifen kann, darf es auf den Gegenstand deuten und die andere Person bitten, ihn zu bewegen. Kleine oder zerbrechliche Gegenstände werden durch passende sichere Alternativen ersetzt.

Die erste Runde vormachen

Der Erwachsene nimmt das blaue Tuch und sagt: “Ich suche etwas, das dieselbe Farbe hat wie dieses Tuch.” Dann schaut er die übrigen Dinge an und stellt den blauen Becher daneben. “Das Tuch und der Becher sind blau.” Das Kind kann beide Oberflächen betrachten oder berühren.

Nun ist das Kind an der Reihe. Der Erwachsene legt das rote Tuch als Beispiel hin und fragt: “Welcher Gegenstand passt von der Farbe her dazu?” Das Kind kann auf den roten Bauklotz zeigen oder ihn danebenlegen. Benennen Sie die Auswahl: “Du hast den roten Klotz zum roten Tuch gelegt.”

Wenn das Kind stattdessen den blauen Becher auswählt, stellen Sie beide Beispiele nebeneinander. “Der Becher ist blau. Hier ist das rote Tuch. Welcher Gegenstand sieht farblich eher so aus?” Zeigen Sie bei Bedarf die rote Fläche. Eine gemeinsame Suche ist hilfreicher als eine lange Folge derselben Frage.

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Rollen tauschen

Nach der ersten Runde darf das Kind eine Farbe oder einen Beispielgegenstand auswählen. Es kann sagen: “Such etwas Rotes”, oder auf das rote Tuch zeigen. Der Erwachsene sucht einen Gegenstand und erklärt seine Wahl in einem kurzen Satz. Das Kind entscheidet, ob der Gegenstand zum Beispiel passt.

Wenn der Erwachsene eine andere Fläche betrachtet als das Kind, hilft Nachfragen. Bei einer mehrfarbigen Dose könnte das Kind den blauen Deckel meinen, während der Erwachsene auf den weißen Boden schaut. “Meinst du den Deckel?” macht die Aufgabe genauer, ohne die Beobachtung des Kindes abzuwerten.

Danach wechseln die Rollen erneut, sofern beide weiterspielen möchten. Eine Runde kann kurz sein: Farbe wählen, Gegenstand zeigen, gemeinsam vergleichen. Ein Kind muss nicht dieselben Formulierungen wie der Erwachsene benutzen, um das Spiel zu leiten.

Zwei Kinder spielen zusammen

Legen Sie die Gegenstände in die Mitte. Ein Kind wählt zunächst einen Beispielgegenstand, das andere sucht eine farblich ähnliche Sache. Danach darf das zweite Kind das Beispiel wählen. Der Erwachsene benennt die Reihenfolge vor Beginn: “Erst wählt Lina, dann wählt Sam.” In der nächsten Runde kann die Reihenfolge anders sein.

Wenn beide gleichzeitig nach demselben Gegenstand greifen, halten Sie kurz inne und erklären Sie die aktuelle Rolle. Das suchende Kind braucht den Gegenstand nicht unbedingt in der Hand: Es kann darauf zeigen. Das andere Kind darf ihn anschließend an den vereinbarten Platz legen, wenn beide damit einverstanden sind.

Unterschiedliche Antworten können Anlass für ein Gespräch sein. Lina sieht bei einem gestreiften Tuch den roten Streifen, Sam den weißen. Zeigen Sie die jeweiligen Stellen und benennen Sie beide Farben. Für eine eindeutige erste Runde kann anschließend ein einfarbiger Gegenstand gewählt werden.

Eine Farbe suchen, mehrere Dinge finden

Legen Sie das rote Tuch als Beispiel hin. Das suchende Kind zeigt zunächst den roten Klotz. Fragen Sie anschließend: “Gibt es hier noch etwas mit einer roten Stelle?” Ein Buch mit rotem Einband oder ein rotes Kissen kann dazukommen. Fragen Sie nach der sichtbaren Fläche, falls das Objekt mehrere Farben hat.

Das wählende Kind schaut sich die Funde an und darf erklären, welche Stelle gemeint ist. “Der Einband ist rot, aber das Bild darauf ist gelb” ist eine genaue Beobachtung. Wer noch keine Erklärung geben möchte, kann den roten Teil zeigen. Der Erwachsene kann den passenden Satz anbieten.

Halten Sie die Suche innerhalb eines überschaubaren Bereichs. Kinder müssen keine hohen Regale erreichen oder fremde Sachen anfassen. Wenn es keinen weiteren passenden Gegenstand gibt, ist das ein Ergebnis: “Hier haben wir gerade zwei rote Dinge gefunden.”

Wenn ein Kind die Form statt der Farbe vergleicht

Stehen ein roter und ein blauer Becher auf dem Tisch, kann das Kind beide Becher nebeneinanderstellen, weil sie gleich aussehen. Das ist eine nachvollziehbare Beobachtung. Sagen Sie: “Ja, beide sind Becher. Jetzt suchen wir Dinge, die von der Farbe her zusammenpassen.”

Stellen Sie den blauen Becher neben ein blaues Tuch und den roten Becher neben ein rotes Tuch. Benennen Sie die Gruppen und lassen Sie das Kind eine davon zeigen. Fragen Sie erst danach, was bei den beiden blauen Gegenständen ähnlich ist. Wenn nötig, bleibt das Beispiel während der ganzen Runde sichtbar.

In einer weiteren Runde können gleich geformte Papierkreise in verschiedenen Farben helfen, die Farbe als Merkmal hervorzuheben. Kehren Sie später zu unterschiedlich geformten Dingen zurück. So wird aus einer Korrektur eine Untersuchung: Welche Eigenschaft vergleichen wir gerade?

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Wenn die Farben unterschiedlich hell wirken

Ein hellblaues Tuch und ein dunkelblauer Becher können beide blau genannt werden, sehen aber nicht gleich aus. Legen Sie sie nebeneinander und hören Sie zu, was das Kind bemerkt. “Der Becher ist dunkler” kann eine zutreffende Beobachtung sein, auch wenn beide Gegenstände zur blauen Gruppe gehören.

Für die erste Suchrunde sind deutlich erkennbare Beispiele praktischer als schwierige Grenzfälle. Wenn Sie selbst unsicher sind, ob ein Gegenstand eher orange oder rot aussieht, wählen Sie zunächst einen anderen. Später können Sie die Unsicherheit offen besprechen: “Für mich sieht diese Stelle rötlich aus. Was siehst du?”

Auch Licht und Schatten verändern den Eindruck. Betrachten Sie die Dinge bei ausreichendem Licht und rücken Sie sie bei Bedarf näher zusammen. Unterschiedliche Antworten müssen nicht sofort einen Fehler bedeuten; die Spielpartner können verschiedene Flächen oder Helligkeiten betrachten.

Einfacher beginnen

Für eine leichtere Variante liegen nur zwei Auswahlgegenstände bereit. Ein sichtbares blaues Tuch ist das Beispiel; daneben stehen ein blauer und ein roter Becher. Der Erwachsene fragt nach dem Gegenstand, der farblich zum Tuch passt. Das Kind kann direkt danebenzeigen oder den Becher verschieben.

Hat das Kind Schwierigkeiten, legt der Erwachsene den blauen Becher zum Tuch und benennt beide. Danach darf das Kind die Dinge ansehen oder selbst bewegen. Es muss die Antwort nicht sofort wiederholen. Beim nächsten Mal können dieselben Beispiele erneut verwendet werden.

Die Rollen können auch mit Unterstützung wechseln: Das Kind zeigt auf das Tuch, und der Erwachsene formuliert die Suchaufgabe. So nimmt das Kind Einfluss auf das Spiel, ohne bereits einen ganzen Satz bilden zu müssen. Beenden Sie die Runde, wenn die Aufmerksamkeit nachlässt oder das Kind etwas anderes möchte.

Eine nächste Herausforderung auswählen

Sind zwei Farben vertraut, legen Sie eine dritte hinzu, etwa einen gelben Bauklotz und ein gelbes Tuch. Zeigen und benennen Sie beide neuen Beispiele. Danach wählt ein Spielpartner eine der drei Farben aus und der andere sucht ein passendes Ding. Die Anzahl der Dinge bleibt überschaubar.

Eine andere Erweiterung besteht darin, denselben Farbton an unterschiedlichen Arten von Gegenständen zu suchen. Das Kind findet zum Beispiel ein blaues Tuch und einen blauen Becher. Fragen Sie, was gleich und was verschieden ist. Es kann auf die Farbe zeigen und die unterschiedliche Form oder Oberfläche beschreiben.

Ändern Sie möglichst nur eine Anforderung auf einmal. Drei neue Farben, viele Gegenstände und eine neue Regel gleichzeitig machen es schwer zu erkennen, was dem Kind Schwierigkeiten bereitet. Wenn die Suche unklar wird, kehren Sie zu zwei Farben oder einem sichtbaren Beispiel zurück.

Eine kurze Unterhaltung beim Aufräumen

Nach der Suche können die Spielpartner die Dinge gemeinsam zurücklegen. “Der blaue Becher kommt in die Küche, das blaue Tuch in die Schublade.” Das Kind darf sagen, welchen Gegenstand es zurückbringen möchte, sofern das sicher möglich ist. Sonst zeigt es den Platz und der Erwachsene trägt die Sache.

Beim Aufräumen muss nicht jeder Gegenstand erneut abgefragt werden. Eine natürliche Bemerkung über die Farbe genügt. Wenn das Kind eine andere Eigenschaft nennt, etwa “Der Klotz ist schwer”, greifen Sie diese Beobachtung auf. Die Farbsuche hat ein klares Ende und muss nicht den gesamten Alltag bestimmen.

Für das nächste Mal kann ein Beispiel auf einem Blatt festgehalten werden: Der Erwachsene zeichnet einen Becher und das Kind wählt eine Farbe. Ein Bild ist kein Protokoll aller Antworten. Es erinnert daran, was gemeinsam gefunden wurde, und darf auch ganz anders aussehen als der echte Gegenstand.

Im Bilderbuch nach Farben suchen

Schlagen Sie ein Buch auf einer Seite auf, die das Kind auswählt. Eine Person zeigt eine farbige Stelle, die andere sucht eine ähnliche Farbe auf derselben Seite oder an einem Gegenstand im Raum. Bei einem roten Ball im Bild könnte ein roter Bauklotz danebenliegen.

Ein Bild kann mehrere rote Teile enthalten. Fragen Sie deshalb: “Welchen roten Teil meinst du?” Das Kind zeigt vielleicht nicht den Ball, sondern einen roten Hut. Beide Beobachtungen sind möglich. Wenn das Kind lieber der Geschichte folgen möchte, lesen Sie weiter und verschieben Sie die Suchaufgabe.

Auf Papier und Stoff kann derselbe Farbname unterschiedlich aussehen. Benennen Sie die Ähnlichkeit, ohne eine perfekte Übereinstimmung zu verlangen: “Der Ball und der Klotz sehen beide rot aus; der Klotz ist etwas dunkler.” Das Kind kann eine andere Beschreibung anbieten.

Bei unterschiedlichen Sprachkenntnissen

In einer mehrsprachigen Familie kann ein Kind eine Farbe in der Sprache nennen, die ihm gerade einfällt. Zeigt es zugleich auf den Gegenstand, ist die Absicht oft klar. Der Erwachsene kann den deutschen Farbnamen in einem natürlichen Satz ergänzen: “Ja, der Becher ist blau.” Eine andere Sprache macht die Antwort nicht falsch.

Wenn ein Spielpartner die Bezeichnung nicht versteht, helfen Zeigen, ein sichtbares Beispiel und eine Rückfrage. Die Familie kann selbst entscheiden, welche Wörter sie im Spiel verwendet. Es ist nicht nötig, beide Sprachen in jeder Runde abzufragen oder alle Namen gleichzeitig zu lernen.

Wer noch wenig spricht, kann die Suchaufgabe durch einen Blick, eine Geste oder das Hinlegen eines Gegenstands mitgestalten. Geben Sie Zeit für diese Antwort und fragen Sie nach, wenn sie unklar ist. Das gemeinsame Verstehen steht vor einer bestimmten Satzform.

Was der Erwachsene beobachten kann

Achten Sie auf einen konkreten Schritt: Findet das Kind ein gleichfarbiges Objekt, wenn das Beispiel sichtbar ist? Zeigt es auf eine bestimmte Fläche? Möchte es die Rolle des Suchenden oder des Auswählenden übernehmen? Eine kurze Notiz kann helfen, beim nächsten Mal passende Materialien vorzubereiten.

Eine mögliche Notiz lautet: “Mit dem blauen Tuch als Beispiel fand Sam den blauen Becher; bei der gestreiften Tasche zeigte Sam den weißen Streifen.” Daraus folgt eine praktische Idee: Beim nächsten Mal die gemeinte Fläche deutlicher zeigen. Die Notiz ist keine umfassende Bewertung des Kindes.

Wenn Fragen zum Sehen oder zur Farbunterscheidung über längere Zeit bestehen, besprechen Sie konkrete Beobachtungen mit einer geeigneten Fachperson. Ein Spiel im Wohnzimmer ist kein diagnostischer Test. Licht, Material, Sprache und Tagesform beeinflussen, was in einer einzelnen Runde sichtbar wird.

Ein Spiel mit zwei klaren Aufträgen

Geben Sie dem auswählenden Kind einen roten Gegenstand und dem suchenden Kind die Aufgabe, etwas farblich Passendes zu finden. Sobald beide die Auswahl betrachtet haben, fragen Sie: “Wer möchte jetzt die Farbe aussuchen?” So wird der Rollenwechsel angekündigt und nicht mitten in einer Suche erzwungen.

Das suchende Kind kann eine Sache auch stehen lassen und darauf zeigen. Das auswählende Kind bestätigt oder erklärt, welchen Teil es gemeint hat. Ein Erwachsener kann vermitteln: “Du meinst die rote Seite der Schachtel. Schau, hier ist sie.” Die Kinder müssen einander nicht sofort in vollständigen Sätzen antworten.

Wenn eines der Kinder beide Aufgaben übernehmen möchte, bieten Sie ihm die nächste Rolle ausdrücklich an. “Jetzt suchst du; danach darfst du die Farbe wählen.” Ist die Wartezeit schwierig, verkürzen Sie die Runde auf eine einzige Suche und tauschen Sie anschließend. Das ist ein organisatorischer Schritt, keine Bewertung des Kindes.

Ein Beispiel für einen Dialog

Lina hält einen blauen Becher hoch und sagt: “Such etwas Blaues.” Sam zeigt auf ein rotes Tuch. Der Erwachsene fragt zunächst: “Welche Stelle siehst du?” Sam deutet auf einen kleinen blauen Aufdruck. Lina betrachtet ihn und sagt: “Hier ist auch Blau.” Beide haben über denselben Gegenstand gesprochen, aber zunächst unterschiedliche Flächen gesehen.

Nun schlägt Lina vor, das Tuch neben den Becher zu legen. Der Erwachsene beschreibt den Unterschied: “Der Aufdruck ist blau und der Rest des Tuchs ist rot.” Wenn die Kinder eine einfachere Aufgabe wünschen, legen sie ein einfarbiges blaues Tuch dazu. So wird die Uneindeutigkeit sichtbar, ohne dass ein Kind eine Niederlage hinnehmen muss.

Danach wählt Sam die nächste Farbe. Sam muss nicht denselben Satz verwenden wie Lina. Ein Zeigen auf einen gelben Klotz genügt, und der Erwachsene kann ergänzen: “Sam sucht etwas Gelbes.” Lina sucht, während Sam den Klotz als Beispiel sichtbar hält.

Die Suchfläche gemeinsam abgrenzen

Vereinbaren Sie vor einer Runde, wo gesucht wird: auf dem Tisch, im Bücherregal auf Augenhöhe oder auf einer bestimmten Seite im Bilderbuch. Ein begrenzter Bereich macht die Aufgabe überschaubar und verhindert, dass ein Kind an unerreichbare oder nicht freigegebene Dinge gelangen muss.

Wird im Raum gesucht, kann das wählende Kind eine Farbe nennen und das andere von seinem Platz aus auf ein Beispiel zeigen. Es muss den Fund nicht holen. Eine Lampe, ein Bild oder ein Kleidungsstück einer anderen Person wird nur betrachtet, wenn Berühren oder Bewegen nicht angebracht ist.

Ist in dem Bereich kein passender Gegenstand vorhanden, darf das Kind dies sagen oder zeigen. Der Erwachsene kann einen vorbereiteten Gegenstand hinzufügen oder eine andere Farbe vorschlagen. Eine Suchaufgabe ohne Treffer ist kein Beweis dafür, dass das Kind den Farbnamen nicht kennt.

Die Auswahl für beide sichtbar machen

Wenn ein Kind eine Farbe ausgewählt hat, bleibt der Beispielgegenstand in der Mitte liegen. Das andere Kind kann während der Suche immer wieder darauf schauen. So muss es sich nicht zugleich den Farbnamen merken und im Raum nach einem passenden Objekt suchen.

Möchten die Kinder später eine Gedächtnisvariante versuchen, zeigen Sie das Beispiel kurz und legen es dann beiseite. Fragen Sie anschließend nach einem passenden Gegenstand. Ist die Aufgabe zu schwer, holen Sie das Beispiel sofort zurück. Erklären Sie, dass diesmal auch das Erinnern Teil des Spiels war.

Eine Farbkarte kann als sichtbarer Hinweis dienen, wenn der echte Gegenstand zu groß ist. Malen Sie dafür einen großen Fleck auf Papier und legen Sie ihn neben den Gegenstand. Papier und Oberfläche können unterschiedliche Farbtöne zeigen; wählen Sie Beispiele, deren Ähnlichkeit für die Beteiligten gut erkennbar ist.

Wenn beide etwas anderes spielen möchten

Vielleicht möchte ein Kind Farben suchen und das andere lieber einen Turm bauen. Sprechen Sie die Wünsche an, statt eine gemeinsame Runde vorauszusetzen. Die Kinder können zunächst getrennt spielen oder den Turm freiwillig in die Suche einbeziehen, indem sie einen blauen Stein für eine bestimmte Stelle auswählen.

Falls nur ein Kind weitermachen möchte, kann ein Erwachsener dessen Spielpartner sein. Das andere Kind braucht keine Ersatzaufgabe als Strafe. Später kann es wieder einsteigen, wenn es möchte und der Ablauf erklärt wird.

Bei einem Streit um Material trennen Sie die Frage nach der Nutzung von der Frage nach der Farbe. Wer besitzt den Gegenstand? Ist er zum Spielen freigegeben? Erst wenn beide den Umgang damit akzeptieren, eignet er sich für die Suche. Eine eigene Lieblingssache muss nicht gegen den Willen des Kindes ausgeliehen werden.

Einen gemeinsamen Fund beschreiben

Wenn ein Kind eine passende Sache gefunden hat, fragen Sie nach einem Detail: “Wo genau siehst du das Blau?” Das Kind kann auf den Rand eines Tellers oder auf den Deckel einer Dose zeigen. Der Spielpartner betrachtet dieselbe Stelle und darf ergänzen, was ihm auffällt.

Vermeiden Sie Fragen, deren Antwort nur im Kopf des Erwachsenen feststeht. Bei einer bunten Tasche kann “Welche Farbe hat die Tasche?” mehrere plausible Antworten haben. “Welche Farbe hat der Griff?” begrenzt die Frage auf eine sichtbare Fläche. Wenn der Griff gemustert ist, wählen Sie einen noch eindeutigeren Abschnitt.

Die Beschreibung kann kurz bleiben: “Der Griff ist blau.” Ein älteres Kind möchte vielleicht zusätzlich sagen, dass der Griff schmal oder aus Stoff ist. Ein jüngeres Kind zeigt nur darauf. Beide Beiträge können in derselben Runde nebeneinanderstehen.

Eine Runde mit Zeichnungen ergänzen

Zeichnen Sie zwei große Kreise auf ein Blatt und färben Sie einen rot, den anderen blau. Ein Kind wählt einen Kreis, das andere sucht einen Gegenstand mit ähnlicher Farbe. Drehen Sie das Blatt so, dass beide es gut sehen. Ein Drucker oder vorgefertigte Karten sind nicht nötig.

Danach kann das suchende Kind den Gegenstand neben den passenden Kreis legen. Stimmen die Farbtöne nicht genau überein, besprechen Sie, welcher Kreis dem Gegenstand ähnlicher ist. Ist die Auswahl selbst für die Erwachsenen unklar, ersetzen Sie einen Farbton durch ein deutlicheres Beispiel.

Für eine neue Runde wechseln die Kinder die Rollen und tauschen die Plätze der Kreise. Damit ist nicht immer dieselbe Seite die richtige Antwort. Kündigen Sie die Änderung an: “Die Kreise liegen jetzt anders. Schau noch einmal auf die Farbe.”

Wenn ein Spielpartner Unterstützung benötigt

Ein Kind kann Hilfe beim Greifen, beim Verstehen der Frage oder beim Mitteilen seiner Antwort benötigen. Fragen Sie, welche Unterstützung passt, und geben Sie so viel Hilfe wie nötig. Der Erwachsene kann beispielsweise zwei Dinge halten, damit das Kind mit dem Blick oder einer Geste auswählen kann.

Verwenden Sie kurze, konkrete Aufträge und lassen Sie nach der Frage Zeit. Statt “Such irgendetwas, das ungefähr dieselbe Farbe wie mein Gegenstand hat” kann “Zeig etwas Blaues” mit einem blauen Beispiel genügen. Wenn das Kind antwortet, bestätigen Sie die gewählte Sache und ihre Farbe.

Die Bedürfnisse der Kinder können sehr unterschiedlich sein. Passen Sie Größe, Abstand und Beleuchtung an; ersetzen Sie die visuelle Aufgabe bei Bedarf durch eine andere gemeinsam abgestimmte Aktivität. Fachpersonen, die das Kind kennen, können bei spezifischen Fragen zu geeigneten Materialien unterstützen.

Auf BrainHunters weiterspielen

Wenn beide eine Bildschirmaktivität ausprobieren möchten, können sie gemeinsam Farben auf BrainHunters erkunden. Lesen Sie die tatsächliche Aufgabe vor und zeigen Sie, welcher Bildbereich gemeint ist. Bei einem geteilten Gerät prüft der Erwachsene, welches Lernprofil für das Kind ausgewählt ist, das gerade spielt.

Anschließend lässt sich eine Farbe aus der Bildschirmaufgabe im Raum suchen. Ein Kind kann das Beispiel wählen, das andere einen passenden Gegenstand zeigen. Die Gegenstände müssen nicht genau denselben Farbton wie auf dem Bildschirm haben; sprechen Sie über sichtbare Ähnlichkeiten und Unterschiede.

WAS DU VIELLEICHT WISSEN MÖCHTEST

Hilfreiche Antworten

Müssen beide Kinder die Farbnamen schon sprechen?

Nein. Zeigen oder einen Gegenstand hinlegen sind ebenfalls Antworten; ein Erwachsener kann den Farbnamen ergänzen.

Was tun bei einem mehrfarbigen Gegenstand?

Zeigen und benennen Sie die Fläche, die gemeint ist. Die Spielpartner können unterschiedliche Teile richtig beschrieben haben.

Braucht man besondere Materialien?

Nein. Geeignete sichere Alltagsgegenstände in zwei gut erkennbaren Farben reichen für den Anfang.

Mach aus einer kleinen Idee ein Abenteuer.

Probiert gemeinsam eine kurze Aktivität aus und nehmt die Entdeckung mit in euren Alltag.

Farben und Muster